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Eine fertige Auberginentrompete
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Workshopkonzert mit Gemüse-Solo
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Friedrich baut eine Karottenflöte
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..und nach Gebrauch werden die Instrumente zu Ratatouille verarbeitet!
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Komponist P. M. von der Nahmer steuert die Soundfiles der Schüler bei
MP3 DNA. Eine Gemüse-Komposition in Gen-Moll.
Schule:
Maria-Theresia-Gymnasium Augsburg
Gutenbergstr. 1
86150 Augsburg

Tel.: 0821 - 324-1500
www.mtg-augsburg.de


Gymnasium / Gebundener Halbtag

 
Kooperationspartner:
MEHR MUSIK!
Ute Legner
c/o Kulturpark West, Sommestr. 40
86156 Augsburg

www.mehrmusik-augsburg.de

... und die Neue Musik-Komponisten Peter Michael von der Nahmer und Friedrich Stockmeier

 
Beteiligte Schüler:
ca. 35
5 Schülerinnen des MTG (Oberstufe, AG) und jeweils ca. 5 SchülerInnen aus weiterführenden Schulen in 6 Ländern (England, Polen, Italien, Norwegen, Bulgarien, Türkei).

Alle SchülerInnen kooperieren im Rahmen des Comenius-Projekts "Biotechnology - Will It Feed the World?"

 
Beteiligte Lehrkräfte:
StD Udo Legner (Deutsch/Englisch)OStRin Jessika Kosmala (Biologie/Chemie)und insgesamt 17 ausländische Kollegen im Rahmen des Comenius-Projekts "Biotechnology - Will It Feed the World".
 
Stundenvolumen:
Das Projekt läuft seit Mai 2010.
Die SchülerInnen in Augsburg treffen sich 1 x monatlich an einem Freitagnachmittag und arbeiten dann 4 Stunden zusammen.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
"MP3 DNA. Eine Gemüse-Komposition in Gen-Moll", entstanden im Rahmen des Comenius-Projekts „Biotechnology – Will it Feed the World?“, ist zur Zeit das wohl schrägste Kunstprojekt, das es zwischen Lech und Wertach je gegeben hat.

Ausgangspunkt war die Idee, dem wissenschaftlich-politischen Projekt auch eine künstlersische Note zu geben unter der Fragestellung: "Geht das überhaupt"?.

Der erste Schritt war ein Text zum Thema Gentechnologie, den die Augsburger SchülerInnen verfassten, als eine Art "Libretto". Dieser Text wurde an die 6 Partnerschulen geschickt. Dort wurde der Text jeweils in die Landessprache übersetzt und aufgenommen. Die Sprach-Samples der jeweiligen Länder gingen an den Komponisten Peter Michael von der Nahmer.

Zeitgleich entwarf der Komponist Friedrich Stockmeier Bauanleitungen für Instrumente aus Gemüse. Die Bauanleitungen gingen ebenfalls an alle sieben Partnerschulen – nach Moss/Norwegen, Zychlin/Polen, Penzance/England, Gaziantep/Türkei, Tutrakan/Bulgarien und natürlich an das Augsburger MTG mit dem Aufruf, aus den jeweils einheimischen Gemüsesorten Flöten, Percussion-Instrumente und Violinen zu bauen, denen dann mal mehr, mal weniger unerhörte Töne entlockt werden können.

In einem Workshop baute Friedrich Stockmeier mit den SchülerInnen Gemüse-Instrumente aus Karotten, Kartoffeln und einigem mehr. Klänge der Instrumente wurden aufgenommen und gesamplet. Klang-Samples kamen auch aus den anderen Ländern - von Melonentrommeln, Knoblauchrasseln etc.

In einem nächsten Schritt erarbeitete Peter Michael von der Nahmer mit den Augsburger Schülerinnen einen Zuspieler. Sprach- und Klangsamples wurden in einem spezifischen Softwareprogramm gemixt (wie sich das für Gemüse gehört).

Ganz am Ende, beim Abschlusstreffen in Apulien im Mai 2011, wird MP3 DNA uraufgeführt werden: SchülerInnen aus Augsburg und SchülerInnen aus Italien spielen dort die fertige Komposition "für Gemüseinstrumente und Zuspieler".

Das Zuspielband erhalten alle Partnerschulen, damit die SchülerInnen dort jeweils ihre eigene Aufführung machen können.

In Augsburg wird MP3 DNA im Juli 2011 in einer eigenen Version uraufgeführt werden. Die Instrumente werden dabei im Verlauf des Konzerts Stück für Stück eingekocht - und können am Ende des Abends von Publikum und Mitwirkenden gemeinsm verspeist werden. Ein kleiner Film, aus Fotos montiert, begleitet die Performance. Er zeigt, was mit einer Auberginentrompete passiert, die eine Woche lang auf einem Tisch von der Kamera beobachtet wurden ...

 
Projektauslöser/Idee:
Udo Legner als Vertreter der Schule kam auf MEHR MUSIK! zu - Ziel war es, ein Kooperationsprojekt zu finden. Die Idee zu MP3 DNA wurde in einem Brainstorming geboren. Ziel war es, für das laufende Comenius-Projekt ein künstlerisches Ausdrucksmittel zu gewinnen.

Die Idee, Gemüseinstrumente einzusetzen, war beim Thema Gentechnik Gen Food naheliegend. Die Projektleitung von MEHR MUSIK! sprach die beiden Komponisten an. Besonders Peter Michael von der Nahmer war sofort begeistert von der Projektidee, da er seit einiger Zeit über den Zusammenhang von Wissenschaft und Musik forscht.

Die einzelnen Projektbausteine entwickelten die Projektleitung und die Komponisten im gemeinsamen Gespräch.

 
Projektentwicklung:
Startphase:
April 2010: Vorstellung des Projekts bei den SchülerInnen

Mai 2010: Verfassen und Verschicken des Textes, Sprachaufnahmen

Juni 2010: 1. Workshop: Instrumentenbau mit Friedrich Stockmeier, Aufnahme der Sounds

Juli 2010: Performance im Rahmen des Konzerts "Verknüpfungen" als work-in-progress

Ab Oktober 2010: 1 x monatlich Workshop mit dem Komponisten Peter Michael von der Nahmer: Arbeit am PC, mit Sampler-Keyboard, Software etc. - die SchülerInnen und er erstellen gemeinsam das Zuspielband.

Mai 2011: Uraufführung in Italien

Juli 2011: Performance in Augsburg

 
Besonderheiten:
Die Kombination aller Bausteine dieses Projekts ist höchst ungewöhnlich: Neue Musik - Biologie und Politik - und ausgefallene Instrumente!

Für alle SchülerInnen ist es der erste Kontakt mit zeitgenössischer Musik überhaupt.

Für die SchülerInnen bietet das Projekt außerdem einen neuen Zugang zum Thema Gentechnik, dass die SchülerInnen bisher nur von der gesellschaftspolitischen und biologie-chemischen Seite betrachtet hatten.

Der Kontakt mit 2 jungen Komponisten, die Möglichkeit, mit ihnen gemeinsam etwas Eigenes, Künstlerisches zu entwerfen, der Kontakt mit der Kompositionssoftware - und natürlich die Möglichkeit, über die Muik mit den anderen SchülerInnen aus den Partnerschulen zu kommunizieren, ist einmalig!

 
Probleme und Lösungen:
Das größte Problem ist es, ein solches Projekt in den engen Schulalltag des G 8 unterzubringen!!!! Sonst gäbe es eigentlich keine Problem. Das Projekt funktioniert also nur mit sehr engagierten Lehrkräften, guter Vorbereitung der Komponisten (damit die Zeit, die man hat, optimal genutzt werden kann), und dem Willen der SchülerInnen, ein slch verrücktes Experiment mitzumachen!
 
Anekdotisches:
Noch gibt es keine "richtigen" Anekdoten. Aber spanned wird es, wenn das Publikum und die Akteure zusammentreffen. Wir werden berichten!