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©jugendszene NOT DEAD
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©jugendszene Making Of + Ausstellung galerie mitte Bremen
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©jugendszene Ausstellung Museum Weserburg
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©jugendszene Making Of
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©jugendszene Making Of
"Gestern Hipster, heute Punk - morgen guck ich wieder in den Schrank"
Schule:
Oberschule am Leibnizplatz
- Gymnasiale Oberstufe für Gesamtschulen -
Schulstraße 24
28199 Bremen
Tel.: 0421- 3615785
Fax: 0421- 36159193
www.leibnizplatz.de

Gesamtschule / Gebundener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Katrin Jahn (Kunsthaus KUBO), Bremen
ka@kubo.de / www.kubo.de

Andrea Lühmann (Intermediale Kunst), Bremen

 
Beteiligte Schüler:
15 Schüler_innen
Kunst- AG der Oberschule am Leibnizplatz:
hauptsächlich Schüler_innen der Oberstufe (Klasse 11-13), mit Beteiligung von Schüler_innen der Klassen 9 und 10
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Anna Wilkens (Fachlehrerin Kunst)
 
Stundenvolumen:
_ 4 Vorbereitungstreffen in der Schule / jeweils nachmittags
_ 2 Wochenenden Sa./So. für die weitere als auch die konkrete Planung – Gruppen aufteilen, Probefotografieren (Gruppe und Portrait), dabei Mimik und Pose üben, Kleidung absprechen, Flohmarktbesuch für das Besorgen fehlender Kleidung und Utensilien, Reflexionen, ... – im KUBO, Kunst- und Bildungsverein Ostertor
_ 1 Kompaktwochenende 4 Tage in einem großen Atelier TOR 12 im Künstlerhaus Güterbahnhof / letzte Vorbereitungen: Hintergrund bauen, Kleidung festlegen, letzte Abstimmungen (wer geht wie in welches Bild), Kameraaufbau (Stativ) setzen, Kamera (hochauflösender Vollformat Spiegelreflexkamera) noch einmal erläutern

3 Ausstellungen / mit Beteiligung der Schüler_innen am Aufbau, Eröffnung, teilweise Kontakt mit der ortsansässigen Presse, Feedbackrunde, Abbau
‚GÜTERBAHNHOF OPEN’ – Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen
‚Gestern Hipster, heute Punk – morgen guck ich wieder in den Schrank’ – Museum Weserburg Bremen
‚WAS GEHT’ – KUBO – Kunst- und Bildungsverein Ostertor Bremen

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
“GESTERN HIPSTER, HEUTE PUNK – MORGEN GUCK ICH WIEDER IN DEN SCHRANK“
Ein partizipatorisches Fotoprojekt mit Jugendlichen

In dem partizipatorischen Fotoprojekt zum Thema Jugendszene gesellen sich zu fünf großformatigen Gruppenbilder verschiedener inszenierter Jugendszenen elf hochformatigen stille Einzelportraits von Jugendlichen.

In enger medien-edukativer Begleitung durch eine Künstlerin und Kunstvermittlerin, einer Kunstpädagogin sowie einer Lehrerin der Fachrichtung Kunst, fand zuallererst eine theoretischen Einführung zu den Unterschieden künstlerischer und angewandter (oder auch journalistischer) Fotografie in der Schule statt. Es folgte eine vorbereitende Recherche zu aktuellen Jugendszenen in der Kunst und in medialen Darstellungen (Zeitschriften, Internet, usw.) mitsamt klischeehafter Reduzierung. Bildmanipulationen wurden einbezogen und gemeinsam reflektiert.
Die Jugendlichen erarbeiteten auf Basis ihrer Recherchen die Inhalte und Ästhetik der unterschiedlichen Jugendszenen, an denen sie selbst interessiert waren bzw. in deren Rolle sie gerne kurzzeitig schlüpfen wollten – vielleicht aus (heimlicher) Sympathie oder aus totaler Abneigung: von Hipster bis Fascho war alles denkbar.
Die beteiligten Jugendlichen setzten schließlich fünf unterschiedliche Prototypen aktueller Jugendszenen in Szene, deren Protagonist_innen sie selbst waren; in entsprechendem Styling und mit szenetypischer Gestik und Mimik. Die dargestellten Szenen haben die Jugendlichen selbst ausgewählt: Hipster („Weil sie omnipresent sind.“), Punks („Hatten alle einfach Lust drauf.“), Schickimicki („Da sieht man mal voll anders aus.“), Discoproll und Antifa („Das ist an der Schule auch 'ne große Szene.“).
Technisch stimmten sie sich zu mehreren Gelegenheiten durch jeweiliges Probefotografieren unter fachlicher Anleitung ein. Da die spätere Umsetzung auf dem Stativ stattfinden sollte, wurde auch mit einer Stativeinstellung geübt. Auch die von allen mitgebrachte Kleidung, die durch einen Flohmarkteinkauf der Gruppe ergänzt wurde, wurde ausprobiert und gegenseitig begutachtet.

Für die Bilder stimmten die Schüler_innen die Gruppengröße und Zusammensetzung miteinander ab und traten in den gewählten Gruppenkonstellationen entsprechend "gestylt" als Protagonist_innen vor die Kamera und übernahmen auch die Regie hinter der Kamera. Auf dieser Basis sind die konkreten, eigenen Bildideen entwickelt worden, die von den Jugendlichen auf künstlerische Weise fotografisch umgesetzt wurden. Für die Umsetzung entschieden die Jugendlichen über Hintergrund / Kleidung / Haltung / Mimik / Bildausschnitt, etc.
Technisch professionell ausgestattet, fotografierten sich die Jugendlichen schließlich neugierig, konzentriert, mutig und mit Spaß!

Einen zweiten Teil bildet eine Serie stiller Portraits, die im Gegensatz zu den inszenierten Gruppenbildern auf andere Weise intensiv sind. Bei der Umsetzung dieser stillen Bilder werden die Jugendlichen mit einer ganz anderen Faszination des Mediums Fotografie vertraut gemacht: in stiller Atmosphäre treten sie einzeln vor die Kamera. Hier fehlt der Schutz (der Gruppe / der Verkleidung), andererseits werden die Abzubildenden jedoch durch die geschaffene intime Atmosphäre und die daraus resultierende Ruhe geschützt. Unabhängig vom Aussehen des Individuums eignen sich solche Portraits, sich selbst zu begegnen. Sie sprechen leise Töne, wirken geradezu malerisch und entschleunigt und bilden somit ein sehr persönliches, 'ungeschminktes' Selbstbild: Ich, individuell!

Beide Arbeiten wurden einander gegenüber gestellt bisher an drei Ausstellungsorten präsentiert. Einzig wegen des glücklicherweise großen Interesses konnten die Bildserien gleich an mehreren Ausstellungsorten gezeigt werden: ‚Güterbahnhof Open’ (Tag der offenen Tür des Künstlerhauses Güterbahnhof in Bremen, mit etwa ... Besucher_innen), im Museum Weserburg und im KUBO Bremen.

Die Begegnung mit der Kunst im partizipatorischen Fotoprojekt Jugendszene eröffnet den Jugendlichen ein Aktionsfeld fern ab leistungsorientierter Bewertung und bietet einen erweiterten Zugang zu gesellschaftlichen Fragestellungen und Normen sowie kulturelle Teilhabe jenseits des familiären und schulischen Kontextes. Die künstlerische Bildsprache öffnet neue Möglichkeiten, eigene Inhalte in Bilder zu übersetzen. Kunst macht fit, macht schlau, macht Spaß.
Zugehörigkeit und / oder Abgrenzung zu Jugendszenen, Selbstdarstellung und Sich-Ausprobieren sind immanente Elemente der Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung von Jugendlichen. Dabei spielen (ästhetische) Codes aus der Mode-, Musik- und Unterhaltungsbranche oft eine übergeordnete Rolle. Jugendbewegungen und -kulturen haben häufig detaillierte Dress- und Verhaltencodes, die Zugehörigkeit symbolisieren. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Jugendkultur, Dresscodes und Identität führt zum Abgleichen mit dem Selbst, zu einem Zugehörigkeitsgefühl oder zu Ablehnung, zur eigenen Positionierung und (nachhaltigen) Reflexion. Für die Dauer des gesamten Projektes fand fortwährend ein offener Austausch aller Beteiligten statt, Konfliktbereitschaft wurde immer signalisiert und auch aktiv angeboten.

Ziel des Projekts ist die kreative Auseinandersetzung mit dem Selbst- und Fremdbild der Jugendlichen. Ziel ist darüber hinaus die Auseinandersetzung mit der medialen Darstellung von Jugendlichen, der Identitätsstiftung von Jugendszenen und deren Einfluss auf die individuelle Persönlichkeitsentwicklung sowie die Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie als Kunstform in Abgrenzung zum schnelllebigen Massenmedium. Ein positiver Nebeneffekt ist das durch das große Interesse an dem Projekt und die daraus resultierenden drei Ausstellungen, ein heterogener und breiter Dialog mit vielen Menschen entstanden ist, der auf die Jugendlichen eine positive Wirkung hatte und sie in ihrem Tun und Engagement bestätigt hat.
Und die Initiatorinnen ebenso.

- - - >>> Fernsehbericht / Regionalfernsehen
‚Buten & Binnen’ / ‚Punks, Hipster, Schickimickis’, vom 30.10.2013:
www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video52894-popup.html

 
Projektauslöser/Idee:
Anlass war die Idee von Katrin Jahn und Andrea Lühmann „mal wieder gemeinsam an einem kunstvermittlerischen Projekt arbeiten zu wollen“ (was auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhte).

Die Idee zum Inhalt ‚Jugendszenen’ zu arbeiten hatte Katrin Jahn. Ideengebend war dabei der Kontakt zu Jugendlichen aus vielen unterschiedlichen Jugendszenen /-kulturen in vorangegangenen Kunstprojekten.

Katrin Jahn und Andrea Lühmann haben daraufhin gemeinsam die Konzeption für ein konkretes Projekt erarbeitet und Mittel beantragt. Andrea Lühmann kannte aus einem vorangegangenen Projekt die Lehrerin (Kunst/Spanisch) Anna Wilkens, mit der die Zusammenarbeit exzellent war, so dass Jahn/Lühmann für das neue Vorhaben an Anna Wilkens herangetreten sind. Die Zusammenarbeit wurde beschlossen.
Bevor es zum ersten Kontakt mit den Schüler_innen kam, fanden mehrere Planungstreffen zu dritt statt.

 
Projektentwicklung:
* Projektteam = Katrin Jahn, Andrea Lühmann und Anna Wilkens

September bis November 2012:
_ Erste Planungstreffen Jahn, Lühmann – Ideen- / Themenfindung und Ausarbeitung des künstlerischen Konzeptes
_ Erste Kooperationsgespräche mit Wilkens
_ Antragstellung (Projektmittel) Jahn: Fonds Soziokultur, Sparkasse Bremen, SWB Bildungsinitiative, Ortsamt Neustadt / Woltmershausen und Ortsamt Mitte / Östliche Vorstadt
_ Herantreten Wilkens / Antrag bei Schulleitung und Schulverein der Oberschule am Leibnizplatz e.V. (Projektgelder)

Februar bis März 2013:
_ Weitere Planungstreffen Projektteam
_ Erstellung von Plakaten zum Projekt zum Anwerben von Schüler_innen in der Schule durch Jahn
_ Wilkens wirbt in der Schule für das Projekt
_Endgültiger Finanzierungsplan von Jahn durch Ab- und Zusagen der Fördermittel
_Planungstreffen Projektteam zur Festlegung des Umfangs und der Möglichkeiten des Projekts auf Basis des Finanzierungsplans
_Treffen aller Kooperationspartner und Beteiligten:
- Kennenlernen, Erwartungen, Kooperationsvereinbarungen und Rahmenbedingungen besprechen
_ Jahn organisiert die Durchführungsorte: Atelier im Kunsthaus KUBO, große private Künstlerateliers im Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen
_ Wilkens nimmt Planungsgespräche mit der Weserburg über Ausstellungsmöglichkeit auf
_ Kontakt zu Visagistin

April / Mai 2013 :
_ Begehung der Schule / des neuen Fachbereichs Kunst als Ausstellungsmöglichkeit nach Umbau (Projektteam und Schulleitung)
Erster Termin mit etwa 30 interessierten Schüler_innen: Kennenlernen, Projektvorstellung, Brainstorming zum Thema, Bildbeispiele aus der Kunst oder journalistischen Zusammenhängen, lebendiger Austausch, Rahmenbedingung und Termine festlegen, Teilnehmer_innenliste mit verbindlichen Zusagen von 20 Jugendlichen (9. bis 13. Jahrgangsstufe)
_ Jahn (KUBO) erstellt Facebook-Gruppe für die Kommunikation untereinander und kontinuierliche Pflege dieser Gruppe (Terminerinnerungen, Organisatorisches)
_ A. Wilkens arbeitet an mehreren Terminen inhaltlich mit den Schüler_innen in der Schule: Recherche zum Thema Jugendkultur / -szenen, Austausch und Collagen anfertigen über verschiedene Jugendszenen
_ Vorbereitungstreffen Jahn, Lühmann: Inhalte erstes Projektwochenendes

Juni 2013:
_ 1. Projektwochenende 08.+09.06.13 im KUBO:
Besprechen der Collagen und Jugendszenen, Festlegung welche Szenen dargestellt werden, Zuordnung der Teilnehmer_innen zu den Szenen, inhaltlicher Austausch, Vorstellung verschiedener zeitgenössischer Fotograf_innen sowie Bildbesprechungen.
Fotopraxis: Einstiegsübungen zur Portraitfotografie sowie zu den Gruppenbilder, Planung des nächsten Treffens, Aufgabenverteilung, Reflexion
_ Reflexionsrunde Projektteam
_ Visagistin sagt zu
_ 2. Projektwochenende 22. / 23. Juni im KUBO: Sichtung mitgebrachter Kleidung / Accessoires, Einkauf fehlender Sachen auf dem Flohmarkt, Erarbeitung der Outfits, Gestik, Mimik, Inszenierungen der einzelnen TeilnehmerInnen, Planung des nächsten Treffens, Aufgabenverteilung, Reflexion
_ Pressearbeit durch K. Jahn (Regionalfernsehen sowie regionale Print- und Onlinepresse) – Pressemitteilung sowie Einladung der Presse zum Fotoshooting
_ 3. Kompaktwochende 27.-30.06.13 (4 Tage in den Sommerferien) Atelier Tor 12 Güterbahnhof Bremen: letzte Vorbereitungen (Hintergrund bauen, Outfits festlegen, letzte Abstimmungen, Kameraaufbau und Stativ setzen, Kamera - hochauflösende Vollformat-Spiegelreflexkamera - noch einmal erläutern), Styling durch Visagistin, Umsetzung der Gruppenbilder, Umsetzung der Portraits, Pressetermine und Interviews (Weserkurier, Bremer Anzeiger), Bildsichtung, Titel für Bilder / Ausstellung, Planung der Ausstellung und Aufgabenverteilung dafür, Reflexion, Evaluationsbögen und Abschlussrunde. Und alles in entspannter Atmosphäre mit vielen anregenden Gesprächen, Begegnungen auf Augenhöhe, Spaß und Picknick.
_ Reflexionsrunde Projektteam

Juli – September 2013:
_ Fotosichtung und Bildbearbeitung der 5 Gruppenbilder, 11 Portraits und Auswahl und Bearbeitung der Making-Of-Bilder
_ Jahn: Einladungskarte / Öffentlichkeitsarbeit für die Ausstellung ‚Güterbahnhof OPEN’, Versendung der Einladungskarten über Verteiler KUBO / galerie mitte
_ Verteilen der Einladungskarten von den beteiligten Jugendlichen und Team
_ Jahn: Pressearbeit (Regionalfernsehen, örtliche Print- und Onlinepresse), Bekanntgabe über Facebook, KUBO / galerie mitte (Email-Verteiler, Arbeitskreise, Netzwerke, Gremien ...)
_ Gemeinsamer Aufbau / Hängung der Ausstellung
_ 07. / 08. September: Ausstellung ‚Gestern Hipster, heute Punk – morgen guck ich wieder in den Schrank’, ‚Güterbahnhof OPEN’ Atelier Tor 12, Künstlerhaus Güterbahnhof Bremen: interne Eröffnung mit der Gruppe (gemeinsame Bildbetrachtung und Reflexion), Begleitung der Ausstellung durch das Projektteam und die beteiligten Jugendlichen: viele heterogene Besucher_innen und sehr viele anregende Gespräche über das Projekt und seine Inhalte, viel Interesse und Begeisterung.
_ Gemeinsamer Abbau der Ausstellung
_ Kontakt A. Wilkens zur Weserburg: Ausstellungsplanung

Oktober bis Dezember 2013:
_ Jahn: Neue Einladungskarte. Versenden und gemeinsames Verteilen / Öffentlichkeitarbeit und Pressearbeit, Facebook zur Ausstellung in der Weserburg
_ Gemeinsamer Ausstellungsaufbau mit den Jugendlichen; Besuch Fernsehteam Radio Bremen ‚Buten & Binnen’: Interviews und nachgestelltes Umstyling
_ 01.11. - 12.12. Ausstellung Weserburg Bremen.
Begrüßung Peter Friese (Stellvertretender Direktor Hauptkurator der Weserburg), Einführung Dr. D. Roth (KUBO). Viele heterogene Besucher_innen und sehr viele anregende Gespräche über das Projekt und seine Inhalte, viel Interesse und Begeisterung.
_ Gemeinsamer Abbau der Ausstellung

Januar 2013:
_ Planung Jahn der Ausstellung ‚WAS GEHT – KUBO Jugendkunstprojekte 2013’ in der galerie mitte, KUBO. Neue Einladungskarte und neue Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
_ Aufbau der Ausstellung durch das Projektteam
_ 27.02.-07.08.14 Ausstellungsdauer – Eröffnung mit wieder vielen Besucher_innen, positiver Presse und sehr viele anregende Gespräche, ...

Vorschau:
_Ausstellung zur Eröffnung des neuen Kunstbereichs der Oberschule am Leibnizplatz nach Renovierung

 
Besonderheiten:
_ stufenübergreifend
_ Fotografie wurde an Kunst entlang oder auch von Kunst aus vermittelt
_ Fotografie hieß nicht, mit der Kamera nach einem Bild zu suchen, sondern ein Bild zu (er)denken
_ Einbindung der Schüler_innen in die abschließende Konzeption
_ Die Gegenüberstellung der Gruppenbilder mit den ruhigen, von innen heraus fotografierten Portraitserie
_ Alle Bilder wurden unter fachlicher Begleitung (mit einem Stativ) von den Schüler_innen selbst aufgenommen
_ Das Schlüpfen in verschiedene, identitätsstiftende Rollen und ihrer Muster
_ Wir hatten Spaß!
_ Sehr gute Absprachen + entsprechend gute Abläufe – sehr gutes Team! Miteinander – ohne Konkurrenz und Hierarchien
_ Schüler_innen begleiten einen künstlerischen Prozess von der ersten Idee bis hin zu den Ausstellungen
_ Werke werden anhand der vielzähligen Ausstellungen im professionellen Kontext gewürdigt, Schüler_innen sind stolz
_ Kontakt zu außerschulischen Partnerinnen ermöglicht neue Erfahrungen, teilweise das Überdenken von Berufswünschen, (berufliche) Kontakte, etc.
_ Drei der Schüler_innen haben durch ihre Beteiligung Praktikumsplätze gefunden
_ Viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit – Presse (u.a. ein Bericht im Regionalfernsehen Buten & Binnen, der während des Aufbaus der Ausstellung im Museum Weserburg entstanden ist), viele heterogene Besucher_innen und sehr viele anregende Gespräche über das Projekt und seine Inhalte
 
Probleme und Lösungen:
_ Die Schüler_innen über ein so langen Zeitraum ‚wach und interessiert’ zu halten, war nicht immer leicht; jugendliche Trägheit; bzw. auch in anderen Projekten engagiert
_ Im Vorfeld sind wegen des zeitlichen Schüler_innen, inbesondere Schüler abgesprungen, so dass schließlich für die Gruppenbilder männliche „Statisten“ gefunden werden mussten (Freunde der Teilnehmer_innen)
_ Eine verbindliche Projektarbeit war fast nur an den Wochenenden oder im Rahmen des Unterrichts möglich, da die Schüler_innen nachmittags Unterricht, private Termine, Sport, etc. hatten
 
Anekdotisches:
_ Die Punker wurden zu Punkern
_ Die Rollen haben sich auch in anderen Verkleidungen auf das eigene Verhalten ausgewirkt, was ausgekostet wurde und sehr witzig war
_ Als ein Vater spontan zu einem Shooting vorbeikam, hat er im ersten Moment seine Tochter nicht erkannt
_ das Stylen mit einer professionellen Visagistin war eine bejubelte Angelegenheit
_Mail einer Schülerin vor der Ausstellung „ Was geht“ im KUBO:

"Hi und Hallöchen Hallöchen,
ich könnte zur Eröffnung kommen und würde in Begleitung erscheinen.
Ich finde es so was von cool, dass die Ausstellung nochmal gezeigt werden kann und dass sie da ausgestellt wird, wo alles seinen Anfang fand, und das die Ausstellung so nochmal bewundert werden kann und so immer-mal-wieder präsent ist. Aber da kann man eure Arbeit echt nur mal wieder loben, nicht nur die Ausstellungsstücke sind einfach brillant geworden, sondern auch die Einladungen sind so edel und passend, dass ich immer wieder baff bin (: , was denn Galeriedienst betrifft, kann ich eine feste Zusage nicht versprechen aber falls ich das noch einrichten kann würde ich euch entweder per E-mail oder spätestens bei der Ausstellung bescheid geben wenn das in Ordnung wäre. Ich freue mich schon euch alle wieder zu sehen. Mit lieben und freundlichen Grüßen eure; Tyra(:"