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Das MARS!-Projekt
Schule:
Realschule Kastanienallee
Kastanienallee 32
42549 Velbert
TEL 02051 / 250193
FAX 02051 / 22650
www.rsk-velbert.de

Realschule / Gebundener Halbtag
 
Kooperationspartner:
Musik&Kunstschule Velbert
Dieter Sander-Manzek
Kaiserstr.12
42549 Velbert

Deutsches Schloss- und Beschlägemuseum
Oststr. 20
42551 Velbert

 
Beteiligte Schüler:
200
Klasse 5c Kunst
Klasse 6c Kunst
AG 7 Theater/Deutsch
Klasse 8 Physik
Klasse 9 Deutsch
Kunst 10
Technik 10
Erdkunde/Technik 10
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Klasse 5c Kunst; Klasse 6c KunstAG; 7 Theater/Deutsch; Klasse 8 Physik; Klasse 9 Deutsch; Kunst 10, Technik 10,Erdkunde/Technik 10
 
Stundenvolumen:
Klasse 5c Kunst 3 Wochenstunden 3 Monate
Klasse 6c Kunst 3 Wochenstunden 3 Monate
AG 7 Theater/Deutsch 2 Wochenstunden 6 Wochen
Klasse 8 Physik 2 Wochenstunden 6 Wochen
Klasse 9 Deutsch 2 Wochenstunden 8 Wochen
Kunst 10 2 Wochenstunden 8 Wochen
Technik 10 2 Wochenstunden 6 Wochen
Erdkunde/Technik 10 2 Wochenstunden 6 Wochen

zusätzliche Projektwoche im Museum

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
1.Phase
Die Story:
Auf dem Mars steht eine Fabrik.
Diese Fabrik wurde von Robotern gebaut und betrieben.
Es entstanden ungewöhnliche, für den normalen Menschen
nicht erklärbare Bauten und Maschinen.
Überall bewegt sich etwas und alles greift ineinander.
Das Zeitalter der Mechanik!

Diese Story war der Ausgangspunkt für Themen der Kunststunden in den Klassen 5 und 6.
Die Klasse 5c baut Wohnungen für Aliens, die sie vorher selbst gezeichnet haben.
Die Klasse 6c konstruiert Gebäude, in denen Aliens aus Rieseneiern schlüpfen.
In den Klassen 7-10 entstehen in den Fächern Kunst und Technik Objekte kinetischer Kunst.
Angeregt durch kunsthistorische Vorbildern (Tinguely, Calder) und historische Stahlbauarchitektur (Eiffelturm) werden Modelle des mechanischen Zeitalters gebaut.
MIt den Mitteln der alten Metallbaukästen entstehen mechanische Wunderwerke aus Metall und Holz.
Eine kleine Werkstatt, in der viele Teile selbst hergestellt werden können ist die Basis.
DIe Schüler sind sowohl Handwerker, Künstler, als auch Architekten und Ingenieure.
Gestaltung und Handwerk sind gleichberechtigt.
Voraussetzung für diese Art des handwerklichen, selbständigen Arbeitens ist ein Werk- oder Projektraum mit vollständiger technischer Ausrüstung. Dies ist in der Realschule Kastanienallee vorhanden, da Kunst- und Werkraum nebeneinander liegen. Zusätzlich stehen die Ateliers der Musik&Kunstschule zur Verfügung.

In den Fächern Deutsch und Geschichte werden noch ganz andere Überlegungen angestellt: Wie kann ich diese außerirdischen
technischen Werke mit Worten preisen? Wie können wir Menschen von dieser Marsfabrik profitieren? Gibt es eine Besiedlung des Mars durch den Menschen und welche sozialen und technischen Probleme entstehen?

2. Phase
Die Objekte werden im Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum ausgestellt.
Der Ausstellungsraum besteht aus drei kleineren Räumen (3,5m x 5m), die jeweils eine andere sinnliche Ausstrahlung erhalten sollen.
Die Ausgestaltung der Räume erfolgt mit Schülern der 9. und 10. Klassen in Zusammenarbeit mit dem Museumspädagogen, der Kunstlehrerin und dem Künstler der Musik&Kunstschule. Die Schüler werden für einen Tag vom Regelunterricht befreit und arbeiten einen Tag im Museum. Dafür ist die Woche vor der Ausstellungseröffnung eingeplant.
Es entstehen so die „Black Box“, der „Raum der Metalle“, der „Raum der Lüfte“ und der „Raum der Zeichen“.
Hierbei sind die Erfahrungen des Museumspädagogen und des Bildenden Künstlers von großer Bedeutung, um mit den Schülern eine überzeugende Präsentation zu erstellen.

3. Phase
Die Ausstellungseröffnung.
Die Schüler organisieren eine Ausstellungseröffnung für 150 Personen.
Die Eröffnungsrede hält der Kulturdezernent der Stadt Velbert, Herr Holger Richter.

 
Projektauslöser/Idee:
Die Musik&Kunstschule der Stadt Velbert engagiert sich seit mehreren Jahren verstärkt im Bereich der kulturellen Bildung. Die Zusammenarbeit mit den allgemeinbildenden Schulen wurde in erfolgreichen Projekten erprobt und ausgebaut.
Aber auch die Zusammenarbeit innerhalb der kommunalen Institutionen wurde intensiviert, so dass Projekte mit dem Museum, der Stadtbücherei, den Jugendzentren oder dem Jugendamt zur kulturellen Vielfalt in der Stadt Velbert beitragen.
Ziel ist dabei immer, den Kinder und Jugendlichen Möglichkeiten zur Entwicklung einer eigenen kulturellen Identität zu bieten, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und sie zu einem Teil des kulturellen Lebens der Stadt werden zu lassen.
Seit 2006 entwickelt die Abteilung Kunst der Musik&Kunstschule Velbert Projekte mit allgemeinbildenden Schulen unter dem Titel „Kunstbaustelle“. Dabei werden die handwerklichen Fähigkeiten der Schüler geschult, Kreativität entwickelt und die gefertigten Objekte der Öffentlichkeit präsentiert.
So entstanden z.B. an der GGS Tönisheide mit Schülern der dritten und vierten Klassen, die „Torwächter“ (drei Meter hohe Skulpturen) und das „Haus der tausend Formen“, ein 2x2x2,50m großes Haus aus Holz.
Mit der Hauptschule am Baum wurden mit Schülern der 9. Klasse „Skulpturen zum Benutzen“ für den Freizeitpark Höferstr. entworfen und gebaut.
Das Projekt „RaumTraum“ mit der Gesamtschule Velbert-Mitte gewann 2009/10 den Preis im bundesweiten Wettbewerb „Kinder zum Olymp“ in der Kategorie „Bildende Kunst - 10. -13.Kl“. Ähnlich wie das „Mars-Projekt“ war es ein mehrteiliges Projekt, in dem fachübergreifend von den Schülern ein kulturelles Ereignis im Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum inszeniert wurde.
Zitat aus dem Votum der Jury:
„Wir begrüßen sowohl die originelle, intensive und vielfältige Auseinandersetzung mit dem Thema „Raum“, als auch
die interessante und innovative Kooperation zwischen Schule, Musik- und Kunstschule und dem Museum mit seiner spezifischen Sammlung, aus der sich dieses facettenreiche und interdisziplinäre Projekt entwickeln konnte. Vor allem ist der Prozess zu loben, in dem die Perspektive fortlaufend weiterentwickelt wurde, sodass abschließend in jeder Hinsicht
überzeugende Präsentationen entstanden“.

Seit 2007 werden in der Realschule Kastanienallee die „Kunstklassen“ eingerichtet. Dies sind Profilklassen in denen der Kunstunterricht im Teamteaching von Kunstlehrern der Realschule und der Musik&Kunstschule gegeben werden. Der Lernort ist neben der Schule auch die Ateliers der Musik&Kunstschule. Dadurch ergeben sich neue Formen des Unterrichts.
In kleineren Gruppen und mit individueller Förderung können die handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten der Schüler besser gefördert werden. Regelmäßige Präsentation der Ergebnisse sind Teil des Projektes.

 
Projektentwicklung:
Die verschiedenen Ausstellungsprojekte der Kunstklassen waren im letzten Schuljahr der Ausgangspunkt für eine Projektwoche aller 5. Klassen. Unter dem Titel "Kultur erleben" wurden verschiedene kulturelle Angebote mit den Schülern erarbeitet und den Eltern in einer großen Abschlusspräsentation, mit Theater, Musik, Literatur und bildender Kunst vorgeführt.

Aus der Evaluation von "Kultur erleben" ergaben sich neue Ansätze für das Projekt in diesem Schuljahr.
Folgende Ziele sollten diesmal erreicht werden.

Alle Klassen sollen sich beteiligen können.
Die Lehrer und Lehrerinnen sollen sich freiwillig beteiligen können.
Für alle Fächer sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, sich zu beteiligen.
Es sollen verschiedene kleinere Projekte zusammenarbeiten.
Die Dauer der einzelnen Projekte darf unterschiedlich sein.
Die Abschlusspräsentation soll nicht in der Schule stattfinden.

 
Besonderheiten:
Modell für ein künstlerisches Projekt, an dem jede Klasse einer Schule beteiligt werden kann.
Ausgangspunkt ist eine Geschichte, die Interesse weckt. Der Kern entsteht in den Fächern Technik und Kunst. Andere Fächer können eigene, auch nicht zeitintensive Projekte beitragen. Es gibt keine eindeutigen Vorgaben. Die Kreativität der Schüler und der Lehrer ist herausgefordert.
Am Schluss steht aber ein wichtiges Ziel, die Ausstellung im Museum.
DIe Zusammenarbeit unter den Lehrern und die Impulse durch den bildenden Künstler und den Museumspädagogen führen zu überraschenden und vorher nicht planbaren Ergebnissen.
 
Probleme und Lösungen:
*
 
Anekdotisches:
Ein Projekt für die ganze Schule!
Lea (7. Klasse)
"Wir sollen mit den Kleinen ausstellen? Da habe ich keine Idee." - "Die Jungs von der 10. bauen Wartehäuschen für Aliens." - "Na ja vielleicht fällt mir ja doch was ein."