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ein neues Stadtviertel entsteht
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Diskutieren - Planen - Bauen
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Präsentation - Schüler im Dialog mit dem Stadtplanungsamt
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Zucker-Sprengung-Stadt - Schüler führen durch die Ausstellung
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Architektur - Ideen für das neue Stadtviertel in Rgb. Ost
Zucker - Sprengung - Stadt - Entwicklungsgedanken zum Inneren Osten entlang der Straubinger Straße
Schule:
Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen
Reichsstr.22
93055 Regensburg

E-Mail: www.domspatzen.de

Telefon: 09 41/79 62 - 241
Telefax: 09 41/79 62 - 280

Gymnasium / Offener Ganztag

 
Kooperationspartner:
Coopia Architekten - Innenarchitekten
Vockerodt Halilovic Riszdorfer und Herr Schmid

Arnulfsplatz 4
93047 Regensburg
Deutschland

Telefon: +49 941 69 89 68 80
Telefax: +49 941 69 89 68 85

Website: http://www.coopia.de


Weitere Ansprechpartner im Verlauf des Projektes:
Architekturbüro Pure Architektur: Herr Mario Mirbach, www.puregruppe.de
Architekturkreis u. Treffpunkt Architektur Niederbayern und Oberpfalz, www.architekturkreis.de, www.schule.tano.de, Architektin: Silke Bausenwein,
Vorsitzende der Bürgerbewegung "Innerer Stadtosten-Hohes Kreuz": Frau Bernadette Dechant
Immobilien Ferdinand Schmack jun. GmbH, www.schmack-immobilien.de
Herr Tausend, Herr Meyer

 
Beteiligte Schüler:
Insgesamt ca. 300, am Projekttag knapp 70
Altersübergreifend:
Drei 5., drei 6., zwei 8., zwei 10., ein Teil der 11. Klassen und der K13. Insgesamt waren knapp 300 Schüler quer durch alle Altersstufen thematisch und zur Vorbereitung der Ausstellung und des Projektes eingebunden.

Am Projekttag waren knapp 70 Schüler beteiligt.
Im Schwerpunkt waren dies die 6. Klassen, ein Teil der 8. Klassen und die Q 11.

 
Beteiligte Lehrkräfte:
Kunst: Angela BarghahnDeutsch/ Sozialkunde: Monika ForsterPhysik: Rene GrünbauerHelfer: Herr Kiesel, Wirtschaft/ Recht mit dem Schwerpunkt Stadtentwicklung, Herr Hofmann, Deutsch/ Englisch
 
Stundenvolumen:
Die 6. Klassen waren ca. 6 Monate 2 Std wöchentlich mit
der Planung des zukünftigen Stadtteils, dem Bau der Module für z.B. das Hochhaus und dem Herstellen der Materialien für den dreidimensionalen Stadtplan beschäftigt.
Die 8. - 11. Klassen ca. 4 Monate 2 Std. wöchentlich zur Vorbereitung der Ausstellung (Bildnerische Arbeiten und Projektplanung)

Am Projekttag arbeiteten knapp 70 Schüler von der 1.bis
zur 6. Stunde.

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen
in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro
Vockerodt – Halilovic – Riszdorfer

Zucker-Sprengung-Stadt
Entwicklungsgedanken zum Regensburger Osten entlang der Straubinger Straße

vom: 12. 07. 2010 - 21.7 2010
Ort: Östliche Aula, Reichsstraße 22,
93055 Regensburg

Alles begann mit der spektakulären Sprengung des "langen Heinrich", Schlot der Südzucker AG am 16.11.2009. Damit verschwand ein Industriegebiet, das den Regensburger Osten maßgeblich geprägt hat.
Nicht nur Investoren und die Stadt suchten nach Lösungen, wie diese Lücke geschlossen und hier ein neues Stadtviertel entwickelt werden könnte.
Mit kreativen Ideen, Bildern, Objekten und einem 2m x 5m großen dreidimensionalen städtebaulichen Modell präsentierten Schüler der Regensburger Domspatzen vom 12.7. - 21. 7. 2010 in der Aula des Gymnasiums ihre Vorstellungen von einer zukünftigen Stadtentwicklung.
Kernpunkt ihrer Ausstellung "Zucker-Sprengung-Stadt" bildete ein von Schülern entwickelter und gebauter dreidimensionaler Stadtplan. Um ihn zu erstellen, mussten zuvor im Kunstunterricht und mit Hilfe des Architekturbüros Vockerodt-Halilovic-Riszdorfer über 1000 maßstabsgerechte Baukörper aus Holz, Schienen, Verkehrswege aus Pappe und Modelle für Fahrzeuge im Kunstunterricht konstruiert und entwickelt werden. Unterschiedliche städtebauliche Standpunkte und Ziele wurden neben dem Unterricht in Kunst in anderen Fächern wie Deutsch und Sozialkunde erörtert.
Großes Ziel war, die Entwicklungsmöglichkeiten als Gesamtsicht über den Regensburger Osten, beginnend am Ostentor entlang der Straubinger Straße bis zum Hohen Kreuz zu zeigen.
Dabei wurde berücksichtigt, dass Regensburg als eine „Turmstadt" mit der Sprengung des „langen Heinrichs“ im Osten um ein Erkennungsmerkmal ärmer geworden ist.
Die zu bebauende Fläche wurde in 5 Segmente unterteilt, die jeweils von einer Gruppe von circa 8-15 Schülern in verschiedenen Jahrgangsstufen bearbeitet wurden. Inklusive einer separat geplanten 6. Station ergaben sich folgende Fragestellungen:

Station 1: Neuer Altstadteingang am Ostentor?
(Historisches und Modernes Regensburg) Sind eine neue Verkehrsführung und Platzgestaltung nötig?
Station 2: Schlachthofviertel: Kultur/ Wohnen/ Freizeit
Entsteht hier ein neues Kulturzentrum? Funktionieren Wohnen/ Freizeit (Beachvolleyball, Donauschwimmen) neben Kultur und Wohnen?
Station 3: Quartier Zuckerfabrik
Was ist möglich? Einkaufen, Freizeit (Park, Skaterbahn, Sportplätze, Modellbau), Wohnen und Hightech-Büros?
Station 4: Zuckerfabrik-Sozial
Wo findet im Regensburger Osten Begegnung statt? (Freizeit, Jugendzentrum, Büros, Wohnen, Glaubenszentrum)
Station 5, Hohes Kreuz – Das östliche Stadttor
Ein Wahrzeichen für das östliche Stadttor? Wohnen zwischen Straßen, Schienen und Industrie
Station 6, Hochhaus - Wahrzeichen
Verträgt sich ein Hochhaus mit dem Unesco Weltkulturerbeauftrag? (Aussichtsplattform, Gastronomie in der Höhe?)Wie funktioniert Statik?

Das Architekturbüro Vockerodt-Halilovic-Riszdorfer unterstützte die Idee, lieferte Pläne, gab Anregungen zur Realisierung des Vorhabens.

Mit Feuereifer haben die Schüler ihre Lösungsansätze entwickelt. In ihren Ergebnissen wurden alle Aspekte des Wohnens, Lebens und Arbeitens im eigenen Quartier berücksichtigt. Dies gelang, indem sie die Anforderungen und Wünsche der verschiedenen Nutzungsgruppen diskutiert und überdacht haben.
So wurde im Modell die Ostengasse als Hauptanbindung zur Altstadt zur Fußgängerzone umgewidmet. Das Schlachthofviertel bekam ein Naherholungsgebiet. Hier wurde ein von der Donau gespeister künstlicher See mit kleiner Freilichtbühne geplant, um den sich begrünte Wohnhäuser gruppierten. In dem 11 ha großen Kernsegment um das Areal der Zuckerfabrik schufen die Schüler neben Wohnvierteln Einkaufsmöglichkeiten aber auch Kultur und ein Glaubenszentrum mit katholischer, evangelischer Kirche und einer Moschee sowie zur Erholung einen größeren Park mit Bademöglichkeit.
Schließlich errichteten die Schüler am Rande des Stadtteils zum Hohen Kreuz größere Gebäude mit Ausstellungsflächen für die dort ansässigen Autohändler und stilisierte Objekte als Wahrzeichen des östlichen Stadtgebiets.
Mit der Frage, ob der Bau eines Hochhauses im Regensburger Osten mit dem Unesco Weltkulturerbeauftrag vereinbar sei, hatte sich eine weitere Gruppe beschäftigt und aus den im Kunstunterricht gebauten Modulen ein Hochhaus errichtet.
Wichtig war den Schülern auch eine ökologisch sinnvolle Verkehrsanbindung. Diese erschien in Form einer Straßenbahn und verband das neue Areal mit der Altstadt.

Voll Spannung schoben die einzelnen Schülergruppen am 12. 7. 2010 im Laufe eines Projekttages ihre 1m x 2m großen Platten mit den Einzellösungen zu einem 10qm großen Gesamtplan zusammen.
Fast ein halbes Jahr lang hatten sie darauf hingearbeitet und präsentierten nun begeistert ihre Ergebnisse einem breiten Publikum.

Sprecher der einzelnen Gruppen stellten die städtebaulichen Lösungen den geladenen Gästen vor. Gekommen waren, neben betroffenen Anwohnern, Vertreter/innen des Stadtplanungsamtes, der Bürgerinitiative lebenswerter Osten, der Investoren, der ehemaligen Zuckerfabrik, des Vorstandes des islamischen Zentrums sowie die Vorsitzende vom Architekturkreis Regensburg.
Im Folgenden ergab sich eine angeregte Diskussion zwischen den Schülern und den Gästen. Die Leiterin des städtischen Planungsreferates, Frau Hick, war so freundlich, trotz der fast unerträglichen Temperaturen (an diesem Tag gefühlte über 35 Grad) die Fragen, die die Schüler ihrerseits an die Stadt hatten, möglichst umfassend zu klären.

Wie positiv die Reaktionen auf die Ausstellung waren, konnte im Verlauf der folgenden Woche immer wieder beobachtet werden. Viele Besucher kamen, weil sie ihr Grundstück auf dem dreidimensionalen Plan suchen wollten und ließen sich von den Architekturentwürfen und bildnerischen Ideen der Schüler zu einem möglichen Begegnungszentrum im neuen Stadtgebiet oder der Umwandlung des denkmalgeschützten Gasometers in ein Hotel inspirieren. Schüler erläuterten und erklärten auch die Ausstellung mit weiteren bildnerischen Beiträgen und Objekten zu Themen wie: "Lebensgefühl Regensburg Ost", "Wünsche für den Regensburger Osten", "Architektur nach der Zuckerfabrik" oder zeigten fotografische Arbeiten zur Sprengung.
Auf Anregung der Vorsitzenden des Architekturkreises, Frau Bausenwein, konnte schließlich ein Teil der Ausstellung vom 18. - 25. Juli 2010 im Rahmen der 5. Architekturwoche auf dem Parkdeck am Petersweg zusätzlich gezeigt werden.
Mittlerweile sind, aus dem anfangs verfolgten Ziel, die unmittelbare Umgebung der Schule der Regensburger Domspatzen aktiv wahrzunehmen, engagierte kritische Nutzer hervorgegangen, die sich in die Umgestaltung ihrer Umgebung aktiv einbringen und diese Stadtentwicklung als ganz neue Chance für Regensburg begreifen.
So haben sich in diesem Schuljahr Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe kritisch mit dem zwischenzeitlich bekannt gegebenen Siegerentwurf des Architekturbüros Auer und Weber auseinandergesetzt. Auf dessen Grundlage planen sie Architektur- und städteplanerische Entwürfe für das zukünftige "Candis- Quartier".
Kontakte zu den Investoren und beteiligten Architekturbüros wurden bereits aufgenommen.

Hier darf man sehr gespannt sein.
Nähere Informationen unter:
wwww.domspatzen.de/schule/Fachportale/kunst

 
Projektauslöser/Idee:
Anlass zu dieser Aktion und Ausstellung war das Erlebnis der Sprengung des „langen Heinrichs“, Schlot der Südzucker AG in unmittelbarer Nähe zum Musikgymnasium der Regensburger Domspatzen und der damit verbundenen Frage, was nach dem Freiwerden des Geländes dort entstehen würde.
Im Kunstunterricht wurden die Schüler dazu befragt. Sie sollten überlegen, ob sie sich in diesem Teil der Stadt wohlfühlen würden oder ob sie sich z.B. im Regensburger Osten einen Weihnachtsmarkt vorstellen könnten. Diese letzte Frage wurde entschieden mit den Worten verneint, dass der Osten zu hässlich und langweilig sei.
Als dann von der Stadt Regensburg die Pläne zur Rahmenplanung im Wolfgangssaal der Regensburger Domspatzen der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, stand der Entschluss fest, die zukünftige Entwicklung des Regensburger Stadtteils nicht alleine der Stadt zu überlassen, sondern diese zum Thema im Kunstunterricht zu machen.

 
Projektentwicklung:
1. Erste Besprechung der Sprengung vom 15.11. 2009 im Kunstunterricht (Frau Barghahn) am 16. 11.2009.
Suche und Sammeln von Ideen in den verschiedenen Klassen, wie auf dieses Ereignis reagiert werden könnte.

Wichtige Fragen waren: Was sollte nach der Sprengung mit diesem Stadtteil passieren?
Wie könnte der zukünftige Regensburger Osten aussehen und was könnten Schüler dazu beitragen?

2. Suche nach Unterstützung
Am 10. Dezember 2009 lud die Stadt Regensburg zu einer Bürgerinformationsveranstaltung in den Wolfgangssaal des Domspatzengymnasiums ein.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden den Bürgern durch die Fachplaner die Gesamtnutzungsmodelle in zwei Varianten vorgestellt:
Gehalten wurden die Vorträge von:
Herr Prof. Dr. Pesch, Pesch Partner Architekten - Stadtplaner, Stuttgart
Herr Voit, WGF Landschaft, Nürnberg
Herr Hagedorn, R+T Verkehrsplanung, Darmstadt

Frau Barghahn nahm, neben Gesprächen mit den Vertretern des Stadtplanungsamtes, im Laufe dieser Veranstaltung zum Architekturbüro Vockerodt - Halilovic - Riszdorfer Kontakt auf, indem sie von den Ideen und Vorschlägen der vom Thema begeisterten Schüler erzählte. Ihr wurde spontan eine Unterstützung vorgeschlagen.

3. Erkundung des neu zu beplanenden Stadtgebietes durch Unterrichtsgänge mit allen beteiligten Klassen (Frau Barghahn, Kunst), Dezember 2009


4. Bündelung und Klärung der Themenbereiche (Januar 2010)

-Klärung von Fachbegriffen und einzelne Fragestellungen wie: "Wie funktioniert eine Stadt, was ist eine Rahmenplanung oder wie sollten die frei gewordenen Stadträume genutzt werden"? konnten während des Kunstunterrichts besprochen und von Schülern in Gruppenarbeit vorbereitet werden.
Für komplexere Themen wurden zusätzlich unterstützende Stunden in Deutsch/Sozialkunde und Physik angeboten (z.B. Fragen nach dem Bau und dem Standort einer Moschee/ bzw. eines Glaubenszentrums oder Fragen zur Statik z.B. eines Hochhauses)
Herr Mohamed Abdellaoui, Vorstand des Islamischen Zentrums und die Vorsitzende der Bürgerbewegung "Innerer Stadtosten-Hohes Kreuz", Frau Bernadette Dechant, standen per Telefon mit Frau Barghahn in Kontakt. So konnten Schülerfragen und deren Beantwortungen weitergegeben werden.
Zudem wurden Zeitungsberichte über den aktuellen Stand der Nutzungsdiskussionen von Schülern gesammelt und ausgewertet. (Kunst, Frau Barghahn)

5. Erstellen eines Gesamtkonzeptes
(Themen für eine Ausstellung) unter Beteiligung der Schüler durch Frau Barghahn im Februar 2010

Bildnerische Themen für die Ausstellung, "Zucker -Sprengung-Stadt" waren:
"Wünsche für den Regensburger Osten" (5. und 6. Klassen)
"Lebensgefühl Regensburg Ost" (8. und 10.Klassen)
Architekturideen für Regensburg Ost (8. und 11. Klassen)
Fotoserie der Sprengung (K13)

Höhepunkt sollte sein: Ein dreidimensionaler Stadtplan, der alle Ideen und Anregungen der Schüler zeigen sollte.


6. Suche und Abstimmen eines Ausstellungstermins mit Internat, Schule und Chormanagement durch Schüler der 6. und 8. Klassen. (Mitte Februar 2010)


7. Plakat entwerfen (Schüler K13), Einladungen schreiben an das Stadtplanungsamt, an die Investoren und an Personen, die unmittelbar von den zukünftigen Baugeschehen betroffen sein würden. (u.a. Bürgerbewegung "Innerer Stadtosten - Hohes Kreuz", ehemaliger Direktor der Zuckerfabrik, Vorstand des Islamischen Zentrums) durch Frau Barghahn mit Hilfe von Schülern
(Plakate drucken: Mitte März, Einladungen verschicken: Anfang Juni)

8. Weitere Konkretisierung des dreidimensionalen Stadtplans in Absprache mit dem Architekturbüro Vockerodt-Halilovic-Riszdorfer.(Anfang bis Mitte März)
-Gespräche, Diskussionen mit den Architekten über eine mögliche Flächennutzungsaufteilung des Planungsgebietes. (3 Termine im Büro und zusätzliche telefonische Absprachen)
-Festlegung auf eine Teilung in 5 Segmente in der Größe der Podeste 1mx5m.
-Die Straubinger Straße wird gestalterische Achse des neuen Stadtgebietes. (Diese Lösung entstand durch die Bündelung der Gestaltungsideen der Schüler durch die Architekten des Architekturbüros Vockerodt-Halilovic-Riszdorfer).

Erstellen und Drucken eines vereinfachten Stadtplans mit den wichtigsten Straßenzügen und dem für eine zukünftige Stadtplanung zu berücksichtigenden Bestand durch das Architekturbüro Vockerodt-Halilovic-Riszdorfer.
(Ende März 2010)

9. Herstellen und Bereitstellen von Anschauungsmaterialien für den dreidimensionalen Stadtplan. (April/ Mai 2010)

-Bereitstellen von maßstabsgerechten Holzklötzchen (nur die Höhenmaße wurden der Anschaung wegen geändert) für die Stadtplanung durch das Architekturbüro und Schüler der 6. Klassen in Kunst.
- Vorbereitung der Pläne (Folieren) durch Schüler der 8. Klassen im Kunstunterricht
- Vorbereitung von Material (Miniaturautos, Schienen, Module für Fabriken usw.) von Schülergruppen in Kunst (6. Klassen), (Frau Barghahn)
- Bau der Module der Hochhausgruppe (6. Klassen in Kunst)

10. Aufteilen der Arbeitsgruppen, die selbstständig ihre städtebaulichen Lösungen für die jetzt feststehenden Teilgebiete während des Kunstunterrichts erarbeiteten.(Frau Barghahn)(Anfang Mai)

11. Letzte Festlegung der Arbeitsgruppen für den Projekttag mit unterstützender Projektbegleitung älterer Schüler (Q11) für jüngere Schüler (5. und 6. Klassen)
(Juni 2010)
(insgesamt waren fast 70 Schüler aus den Klassen 5,6,8 und 11 beteiligt)

12. Vorbereitung und Ausstellung der bildnerischen Lösungen durch die Schüler der Q11 (2.-12. Juli 2010)

13. Projekttag am 12.Juli 2010
Höhepunkt waren das endgültige Ausarbeiten der Pläne am Projekttag mit Hilfe der Architekten Herrn Schmid und Herrn Halilovic, und das abschließende Zusammenschieben der 1m x 2m großen Platten mit den Einzellösungen zu einem 5m x 2m großen Stadtplan. - Begeisterung und Erfolgserlebnis pur!!!
Weitere Helfer an diesem Tag waren Frau Forster (Lehramt Deutsch/Sozialkunde) Herr Grünbauer (Lehramt Physik),
Herr Hofmann (Lehramt Deutsch, Englisch)und Herr KieselLehramt Wirtschaft/ Recht mit dem Schwerpunkt Stadtentwicklung)

14. Präsentation und Nachbereitung
Pro Arbeitsgruppe fasste ein Schüler die Ergebnisse zusammen und präsentierte sie am Ende des Projekttages der Presse, dem Stadtplanungsamt und weiteren geladenen Gästen.

15. Pressearbeit und Führung durch die Ausstellung durch Schüler aus den Klassen 5 - 8 während einer Woche.
(12. Juli bis 21. Juli)
16. Anschlussausstellung im Rahmen der A5 auf dem Parkdeck am Petersweg vom 18.7. - 25.7. 2010.

17. Eine Gruppe von Schülern der ehemaligen 6. und 8. Klassen verfolgen die städtebauliche Entwicklung weiter und werden in diesen Schuljahr konkrete Architekturvorschläge für ein Teilgebiet erarbeiten. (Seit Januar 2011)

 
Besonderheiten:
Fast eine ganze Schule mit Schülern der verschiedenen Altersgruppen mit ihren unterschiedlichen Interessen und Begabungen waren an diesem Vorhaben beteiligt.
Besonders dabei ist der aktuelle Bezug zum städteplanerischen Vorhaben im Regensburger Osten.

Die Vorbereitungen entstanden in Kleingruppen und während des normalen Unterrichts, da durch die chorischen Verpflichtungen der Schüler keine zusätzliche Zeit zur Verfügung stand.

Erst nach einem halben Jahr Vorbereitung entstand neben der Ausstellung aus vielen Einzelideen und vieler Hände Arbeit ein großer zusammenhängender dreidimensionaler Stadtplan, der auch erst an einem Tag zusammengestellt wurde - ein großes Gemeinschaftswerk und Gemeinschaftserlebnis!

BAUEN KANN MAN NUR GEMEINSAM!
Die Teilnehmer der Gruppen mussten Standpunkte unterschiedlicher Interessensgruppen vertreten und nach einer für alle vertretbaren Lösung suchen.
Hier wurde Basisdemokratie geübt.

Schüler führten durch die Ausstellung und präsentierten ihre Ergebnisse Besuchern und Verantwortlichen der Stadt und wurden dadurch selbst zu engagierten kritischen Nutzern und "zukünftigen Gestaltern" ihres Stadtviertels.

Auch nach der Ausstellung interessierten und beschäftigten sich Schüler mit den Themen Architektur und Stadtentwicklung. Ein Schüler konnte im Anschluss der Aktion während der Ferien ein Praktikum im Architekturbüro: "PURE Architektur" machen.

Schüler der ehemaligen 6. und 8. Klassen verfolgen die Entwicklung des Regensburger Ostens weiter, haben mittlerweile den städtischen Siegerentwurf diskutiert, Kontakt zum Planungsbüro der Investoren Fa. Schmack aufgenommen und werden in diesem Jahr Pläne und Entwürfe für ein Teilgebiet erarbeiten. Weitere Schüler zeigen sich deutlich interessiert und wollen mitarbeiten.

 
Probleme und Lösungen:
1. Hitzige Debatten und Diskussionen sowie unterschiedliche Standpunkte führten immer wieder zu Konflikten unter den Teilnehmern.
Hier half eine Strukturierung innerhalb der Gruppen. Es gab jeweils einen bis zwei Projektleiter, welche die verschiedenen Ansichten und Vorstellungen koordinierten und schriftlich festhielten.
Ergänzend zum Kunstunterricht wurden in den Fächern Deutsch und Sozialkunde Fragen der interkonfessionellen Verständigung und Toleranz in teilweise sehr emotionsgeladenen Diskussionen erörtert.
Die Schüler fanden eine Lösung durch die Konzeption eines gemeinsamen Glaubenszentrums.

2. Unterschiedliches Können
Es gab Schüler, die viele Ideen hatten, andere konnten gut planen, weitere wollten am liebsten etwas Geplantes ausführen.
Durch das Aufteilen in Themengebiete war für jeden Schüler etwas dabei. So gab es Schüler für spezielle Themengebiete: z.B. "Hochhausprojektgruppe" oder "zukünftige Architektur für Regensburg Ost" oder für bildnerische Lösungen.

3. Die Forderung nach "annähernd maßstäblichem Bauen" beim Hochhausprojekt der 6. Klassen.
Die Schwierigkeit bestand darin, dass Schüler erst am Ende das Ergebnis ihrer Vorabeiten sehen würden. Durch vorheriges Ausprobieren und Aufstellen kleinerer Türme erkannten die Schüler, das die Grundmaße einheitlich sein mussten.

4. Terminliche und zeitliche Absprachen zwischen Chor, Schule und Internat.

Hier half nur eine schon sehr frühe Festlegung des Projekttagtermins und die Hilfe des Chormanagements.

5. Die Frage nach einem geeigneten Baumaterial!
Hier war die Hilfe des Architekturbüros Vockerodt, Riszdorfer, Halilovic ganz erheblich.

 
Anekdotisches:
Beinahe wäre das Vorhaben kurz vor seinem Abschluss zumindest im Punkt Projekttag gescheitert.
Ein kurzfristig geänderter Termin des Chores verursachte anderthalb Wochen vor Projektende Turbulenzen. Ein großer Teil der Schüler, vor allem die Projektleiter, sollten einen Tag früher als geplant zu der ca. 500 km entfernt liegenden chorischen Sommerreise aufbrechen. Der Bus sollte schon in der Früh fahren.
Da die für das Projekt nötigen Podeste sowohl am Vortag noch für das Schulorchester und gleich nach der Woche für eine Chorveranstaltung benötigt wurden, ließ sich der Termin nicht verschieben. Auch waren ja schon die Presse sowie das Stadtplanungsamt eingeladen und hatten ihr Kommen signalisiert. Alles musste also an diesem Tag funktionieren.
Die Panik war groß und es wurde improvisiert. Am Ende wurde überlegt, welche Schüler gleich nach dem Projekt mit dem Zug nachfahren könnten..... Fahrkarten mussten noch gebucht, das Hinbringen der Schüler zum Zug organisiert werden. Es gelang, auch wenn an diesem Tag eine unerträgliche Hitze ganz Deutschland im Griff hatte und die Klimaanlagen der Züge zum Erliegen brachte....

Beschreibung vom Projekttag
Ich war bei unserem Projekttag „Zucker-Sprengung-Stadt, Stadtplanung Rgb. Ost", Gruppenleiter. Unser Gebiet war eher der westliche Teil des ehemaligen Zuckerfabrikareals.
Zuerst wurde beschlossen, wo welches Gebiet hinkommen soll (Gewerbe, Wohnungen, Industrie etc.). Dies wurde dann auch gruppenintern erledigt. Dann machte sich sofort jeder an die Arbeit; die einen entwarfen Gebäude, die anderen machten sich Gedanken, wo diese und jene Straße oder Gebäude hinkommen sollten, wieder andere bauten sie dann mit Holzklötzchen nach und malten sie anschließend an.
Ab und zu dachte ich mir schon, dass das nichts mehr werden kann. Denn es gab Zoff, der eine wollte nur seine Idee gegen die anderen durchsetzen, der andere verplante alles komplett, sodass das ganze am Anfang erarbeitete Konzept durcheinander ging. Trotz vieler unvorhersehbaren „Pannen“ war dann am Schluss doch alles gut. Irgendwie hatten wir es geschafft, alle Meinungen in das Projekt einzubinden.
Wir hatten Platz für Wohnungen, Büros, einen großen Platz mit zwei Kirchen, Geschäften und Treffpunkten, sowie ein kleineres Gebiet für Industrie.
S.J. Klasse 7b