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"inMotion"
Schule:
Insgesamt sechs Schulen: KGS Düppelstraße, KGS Mataréstraße, KGS Barbarastraße, Schule am Kennedypark, Geschwister Scholl Gymnasium, Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße
Ansprechpartner Schulen:
Katholische Grundschule Mataréstraße
Mataréstraße 11

Sonstige / Offener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Stadtteilbüro Aachen-Ost/ Stadt Aachen
Reichsweg 19-42
52068 Aachen
www.aachen-ost.de

Theater und Sinfonieorchester Aachen
Stadttheater und Musikdirektion Aachen
Hubertusstraße 2-8
52064 Aachen
fon: 0241/47841
www.theater-aachen.de

Sozialwerk Aachener Christen e.V.
Rosstraße 9-13
52064 Aachen
fon: 47493561

Eurogress Aachen
Monheimsallee 48
52062 Aachen
fon: 0241/91310
web: www.eurogress-aachen.de

Volker Eisenach, Choreograph
Senftenberger Ring 78
13435 Berlin
fon: 030/50914448

 
Beteiligte Schüler:
150 pro Durchgang (2 Durchgänge)
Tänzer und Tänzerinnen der drei Grundschulen:
- zwei 3. Klassen (43 SchülerInnen, KGS Mataréstraße)
- eine 4. Klasse (23 SchülerInnen, KGS Düppelstraße)
- eine 4. Klasse (16 SchülerInnen, KGS Barbarastraße)

SchülerInnen der drei weiterführenden Schulen, verantwortlich für die Hintergrundvorbereitungen der Aufführungen
- Stufe 11, Musikkurs (18 SchülerInnen, Geschwister Scholl Gymnasium)
- Stufe 10, versch. Klassen (16 SchülerInnen, Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße)
- Stufe 9-10 (16 SchülerInnen, Schule am Kennedypark)

 
Beteiligte Lehrkräfte:
Insgesamt 15 Lehrkräfte beteiligt als Ansprechpartner, Betreuung, Koordination- KGS Düppelstraße: Frau Vleek (Schulleiterin, alle Fächer)- KGS Mataréstraße: Frau Mensger-Jakobs (alle Fächer), Frau Säcker (alle Fächer), Frau Stützer (Schulleiterin, alle Fächer)- KGS Barbarastraße: Frau Förster (alle Fächer), Frau Defourny (Schulleiterin, alle Fächer)- Geschw. Scholl Gymnasium: Frau Hilgers (Musik, Deutsch), Herr Becker (Schulleiter, Englisch, Pädagogik)- Schule am Kennedypark: Frau Schuler (Schulleiterin bis Ende Dezember 2008), Herr Jannes (Schulleiter ab Januar 2009), Herr Lederer(alle Fächer da Sonderpädagoge), Herr Knecht (alle Fächer, Koordinator der Berufsschule, Arbeitslehre), Frau Langenbach (alle Fächer, Begleitung des Projektbausteins Tanz)- GHS Aretzstraße: Herr Paul (Schulleiter), Frau Schürmann (Deutsch, Geschichte, Politik, Erdkunde, Ethik)
 
Stundenvolumen:
Für den 1. Durchlauf des Projektes, welcher in die Tanztheateraufführung im Theater Aachen am 31.01.09 und 01.02.09 mündet(Laufzeit des 1. Durchlaufs: 31.07.08 - 01.02.09):

1. Tanz
- Start der Tanzproben in den Grundschulen am 24.11.08
- jede der drei Schulen probt 5 Wochen lang 2x pro Woche mit dem Choreographen drei Stunden
- die letzten 2 Wochen vor der Premiere am 31.01.09 proben alle drei Schulen zusammen jeden Tag bis zu vier Stunden

2. Berufsorientierung im kulturellen Umfeld
- zwei Tage eine "Workshoperkundung" als Auftaktveranstaltung im Sepember 2009 im Theater Aachen (insgesamt 12 Stunden)
- Schulpraktikum in den Kontext von "inMotion" eingebettet (zwei Wochen Vollzeit)
- 2 Workshopblöcke für die Hintergrundvorbereitungen zum Tanzstück im November/ Dezember à drei Tage zu 8 Stunden (insgesamt 48 Stunden)

Der 2. Durchlauf startet am 2. Februar 2009 mit weiteren ca. 150 Teilnehmern der weiterführenden Schulen und mündet in die Tanztheateraufführung am 20.06.09 im Eurogress Aachen(Tanz ca. 100 TN / Berufsorientierung ca. 50 TN. Das Projekt "inMotion" läuft bis zum 31. Juli 2009

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Überblick: „inMotion“ ist ein Pilotprojekt bei dem erstmalig eine Tanzaufführung inklusive der gesamten Hintergrundvorbereitungen komplett von Schülern gestaltet wird. „inMotion“ wurde vom Stadtteilbüro Aachen-Ost im Rahmen der Stadteilerneuerung Aachen-Ost entwickelt und steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und der Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen. Kooperationspartner sind neben den sechs Schulen aus Aachen-Ost das Theater und das sinfonieorchester Aachen, das Sozialwerk Aachener Christen, der Choreograph Volker Eisenach und der Eurogress Aachen.

Zielsetzung: Ziel ist es, mit jeweils 150 Kindern und Jugendlichen pro Durchgang eine abendfüllende Tanztheateraufführung zu erarbeiten, die vor einem großen Publikum präsentiert wird. Inhaltlich steht „inMotion“ dabei auf zwei Säulen. Zum einen soll „inMotion“ bei allen Beteiligten einen tieferen Zugang zur so genannten Hochkultur fördern und den Kindern und Jugendlichen helfen, über die Auseinandersetzung mit klassischer Musik und Tanz den eigenen Fähigkeiten neuen Ausdruck zu verleihen. Zum anderen erhalten die Jugendlichen im Rahmen einer beruflichen Orientierung die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Berufsbildern im Kultur- und Medienbereich vertraut zu machen und dabei vielleicht ganz neue Berufswünsche für sich zu entdecken. Um möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, ist „inMotion“ in zwei Durchgänge unterteilt.

Tanz und klassische Musik:
Die Proben für die erste Aufführung zur Musik von Nikolai Rimski-Korsakows „Schéhérazade op. 35“ starten mit den Grundschülerinnen und -schülern Ende November 2008. Über einen Zeitraum von sieben Wochen werden sie zusammen mit dem Choreograph Volker Eisenach trainieren. Die Premiere findet am 31. Januar 2009 im Theater Aachen statt. Begleitet werden die jungen Tänzer vom sinfonieorchester Aachen unter der Leitung des Geralmusikdirektors, Marcus R. Bosch. Die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen nehmen ab Mai 2009 an den Tanzproben des zweiten Durchlaufs teil. Die zweite Aufführung zur Musik von Witold Lutoslawskis „Konzert für Orchester“ hat am 20. Juni 2009 im Eurogress Aachen Premiere.

Berufsorientierung mit Spaß:
„inMotion“ ist jedoch mehr als ein Tanzprojekt. Was zu einer Aufführung noch alles dazu gehört können die Jugendlichen der weiterführenden Schulen aus Aachen-Ost unter Anleitung des Sozialwerks Aachener Christen und des Theaters Aachen kennen lernen. Dabei spielt auch die Berufsqualifizierung durch Praktika und das Üben konkreter Bewerbungssituationen eine Rolle. Mit Unterstützung von professionellen Dozenten kümmern sich die Jugendlichen in acht verschiedenen Workshops um die Organisation hinter der Bühne: Bühnenbild, Kostüme, Marketing, Service, Fotografie, Film, Zeitung und Ausstellung stehen zur Auswahl.

Schlüsselkompetenzen für die Zukunft:
Eine Aufführung auf einem hohen künstlerischen Niveau ist eine große Herausforderung und kann nur auf die Beine gestellt werden, wenn alle Beteiligten als Team arbeiten. „inMotion“ wird bei den Kindern und Jugendlichen wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentration, Disziplin und Durchhaltevermögen, besseres Sozialverhalten und mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten fördern. Die eigenen Stärken entdecken und über sich hinaus wachsen, das ist etwas, was die Schüler und Schülerinnen bei „inMotion“ für ihr weiteres Leben mitnehmen können.

Nachhaltigkeit:
Auch nach Ende des Projektes sollen an den Schulen Tanzangebote stattfinden und die Jugendlichen am Übergang von der Schule zum Beruf werden auch weiterhin eine intensive Betreuung in ihrer Berufsorientierung finden. Das im Laufe von "inMotion" gebildete Netzwerk aus Partner der Kultur, der Wirtschaft und der Berufsförderung soll dafür auch weiter genutzt werden.

 
Projektauslöser/Idee:
Juliane Becker (ehemals Petersen), Leiterin des Stadtteilbüros Aachen-Ost, kam von der Tagung "Kinder zum Olymp" im September 2006, auf welcher über die Education Projekte der Berliner und Londoner Sinfoniker berichtet wurde.Insbesondere wurden die Erfolge von Education Projekten in "sozialen Brennpunkten" mit Kindern und Jugendlichen, die ansonsten keine Möglichkeit haben, mit der sogenannten "Hochkultur" in Berührung zu kommen, dargestellt. Eindrucksvollstes Beispiel hierfür war der Dokumentationsfilm "Rhythm is it", welcher die Entwicklung von Education Projekten in Deutschland angeschoben hat. Die Idee, ein solches Projekt auch in Aachen stattfinden zu lassen, gab es schön länger. Ein auf der Tagung vorgestelltes und präsentiertes Tanzprojekt einer Hamburger Schule unter der Leitung von Royston Maldoom begeisterte Juliane Petersen so stark, dass sie auf einem Jour Fixe im Stadtteilbüro Aachen-Ost ihre Idee präsentierte, diesen Ansatz von Education Projekten im sozialen Brennpunkt Aachen-Ost in der Verknüpfung mit Tanz auch für Aachen zu übernehmen.
 
Projektentwicklung:
Nach Aufruf zur Einreichung von Projektideen innerhalb des Förderprogramms "Soziale Stadt - Wir setzen Zeichen" hat das Stadtteilbüro überlegt, in welchen der geforderten Bereiche man am sinnvollsten für das Viertel Aachen-Ost tätig werden kann. Die Bereiche waren u.a. Integration, berufliche Qualifizierung und kulturelle Projekte. In Anlehnung an den Dokumentarfilm "Rhythm is it" entstand im Stadtteilbüro die Idee, ein ähnliches Projekt auch in Aachen-Ost zu initiieren. Um die Wirkung möglichst breit zu fächern, wurde beschlossen, die berufliche Orientierung und Qualifizierung von Jugendlichen mit aufzunehmen. So sollten die Hintergrundvorbereitungen zu den Tanzaufführungen von Jugendlichen aus dem Viertel Aachen-Ost unter Anleitung eines Trägers aus dem Bereich der Berufsorientierung gestaltet werden.
Nach ersten Gesprächen mit den Grundschulen und den weiterführenden Schulen aus Aachen-Ost sowie dem Theater Aachen, dem Sinfonieorchester Aachen, verschiedenen Arbeitsmarktpolitischen Trägern und städt. Dienststellen gabe es eine äußerst positive Resonanz auf die Projektidee. So wurde der Projektantrag unter dem Titel "inMotion - soziale Wirklichkeit trifft Hochkultur" von Juliane Becker (ehemals Petersen), Julia Körmendy (ehemalige Mitarbeiterin im Stadtteilbüro) und Dieter Begaß (stellv. Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung/Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen) gestellt und im Oktober 2006 eingereicht. nach der Bewilligung im Februar 2007 wurden die Gespräche mit möglichen Kooperationspartnern konkretisiert und die Projektinhalte und Vorgehensweisen differenzierter ausgearbeitet. Das Stadtteilbüro Aachen-Ost war federführend bei der Koordinierung der Projektpartner und -inhalte.

Nach Bekanntwerden des Projektes wurden wir mit Anfragen von Schulen überrannt, die ebenfalls mitwirken wollten, was leider aufgrund der Beschränkung auf das Fördergebiet Aachen-Ost nicht möglich war/ist. Dieses riesige Interesse und die durchweg positive Resonanz auf die Projektidee hat das Stadtteilbüro sehr bestärkt mit dem Projekt "inMotion" weiter fortzufahren.
Am 1. Juli 2008 ist "inMotion" mit einer Laufzeit von einem Jahr offiziell gestarten. Im August 2008 wurde Kirstin Ackermann als Projektkoordinatorin für "inMotion" beim Stadtteilbüro Aachen-Ost eingestellt. Bei ihr laufen seitdem alle Fäden zusammen.

 
Besonderheiten:
Bei vergleichbaren Tanztheaterprojekten erarbeiten die teilnehmenden Schülern und Schülerinnen lediglich die Choreografie des Bühnenstückes. Bei "inMotion" gehen wir sogar darüber hinaus. Die Jugendlichen der drei teilnehmenden weiterführenden Schulen entwickeln in 8 Workshops unter Anleitung von professionellen Dozenten die gesamten Hintergrundarbeiten wie Bühnenbild, Kostüme, Film als "Making Of", Fotografie, Marketing, Service, Ausstellung, Zeitung. So kann man sagen, dass wirklich die gesamte Aufführung von Schülerinnen und Schülern gestaltet wurde.

Zudem werden hierbei auch noch SchülerInnen von vier verschiedenen Schulformen (Grundschule, Hauptschule, Gymnasium, Förderschule) zusammengebracht und das ganze Projekt an sich ist in seiner Gesamtheit altersübergreifend.

Durch die Kooperation mit dem Theater Aachen und dem sinfonieorchester Aachen gibt es neben dem Aspekt/Projektziel, dass SchülerInnen aus einem sozialen Brennpunkt an Hochkultur herangeführt werden auch die örtliche Annäherung. Die teilnehmenden SchülerInnen und deren Eltern waren teilweise das erste Mal im Theater Aachen, welches nicht in der nächsten Nachbarschaft liegt. Umgekehrt kamen auch der Generalintendant des Theaters und verschiedene andere Theatermitarbeiter in die Schulen, um sich über den Projektstand zu informieren.

Es findet also eine Vernetzung auf allen Ebenen statt, die nicht nur auf dem Papier zu lesen ist, sondern die von allen Beteiligten aktiv gestaltet wird.

 
Probleme und Lösungen:
Die beiden Projektbausteine Tanz und Berufsorientierung zusammen zu bringen war eine große Herausforderung auf der organisatorischen und kommunikativen Ebene nach innen und aussen. Das Projekt „inMotion“ verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und soll auch als Ganzes von allen Beteiligten und in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, nämlich als ein Tanztheaterprojekt, was komplett von Schülern und Schülerinnen gestaltet wurde. Da die beiden Bausteine zeitlich versetzt stattfanden – die Workshops für die Hintergrundvorbereitungen waren schon abgeschlossen, als die Tanzproben gerade anfingen – war zum ersten die Kommunikation nach außen sprich in der Presse nicht ganz einfach. Um über den Projektbaustein Berufsorientierung zu informieren, haben wir die Presse zur Auftaktveranstaltung für die Berufsorientierung im Theater Aachen eingeladen, sowie zum 2. Workshopblock der Hintergrundvorbereitungen. An den Fragen der Presse war zu merken, dass es nicht leicht ist, den Projektgedanken sofort zu verstehen und uns war wichtig, dass zwar die Berufsorientierung bei diesen Presseberichten im Vordergrund steht, es aber auch klar ist, dass die Erarbeitung der Tanzchoreografie durch die Grundschüler ebenso wichtig ist und beide Teile in einander greifen. Hier half nur eine sehr klare Kommunikation und alle Beteiligten, die interviewt wurden, mussten sehr gut „gebrieft“ sein. Mit den Pressetexten waren wir dann sehr zufrieden.
Zum zweiten gab es auf der Organisationsebene Schwierigkeiten aufgrund der Zeitverschiebung den Tanz und die Berufsorientierung miteinander zu verknüpfen. Beim ersten Workshopblock für die Jugendlichen Mitte November 2008 waren die Tanzproben noch nicht gestartet. Das bedeutet z.B., dass die Schüler, die sich um das Bühnenbild und die Kostüme gekümmert haben, noch gar keine Bilder im Kopf hatten, was für eine Art Choreografie getanzt wird. Dass es das Stück „Schéhérazade“ sein wird, war aber für alle Beteiligten klar. So hat die die Leiterin der Workshops Bühne und Kostüme mit Assoziationen, Farben, Stimmungen etc. zu dem Thema 1001 Nacht und Wüste gearbeitet. Außerdem musste sie einerseits die Vorstellungen des Choreografen aufgreifen, der sich gefärbte Ober- und Unterteile wünschte, im Blick behalten, aber andererseits war der Aspekt der Berufsorientierung und ein eigener kreativer Anteil der Schüler auch wichtig. Das bedeutet, wenn die Kinder nur 100 Ober- und 100 Unterteile gefärbt hätten, dann wäre das für das Projektziel nicht ausreichend gewesen. So machte sie viele vorbereitende Arbeiten rund um das Thema und lies die Schüler nachdem die Kostüme gefärbt waren, Linoldrucke mit verschiedenen Mustern entwickeln, die auf die Oberteile gedruckt wurden. So hatten die Schüler etwas Eigenes entwickelt, aber trotzdem auch den Aspekt, einem „Auftrag“ von einem Künstler gerecht zu werden, kennen gelernt. Beim Färben haben sie zudem großes Durchhaltevermögen bewiesen.

Bei den Workshops Film (Drehen eines Making Of) und Foto haben sich die Aufnahmen von den Tanzproben nur auf den 2. Workshopblock konzentriert, da die Proben ja im ersten noch nicht gestartet waren. Das war auch eine große Herausforderung, denn in den drei Tagen des 2. Workshopblocks musste die Anprobe der Kostüme stattfinden, der Workshop Foto musste seine Aufnahmen von den Tanzproben machen genauso wie der Workshop Film und es meldete sich noch die Presse an. Zudem hatten die Grundschüler gerade mal eine Woche geprobt und standen noch ganz am Anfang. Es war alles also etwas viel auf einmal und ließ sich wieder nur durch einen genauen Zeitplan und gutes Briefing aller Beteiligten steuern.


Das Ineinandergreifen aller Workshops, die ja auch nicht jeder für sich arbeiteten, war ebenfalls nicht immer leicht. Es musste bei dem Film und den Fotos auch z.B. immer im Blick bleiben, dass jeder der acht Workshops portraitiert wird und jede der 4 Grundschulen der Tanzproben ebenso. Keine Schule und kein Bereich durfte zu kurz kommen. Insgesamt funktionierte das ganze nur mit einer guten Kommunikation aller Beteiligten untereinander und einer Schnittstelle/Projektleitung bei der alle Fäden zusammen liefen.


Bei der Arbeit mit den Grundschülern während der Tanzproben gab es natürlich auch immer wieder Probleme mit Kindern die massiv störten, keine Aufmerksamkeit hatten oder agressiv gegen andere waren. Es hat sich heraus gestellt, dass die Mischung aus einer männlichen Bezugsperson (Choreograf Volker Eisenach) und einer weiblichen (Assistentin Daniela Heissl) sehr sinnvoll war. Als ein Junge am letzten Tag vor der Premiere von einem anderen Schüler beleidigt wurde und danach total Amok gelaufen ist, da er sich massiv persönlich angegriffen gefühlt hatte, hätte diese Situation fast die ganze Gruppe zerstört. Da konnte nur der Choreograf als männliche Bezugsperson helfen, denn die Auseinandersetzung war auch sehr körperlich,eine Frau hätte einerseits nicht die Kraft gehabt und der Junge fühlte sich auch einfach bei einem Mann besser aufgehoben. Der Junge wurde einerseits ermutigt, seine Wut heraus zu lassen und andererseits aber auch liebvoll festgehalten und getröstet, was er zunächst nicht zulassen wollte, es doch nach und nach annehmen konnte und sich beruhigte. Es war eine sehr heftige Situation und wandte sich dann doch noch zum Guten, denn der Junge tanzte bei beiden Aufführungen mit und war hinterher sehr stolz daruf.

 
Anekdotisches:
Berichte von den Grundschülern:

Melissa (10 Jahre):
"Die Musik zu der wir tanzen ist klassische Musik . Sie ist wirklich klasse und die Bewegungen
sind so ruhig. Es macht wirklich Spaß. Wir haben an zwei Tagen immer bis 3 Uhr Schule . Es ist wirklich anstrengend, aber wir machen immer eine Pause . Nach der ersten Pause fangen wir mit dem Tanz an . Vor der ersten Pause , wärmen wir uns für den Tanz auf. Das muss sein.
Es ist sehr interessant , Nelli und Volker zu zusehen , denn sie zeigen uns die Tanzschritte. Und wenn ich etwas nicht verstehe , sage ich Nelli oder Volker Bescheid und sie zeigen es mir nochmal.
Manchmal habe ich keine Kraft mehr in den Beinen, aber das ist normal, denn wenn man schwitzt hat man gut gearbeitet."

Michelle (10 Jahre):
In – motion ist richtig toll, aber auch anstrengend. Die Proben sind auch toll. Wir lernen viele Tanzschritte und wir müssen uns auch hinlegen und auf einen ganz bestimmten Moment warten. Erst dann bewegen wir uns weiter.- manchmal ist es schwer das auszuhalten. Aber ich will ja nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall haben am Dienstag und am Donnerstag 3 Stunden mehr und bis 3 Uhr Schule . Manchmal nervt es , manchmal macht es auch richtig Spaß. Die Kostüme sind cool.
Bitte kommt zum Stadttheater , um uns zu sehen.

Talha (10 Jahre):
Das in-motion Projekt ist etwas ganz Besonderes. Wir tanzen zu klassischer Musik in unserer Turnhalle . Die Musik heißt Scheherazade . Mal ist die Musik ganz laut und mal ganz leise und ruhig.
Jeden Dienstag und Donnerstag üben wir harte drei Stunden . Wir kämpfen für eine tolle Show.
Nelly und Volker bringen uns eine phantastische Choreographie bei. Die weiterführenden Schüler schneidern unsere Kostüme. Sie bauen und dekorieren die Bühne, Wir treten im Aachener Stadttheater auf am Sa, 31.1.09
Um 20.00 Uhr und am Sonntag, dem 1.2.09 um 11.00 Uhr. Viele Spaß beim Zugucken !

Tugce (10 Jahre):
Ich heiße Tugce und bin eine Tänzerin im in-motion Projekt..
Im in-motion – Projekt lernen wir ein Tanz , dafür müssen wir uns ca. 2000 Bewegungen merken.
Die Tanzlehrer sind : Nelly , sie kommt aus Österreich und Volker, er kommt aus Deutschland. Die Nelly und der Volker tanzen sehr gut. Der Volker ist riesig und kann uns darum besser die Tanzschritte zeigen. Nelly zeigt uns das auch gut. Am meisten machen wir etwas auf dem Boden . An einigen Stellen haben wir uns selber etwas ausgedacht. Der ganze Tanz ist anstrengend , aber er macht auch Spaß. Na ja ! Was soll´s ? Ohne Fleiß keinen Preis. Wir werden es schaffen und vor ca. 900 Zuschauern unsere Darbietung zeigen. Ich glaube daran , dass wir es schaffen.
Dieser Tanz wird am Samstag, 31.1.09 um 20.00 Uhr und Sonntag 1.2.09 um 11.00 Uhr im Theater Aachen aufgeführt.

Aymen (10 Jahre):
Mir gefällt das in-motion – Projekt sehr gut, weil ich gerne tanze. Aber ich mag es nicht , viele Sachen wiederholen zu müssen . Das ist anstrengend, aber ich weiß, dass man sich dann die Schritte besser merken kann. Volker und Nelly sind nicht streng, deshalb macht es Spaß mit den Beiden. Was ich nicht gut finde ist, dass manche Kinder das Tanzen nicht so ernst nehmen .

Stella (10 Jahre):
"Hallo, ich bin Stella und ich mache beim Tanzprojekt mit. Das Tanzprojekt heißt in-motion und ich werde euch etwas dazu erzählen. Das in-motion Projekt macht vielen Kindern Spaß vor allen Dingen – mir! Und ich bin ganz froh,dass ich zwei Assistenten habe : Volker und Nelly. Die Zwei sind sehr nette Menschen. Sie erklären uns alles, beantworten jede Frage, die wir stellen. Ich finde,dass wir die richtigen Kinder sind. Meine Klasse , die 4a aus der Düppelstr. und die Kinder aus der Förderschule am Kennedypark arbeiten zusammen. Es macht viel Spaß mit anderen Kindern zu tanzen. Wir danken dafür , dass wir dabei sind. Ich möchte weiter daran arbeiten, bis dann . Tschüss , bis zur Vorstellung!"

Die Grundschüler und Schüler der weiterführenden Schulen konnten (freiwillig) Sätze beenden mit Assoziationen zu inMoiton. Hier die Ergebnisse:

1. Stimmen der Schüler/Tanz

KGS Barbarastraße Klasse 4:

„Ich liebe tanzen, weil es so viel Spaß macht und ich kein einziges Pfund zu mir nehme.“ (Oumaima, 10 J.)

„Wenn ich tanze denke ich an Harmonie. Ich lasse mich von der Musik leiten…“ (Oumaima, 10 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich wie ein freier Vogel und ich lasse meine Seele raus.“ (Oumaima, 10 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich beweglich, fröhlich und stillbar mit meinem Mund.“ (Hillary, 9 J.)

„Wenn ich tanze kriege ich Muskeln.“ (Hami, 9 J.)

„Tanzen ist für mich wie mein Leben und ein Geschenk, das ich nie vergessen werde.“ (Hillary, 9 J.)


KGS Mataréstraße Klasse 3:

„Tanzen ist für mich wie im siebten Himmel“ (Lara, 8 Jahre)

„Tanzen ist für mich wie Ballett und Sport und wie Entspannung.“ (Moshood 9 J.)

„Tanzen ist für mich ein Traum, der für mich in Erfüllung gegangen ist.“ (Fatma 9J.)

„Ich liebe Tanzen weil man da alle Gefühle raus lassen kann“ (Sejla, 9 J.)

„Ich liebe Tanzen weil die Musik so schön ist.“ (Gracia, 9 J.)

„Ich liebe Tanzen weil ich was Neues hinzulerne.“ (Maren, 8 J.)

„Ich liebe Tanzen weil es mir Spaß macht, mich zu bewegen.“ (Tobias 9 J.)

„Ich liebe Tanzen weil es so beruhigend ist.“ (Ailin 9 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich wie im Himmel.“ (Sejla, 8 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich komisch, weil mein Bauch kribbelt.“ (Lara, 8 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich frei und gut und dünner.“ (Yasar, 9 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich wie ein Profi.“ (Med, 9 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich außer Atem.“ (Andre 9 J.)

„Wenn ich tanze fühle ich mich sehr wohl, weil wir uns auf das konzentrieren, was wir gerade machen.“ (Serike 9 J.)

„Ich denke daran, wie viele Leute da zugucken.“ (Ailin 9 J.)

„Ich finde es gut, dass so viele Kinder mitmachen.“ (Tobias 9 J.)


KGS Düppelstraße 4. Klasse:

„Wenn ich tanze fühle ich mich einfach frei.“ (Niko, 10)

„Wenn ich tanze fühle ich mich sehr groß und berühmt.“ (Melisse, 9)

„Ich liebe Tanzen, weil mein Körper wackelt.“ (Ben, 10)

„inMotion ist für mich, dass kleine Personen etwas Großes schaffen können.“ (Alisan, 9)

„Manchmal habe ich keine Kraft mehr in den Beinen, aber das ist normal, denn wenn man schwitzt, hat man gut gearbeitet.“ (Melissa,10 )

„Mal ist die Musik ganz laut und mal ganz leise und ruhig (…)Wir kämpfen für eine tolle Show.“ (Talha, 10)

„Es macht viel Spaß mit anderen Kindern zu tanzen. Wir danken dafür, dass wir dabei sind.“ (Stella, 10)

„Wenn ich zu hause bin lege ich meine Beine nach oben und ruhe mich aus.“ (Luftar, 10)


Schule am Kennedypark Klasse U3-5

„ich liebe tanzen, weil es schön ist und Spaß macht.“ (Ibrahim, 11 Jahre)

„Tanzen ist für mich gut, Spaß und denken.“ (Sinem, 8 Jahre)


2. Stimmen der Schüler/ Workshops

Geschwister Scholl Gymnasium, 11 Klasse

„Meinen Workshop Marketing fand ich sehr interessant und lustig.“

„Ich mag das Projekt „inMotion“ weil es jedem die Chance gibt, seine Talente zu zeigen.“

„inMotion“ ist für mich ein interessanter Ausflug in die Theaterwelt.“

„Wenn ich „inMotion“ höre, denke ich an Bewegung, Wandel, Revolution.“ (Sarah Slodek)

„Bei „inMotion“ denke ich an das Theater und eigene Ideen.“

„inMotion“ ist für mich Erfahrungen, Spaß und neue Kontakte.“

„Mein Workshop war interessant, weil wir keine Grenzen hatten und unseren Ideen freien Lauf lassen konnten.“

„Ich mag das Projekt „inMotion“ weil es viele verschiedene Schulformen zusammen bringt.“

„Theater find ich gut, weil alles echt ist.“

„inMotion“ ist für mich ein tolles Projekt, da man hinterher weiss, was man zusammen auf die Beine gestellt hat.“


GHS Aretzstraße, 10. Klasse

„Gut gefallen hat mir an dem Workshop „Film“, dass wir bei den Gruppen Fortschritte gesehen haben und die Fortschritte auch filmen konnten.“ (Raphael Mertens, 17 Jahre)

„Ich fand es toll, dass wir zu den Grundschulen gehen durften und sahen, wie die Kinder die Sachen anzogen, die wir gefärbt haben.“ (Lamia Rahmouni, 17 Jahre)

„In meinem Workshop „Service“ waren alle Leute nett und ich konnte viel für meine Zukunft lernen. Mir hat alles gefallen, es war sehr gut.“ (Sandy Reich, 17 Jahre)

„Mir gefiel, dass ich durch den Workshop Foto Einblicke in diesen Beruf bekommen konnte.“ (Nancy Gehlhaar, 16 Jahre)

„Gut hat mir die Zusammenarbeit gefallen. Meine Workshops im Bereich „Service“ waren alle gut und es gab nichts, was mir nicht gefiel.“ (Christina Weiss, 17 Jahre)

„In meinem Workshop „Film“ gab es eine große Gemeinsamkeit und wir konnten viele Fragen stellen.“ (Melsa Cetiner, 18 Jahre)

„In meinem Workshop „Kostüme“ war die Zusammenarbeit mit den Schülern und Schülerinnen der anderen Schulen ganz toll.“ (Manjeet Saini, 16 Jahre)

„Mir hat einfach alles gefallen. Ich war im Workshop „Foto“.“ (Zobia Mushtag, 17 Jahre)


Schule am Kennedypark (Förderschule)

„Theater find ich gut, weil ich da jetzt etwas Ahnung hab.“ (Florent, 16 Jahre)

„inMotion“ macht Spaß, ist lustig, es vertreibt Zeit und man lernt was.“ ( Kevin, 16 Jahre)

„ich mag das Projekt „inMotion“ weil wir für uns und für später was lernen.“ ( Hafize, 16 Jahre)

„Wenn ich an „inMotion“ denke, denke ich an zwei mal drei gute Tage.“ (Bianca, 16 Jahre)


Erfahrungsbericht aus den Workshops von inMotion
Danja Raider, 11. Klasse, Geschwister Scholl Gymnasium/ Workshop Zeitung

Das Projekt inMotion! Warum ich mit gemacht habe?

Weil mich die Möglichkeit begeistert hat, bei so einem Projekt mitzuwirken und weitgehend selbstständig zu arbeiten. Doch wirklich vorstellen konnte ich mir das Projekt nicht. Ich wusste zwar, dass fünf andere Schulen, darunter Grund-, Förder- und Hauptschulen mitmachen würden, doch im einzelnen wusste ich nicht, wie das Projekt realisiert werden würde.
Zunächst einmal wurden uns verschiedene Workshops in der sogenannten „Workshop-Erkundung“ vorgestellt. Dort wurden uns einige Berufsbilder näher gebracht, besonders im Bereich Theater. Dies war sehr interessant, da wir mit all den anderen Schulformen aufeinander trafen, bis auf die Grundschulen, da sie getrennt von uns für die Tanzaufführung proben und den gesamten Theaterbetrieb kennen lernen konnten. Zusammen machten wir auch eine Führung durchs Theater, was ich nur jedem empfehlen kann. Natürlich hat jeder eine gewisse Vorstellung vom Theater, aber die ganze Arbeit, die dahinter steckt, bleibt den meisten Menschen verborgen. Nach der Workshop-Erkundung konnten wir uns nun gut vorbereitet auf einen Workshop bewerben. Ich selber habe den Workshop Zeitung ausgewählt. Das ist auch der Grund, warum ich hier berichte. Die Zeit hier in dem Projekt hat mir eins klargemacht: inMotion ist nicht nur ein Tanzprojekt, sondern es bietet viele verschiedene Möglichkeiten für die Jugendlichen aus dem Ostviertel. Uns werden von den Dozenten und vom Sozialwerk Aachener Christen organisiert verschiedene Berufe im Bereich Kultur und Theater vorgestellt, darüber hinaus auch unsere persönlichen Möglichkeiten in diesen Berufen erörtert. Durch die Gruppen, in die wir aufgeteilt sind, wird man selbstbewusster, toleranter und natürlich auch teamfähiger. Man muss durchaus auch Durchhaltevermögen beweisen, wenn etwas nicht so klappt wie man es sich vorstellt. Mit der Zeit wächst man über sich selbst hinaus. Insgesamt kann ich nur sagen, dass das Projekt inMotion eine super Möglichkeit für Schüler ist und dieses Pilotprojekt etwas ist, was ruhig wiederholt werden sollte.