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Mein Name ist Mensch
Schule:
IGS Grünthal
Grünthal 12, 18437 Stralsund
Tel: 03831 498520 Fax: 03831 444476
www.igs-gruenthal.de

Gesamtschule / Gebundener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Perform[d]ance e.V.
Frankenstr. 57
18439 Stralsund
03831-667920
www.performdance.de


Theater Vorpommern
Olaf Palme Platz 6
18439 Stralsund
Tel. 03831-26460
www.theater-vorpommern.de

 
Beteiligte Schüler:
80
SchülerInnen der gesamten 8. Jahrgangsstufe der IGS Grünthal
 
Beteiligte Lehrkräfte:
8 Klassenleiter, das gesamte Klassenleiter-Team der Jahrgangsstufe
 
Stundenvolumen:
Einführungsworkshop zum Schuljahresbeginn
anschließend 1,5 Stunden pro Monat pro Klasse über 9 Monate
in der Intensivprobenphase 7 Stunden täglich über einen Zeitraum von 5 Wochen
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
OCCUPY THEATRE 2013
„Mein Name ist Mensch“

»Wir sind viele! Wir sind bunt! Und das ist gut so!« ist die Maxime der gesamten Konzeption von »Occupy Theatre«. Herzstück des Projekts ist die künstlerische Produktion „Mein Name ist Mensch“ unter der Leitung eines Choreographenkollektivs, bestehend aus acht internationalen Choreographen und Tänzern, die ihre Erfahrungen aus verschiedenen Tanzkompanien in das Projekt eingebracht haben (Jasmin Vardimon Company u.a.).

Am Projekt teilgenommen haben die Schülerinnen und Schüler der 8 Jahrgangsstufe (Schuljahr 2012/13) der IGS Grünthal, insgesamt 4 Klassen mit ca. 80 Schülerinnen und Schülern. In der Begegnung und Konfrontation mit Künstler/innen aus zahlreichen Nationen hatten viele der Jugendlichen erstmals hautnah die Chance, einen »Blick in die große weite Welt« zu werfen. Wir halten diese Begegnung und Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten kulturellen und sozialen Kontexten für ausgesprochen wichtig und äußerst notwendig für Kinder und Jugendliche aus dem fast ausschließlich monokulturell geprägten Vorpommern.

Zur Aufführung kam »Mein Name ist Mensch« im Theater Vorpommern in Stralsund und Greifswald. Neben den Schülerinnen und Schülern wirkten die beteiligten professionellen TänzerInnen, sowie das Philharmonische Orchester des Theater Vorpommern an der Produktion mit.

Mit der Inszenierung »Mein Name ist Mensch« begab sich das Choreographenkollektiv mit den mehr als 80 beteiligten SchülerInnen auf eine Spurensuche des Protests:
Die Geschichte einer legendären deutschen Rockband steht stellvertretend für eine Zeit des Aufbegehrens und des Aufbruchs einer ganzen Generation: TonSteineScherben. Ihr Frontmann Rio Reiser ist tot, aber ihre Musik ist geblieben und die bildet die musikalische Klammer dieses orchestralen und rockigen Abends. Das Wort des Jahres 2011 war 'Demonstrant'. Weltweit war auch das vergangene Jahr geprägt durch massenhafte Proteste gegen soziale, ökonomische und politische Ungleichheit. Gemeinsam mit den beteiligten Schüler/innen und Künstler/innen haben wir eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht, auf den Spuren des Protestes und der Veränderung, und seine Bedeutung für die junge Generation 2013 in den Tanz übersetzt.

In den 4 choreographischen Partnerschaften trafen deutsche und nichtdeutsche Künstler/innen aufeinander und gemeinsam mit jeweils einer Assistentin bildeten sie ein künstlerisches Team. Jedes Team arbeitete mit einer Schülergruppe von 25-30 Mädchen und Jungen. Bei der Auswahl der Künstler war es uns wichtig, internationale Teams zusammenzustellen, um die Jugendlichen mit einer multikulturellen Welt zu konfrontieren. Die Kids erlebten fremde Künstler/innen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und dadurch auch mit einem individuellen Zugang zur Musik der Scherben und einem eigenen Bezug zu deren politischem Hintergrund.

 
Projektauslöser/Idee:
Aus Sicht des künstlerischen Leiters:

Am Anfang war das Paradies und es gab kein oben und unten nur ein neben Dir. Es gab keine Waffen, keine Kriege und es herrschte Liebe zwischen den Menschen.
Bekanntlich hat dieser Zustand nicht ewig angehalten, wir sind aus dem Paradies geflogen und die Kälte, der Hass, die Herrschaft kam zwischen uns Menschen, bis heute...
Die Musik der Scherben und die Texte von Rio haben die Sehnsucht nach diesem paradiesischen Urzustand, immer wieder als Thema. Rio hat auf jeder Platte mindestens ein biblisches Thema als Grundlage seiner Songtexte verwendet.
Der erste Teil der Inszenierung hat genau diesen paradiesischen Anfang der Menschheitsgeschichte als thematische Klammer, bis zum endgültigen Verlust unserer Unschuld.
Die Bewusstwerdung über unsere Vergänglichkeit und die Frage nach unserer Herkunft, bzw. die Erkenntnis des Allein seins, bilden im zweiten Teil des Stückes die inhaltliche Verbindung der einzelnen Bilder.
Das Leben in der Gegenwart ist gekennzeichnet durch Entfremdung und Vereinsamung, den Wegfall sozialer Bindung. Erste Anfänge der Ermahnung und Aufforderungen zum Protest treten hier schon auf. Was bleibt ist die Hoffnung auf Liebe und Solidarität zwischen den Menschen!
Das Aufbegehren, der Protest und die Sehnsucht nach dem „sich spüren“ in einer entfremdeten Welt sind die Leitmotive der Sequenzen des dritten Teils.
„Kommt zusammen Leute und lernt euch kennen, du bist nicht besser, als der neben dir...“
Düstere Endzeitstimmung und Hoffnung auf Veränderung kennzeichnen den Schlussteil der Inszenierung. „Alle allein und werden mehr...“ singt Rio hier in einem Song und beschreibt damit den Zustand unserer Gesellschaft. Wir haben es in der Hand die Zustände zu ändern, wenn wir uns erst mal einig sind und zusammen kommen! Was bleibt ist der melancholische Blick übers Meer. Das Meer, die Weite und der freie Blick waren immer wieder kehrende Motive in den Texten von Rio Reiser. Am Meer lebend, bildet dieser letzte melancholische Blick über das Wasser den Abschluss einer langen Reise. „Land in Sicht...“

Tanz trifft Jugend, tanzende Jugend trifft den Rock`n Roll der Scherbenmusik, Rockband trifft Orchester und alle spielen gemeinsam im Sog dieser „Befreiungsmusik“ der 70er Jahre.
Warum Scherben/Rio Songs als musikalische und inhaltliche Grundlage dieses Tanztheaters, ...„warum müssen wir auf diese Musik tanzen? Oftmals stellten die Kids uns diese Fragen! Nach 2-3 Wochen kannten sie die Texte auswendig...
Die Musik der Scherben und von Rio begleiten mich seit meinem 16 Lebensjahr. Eben in jenem Alter wurde ich durch meine Erlebnisse im Widerstand gegen die „Startbahn West“ „politisiert“. Es war eine Zeit die geprägt war durch die Studentenproteste der späten 60er Jahre und breiter bürgerlicher Protestbewegungen, in West- wie auch später Ostdeutschland.
1962 geboren, war ich sozusagen ein erstes Kind dieser rebellischen Zeit im Westen und die Band TonSteinScherben und Rio Reiser als ihr Frontsänger, steht stellvertretend für die Zeit des Aufbegehrens und des Widerstandes:
Diese deutsche Rockband hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. Die Power des Rock`n Roll und die Poesie der Rio Texte, seine Präsenz und Wahrhaftigkeit als Sänger berühren mich noch immer.
Lange schon wollte ich auf die Musik der Scherben ein Tanztheater inszenieren, der Zeitpunkt es jetzt mit den SchülerInnen der IGS umzusetzen ist kein Zufall! Es gibt genügend Gründe wieder gemeinsam und deutlich aufzubegehren, Istanbul, Kairo oder Tunis sind sozusagen überall...

Zeitgenössischer Tanz trifft Jugendliche die nicht gefragt wurden ob sie das auch wollen! Viele anfängliche Widerstände wurden überwunden und die Kids sind gemeinsam mit dem Choreographen Team auf einen 5-wöchigen Trip des Tanzes gegangen. Kunst entsteht nicht in der Komfortzone, es braucht die Intensität und Leidenschaft des Augenblickes, den Mut Grenzen zu überwinden und eine gewisse Leidensfähigkeit. Tanz ist Freude in und mit sich, aber Tanz ist auch anstrengend!
Mensch bewegt sich, jeder Mensch! Alle haben wir Rhythmus in uns und alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, können im Tanz Freude erleben...

Große Teile unserer Jugend, allein gelassen vor den Bildschirmen und ausgeliefert einer ungezügelten Bilderflut; vereinsamen und verlieren den Kontakt zu sich selbst. Damit verlieren sie auch all zu oft den Kontakt zu ihren Körpern. Eine mögliche Antwort auf die oft gestellte Frage, „warum sollen die tanzen?“, ist:
Wir motivieren die Kids in Bewegung zu kommen, eigene Bewegung zu gestalten und damit aktiv teilzunehmen an dem Gestaltungsprozess. Unterschiedliche Begabung und Bereitschaft sich ein zu bringen, begegnet unserem Anspruch jedem eine Rolle zu geben, jedem die Teilhabe an diesem Bühnenprojekt zu ermöglichen. Noch einmal, nicht jeder Mensch wird eine TänzerIn, aber jeder kann tanzen!

„Es sind immer mehr als Einer“! Allein machen sie Dich ein...

 
Projektentwicklung:
Die Idee zum Projekt entstand bei der Konzeptentwicklung von Occupy Theatre. Dieses Konzept wurde Anfang 2012 beim Tanzfonds (Initiative der Kulturstiftung des Bundes) eingereicht und später als eins von 12 Partnerschaften im Rahmen von Tanzfonds Partner ausgewählt.
Das konkrete Projekt »Mein Name ist Mensch« begann dann mit einer Fortbildung für die Klassenlehrer und interessierte andere Lehrer im August 2012. Dieser Workshop wurde geleitet von am Projekt beteiligten Künstlern. Diese hatten sich zuvor für einige Tage getroffen um einander im Gespräch und gemeinsamen Tanz kennenzulernen.
Nach Projekttagen in der ersten Schulwoche, hatten die Schüler einmal monatlich ein Tanztraining mit einem Choreographenteam, das ihnen erste Grundlagen vermittelte.
Im Mai 2013 traf sich zunächst das 9-köpfige Künstler für eine einwöchige Vorbereitungsphase. Nach den Pfingstferien begannen dann die Proben in den vier Teams. Nach knapp 4,5 Wochen feierte die Inszenierung ihre Premiere und wurde nach vier Vorstellungen auch einmalig in Greifswald gezeigt. In den Sommerferien trafen sich die Leitungsteams von Perform[d]ance und der IGS Grünthal zur Auswertung und Vorbereitung des neuen Projekts. Mit Beginn des Schuljahrs startete auch die Organisation des Projekts (Logistik wie Probezeiten, Räumlichkeiten, Fahrten, Unterbringung, Administration, Absprachen mit den Projektpartnern, Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation).
 
Besonderheiten:
Im Laufe des Schuljahres fanden ergänzend zur eigentlichen Produktionsphase Flashmobs und performative Interventionen im öffentlichen Raum statt. Diese haben die Schüler und Künstler gemeinsam bestritten. So hat nicht nur die Arbeit unter professionellen Produktionsbedingungen der Schülerschaft den künstlerischen Schaffensprozess näher gebracht.

Zur Intensivierung der Kooperation wurde ein Begleitprogramm entwickelt, mit dem die Angebote von Perform[d]ance und dem Theater Vorpommern verbunden wurden. Die Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Inszenierungen von Perform[d]ance (Inszenierung des Jugendensembles, Inszenierung für ein junges Publikum) und dem Ballett Vorpommern (u.a. TanzZeit 2013) besucht.

Unter den beteiligten Klassen wurden Premierenklassen ausgewählt, in denen sie den Entstehungsprozess eines Tanzstückes mitverfolgen konnten. Außerdem koordinierte die Tanzpädagogin in Zusammenarbeit mit der Abteilung Theaterpädagogik des Theater Vorpommerns monatlich wechselnde Werkstätten (1x wöchentlich) für die Klassen. In diesen wöchentlichen Werkstätten lernten die Schüler den Aufbau eines Tanztrainings kennen, trafen Musiker des Orchesters, bereiteten die tänzerischen Flashmobs vor, besuchten Proben und kamen mit verschiedenen Künstlern und Mitarbeitern des Theaters ins Gespräch. Tanzbegeisterte und -talentierte Schüler aus dem Projekt können in diesem Schuljahr im Rahmen einer Tanz-AG (1x wöchentlich + Wochenendtermine) weitertanzen.

Zur Vermittlung des Projekts in die beteiligten Institutionen (Perform[d]ance, Theater Vorpommern, IGS Grünthal) wurden Lehrerfortbildungen im Bereich Tanz und Bewegtes Lernen durchgeführt. So haben die LehrerInnen in verkürzter Form die Projektphasen durchlaufen (Improvisation, Bewegungsgenerierung, Imitation, Choreographie, Präsentation usw.), die ihre Schüler später im Projektverlauf erleben konnten.

 
Probleme und Lösungen:
Ich möchte die Probleme dieser Inszenierung mit SchülerInnen, die nicht gefragt wurden, ob sie tanzen wollen, an einem mir unvergesslichem Beispiel deutlich machen. Zu der nicht vorgegebenen Freiwilligkeit der beteiligten Schulklassen, sei nur angemerkt, dass wir darin den 'Zwang zur Freiheit' sehen und Tanz an Schulen Projekte generell nicht an die Freiwilligkeit der Schüler anbinden.

Innerhalb der Schülerschaft fiel von den ersten Probentagen an ein Junge auf, der uns als 'hoffnungsloser Fall' von Seiten der Lehrerschaft vorgestellt wurde. Nach längeren Diskussionen erfuhren wir, dass dieser Junge eine ADHS Diagnose hat und seit ca. 10 Jahren mit Therapie und Psychopharmaka behandelt wurde.

Er war innerhalb der Proben seiner Gruppe in den ersten zwei Wochen nicht integrierbar und verweigerte sich vehement jeglicher Zusammenarbeit, vermittelte aber deutlich, das tanzen ihm Spaß machte. Absprachen oder Abläufe, die nun mal in einer Tanzinszenierung zu treffen sind, stellten allerdings eine große Hürde dar und so schien es auch mit den beteiligten KünstlerInnen und ihm zu enden, wie es in dem normalen Schulalltag schon gesetzt war: Er war zwar anwesend, boykottierte aber den Probenverlauf.

Nach zwei Wochen der permanenten Provokation und persönlicher Beleidigungen, intervenierte ich als künstlerischer Leiter und bat den Jungen zu einer Einzelprobe mit mir, in einem separaten Studio. Das Ergebnis dieser 90 Minuten Probe und den dann folgenden Ausarbeitungen wurde Teil der Inszenierung und so kam es, dass ich nach langjähriger Bühnenabstinenz plötzlich in einem Bild des Stückes mit ihm zusammen auf der Bühne stand. Er bestand darauf das entstandene Duett nicht mit einem anderen Schüler zu tanzen, sondern mit mir. Auch nach dem er sich während der zweiten Aufführung eine Bänderdehnung zuzog, lies er sich nicht von der abendlichen letzten Vorstellung abhalten. Sein Kommentar: „Ich bin doch die Erstbesetzung und ich will auf die Bühne“

Dieser gemeinsame Probenmoment war sein entscheidender Wendepunkt innerhalb der gesamten Inszenierungsarbeit. Von da an begann er auch in den anderen Bildern mitzuwirken und wurde zu einem sehr wichtigen und starken Performer innerhalb des Ensembles.

Dies ist allerdings ein Extrembeispiel und selbstverständlich wäre es bei einer Schülergruppe dieser Größe nicht möglich jedem/jeder Einzelnen eine solche Sonderbehandlung zu Teil werden zu lassen. Dies ist aber auch nicht notwendig. Vielmehr zeigt dieses Beispiel etwas Anderes. Bei manch Einem oder Einer genügt schon die Ermutigung, ein ausgesprochenes Lob, ein Gespräch in der Pause, die Herausforderung einer Solorolle, das Erfolgserlebnis Verantwortung für die Gruppe entsprechend der eigenen Stärken und Möglichkeiten übernehmen zu können. Gesehen zu werden, individuell und unvoreingenommen. Das ist das Ziel und die Herausforderung der beteiligten Tanzkünstler, Assistenten und begleitenden Personen.

 
Anekdotisches:
Am Tag der letzten Aufführung in Greifswald plante das Leitungsteam eine Flyer-Aktion für den Nachmittag in der Greifswalder Innenstadt, um weitere Zuschauer zu werben und auf das Projekt aufmerksam zu machen. Mit der Frage, wer von den tanzenden Schülerinnen und Schülern sich in ihrer Pause an der Aktion beteiligen und gegebenenfalls eine spontane Performance auf dem Marktplatz machen wollte, begannen wir den morgendlichen Probentag. Mit der Erwartung dass eine kleine Gruppe der Jugendlichen uns später unterstützen würde, nicht aber alle, da der anfängliche Wiederstand eines solchen Projektes uns noch immer bewußt war, sammelten wir uns vor dem Theater. Überraschenderweise kamen trotz der ausdrücklichen Freiwilligkeit bis auf wenige Ausnahmen alle Schülerinnen und Schüler mit, sodass innerhalb kürzester Zeit die Flyer knapp wurden. Jugendliche die noch vor wenigen Wochen zu schüchtern oder zu skeptisch waren um sich mit dem Projekt zu identifizieren, warben plötzlich für ihre eigene Performance, sprachen wildfremde Leute außerhalb ihrer gewohnten Umgebung an, um sie von der Wichtigkeit zu überzeugen am Abend ins Theater zu kommen. Mit offenkundigem Stolz und mit dem Gefühl von Gemeinsamkeit.

Diese spontan entstandene Euphorie fand schließlich ihren Höhepunkt auf dem geschäftigen Marktplatz der Altstadt. Hier zeigten die SchülerInnen Auszüge aus dem Stück, spontan, vor unbekanntem Publikum und vorallem ungeschützt - ohne Theaterllicht, Kostüm und klare Abtrennung zwischen Bühne und Zuschauerraum. Ein Zeichen für ein sehr großes entstandenes Vertrauen, in sich selbst und in die Tatsache von der Gruppe getragen zu werden.