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Lesung am White Ravens Festival
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Hinter der Kamera zur Aufzeichnung eines Videotagebuchs
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Letztes Videotagebuch mit Stargast Nils Mohl
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Im Klassenzimmer der 9c nach Geschenkübergabe
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Autogrammjagd am Festival
Jugendliteratur und soziale Netzwerke am Beispiel von Nils Mohls Roman "Es war einmal Indianderland"
Schule:
Mittelschule Situlistraße
Mittelschulverbund Nord-Ost
Situlistraße 87
80939 München
Telefon (089) 32 19 87 90
Fax (089) 3 21 98 79 27

http://www.hs-situli.de.tl/

Hauptschule / Gebundener Halbtag

 
Kooperationspartner:
Internationale Jugendbibliothek
Schloss Blutenburg
81247 München
www.ijb.de


 
Beteiligte Schüler:
20
Klasse 9c
9. Jahrgangsstufe im Mittlere-Reife-Zug
Projekt im Rahmen des Literaturunterrichts
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Eine Lehrkraft (im Deutschunterricht)
 
Stundenvolumen:
5 Wochenstunden über 4 Wochen
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
In dem Projekt "Jugendliteratur und soziale Netzwerke am Beispiel von Nils Mohls Roman "Es war einmal Indianderland"" ging es darum mit einer Schulklasse zur Vorbereitung und Dokumentation einer Lesung und Autorenbegegnung soziale Netzwerke und neue Medien kreativ zu nutzen.

Nachdem sich die Klasse auf den Autor geeinigt hatte, begann die Vorbereitung zu der Lesung mit Recherchearbeiten zum Autor. Dabei entstanden Steckbriefe und Bibliographien. Um zu gewährleisten, dass die Eltern der Schüler mit einer Veröffentlichung von Videos im Internet einverstanden sind, wurden vorab Einverständniserklärungen eingeholt. Die Lektüre fand dann ab Anfang Juli jeweils in den Deutsch- und Kunststunden durch Vorlesen der Schüler oder der Lehrerin statt. Im Anschluss wurden die einzelnen Kapitel nach Inhalt, Form und Gehalt besprochen und in Kleingruppen zusammengefasst. Im Rahmen des Kunstunterrichts enstanden angeregt durch die Lektüre auch Bilder. Zusammen wurde der Videobeitrag jeweils auf einer Tafel vorbereitet, die beiden Sprecher gewählt und schließlich durch die Schüler mit Smartphones aufgezeichnet. In den Videos wurde dann der Inhalt des Kapitels vorgestellt. Die Videos wurden bis zum Tag nach der Lesung täglich auf der Facebook-Seite des White Ravens Festivals (https://www.facebook.com/WhiteRavensFestival) gepostet. Über die Kommentarfunktion fand dort eine Kommunikation zwischen Schülern, Webteam, anderen Lesern und sogar dem Autor selber statt. Zudem teilte der Autor die Beiträge jeweils auf seiner eigenen Facebook-Seite. Für die Schüler wurde durch den direkten Kontakt zum Autor die Motivation und Lektüre weiter angeregt. Am 19. Juli war es dann soweit: die Klasse und der Autor begegneten sich endlich live bei der Lesung auf Schloss Blutenburg. Ein gemeinsam vorbereitetes Interview wurde dann von 2 Schülern nach der Veranstaltung mit dem Autor durchgeführt und gefilmt (https://vimeo.com/46028196). Schließlich gab es noch eine schöne Überraschung: der Autor besuchte die Klasse (honorarfrei) am nächsten Tag in der Schule. Nach einer ausgiebigen Fragerunde und einer Lesung aus dem nächsten Kapitel wurde schließlich zusammen der letzte Videobeitrag des Online-Tagebuches gemacht. Zum Projektabschluss wurde das gesamte Film- und Bildmaterial von dem Schüler Ardeshir Bayate zusammengeschnitten, bearbeitet und Ende Juli online gestellt. Unter diesem Link ist das gesamte Projekt dokumentiert und einsehbar: http://www.youtube.com/watch?v=h9_Vpng7LiE

 
Projektauslöser/Idee:
Im Rahmen des White Ravens Festivals für internationale Kinder- und Jugendliteratur, ausgetragen von der Internationalen Jugendbibliothek, meldete sich die Schulklasse für eine Lesung am 15. Juli 2012 mit dem Autor Nils Mohl an. In Verbindung mit dem Festival führte die Internationale Jugendbibliothek eine Pilotstudie zum Thema „Jugendliteratur und soziale Netzwerke“ durch, die die Kommunikation von Jugendlichen über Jugendliteratur im „social web“ auslotete (http://das-nest.posterous.com/zum-nachlesen-die-erste-pressemeldung-zum-pro). Die verantwortliche Lehrerin und das Webteam des Projekts entwickelten zusammen die Idee mit den Schülern ein Online-Videotagebuch zu machen. In diesem sollte die Vorbereitung zu der Lesung aus dem Roman „Es war einmal Indianerland“ auf unterhaltsame und persönliche Weise dokumentiert werden. Die Schulklasse war von der Idee angetan, da bereits ein breites Interesse und große Aktivität der Schüler in sozialen Netzwerken bestand.
 
Projektentwicklung:
- Anfang Juni: Bewerbung für die Lesung im Rahmen des White Ravens Festivals

- Anfang Juli: Vorbereitende Recherchearbeiten zu Autor und Lektüre

- 4.-20. Juli: tägliche Videotagebücher, gemeinsame Lektüre, Kommunikation auf Facebook

- 19.Juli: Besuch der Autorenlesung und anschließendes Interview mit dem Autor

- 20. Juli: Besuch des Autors in der Schulklasse

- 23.-27. Juli: Nachbereitung des Projektes und Bearbeitung des dokumentierenden Gesamtvideos

 
Besonderheiten:
Für die Schüler wirkte die Verknüpfung von Literatur und sozialen Netzwerken überaus reizvoll. Da das Netzwerk privat stark genutzt wurde, eröffnete das Projekt für sie neue (sinnvolle) Möglichkeiten in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Im Rahmen des Projekts wurde für das Thema Datenschutz im Internet, Persönlichkeitsschutz und Medienkompetenz vermittelt.

Durch die begeisterte Beteiligung von Nils Mohl wurde für die Schüler der Autor als Person greifbar und motivierte selbst eher leseunfreudige Schüler zur Lektüre und Auseinandersetzung mit dem Buch.

 
Probleme und Lösungen:
Da das Projekt über das Medium Facebook veröffentlicht werden sollte, mussten zuerst die Einverständniserklärungen der Eltern eingeholt werden. Von 20 Schülern wollten acht Eltern nicht, dass ihr Kind innerhalb eines Videotagebuchs veröffentlicht werde. Diese Schüler mussten dann im Hintergrund wirken, so zum Beispiel Texte verfassen oder sich um die Technik kümmern.
Eine weitere Schwierigkeit war außerdem, sich täglich auf die Moderatoren vor der Kamera zu einigen - jeder wollte im Rampenlicht stehen. Sobald man sich geeinigt hatte, war die Umsetzung auch nicht so leicht, denn so mancher Schüler hat es nicht zur Zufriedenheit der Klasse moderiert sodass dann auch wieder gewechselt werden musste.
Ein drittes Problem stellte die Technik dar: Die Schülerinnen und Schüler zeichneten die Videos mit ihren Smartphones auf. Zwei mal musste nachgedreht werden, da Daten verlorengegangen waren.
 
Anekdotisches:
Das Projekt sollte die Vorbereitung auf das White Ravens Festival via Facebook dokumentieren. Keiner konnte ahnen, dass der von uns gewählte Autor mit den Schülern vorab über dieses Medium kommunizieren würde. Dieser intensive Kontakt hat die Schüler sehr motiviert. Die Tatsache, dass "ihr" Autor sie zum Dank nach dem Festival im Klassenzimmer einfach so besuchen kam war das Highlight. Die Schüler konnten zwei Stunden lang viele persönliche Fragen stellen und durften ihr Geschenk (Ein selbstgemaltes Bild auf Leinwand zum Thema des Roman) überreichen.