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Kevin verklebt die Akustikschaumplatten der Sprachkabine.
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Marcel schraubt die Innenverkleidung fest.
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Jacquline führt Interviews mit den Kooperationspartnern.
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Kai, Patrick und Sebastian suchen Sounds für die Hörspielvertonung.
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Kevin: "Bitte Ruhe! Aufnahme läuft!"
Heimat im Ohr
Schule:
Overbergschule
Brabanter Str. 146
41751 Viersen
Tel: 02162/ 50506

Verantwortlicher Lehrer: B. Weltermann


Förderschule/Sonderschule / Offener Ganztag

 
Kooperationspartner:
Übergeordnetere Ansprechpartnerin:

Kulturamt der Stadt Viersen
Ansprechpartnerin: Frau Pitzen(Kunsthistorikerin)
Telefon: 02162/ 101160

Denkmäler- Kooperationspartner:

"Kirchturm" - St. Cornelius Dülken
Rainer Thoma (Pfarrer)

Stadt Süchteln
Brigitte Konto (Fremdenführerin)

"Remigiusbrunnen"(Kunsthistorikerin)
Frau Pitzen

"Vierjahreszeiten Brunnen" Dülken
Herr Dr.Nabrings (Vorsitzender des VVV)

"Weberbrunnen" Süchteln
Walter Tillmann (Museumsdirektor - Textilscheune)

"Bismarckturm" (Süchtelner Höhen)
Gunnar Schirmmacher (Lehrer Gymn. Dülken)

"Gefangenenturm" Stadtmauer Dülken
Rene Franken (Historiker)

"Gänsebrunnen" (Oedt)
Heinz Panzer (Vorsitzender:Heimatverein Oedt)
Ansprechpartner Ebene Radio:

Lokalsender Welle Niederrhein
Veranstaltergemeinschaft:Krefeld - Viersen

Landesanstalt für Medien NRW
Herr Peter Schwarz

 
Beteiligte Schüler:
21
14 Schülerinnen und Schüler (Klasse 10)(Klassenlehrerin Frau Korpus)

+ 7 Schülerinnen und Schüler der Radiowerkstatt (Fachlehrer Herr Weltermann)

 
Beteiligte Lehrkräfte:
Anzahl: 2
 
Stundenvolumen:
Das Projekt startete im Oktober 2008.

Da das Projekt fächerübergreifend angelegt ist, fließen neben der reinen Produktionszeit (AG), auch die Stunden der Fächer Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Technik und Werken mit in das Projekt ein.

ca.: 8 Wochenstunden über 9 Monate
(verteilt auf zwei Lehrer)

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Achtung Vorstellung bei: MyVideo!

Da wir Ihnen unser Projekt und das erste Hörspiel näher vorstellen möchten, bitten wir Sie bei "MyVideo" folgenden Suchbegriff einzugeben: "Overbergschule"

Dort findet man fünf Treffer:

Teil 1 "Turm in Flammen" (Vorspann + Hörspiel)
Teil 2 "Turm in Flammen" (Hörspiel)
Teil 3 "Turm in Flammen" (Hörspiel)
Teil 4 "Turm in Flammen" (Hörspiel)
Teil 5 "Turm in Flammen" (Hörspiel + Abspann)

Vorspann = Schüler/-innen Statements + Fotos Bau
Nachspann = Fotos der Hörspielproduktion

Die Radiowerkstatt- AG produziert mit einer Oberstufenklasse eine Sendereihe, die im Bürgerfunk des Senders "Welle Niederrhein" ausgestrahlt wird.

Es entstehen drei Hörspiele, in deren Mittel-punkt Jugendliche (Phantasie-Personen) stehen, die abenteuerlustig und wissenshungrig sind. Ihre Abenteuerlust treibt die Hauptdarsteller des Hörspiels zu real, existierenden historischen Gebäuden und Kunstwerken der Schulheimat.

Es werden drei Sendungen (a 60 Minuten) produziert.

Jede Sendung besteht aus einem selbst produzierten Hörspiel (ca 40 Minuten) und einer selbst produzierten Reportage (ca 20 Minuten). In der Reportage werden Künstler, Kulturreferenten, Bürger, Pfarrer,... (siehe Kooperationspartner)zu denen im folgenden Hörspiel eingebetteten Gebäuden und Kunstwerken durch die Schülerinnen und Schüler interviewt.

Insofern stehen bei diesem Projekt die Recherche bezüglich realer, historischer Gebäude in schulnaher Umgebung und das Schreiben bzw. Vertonen spannender, informativer und phantasievoller Geschichten im Vordergrund.

Außerdem wird die Radiostation neu aufgebaut. Wir funktionieren eine Telefonzelle zur Sprachkabine um und installieren zwei Geräusche- Schnittplätze.

 
Projektauslöser/Idee:
Seit dem Schuljahr 2007/ 08 gibt es an unserer Schule eine Radio- Werkstatt.

Diese Radiowerkstatt-AG findet einmal in der Woche statt. Alle zwei Wochen wird schulintern eine von uns vorproduzierte Sendung abgespielt, die wiefolgt aufgebaut ist:

1. Internationale-, Nationale-, Lokale- NEWS
2. Witzeecke
3. Radiorätsel
4. Charts

Der Aufbau des eigenen Produktionsstudios, der Umgang mit der Technik (Computer, Mikrofone, Bearbeitungssoftware,...) und das fertige Hörprodukt begeistern die Schülerinnen und Schüler. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Idee, in Kooperation mit einer Oberstufenklasse Hörspiele zu produzieren, die in der Schulheimat spielen.

 
Projektentwicklung:
1. Aufbau der Radiowerkstatt
(Oktober - Dezember 2008)

"Bau der Sprachkabine + 2 Schnittplätze"
Herr Weltermann + Schüler(AG)

2. Besichtigung: Radio - Welle Niederrhein
(Januar 2009)

"Besichtigung der Sendeanstalt"
Herr Weltermann + Referent + Schüler(AG)

3. Das Üben von Live-Reportagen/ Interviews
(Januar 2009)

"Referent übt mit Schülern in der Schule"
Frau Korpus + Schüler (Klasse)

4. Recherche über Gebäude und Kunstdenkmäler
(November 2008 - Februar 2009)

"Internetrecherche + Interviews vor Ort"
(siehe Kooperationspartner)
Frau Korpus + Schüler (Klasse)

5. Hörspiele - Drehbücher
(November 2008 - März 2009)

"Schreiben der Drehbücher"
Herr Weltermann, Frau Korpus, Schüler (Klasse)

5. Aufnahme + Vertonung:(Reportagen + Hörspiele)
(Januar - Mai 2009)

"Produktion"
Herr Weltermann + Schüler (AG) und
Frau Korpus + Schüler (Klasse)

6. Veröffentlichung
(Juni 2009)

"Öffentlichkeitsarbeit"(auch Zeitung,...)
"Hörspiele werden gesendet, Welle Niederrhein"
Frau Korpus + Schüler (Klasse)

 
Besonderheiten:
Es ist ein Projekt, das nachhaltig ist!


1. Unser "Projekt" bedient alle Altersklassen.

2. Es weckt Interesse im Kultur,- Technikbereich.

3. Es fördert Lesen + Hören. (Zuhören!!!)

4. Es vernetzt unterschiedlichste Institutionen.

5. Es fordert Kreativität + Phantasie.

6. Die Hörspielreihe ist so konzipiert, dass

nach Abschluss der ersten Staffel andere

Klassen, weitere Gebäude und Denkmähler in

Hörspielen vorstellen sollen.


7. Das Projekt wird durch die Veröffentlichung

im Radio einem großen Publikum zugänglich

gemacht.


8. Schule geht auf die Öffentlichkeit zu.


9. Das Projekt soll Förderschüler in ihrer

Persönlichkeit stärken.


10. Vorurteile in Bezug auf Förderschüler/

Förderschulen in der Öffentlichkeit abbauen.

11. Das Projekt soll im Schulprogramm verwurzelt
werden und zukunftsweisend ausgebaut werden.

12. Der Bau der Radiostation ist ein grund-legendes Element unserer weiteren Arbeit. (Sprachkabine,Schnittplätze)

 
Probleme und Lösungen:
1. Finanzierung

Nach anfänglichen Schwierigkeiten der Finanzierung, haben wir Partner gewinnen können, die unsere Arbeit finanziell unterstützt haben. So konnten wir die Landesanstalt für Medien, ein großes Kreditinstitut sowie den Förderverein unserer Schule von unserem Projekt und den damit verbundenen Zielen begeistern.

2. Internetzugänge schaffen

Da wir für die Recherchen und die Vertonung unserer Hörspiele auf das Internet angewiesen sind, der Raum unserer Radiostation aber keine Vernetzung bietet, mußten wir neue Kabel verlegen. Das Verlegen der Kabel, sowie das Durchbohren der Wände haben die Schülerinnen und Schüler selbst gemacht. Es stehen nun zwei getrennte Internetzugänge zur Verfügung.

3. Sprachkabine

Nach dem Erwerb unserer Telefonzelle, die wir mittlerweile als Sprachkabine umfunktioniert haben, hatten wir ein rießiges Problem. Die Telefonzelle war genau 1 cm zu breit, um durch die Türzarge des Zielraumes zu gelangen. Nach zweitägiger!!! Demontage der Zellentüre, stand dann endlich die Telefonzelle bereit zur Umgestaltung an ihrem Zielort.

4. Stundentafel ändern/ freier Umgang

Unser Projekt ist im Schulleben sicherlich nicht alltäglich. Hier galt es die Rückendeckung der Schulleitung und insbesondere der anderen Oberstufenlehrer zu gewinnen.
Wir erfuhren von beiden Parteien Unterstützung. Dies bezieht sich insbesondere auf den freien Umgang mit dem Fächerkanon und auf die Gestaltung der Stundentafel. Insofern sprengt dieses Projekt eingefahrene Strukturen im Schulalltag und regt neues Denken an.

5. Ablauf der Produktion/ Hörspiele

Zunächst haben wir in chronologischer Reihenfolge das erste Hörspiel aufgenommen. Hierbei bemerkten wir, dass diese Art der Produktion den Zeitrahmen komplett sprengen würde. Denn nach jedem aufgenommenen Satz, muß eine Person die Sprachkabine verlassen und eine neue Person Platz nehmen. Hier muß Sitzposition bzw. Mikrofonpositionierung neu angepasst werden. Mittlerweile spricht eine Person alle Sätze einer Szene hintereinander ein und nachdem alle Personen ihre Sätze der Szene eingesprochen haben, wird die Szene von den Schülerinnen und Schülern geschnitten und gesetzt.

 
Anekdotisches:
Bitte auch auf der Internetseite:"MyVideo" im Vorspann auf Schülerstatements achten!

Herr Weltermann: Unser Projekt schafft einen guten Zugang und eine Vertrauensbasis bei unseren Schülerinnen und Schülern. So passierte am Karnevalsfreitag Folgendes:

Ein Schüler mußte noch unbedingt einen Satz einsprechen, damit das Hörspiel 1 über Karneval gemastert werden konnte. Dieser Schüler (sehr auffällig, hohes Aggressionspotential) hatte am Altweiberabend eine Auseinandersetzung mit der Polizei. Die Polizei hat ihn gegen 19.00 Uhr in Gewahrsam genommen und gegen 5.30 Uhr in der Nacht wieder gehen lassen. Genau dieser Schüler steht mit etwas Verspätung am Freitagmorgen in der Klasse, berichtet den Vorfall und sagt:
"Ich wollte unbedingt meine Sätze fertig sprechen!" Ich glaube, dass dieser Vorfall einerseits zeigt, mit welchen Problemen wir während der Projektphase zu kämpfen haben, andererseits auch darlegt, dass unsere Schülerinnen und Schüler total bei der Sache sind. So sind es nicht nur die Kulturtechniken (insbesondere: Schreiben, Lesen)die unsere Produktion erschweren, sonderen die Alltagswelt unserer Schülerinnen und Schüler, wie z.B. Elternhaus, Heim, Drogen,...

Einige Aussagen von Schülern:

Kai: Ich finde es gut, dass wir wir so ein Projekt machen und auch als Förderschüler so eine Möglichkeit haben.

Natalie: Ich finde es schön, dass wir lernen, wie man Leute befragt.

Thomas: Wir sammeln viele neue Erfahrungen.

Mehr auf: MyVideo (Teil 1 und Teil 5)