Voll in Form Die Schule tanzt die verschiedenen Unterrichtsfächer
Schule:
Theodor-Billroth-Schule
Billrothstr. 16
90482 Nürnberg
Tel. 0911/547465 Fax0911/5455877


Grundschule / Gebundener Halbtag
 
Kooperationspartner:
Beate Höhn,
Nürnberg
 
Beteiligte Schüler:
275 Schüler
1. bis 4. Klassen
alle Schüler
 
Beteiligte Lehrkräfte:
alle Klassenlehrer und WTG-Fachlehrer
 
Stundenvolumen:
ab 15.01.2009 bis zum Schuljahresende ( 7 Monate)
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Tanz stärkt, Tanz bildet, Tanz verbindet
 
Projektauslöser/Idee:
Das ganzjährige Thema der Grundschulen ist in diesem Schuljahr "Voll in Form". Die Schüler sollen an den Tagen, an denen kein Sportunterricht stattfindet längere Bewegungseinheiten haben um besser lernen zu können. Außerdem gehört dazu noch die gesunde Ernährung. Das brachte uns auf die Idee mit den Schülern selbst unterrichtsbegleitende Bewegungsmodule zu entwickeln, durchzuführen und an die Schüler der ganzen Schule weiterzugeben. Frau Höhn, die mir von anderen Tanzprojekten der Schule bekannt ist, erarbeitete die Vorgehensweise und die Lehrekonferenz stimmte begeistert zu.
 
Projektentwicklung:
Die Kinder bekamen einen Fragebogen zu einigen typischen Unterrichtsthemen (3./4 Klassen) und schrieben ihre Meinungen dazu. Frau Höhn werdete dies aus und überlegte sich Musik und einige Bewegungen dazu. In der Lehrerkonferenz erklärte Frau Höhn dann dieses Projekt. In der 4 b wurde dann die Einheit begonnen. Die Schüler machten viele Vorschläge zum Fach Deutsch und so kam ein Deutsch-Rap heraus. Die Schüler der 3. und 4. Jahrgangsstufe üben mit der Tanzlehrerin erst einmal in 2 Doppelstunden. Die Choreografie die daraus entsteht wird dann von den Schülern an die 1. und 2. Klassen weitergegeben.
 
Besonderheiten:
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass gemeinsam mit den Kindern und den Lehrkräftaen von der Tanzpädagogin ein Projekt mit unterrichtsbegleitenden Bewegungsmodulen entwickelt wird. Passend zu den Fächern Deutsch, Mathematik, Ethik, Heimat- und Sachunterricht, Englisch und Kunst/Musik werden in einzelnen Schritten kurze ca. 3 - 5 Minuten Choreografien, gemeinsam mit den Schülern und ihren Lehrkräften erarbeitet, die in jedem Klassenzimmer getanzt werden können. Um die Konzentration zu verbessern, Verspannungen vom langen Sitzen zu lösen, der Müdigkeit eines langen Schultages entgegen zu wirken und die Motivation anzuregen, können ´die Choreografien jederzeit ohne großen Aufwand in den Unterricht integriert werden. Der Arbeitsprozess lässt sich in drei Phasen unterteilen, wobei in jedem Arbeitsschritt unterschiedliche Kompetenzen gefördert werden. Jede Klasse entwickelt eine Choreografie.
1. Schritt: Improvisation
Zu jedem Unterrichtsfach, passen zum gerade behandelten Unterrichtsinhalt werden den Kindern innerhalb ihres Klassenverbandes Improvisationsaufgaben gestellt, die mit Bewegungsantworten gelöst werden sollen.Hierbei können die Kinder ihre individuellen Ausdrucksmöglichkeiten entdecken und unter der Anleitung von Frau Höhn erweitern.
2. Schritt: Choreografie
Das gemeinsam gesammelte Bewegungsmaterial wird unter Zuhilfenahme des kreativen zeitgenössischen Tanzvokabulars in Choreografie umgesetzt und wiederholbar gemacht. Dadurch erhalten die Schüler einen Einblick in einen künstlerischen Arbeitsprozess, der ihre emotionalen und kognitiven Fähigkeiten fördert.
3. Schritt: Üben und Weitergeben
Sobald die Sch+üler gemeinsam mit ihrer Lehrkraft die Choreografie alleine tanzen können, wird jede Klasse mit einer Parallelklasse in Austausch treten und unter Anleitung von Frau Höhn versuchen, das Gelernte weiter zu geben. So schulen die Kinder ganz spielerisch ihre sozialen Kopetenzen und die Schulgemeinschaft wird gestärkt. Danach wäre es denkbar die Choreografien an die 1. und 2. Klassen weiter zu geben.
 
Probleme und Lösungen:
Zuerst mussten die Kolleginnen in einer Konferenz davon überzeugt werden, dass sie die ganzen Schritte natürlich mit ihrer Klasse gehen können. Es musste ein immer gleichbleibender Termin gesucht werden. Man einigte sich auf die ersten beiden Schulstunden am Donnerstag. Auch die Jungen mussten davon überzeugt werden mitzumachen, was jedoch in allen Klassen gleich in der ersten Übungseinheit gelang. Sie hatten sogar zum Teil die besseren Ideen.
 
Anekdotisches:
Ein Schüler meint, die Bewegungsabläufe nicht mehrmals üben zu müssen, da er alles sehr gut beherrscht. Üben langweilt ihn. Er wird gebeten es vor der Klasse vorzumachen, was er nach anfänglichem Zögern auch tut. Vor der Klasse müsste er im Spiegelbild arbeiten. Das bringt die Klasse und auch ihn durcheinander und es entsteht eine kurze spaßige Diskussion. Da die Abläufe täglich trainiert werden sollten, um sie weiterzugeben, übt er es und es gelingt ihm tatsächlich.
Die Schüler greifen Fälle und Sätze aus dem Deutschunterricht auf und setzen sie in einem Rapp um. Der Deutschunterricht macht daraufhin doppelt Freude.