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Zeitmaschinen von Schüler aus der 5. Klasse
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Projektarbeit in der 12. Klasse
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Schüler inspizieren ihre Austellungsfläche in der franz. Gallerie
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Chapeau! Schüler aus der 9. Klasse kreieren Hüte zum Thema "Zeit"
"Zeit"
Schule:
Deutsche Schule Shanghai
EuroCampus
350 Gao Guang Lu
Shanghai 201702

Telefon (Zentrale): 0086 (21) 39 76 05 55



Gymnasium / Offener Ganztag

 
Kooperationspartner:
Lycee Francais de Shanghai (Französische Schule Shanghai- EFS)
www.lyceeshanghai.com

Berthommé, Maria DasDores (Videokünstlerin und Kunstlehrerin der Französischen Schule des Eurocampus EFS)
http://mariadasdores.ovh.org

Alexis Kouzmine Karavaieff (Gallerist)
IFA-GALLERY.COM

Augsburg, Kristin (Deutsches Generalkonsulat)

Hagemann, Matthias (Fotograf)
www.boxocam.de

Wüllner, Annette (Grafikdesignerin)

Kröger- Wang, Christa (Grafikdesignerin)

Shmigel, Christina (amerikanische Bildhauerin)
www.shmigel.com

Popakademie Mannheim "Astronaut`s Eye" (Musikband),
www.theastronautseye.com

Bigband der Musikschule Hamm, http://www.hammerbigband.de/index.htm,http://www.ds-shanghai

Bertrant, Julian (Trompeter und Englischlehrer der Französischen Schule des Eurocampus EFS)

Giczycky, Christophe (Violonist und Musiklehrer der Französischen Schule des Eurocampus EFS)

Giczycky, Cecelie (Violonistin)

Thomas-Hasenzahl, Petra (Leiterin des deutschen Literaturkreises Shanghai/Puxi)
www.shanghai.com/deutscherclub

Hasenzahl, Stefan (Unternehmer)
www.hcn.heidelberg.com, www.ds-shanghai.de/

Sanja Cekow (Regisseurin/ Schauspielerin/ Produzentin/ Choreografin)

Kruse, Peter(ev. Pfarrer)
www.evangelische-gemeinde-peking.de/kontakt.php

 
Beteiligte Schüler:
zwischen 350 und 450 Schülern
Klasse 5b, Kunst, Theater, Musik
Darstellendes Spiel Klasse 5
Darstellendes Spiel Klasse 6
Theater-AG (Oberstufe)
Theater-AG(Unterstufe)
Klasse 5a, Kunst
Klasse 5c, Kunst
Klasse 7a, Musik
Klasse 7b, Musik
Klasse 7c, Musik
Klasse 9a, Musik
Klasse 9c, Kunst
Kunstkurs 10a und 10b
Kunstkurs 11
Klasse 11a und 11b, Ethik
Kunstkurse 12 a und 12b
Jahrbuchprojekt
Tanztheater-AG Klasse 5 bis 7
Bigband Klasse 6 bis 12
Orchester Klasse 4 bis 12
Solisten Klasse 3 bis 12
Oberstufenchor
Schülerzeitung "Gecko"
 
Beteiligte Lehrkräfte:
11 beteiligte Lehrkräfte Theater und Deutsch: Raphael Solian Musik: Karin Drechsler, Martin Drechsler Tanztheater: Eike Loie Kunst: Grit Arlt, Helgard Großeschallau, Svenja Girgensohn, Beatrix Franke Ethik: Roman Ilg, Sabrina Gellermann Chinesisch: Sabine Usow, Wang Wei Dokumentation/Kommunikation: Katharina Putzer Schulleitung
 
Stundenvolumen:
Jahrbuchprojekt: das gesamte Schuljahr vom Kindergarten bis Klasse 12, in individueller Arbeit zu Hause oder im Rahmen des Unterrichts

KUNST
Klasse 5a: Kunst, zweistündig über einen Monat
Klasse 5b: Kunst und Klassenleiterstunden, zwei- bis vierstündig über 4 Monate, Musik, 2-stündig über 2 Monate, Theater, 3-stündig über 2 Monate
Klasse 5c: Kunst, zweistündig über einen Monat
Klasse 7a: Kunst, zweistündig, über einen Monat
Klasse 7b: Kunst, zweistündig über zwei Monate
Klasse 8RS: zweistündig über eineinhalb Monate
Klasse 9c: Kunst, zweistündig über zwei Monate
Kunstkurs 10a und 10b: zweistündig über 6 Wochen
Kunstkurse 11a und 11b: Grafik und Fotografie, zweistündig über 7 Wochen
Kunstkurs 12a: Malerei, zweistündig über 6 Wochen
Kunstkurs 12b: Plastik und Design, zweistündig über 5 Wochen

THEATER
Darstellendes Spiel Klasse 5: zweistündig über 6 Wochen
Darstellendes Spiel Klasse 6: zweistündig über 6 Wochen

MUSIK
Klasse 7a: Musik, zweistündig über einen halben Monat
Klasse 7b: Musik, zweistündig über einen halben Monat
Klasse 7c: Musik, zweistündig über einen halben Monat
Klasse 9a: Musik, zweistündig über drei Wochen

ETHIK
Klasse 11a und 11b: Ethik, zweistündig über 6 Wochen

TANZTHEATER
Tanztheater-AG Klasse 5 bis 7, zweistündig über ein halbes Jahr

AG-BEREICH
Theater-AG (Oberstufe), zweistündig über drei Monate
Theater-AG(Unterstufe), zweistündig über ein halbes Jahr
Bigband Klasse 6 bis 12, ganzjährig 2 Std. wöchentlich + Sonderphasen
Orchester Klasse 4 bis 12, ganzjährig 2 Std. wöchentlich + Sonderphasen
Solisten Klasse 3 bis 12
Oberstufenchor, zweistündig über ein halbes Jahr
Schülerzeitung, zweistündig über einen Monat

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Was ist Zeit? Diese Frage war schon wenige Wochen nach dem Start des Schuljahres 2010/2011 auf Plakaten zu lesen, die seitdem überall auf dem Schulgelände hängen. Sie sollen auf ein Projekt mit Tradition aufmerksam machen - seit 2005 gibt es an der Deutschen Schule Shanghai den Jahrbuch-Wettbewerb. Schüler aller Alterklassen können im Klassenverband, in kleineren Gruppen oder auch allein daran telnehmen. Sie können sich künstlerisch, philosophisch, naturwissenschaftlich oder aus jeder anderen vorstellbaren Perspektive mit dem vorgegebenen Thema beschäftigen. Möglich sind beispielsweise Fotogeschichten, Comics, Bilder, Skulpturen oder Collagen, aber auch Lieder, Gedichte, Reportagen, Interviews. Erlaubt ist also alles, was mit dem Thema "Zeit" zu tun hat.

Schirmherr des Jahrbuchwettbewerbes ist Stefan Hasenzahl(General Manager bei Heidelberg Druck in Shanghai), der die Produktion des Jahrbuches, in dem auch die Gewinner dieses Kulturwettbewerbes präsentiert werden, finanziell unterstützt.

In diesem Jahr haben sich die Lehrer dem Jahrbuch-Wettbewerb ganz besonders zugewandt. Sie haben sich frühzeitig zusammengesetzt und überlegt, wie das Jahrbuchthema "Zeit" fächerübergreifend im Unterricht und im Rahmen des Nachmittagsangebotes bearbeitet werden kann.
Schnell waren Ideen geboren, wie sich außerschulische Kooperationspartner einbinden lassen. Für die Klassen 5 bis 12 entstanden unterschiedlichste Projektvorhaben.

Das Anliegen der Lehrer ist, den Schülern die Mitwirkung an einem großen, fächer- und altersübergreifenden Kulturprojekt zu ermöglichen. Verbindlich im Unterricht, freiwillig im Bereich der Nachmittagsbetreuung und in Zusammenarbeit mit Menschen, die von außerhalb kommen. Dadurch soll ein besonderer Zugang zu den Künsten ermöglicht werden, der über die Einzelprojekte und über das Ziel, beim Jahrbuchwettbewerb einen Preis zu gewinnen, hinaus geht. Das Anliegen ist, ein aktives und rezeptives Gestalten sowie Erleben von Kunst, Musik, Theater und Tanztheater.

Die Ergebnisse des Jahrbuchwettbewerbes sollen am 6. April 2011 von 17 bis 19 Uhr im Rahmen einer Vernissage "Kunst-SINN" präsentiert werden.
Dieser Kulturnachmittag, der dieses Jahr erstmalig stattfindet, soll ab nun zu einer Tradition an der Deutschen Schule Shanghai werden und damit nachhaltig unseren Schullalltag beeinflussen.
Es werden bei dieser Gelegenheit nicht nur die Werke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, sondern auch die Gewinner des Wettbewerbes ausgezeichnet. Darüber hinaus wird es musikalische und theatralische Vorführungen geben, die zum Thema "Zeit" passen (siehe Projektentwicklung).

Ein abschließender Höhepunkt wird sein, dass die besten Arbeiten gemeinsam mit Schülerarbeiten der EFS in einer französischen Galerie, der ifa-gallery, gezeigt werden. Nur 10 Tage später, am 16.4.2011, um 15 Uhr soll diese Ausstellung mit dem Arbeitstitel "time-space-art" eröffnet werden.

 
Projektauslöser/Idee:
Jedes Jahr findet an der Deutschen Schule Shanghai der Jahrbuchwettbewerb statt, in diesem Jahr zum Thema "Zeit". Der Fachbereich Kunst hatte die Idee, dieses Jahr nicht nur in einzelnen Fächern, sondern auch fächerübergreifend und in Arbeitsgemeinschaften sowie schulübergreifend mit der französischen Schule (die sich mit der Deutschen Schule auf dem Eurocampus befindet) - vom Kindergarten bis zum Abitur - an diesem Thema zu arbeiten.

Erstmals kam es in diesem Jahr zu einer engen Zusammenarbeit vieler Fachbereiche mit unmittelbarem Bezug aufeinander. Zum Beispiel erfolgten verstärkt Absprachen unter parallel unterrichtenden Fachkollegen. Zudem wurde explizit darüber nachgedacht, wie außerschulische Partner in den Unterricht einbezogen werden können, um den Unterricht zu bereichern.

 
Projektentwicklung:
In der Startphase des Projektes wurde das Plakat zum Jahrbuchwettbewerb entwickelt und es gab einige Treffen der Fachschaftsleiter sowie gesonderte Treffen der Bereichsleiter für Musik, Theater, Tanztheater und Kunst zu diesem Thema.
Die anschließenden Etappen verschiedener Klassen in unterschiedlichen Fachbereichen und im Nachmittagsbereich sehen wie im Folgenden beschrieben aus:

KUNST

Klasse 5a:
Die Kinder beschäftigen sich mit den Themen Uhren, Vergänglichkeit, Jahreszeiten, Zeit im Alltag und verschiedenenen Lebensstufen, zeichnerisch und dreidimensional.

Klasse 5b:
Zunächst erfolgen erste Annäherungen an das Thema "Zeit" (Brainstorming), die Schüler beschäftigen sich mit einem Text über einen Mann, der sich eine Zeitmaschine kauft und damit ins Deutsche Museum in München in die Zukunft fliegt, um seine Maschine gegen eine bessere einzutauschen. Es entstehen erste Entwürfe zu eigenen Zeitmaschinen (Decalcomanien, farbgrafische Zeichnungen).
Parallel setzt sich die Klasse in den Klassenleiterstunden mit anderen Ideen auseinander - zum Beispiel: Wo kann man Zeit spüren, wo kann man sie direkt erleben? Unter der Federführung des Fotografen Herrn Hagemann entstehen Fotografien mit drei Lochkameras. Nachdem die Technik erklärt ist, werden unterschiedlichste Klassenfotos angefertigt.
Etwa einen Monat später entsteht die Idee, ein fiktives Foto der Klasse aufzunehmen, das die Schüler 20 Jahre später zeigt (Julia mit drei Kindern und grauen Haaren, Marc als Bodybuilder und so weiter).
Die Kinder entwickeln den Wunsch, eine eigene große Zeitmaschine zu bauen, daraufhin bilden sich verschiedene Projektgruppen:

1) Es entsteht ein Video, das die Schülerin Jessica zeigt, die mit ihrem ICH in 10, 20, 30 Jahren skypt.
2) Es entstehen vier Videos, in denen Zeitphänomene dokumentiert werden (Zeitreisen mittels Legomännchen, das Abbrennen einer Zeitung, Sonnenuntergang)
3) Ein Raum wird als Zeitmaschine ausgewählt, in dem Modelle aufgehängt werden sollen.
3a) Innerhalb dieses Raumes sollen Spezialeffekte eine Zeitreise animieren. Würfel, aus denen Rauchschwaden kommen, blinkende Taschenlampen und speziell ausgewählte Klänge sollen zu Gedankenexperimenten anregen.
3b) Der Zugang zur Zeitmaschine soll interessant für Besucher gestaltet werden. Die Idee: Nach dem Erhalt einer Eintrittskarte müssen diese durch mehrere Rahmen steigen, um den Eingang zu erreichen.
3c) Besucher der Zeitmaschine können auch Postkarten kaufen, auf denen die Entwürfe der Schüler von Zeitmaschinen zu sehen sind.
3d) Parallel dazu werden Körperübungen zum Thema "Zeit" angeboten, um die Schüler für das Thema zu sensiblisieren. Unterstützt wird das Video- und Designprojekt von den beiden Designerinnen Frau Wüllner und Frau Kroeger-Wang.

Im März möchte die Klasse 5b noch bei einem deutsch-französischen Projekttag mitmachen, den die amerikanische Künstlerin Frau Shmigl für französische und deutsche Schüler des Eurocampus anbieten wird. Chinesische Hutkreationen und Hüte der Zukunft sollen entworfen werden, die Künstlerin hält einige Anregungen bereit.

Klasse 5c:
Auch diese Klasse beschäftigt sich mit einem Unterthema von Zeit, mit Familienstammbäumen.

Klasse 7b:
In dieser Klasse werden Zollstöcke zu Zeitleisten umgestaltet, die wichtige Ereignisse des Zeitgeschehens zeigen.

Klasse 9c:
Die Schüler zeichnen Entwürfe, wie das Thema "Zeit" in Hutkreationen einfließen könnte. Dafür setzen sich die Schülerinnen mit der Funktion und Ästhetik von Hüten auseinander. Sie sammeln Materialien, um in Partnerarbeit ihren Entwürfen Gestalt zu geben.

Kunst Klasse 10a und 10b:
Als Hausarbeitsthema erhalten die SchülerInnen die Aufgabe, "Zeit" fotografisch festzuhalten und die entstandenen Bilder in adäquater Weise zu präsentieren. Zur Ideenfindung wird Frau Thomas-Hasenzahl (Leiterin des Literaturkreises Shanghai/ Puxi) eingeladen, die den Schülern Gedichte und Bücher wie "Timeline" oder "Die Frau des Zeitreisenden" in Form einer Lesung nahe bringt und daraus Aufgabenstellungen sowie Arbeitsanregungen ableitet. Parallel dazu werden Schülervorträge gehalten, z.B. über den "Futurismus".

Klasse 11a und 11b:
Mittels Acrylfarben (in Kombination mit Schrift und Druckgrafik) versuchen die Schüler auf Leinwänden sich einen eigenen Zugang zum Thema "Der Lauf der Zeit" zu erarbeiten
Die Schüler fertigen im Grafikkurs 11b zum Thema "Zeit" Monotypien auf Leinwänden an, bügeln Fotos auf die Leinwand und ergänzen Text- sowie weitere Bildfragmente, wodurch ein ganz persönlicher Zugang zur Thematik erfolgt.
Im Fotografiekurs erhalten die Schüler den Auftrag, zum Thema "Zeitspuren - Zeit spüren" eine Fotodokumentation oder ein Fotoporträt zu erarbeiten und auf geeignete Weise zu präsentieren.

Kunstkurse der Klasse 12a und 12b:
Die Schüler entwerfen Objekte zur Thematik, die während eines Projekttages am Wochenende realisiert werden. Zum Beispiel: Großformatige Quadrate, auf die Räder eines Kinderwagens, Mercedesreifen und Rollstuhlreifen montiert werden. Dazu werden Bildunterschriften verfasst.
Der andere Kunstkurs setzt sich malerisch und theoretisch mit Vanitassymbolen auseinander und lässt ihr Wissen in ein Selbstporträt einfließen.

THEATER

In den Klassen 5 und 6 werden im Unterricht „Darstellendes Spiel“ Sequenzen zum Thema „Zeit“ und ihre mögliche theatrale Umsetzung erprobt.

Die sich im zweiten Halbjahr neu formierte Unterstufen- Theater AG (aus den Klassen 6 und 7) erarbeitet sich entsprechende Szenen zur Umsetzung des diesjährigen Mottos „Zeit“. Diese Sequenzen sollen als „Walking Acts“ Teil der Vernissage am 6.4.2011 werden und – gemeinsam mit der Oberstufen-Theater AG – das Publikum durch die Ausstellung führen, in das Thema einführen und dieses erfahrbar machen.

In der aktuellen Probenphase ergab sich ein überaus hilfreicher Kontakt zu Frau Sanja Cekov, einer serbischstämmigen „theatralen Allrounderin“ (Regisseurin/ Schauspielerin/ Produzentin/ Choreografin), die viele Kontakte zur Shanghaier Off-Theater-Szene unterhält. Durch sie hoffen wir auf eine feste Zusammenarbeit, denn Kontakte zu Off-Theatern sind in Shanghai nicht einfach herzustellen. Experimentelle Theater sind zwar geduldet, müssen aber oft in wechselnden Räumlichkeiten stattfinden. „Schirmherr“ dieser Off-Theater ist ein Professor der Shanghaier Hochschule für Darstellendes Spiel, zu dem in naher Zukunft ein regelmäßiger Kontakt hergestellt werden soll.
Momentan unterstützt Frau Cekov beim Training der Jungendlichen und ist maßgeblich an der Entwicklung eines chinesisch-deutschen Theaterstücks beteiligt.

Die Oberstufen-Theater AG (Klassen 8 bis 12) arbeitet, neben der Inszenierung eines Theaterstückes, das am Ende des Schuljahres inszeniert werden soll, seit Beginn des neuen Schuljahrs an der Umsetzung des Konzepts. Unter dem Arbeitstitel „Zeitbaustelle“, die sich an der physikalischen Definition von Zeit, der Veränderung zweier Körper zueinander, orientiert, werden Sequenzen des natürlichen Zeitverlaufs, der Zeitdehnung und der Zeitraffung ausprobiert, Kontraste zum natürlichen Ablauf von Zeit, Zergliederung dieses Ablaufs, Konzeptionen von „Augenblick“ und „Dauer“, sowie die subjektive Wahrnehmung von Zeit. All dies soll am Ende in Formen von Miniacts, Partikularszenen, und stummen Podiumsszenen gegossen werden und Teil der Vernissage werden. Außerdem wird Mitte März ein Theater-Wochenende stattfinden, bei dem sich beide Theatergruppen gegenseitig bei der Ausarbeitung der bühnenreifen Inszenierung unterstützen werden.

MUSIK

Klasse 7:
Die Schüler stellen das Phänomen "Zeit" in der Musik dar. Dabei geht es um das gleichzeitige Erklingen von gleichen und ungleichen Parametern in der Musik. Zum Beispiel gleiche Melodielinien in unterschiedlichen Stilrichtungen/ Epochen,
gleichbleibende Metrik bei unterschiedlicher Rhythmik/ungerade Taktarten, durch Musizieren auf Klasseninstrumenten mit Percussion.

Klasse 9:
Schüler und Lehrer erarbeiten das Sprechstück "ZEIT-IM-PULS" von Lorenz Maierhofer. Die Grundlage bildet
der Pulsschlag der einzelnen Beteiligten als persönlicher "beat" des Werkes. Die Buchstaben des Wortes "Z-e-i-t", die Silben "ges-tern, heu-te, mor-gen" und die Worte "Sekunden, Minuten, Tage, Jahre" werden kunstvoll mit individuellem Tempo/Puls rhythmisch-musikalisch dargestellt.

BIG BAND
Die in diesem Schuljahr neu gegründete swingende Schulband arbeitet konzentriert an der musikalischen Umsetzung von Musikstücken unterschiedlicher Zeitepochen, vom frühen Two-Beat über den klassischen Big-Band-Swing hin zu modernen Jazzrichtungen wie Rockjazz, Fusion, Funk
sowie auch Popjazz. Ziel ist die stilistische Herausforderung, sich mit regelmäßiger Eigenerarbeitung und professioneller Unterstützung
(Workshops mit den Bands "Astronaut's Eye, Big Band der Musikschule Hamm) in den "Zeitzonen" der Jazzentwicklung zurecht zu finden.
Regelmäßigen Support erfährt die Big Band auch von dem
semiprofessionellen französischen Jazztrompeter Julien Bertrand, der im Bereich der für den Jazz so bedeutungsvollen Kunst der Improvisation unseren jungen Musikern den Weg weist und stilistische Zeitfenster öffnet.

Auftritte der Big Band finden etwa einmal im Monat statt, z.B. im Rahmen von Schulkonzerten, zur
feierlichen Umrahmung von Schulveranstaltungen, bei Schulfesten wie Weihnachtsbasar, Sommerfest oder Abiturfeier.

ORCHESTER
In diesem Schuljahr arbeitet das Schulorchester intensiv an
musikalischen Werken zum Thema "Tänze - gestern und heute", vom klassischen Walzer und spanischen Tanzstilen bis hin zu Salonmusik und heutigen orchestralen Tanzrhythmen. Das Orchester erfährt permanente professionelle Unterstützung durch die beiden Musiker Christophe und
Cecile Giczycki (Violine und Viola) und tritt in regelmäßigen Abständen bei Schulveranstaltungen und Schulkonzerten auf.

TANZTHEATER
In einem dynamischen Prozess wird eine kurze Sequenz zum Thema "Zeit" (Metronome) erarbeitet, die bei der Vernissage am 6.4.2011 gezeigt wird.

SCHÜLERZEITUNG

Was ist eigentlich Zeit? Warum vergeht sie manchmal so langsam und im nächsten Moment wieder schnell?
Im Rahmen des großen Zeit-Projektes beschäftigt sich auch die stufenübergreifende Schülerzeitung "Gecko" mit dem Thema. Dabei kommen die jungen Journalisten auch auf die Idee, Mitschüler und Lehrer zu fragen, wofür sie gern mehr Zeit hätten.
Nachdem das dreiseitige Thema geschrieben ist, geht es um die grafische Umsetzung und die Frage, wie sich Zeit darstellen lässt bzw. welches Layout zum Thema passt.

CHINESISCH

Der Fachbereich "Chinesisch" ist jedes Jahr für die Auswahl eines Spruchs für unsere Abiturienten verantwortlich. Eine Einladungskarte für die feierliche Überabe der Reifezeugnisse wird in Klasse 12 von den Abiturienten selbst gestaltet. Klasse 10 ist für den Entwurf einer Bühnendekoration zu diesem Anlass sowie die Realisierung der besten Idee verantwortlich.
Der diesjährige Spruch lautet "Jeder Augenblick gleicht einer Unze Gold. Aber selbst mit allem Gold der Welt lässt sich nicht eine Sekunde erkaufen." (Huái Nánzi, Kapitel 1)

HÖHEPUNKTE

Ein Höhepunkt des Projektes ist im Januar der Besuch des Kunstkurses 11 mit der französischen Kunstlehrerin und Videokünstlerin Frau Berthomme bei der Biennale Shanghai und der ifa-gallery. In der Galerie mitten in der Shanghaier Innenstadt soll am 16.4.2011 eine Ausstellung der besten Schülerarbeiten der Deutschen und der Französischen Schule Shanghai zum Thema Zeit eröffnet werden. Bei dem Besuch stellt der Gallerist die Räumlichkeiten vor, um die Schüler über die Gestaltungsmöglichkeiten zu informieren.

Seit September 2010 stehen wir in Verbindung mit dem Deutschen Generalkonsulat Shanghai, um für unsere Idee um Unterstützung zu bitten und sie über den aktuellen Verlauf des Projekts auf dem Laufenden zu halten. Eingeladen zu der Vernissage in der ifa-gallery ist der deutsche Generalkonsul von Shanghai. Er wird die Ausstellung mit einer kleinen Ansprache eröffnen. Das Konsulat unterstützt finanziell den Druck einer Einladungskarte, die an Schüler, Eltern und Freunde beider Schule verschickt wird.

Zuvor findet der bereits erwähnte Kulturtnachmittag "KunstSINN" auf dem EuroCampus statt, bei dem alle von Schülern der DS Shanghai erarbeiteten Beiträge zum Thema "Zeit" der Öffentlichkeit präsentiert werden. Am 6. April 2011 werden sie im Rahmen einer Vernissage gezeigt. An diesem Tag sollen auch die diesjährigen Gewinner des Jahrbuchwettbewerbes von einer Jury ausgewählt und prämiert werden. Zur Unterhaltung des Publikums sind schauspielerische und musikalische Beiträge geplant.

Die Arbeiten der Jahrbuchwettbewerb-Gewinner werden zusätzlich auf einer eigenen Seite im Jahrbuch geehrt.

 
Besonderheiten:
Fast über ein ganzes Schuljahr arbeiten viele Bereiche Hand in Hand: Von der Ausschreibung eines Wettbewerbes, der Erarbeitung einzelner Unterrichtsbeiträge, der Einbeziehung außerschulischer Veranstaltungen, über Präsentationen in der Schule und im Jahrbuch bis hin zu einer Kooperation mit einer französischen Galerie in Shanghai.
Das Projekt ist kunstspartenübergreifend angelegt, die unterschiedlichen Medien verstärkten sich gegenseitig. Die Schüler aus verschiedenen Altersgruppen bilden zusammen ein großes Team, können aber trotzdem individuell an ihren Beiträgen arbeiten.
Dabei wird ihre Medienkompentenz sowie die Fähigkeiten zur kritischen Reflexion gestärkt.
Hinzu kommt eine interkulturelle Zusammenarbeit durch die Kooperation mit der Französischen Schule, die sich mit der Deutschen Schule auf einem Campus befindet.
 
Probleme und Lösungen:
Ein umfangreiches Projekt, das unterschiedliche Fachbereiche und Klassenstufen umfasst, zu koordinieren, ist zeitaufwendig. Teilweise waren umfanreiche Absprachen mit den Kollegen notwendig. Darüber hinaus ging es auch darum, möglichst viele Kooperationspartner zu gewinnen, um einen möglichst großen Praxisbezug zu erzielen.
Den großen Aufwand möchten wir aber eigentlich nicht als Problem formulieren, alle Beteiligten müssen sich eben Zeit für das Zeit-Projekt nehmen.
 
Anekdotisches:
Im Februar sollte ich zu einer Weiterbildung nach Deutschland fahren. Dagegen ist eigentlich überhaupt nichts einzuwenden, aber diesmal, mitten in unserem großen Kunstprojekt "Zeit", hatte ich Sorgen, meine Fünftklässler allein zu lassen. Ob sie dem großen Projektanliegen auch allein gewachsen sein würden?

Die Schüler wollten unterschiedliche Videos zum Thema drehen, den Eingangsbereich ihrer begehbaren Zeitmaschine designen, Eintrittskarten gestalten und sich überlegen, wie spezielle Effekte den Besuch der Zeitmaschine für andere zu einem Erlebnis machen könnten.

Vorsichtshalber hatte ich ihnen ein Logbuch für ihre Zeitmaschinen besorgt, in denen sie alle ihre Gedanken sammeln konnten.

Aber siehe da! Als ich aus Deutschland zurück kam, präsentierten sie mir nicht nur stolz zwei weitere Videos, die sie gedreht und bereits mit Musik unterlegt hatten. Sie hatten auch weiße T-Shirts gekauft, auf die ihre Entwürfe gedruckt werden sollten, und die sie zur Ausstellungseröffnung tragen wollen. Außerdem hatten sie bereits eine Nebelmaschine im Fachbereich Musik gefunden sowie sich Perücken und Verkleidungen besorgt, um das „Jessica (heute) skypt mit ihrem eigene ICH in 20, 30 Jahren“- Video drehen zu können... Das Projekt lief also auch super ohne mich!

Ich war beeindruckt, wie viel Engagement die Klasse in solch kurzer Zeit aufgebracht hatte.

Beatrix Franke, Klassenlehrerin der 5