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Gamelanprojekt - Musiker (Klasse G5a, Dr. U. Götte, A. Vigier)
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Sprecher, Musiker, Schattenbühne (G5a, P. Starke, A. Vigier) )
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Schattenspieler (Christian Glagow, Melanie Raith, Moritz Meistrell)
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Nashorn, Zibetkatze, Zauberer , Wachtel, Ente, Chamäleon
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Projektpräsentation beim Informationstag (Lucas, Elias, Marc, Leonie)
Außereuropäische Kultur erleben - Indonesische Gamelanmusik und indonesisches Schattenspiel
Schule:
Heinrich-Schütz-Schule
- Petra Starke -
Freiherr-vom-Stein-Straße 11
34119 Kassel
Tel.: 0561-35071
Fax: 0561-35072


Gesamtschule / Offener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Dr. Ullrich Götte
Anne Vigier,
Kaufungen

Jochen Zülch,
Bremen

 
Beteiligte Schüler:
28
Klasse G5a (Gymnasialzweig) der Heinrich-Schütz-Schule Kassel
 
Beteiligte Lehrkräfte:
3 Lehrkräfte direkt beteiligt:Petra Starke (Deutsch, Musik, Klassenleitung)Ute Rommel (Kunst)Jasmina Philipp (EK)Andere Fachkollegen (E, Bio, Sport, Ma) waren indirekt beteiligt, indem sie einzelne Stunden an das Projekt abgegeben haben.
 
Stundenvolumen:
Projektphase:
20.10. - 28.11.2008 / ca. 72 Stunden in 6 Wochen = 12 Stunden pro Woche (inklusive Kompaktprobe, Generalprobe)
Präsentationen: 1 eigenständige Aufführung; 1 Präsentation im Rahmen des Schulkonzerts / ca. 1, 5 Stunden Präsentation; 4 / 8 (Schüler/Lehrer) Auf- und Abbau
Insgesamt: ca. 77,5 Stunden (Schülerinnen und Schüler)

Nicht eingerechnet:
Ausladen und Aufbau vor Beginn des Projekts (Eltern und Projektleiter) = 3 Stunden
und diverse Telefonate und Besprechungen zur Vorbereitung und Koordination sowie Vorbereitungen der Schattenbühne und des Instrumentariums und Aufräumarbeiten von U. Götte, P. Starke, A. Vigier und J. Zülch sowie
schulinterne Koordinationsaufgaben (P. Starke).

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Das Gamelanprojekt ist ein interdisziplinäres Projekt, das im ersten Schulhalbjahr 2008/09 in der Klasse G5a des Gymnasialzweiges der Heinrich-Schütz-Schule in Zusammenarbeit mit den außerschulischen Partnern Dr. Ullrich Götte, Anne Vigier und Jochen Zülch durchgeführt wurde.

Am 27.11.2008 wurde das Projektergebnis „Die Ente und die Zibetkatze“, ein indonesisches Schattenspiel mit Musik und sechs Sprechern, aufgeführt. Diese Präsentation wurde von einem musikalisch begleiteten Diavortrag eingeleitet, der in einer Überblendung in den Handlungsverlauf mündete. Im Vorraum erwartete die Zuschauer eine Ausstellung, welche die Projektdokumentation zeigte und über ein Hilfsprojekt der Kindernothilfe in Jakarta informierte, an das die Spendeneinnahmen des Abends gehen sollten. Eine weitere Aufführung des Schattenspiels fand am 28.11. im Rahmen des Schulkonzertes statt.

Für die Dauer des Projekts stellten die Kooperationspartner den Schülerinnen und Schülern eine spezielle Schattenspielbühne und originale Schattenspielfiguren sowie die originalen Instrumente eines indonesischen Gamelanorchesters für die Arbeit zur Verfügung. Die verwendeten Instrumente stammen von der Insel Java.
Während des Projektverlaufs lernten die Kinder die Instrumente und die Spielweise eines Gamelanorchesters kennen, eigneten sich die Technik des Schattenspiels an, entwarfen Schattenspielfiguren und Kulissen, die sie schließlich selbst bauten. Neben den Kulturtechniken Indonesiens, eines für die Kinder neuen Kulturkreises, erfuhren sie auch einiges über die Herstellung der Instrumente und die Lebenssituation der Menschen in der Region sowie über die Topografie des Landes. Gearbeitet wurde im Klassenverband und in Kleingruppen. Nach einer Erprobungsphase wählte jede/r einen Schwerpunkt (Musik, Schattenspiel, Sprecher), was zur individuellen Differenzierung der Aufgaben führte. Im Klassenverband wurden die Figuren und Kulissen für das Schattenspiel entworfen und gebaut, aber auch das indonesische Märchen „Die Ente und die Zibetkatze“ in eine Theaterfassung transformiert und durch eigene Handlungsideen erweitert. Der Handlungsverlauf des Schattenspiels war das verbindende Element, auf das alle anderen Aktivitäten inhaltlich abgestimmt werden mussten.
„Ente und Zibetkatze“ ist ein Märchen von der Insel Lombok. Die erweiterte Fassung der Klasse G5a erzählt von der arroganten Zibetkatze, die sich über die Essgewohnheiten der Ente lustig macht. Daraus entwickelt sich eine spannende Geschichte, in der die kleine, schlaue Wachtel der Zibetkatze eine Lektion erteilt, die ihr selbst zum Verhängnis wird. Gemeinsam mit Kancil, dem Zwerghirsch, kann sie der bedrohlichen Situation entkommen, indem sie die große, weise Reisfeldschlange um Hilfe bitten. Schließlich ist es diese Herrscherin über alle Tiere, die während eines großen Festes, bei dem es allerlei Überraschungen gibt, wieder Frieden stiftet.

Der gesamte Projektverlauf wurde durch Filmaufnahmen dokumentiert, die der Filmstudent Sunthararajan (Bremen) durchführte und als Abschlussarbeit an der Universität Bremen zu einem Film verarbeiten wird.

 
Projektauslöser/Idee:
Die Idee zu diesem Projekt stammt von Dr. Ullrich Götte, Anne Vigier und Jochen Zülch. Das Projekt wurde unter dem Titel „Außereuropäische Kultur erleben - Indonesische Gamelanmusik und Indonesisches Schattenspiel“ in das Programm „Kinderkultur 08“ des Kulturamtes der Stadt Kassel aufgenommen. Auf der Suche nach einem Kooperationspartner hatte Ullrich Götte während des Schuljahres 2007/08 auch Kontakt mit dem Fachbereich Musik der Heinrich-Schütz-Schule aufgenommen. In Absprache mit der Fachkonferenz Musik wurde die zukünftige Klasse G5a für das Projekt ausgewählt, weil die Fächer Deutsch und Musik mit sechs Stunden in einer Hand liegen würden. Zudem war die Motivation der zukünftigen Klassenlehrerin für das Projekt hoch, weil sie fächerübergreifende Projektarbeit sehr begrüßt und sich für sie mit dem konkreten Projekt die Perspektive eröffnete, Komponenten ihrer drei Fächer (D, Mu, Darstellendes Spiel) verknüpfen zu können.
Nach Absprache mit der Schulleitung folgten inhaltliche und organisatorische Vorbesprechungen mit den außerschulischen Partnern, die mir aktuelle und dokumentarische Materialien zukommen ließen. Nach Lektüre der Materialien folgten Besprechungen zur inhaltlichen und organisatorischen Konkretisierung.
 
Projektentwicklung:
Zur besseren Übersicht wird hier auf eine streng chronologische Darstellung des Projektverlaufs verzichtet, sondern die einzelnen thematischen Bausteine des Projekts aufgeführt, die teilweise verzahnt oder parallel erarbeitet wurden:

Baustein „Vorbereitung“ (Schuljahresbeginn bis 20.10.08 / Klassenlehrerin: P. Starke)
Information der Eltern über das geplante Projekt, inhaltliche Ausrichtung und Zeitplan beim ersten Elternabend; die Eltern begrüßen das Projekt. - Kinder erfahren Einzelheiten über das Projekt und dessen Verlauf; auch sie zeigen großes Interesse. – Gemeinsamer Besuch von Eltern, Schüler/innen und Klassenlehrerin eines öffentlichen Konzertes des „Kasseler Gamelan Projektes“ in Kassel. (Zu den Musikern gehören auch die späteren Projektpartner.) – Reflexion des Konzertbesuchs im Unterricht. - Erste Begegnung mit dem Märchen „Die Ente und die Zibetkatze“ als „Gute-Nacht-Geschichte“ während der Klassenfahrt. – Ausladen und Aufbau des Instrumentariums und der Schattenbühne mit Hilfe einiger Eltern.

Baustein „Einführung“ (ab 20.10. / Klassenverband)
Die Klasse und die außerschulischen Partner lernen sich kennen – Alle Schüler/innen lernen die Gamelaninstrumente kennen und probieren diese aus. – Alle Schüler/innen erproben das Spiel mit den Schattenspielfiguren. - Diavortrag über Indonesien: Lage, Landschaft, Architektur, Lebensweise, Herstellung der Instrumente und Schattenspielfiguren, Bedeutung des Gamelans in der Kultur Indonesiens. – Nach der Erkundungsphase entscheiden sich die Kinder für einen Schwerpunkt: Musik, Schattenspiel, Sprecher.

Baustein „Deutsch / Sprecher“ - Aus dem Märchentext „Die Ente und die Zibetkatze“ wird ein Theatertext (P. Starke / ab September 2008 / Klassenverband und 5 Sprecher)
Die Arbeit im Deutschunterricht war eingebunden in die Unterrichtseinheit „Erzählen“, an deren Ende sich die Projektarbeit über folgende Arbeitsphasen entwickelte:
Lektüre des Märchens, Reflexion des Handlungsverlaufs – Festlegung der Hauptcharaktere, die im Schattenspiel auftreten sollen und Erarbeitung der jeweiligen Eigenschaften – Einfühlung in die Hauptfiguren über Rollenkarten; „Ich bin die Wachtel…“ - Präsentation als Theaterauftritt – Verfassen eines Briefes an ein beliebiges Tier, in welchem sich die Hauptfiguren vorstellen: „Lieber Blauwal Georg, …“ – Analyse der Textvorlage: Spannungskurve. – Übertragung der Spannungskurve und Festlegung der Szenen (Auswahl aus der Vorlage und Ergänzungen nach eigenen Ideen). – Schriftliche Ausarbeitung des Handlungsverlaufs einzelner Szenen – Zusammenführung der Textideen zu einem Theatertext. – Die Sprechergruppe übt den Text und nimmt Ergänzungen und Korrekturen vor, über welche sie die anderen Gruppen immer wieder informiert. – Rückkoppelung der Arbeit an das Schattenspiel: Der Text beeinflusst das Spiel und umgekehrt.

Baustein „Musik“ (Dr. Ulli Götte, Anne Vigier / ab 20.10. / 17 Musiker)
Ausprobieren der origanel javanesischen Instrumente des Gamelans – Einüben von Spieltechnik – Umsetzung der typischen Notation des javanesischen Gamelans – Erarbeitung traditioneller Stücke – Improvisationen – Entwicklung eigener Musikstücke und zweier Rhythmicals zum Handlungsverlauf.

Baustein „Figuren- und Kulissenbau“ (Ute Rommel, Petra Starke, Jochen Zülch / ab 20.10.08)
Recherche über spezielle Figuren bzw. unbekannte Tiere Indonesiens – Entwicklung von Ideen für Figuren und Kulissen in Zusammenhang mit dem Handlungsverlauf – Herstellung von Entwürfe unter Berücksichtigung spezifischer Merkmale indonesischer Schattenspielfiguren (Spielweise, Beweglichkeit, Befestigungsmöglichkeiten) und der ästhetischen Bühnenwirkung – Ausarbeitung der Entwürfe und Herstellung der Figuren und Kulissen.

Baustein „Ergänzende Arbeitsaufträge für Leerlaufzeiten“ (Ute Rommel, Jochen Zülch / ab 20.10.08)
Bilder zum Thema „Vulkan und Reisfeld“ (Landschaft) - künstlerische Gestaltung des Themas „Begegnung zwischen Asien und dem Westen“ mit Schattenrissen klassischer Figuren des javanesischen Schattenspiels in Grafit und/oder Farbe.

Baustein „Schattenspiel“ (Jochen Zülch / ab 20.10. / 6 Schattenspieler)
Kennen lernen und ausprobieren der Besonderheiten des Schattenspiels mit Figuren und einer speziellen Bühne – Handhabung von Bühnenvorrichtungen und beweglichen Figuren - Improvisationen – Verfeinerung der Spieltechnik – Erarbeitung der szenische Darstellung des Handlungsverlaufs – Rückkoppelung an die Textarbeit.

Baustein „Landeskunde“ (Jasmina Philipp, Jochen Zülch / ab 20.10. / Klassenverband)
Auseinandersetzung mit der Topografie Indonesiens, insbesondere der Insel Java – Vertiefung des Wissens über Architektur, Lebensweise und Lebensbedingungen der Menschen.

Baustein „Präsentation“ (Klassenverband und Teilgruppen)
Wechselseitige Präsentation von Zwischenergebnissen – Phasen des Zusammenspiels als Impulse zur Weiterarbeit in den Teilgruppen – Zusammenführung des Gesamtergebnisses – Gemeinsame Proben - Generalprobe.
27.11.08: Aufführung „Die Ente und die Zibetkatze“ (Diavortrag, Schattenspiel mit Musik und 6 Sprechern); Ausstellung mit Projektdokumentation und Informationen über ein Hilfsprojekt der Kindernothilfe für Straßenkinder in Jakarta; die Spendeneinnahmen gehen an das Kinderhilfsprojekt, die Klasse erhält eine Spendenurkunde.
28.11.08: Aufführung im Rahmen des klassischen Schulkonzertes der Heinrich-Schütz-Schule

Baustein „Nachbereitung / Reflexion“
Lektüre und Reflexion der Zeitungskritik sowie Rückblick auf den Arbeits- und Lernprozess im Deutschunterricht - Deutscharbeit mit den Schwerpunkten „Erzählen“ und „Gamelanprojekt“ – Abschlussbesprechung mit allen Beteiligten und Verabschiedung der Kooperationspartner – Projektpräsentation durch eine Schülergruppe und die Klassenlehrerin (Schattenspielfiguren, Entwürfe, Texte, Filmausschnitt der Probenarbeit) während des Informationstages für Viertklässler und deren Eltern am 6.12.08.


Baustein „Filmdokumentation“ (Sunthararajan / Uni Bremen)
Während der gesamten Projektphase wurden die Beteiligten bei unterschiedlichen Aktivitäten gefilmt (Erarbeitung der Bausteine, Vorbereitung der Ausstellung, Transport der Instrumente durchs Schulgebäude etc.) und parallel Interviews mit den Teilnehmer/innen aller Gruppen und den Gruppenleitern über das Projekt und dessen Inhalt aufgenommen.

 
Besonderheiten:
- Das Musizieren auf originalen Gamelaninstrumenten und Arbeit mit einer speziellen Schattenbühne und beweglichen Schattenspielfiguren.
- Indem die Schüler/innen sich fremde Kulturtechniken angeeignet und mit eigenen Ideen verknüpft haben, konnten die Kinder Vorbehalte gegen Fremdes leichter abbauen.
- Die Projektidee wurde erstmalig in Nordhessen realisiert.
- Bei der Präsentation waren Lehrer und Schüler/innen Teil des Ensembles und hatten zum Teil gleichwertige Aufgaben zu erfüllen.
- Über den Erarbeitungsprozess konnten sie ein vertiefendes Verständnis über die Kultur eines anderen Landes und ihre eigene Kultur erlangen.
- Durch den Arbeitsprozess war es notwendig, ästhetische Kriterien zu entwickeln und diese zu kommunizieren, um zu einem gemeinschaftlichen Ergebnis zu gelangen.
- Die Lerninhalte verschiedener Fächer sind fokussiert auf ein Produkt, in welchem alle Komponenten zusammenkommen. Das Lernen in Zusammenhängen fördert das Denken in Zusammenhängen.
- Das fächerübergreifende und fächerverbindende Arbeiten potenziert den Gehalt von fachspezifischen Lerninhalten und individuellen Erfahrungen.
- Das Lernen für den „Ernstfall“ macht jedem Kind schnell deutlich, dass jeder wichtig ist, um zum Gelingen beizutragen. Diese Erkenntnis motiviert alle sehr.
- Auch die intensive Zusammenarbeit mit Spezialisten (Komponist, Musiker, Künstler) hat die Kinder motiviert.
- Die Präsentationen vor unterschiedlichem Publikum hat den Willen zum Erfolg gestärkt aber auch das Gefühl, in der Klasse und in der Schulgemeinde angekommen zu sein.
 
Probleme und Lösungen:
Das größte Problem für ein zeitlich kompaktes Projekt mit außerschulischen Partnern ist die Organisation des Alltags in einer Schule, insbesondere der Stundentakt und die räumliche Situation.
Kompromisse oder Lösungen konnten immer gefunden werden, weil die Schulleitung das Projekt grundsätzlich begrüßte. Schon bei der Stundenplangestaltung wurde berücksichtigt, dass die Fächer Deutsch und Musik für das Projekt in Blöcken bis zu vier Stunden gelegt wurden. Dennoch musste auch auf Stunden anderer Fächer zurückgegriffen werden, weil die Kooperationspartner auch andere Terminverpflichtungen hatten oder die Anreise aus Bremen das Arbeiten an aufeinanderfolgenden Tagen notwendig machte. Hierfür haben wir ein alternierendes System gefunden.
Da das Gamelanorchester viele Instrumente umfasst, mussten kurzfristig Lagermöglichkeiten gefunden werden. Trotz guten Willens ließ sich der Zustand nicht auflösen, dass die Instrumente für jede Arbeitsphase, manchmal über weite Strecken, transportiert und aufgebaut werden mussten, weil die Räume durch schulische Aktivitäten belegt und teilweise von städtischer Seite an Dritte vermietet werden.
Die Kooperationsbereitschaft der Musikkollegen, die während der Projektzeiten den Fachraum Musik nicht benutzen konnten und eingelagerte Materialien anderweitig unterbringen mussten, hat zum Gelingen des Projekts beigetragen.
 
Anekdotisches:
Zitate aus der Deutscharbeit zu der Fragestellung "Beschreibe, was du persönlich durch die Arbeit im Gamelanprojekt gelernt hast! Was ist dir wichtig?":
„Ich habe gelernt, dass es Kinder mit Stärken und Schwächen gibt. Jeder ist wichtig, man braucht alle, um etwas zu schaffen. Wir haben alle im Team gearbeitet. Alle waren wichtig und jeder zählte. Mir wäre wichtig, dass man sich vielleicht immer so gut vertragen kann. Ich habe bemerkt, dass alle was „drauf“ haben. Sie können alle was. Ich habe mit anderen in einer Gruppe gearbeitet und so was muss man einfach schaffen. Ich finde, dass alle ihr Bestes gegeben haben. Wir waren in Gruppen aufgeteilt, vielleicht auch von anderen Freunden getrennt, aber ich hatte trotzdem Spaß. Alle können im Team arbeiten und ich meine, so was kann man öfter machen.“ (Mark Nowak)
„Ich habe gelernt, dass ich nicht die armen Menschen auslachen und beleidigen darf, weil sie sich dann beleidigt fühlen. Und deswegen wurde ich seit diesem Gamelanprojekt ein anderer Mensch, weil ich vor diesem Projekt all diese Sachen gemacht habe und das war nicht gut und deswegen danke ich all diesen Leuten, die hier hergekommen sind. Als ich gehört habe, wie meine Lehrerin gesagt hat, dass wir jetzt ein Gamelanprojekt machen, dachte ich, dass es jetzt „heiter“ wird. Aber als wir so die Proben gemacht haben und dann noch das Konzert [...], habe ich mich wirklich gefreut, in dieser Klasse zu sein. [...]Was für mich wichtig ist, ist nicht so viel, außer eins, und zwar, den armen Leuten in Indonesien zu helfen.“ (Elias Ogbazghi)
„Ich habe gelernt, dass es Spaß macht, Partnerarbeit zu machen. Ich habe auch gelernt, dass man auch an lautlosen Dingen Spaß haben kann, denn Schattenspielfiguren sind lautlos. Mir ist wichtig zu sagen, dass man mindestens einmal im Leben ein Schattenspiel machen sollte, weil Schattenspiele sehr spannend sind.“ (Christian Glagow)
"Außerdem haben wir gelernt, andere Musik kennen zu lernen und zu verstehen. Wir haben auch gelernt, miteinander zu arbeiten und auch höflich mit einander umzugehen. Ich direkt habe gelernt, nicht so viel zu meckern und schöne Musik zu spielen.“ (Lucas Fiola)
„Ich habe gelernt, wie man Schattenspiele macht und wie man auf Instrumenten aus anderen Ländern spielt. Mir ist wichtig, dass man beim Schattenspiel zusammen arbeiten kann, aber das hat bei uns im Schattenspiel nicht so gut geklappt. Aber ich habe in dem Gamelanprojekt eigentlich Moritz als neuen Freund gewonnen, da bin ich froh drüber. Ich habe auch gelernt, dass man bei den Proben ziemlich gut aufpassen muss, weil man sonst [bei der Probe] nicht mitkommt und dann hat man ein Problem.“ (Jan-Henrik Franz)
„Ich habe gelernt, mehr auf andere einzugehen und nicht nur meine Ideen gut zu finden. [...] Vorher dachte ich auch immer, dass nur die Musik schön ist, die ich kenne, doch dann habe ich Gamelanmusik gehört und habe gemerkt, dass auch andere Musik schön sein kann.“ (Alina Statz)
„Mir hat gefallen, dass jeder gute Ideen beigetragen hat, dass wir auch darüber diskutieren mussten, was uns gefällt und was nicht. Man hat sich gut gefühlt, mal was anderes zu machen, als immer das in Deutsch. Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert, jeder hat jedem vertraut. Wenn z. B. Herr Zülch uns etwas gesagt hat, hat das jeder jedem mitgeteilt. Durch das Projekt hat man sich in die Klasse und an der Schule richtig eingelebt. Noch mal ein riesiges Dankeschön!“ (Clara Schnittker)