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Der Elefant ist los - Zirkus in der Stadt
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Herzsprung, Gutenbergschule
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Der Elefant ist los - Zirkus in der Stadt
Zwischenstop Heimat- Eine Theaterreise im Stadtbus durch das Heimatgefühl Reutlinger Jugendlicher
Schule:
8 Reutlinger Schulen in Kooperation mit dem
Theater PATATI-PATATA Reutlingen
Grillarzerstr. 4/ 72762 Reutlingen
und der Theaterwerkstatt/LAG Theaterpädagogik Reutlingen, Andreas Hoffmann, Wörthstr.14, 72764 Reutlingen

Sonstige
 
Kooperationspartner:
Theater PATATI-PATATA
LAG Theaterpädagogik Theaterwerkstatt Reutlingen
8 Schulen (Förder- Hauptschulen und Gymnasien aus Reutlingen / Pfullingen)
Jugendcafe Reutlingen
Reutlinger Verkehrsbetriebe
 
Beteiligte Schüler:
ca. 100
Schüler der Schulen:
Bodelschwingh-Schule (FÖS): AG, vermischte Klassen

Isolde-Kurz-Gymnasium: Klasse 9 - 13, Theater-AG

Roßbergschule (Hauptschule): Theater-AG, Klasse 5-7

Uhlandschule Pfullingen (FÖS):Theater AG, 9 - 12-Jährige

Schloßschule Pfullingen ( Hauptschule): Theater AG, 10-13 Jährige

BZN (Hauptschule): Klasse 5 - 9, Theater-AG- Hauptschul- und Realschul-Kombi

Peter-Rosegger-Schule (Schule für geistig Behinderte): Klasse 8 bis 12, Theater AG

Gutenberg Schule (FÖS): Theater Ag, 9-15 Jahre



 
Beteiligte Lehrkräfte:
14 Lehrer (1-2 pro Schule) + jeweils 1 Theaterpädagoge des Theater PATATI-PATATA oder der Theaterwerkstatt Reutlingen ( insgesamt 6 Theaterpädagogen)
 
Stundenvolumen:
Zeitlicher Umfang:
Recherche für Orte und Planung der Reiseroute: Herbst/ Winter 2008
Probenarbeit mit/ in Schulen: ab November 2008 bis Mai 2009 (Schwerpunkt ab Januar 2009. Die Schulen haben unterschiedliche Vorgehensweisen: Manche arbeiten wöchentlich 2 - 4 Stunden, manche haben mehrere intensive Projektphasen)
Aufführungen: 4 Abende: 4 - 7. Mai 2009 jeweils 18.00 Uhr
es gibt 2 unterschiedliche Busreisen= Theaterabende
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Ein Kooperationsprojekt von 8 Schulen, d.h. 7 Gruppen, 7 Stadtteilen. Jede Gruppe entwickelt an ihrem Standort ein eigenes etwa 20 bis 25-minütiges Theaterprojekt um das Thema „Heimat“. Außerdem entwickelt jede Gruppe einen Reiseabschnitt: Theater im Bus, entweder von ihrem Ort zum nächsten oder vom vorherigen Ort zu ihrem Spielort.
Die Reisestationen verbindet ein gemeinsames Thema: nämlich das Heimatgefühl von Jugendlichen, eine Auseinandersetzung mit einem eher altmodischen Begriff.


Theater als Begegnung:
Die Konfrontation mit dem Unbekannten:
Ein zentrales Thema wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet- das erfordert auch Toleranz gegenüber anderen Fragen, anderen Problemen, anderen Ideen und Erkenntnissen, anderen theateralen Mitteln.

Die Kooperation von Schulen aus verschiedenen Stadtteilen ermöglicht neue Begegnungen, kennen lernen anderer Stadtteile mit anderer sozialer Zusammensetzung, anderer Architektur, anderen Inhalten, Fragen , Personen… etc…
Schüler aus verschiedenen Stadtteilen begegnen sich, arbeiten am gleichen Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es gibt nie nur 1 Lösung; Antwort, Frage…

Zur Arbeitsweise:
In einer ersten Projektphase werden von den Schülern in Zusammenarbeit mit Lehrern, Schulsozialarbeitern etc... Orte gesammelt, die für sie relevant sind.
Die Theaterleute überprüfen die Orte auf ihre Zweckmäßigkeit und Tauglichkeit (auch in Punkto Sicherheit etc.)
Die Proben werden aus organisatorischen Gründen nur zum Teil direkt am Ort stattfinden/ sonst in den Schulen.

Öffentliche Proben in den Stadtbussen: Kultur im öffentlichen Raum:
Proben finden in den von den Jugendlichen benutzten Stadtbussen statt, um sich auf die ungewöhnliche Aufführungssituation vorzubereiten. Diese Proben werden über dei presse öffentlich bekannt gegeben, so können auch die Reutlinger Bürger einmal eine Busfahrt ganz andres miterleben. Kultur im öffentlichen Raum.
Kultur hautnah erleben.


Theater als Kunst

Die Gruppen werden von einer Lehrkraft und von einer Theaterfachkraft betreut. Dabei entwickeln die Gruppen mit ihrer Lehrkraft erste inhaltliche Konzepte zu den Fragen: was ist Heimat, wo ist heimat- ist Heimat an Orte gebunden oder ein Gefühl etc. Die Theaterpädagogen vermitteln den Schülern verschiedene künstlerische Sprachen, Stilisierungsmöglichkeiten und Theaterformen, um so die Geschichten künstlerisch zu gestalten. Theater soll hier als künstlerische Ausdrucksform vermittelt werden.


Einen gemeinsamen Abschluss
der Theaterreise soll die Schlussszene im Jugendcafe RT bilden. Hier sollen sich alle Gruppen, Handlungsstränge bündeln und einen gemeinsamen Schluss finden, der soll nicht konform sein, sondern bunt, verschieden, anders, kontrovers…
Denn es gibt nie nur 1 Frage oder 1 Antwort.

Alle teilnehmenden Schüler fahren bei der Theaterreise von Station zu Station mit.
Sie sind also sowohl Agierende als auch Zuschauende.
Sie erleben dadurch wie andere mit dem Thema umgegangen sind.

Video:
http://www.myvideo.de/watch/6051726

 
Projektauslöser/Idee:
Theater PATATI-PATATA und Theaterwerkstatt Reutlingen haben in der Vergangenheit themenorientierte Schultheaterprojekte mit abschließendem Festival unter dem Titel "Gewaltige Spiele" durchgeführt.
2006 zum Thema EUROPA
2004 zum Thema FAMILIE
2002 zum Thema KOMMUNIKATION IN DER
HANDYGESELLSCHAFT
2000 zum Thema GEWALT UNTER JUNGEN MENSCHEN

Die abschließenden Aufführungen fanden in der städtischen Spielstätte "Foyer U3" statt. Diese Spielstätte wurde geschlossen. Auf der Suche nach neuen Theaterformen und Auftrittsmöglichkeiten, kam den Initiatoren die Idee, Theater an nichttheatralen Orten zu veranstalten und diese durch Theater im Bus miteinander zu verbinden.

 
Projektentwicklung:
Organisation
Januar 2008:
Planung und Sponsorensuche (Dauerthema)

Mai 2008:
Alle Reutlinger Schulen wurden angeschrieben, ob sie sich an dem Projekt beteiligen möchten.

Juni 2008:
Informationsveranstaltung für interessierte Lehrer und Schulen

September 2008:
Die interessierten Schulen sagen ihre Teilnahme am Projekt verbindlich zu.

Okotber 2008: Pressekonferenz: das Projekt geht an die Öffentlichkeit

Oktober 2008:
Die Schulen starten mit ihrer inhaltlichen Recherche in ihren Klassen und Theater-AGs. Die Theaterpädagogen mischen sich hier erstmal noch nicht ein. Denn die Themen sollen von den Jugendlichen erarbeitet werden und NICHT von den Erwachsenen.

Januar 2009:
Zwischenergebnisse: Treffen aller beteiligter Lehrer und Theaterpädagogen. Dramaturgische Absprachen und weitere Koordinationsfragen werden getroffen.
Theaterpädagogen gehen in die Gruppen.

Februar 2009: Öffentlichkeitsarbeit: Gestaltung von Flyer und Plakaten
Theaterpädagogen in den Gruppen

März 2009: erste Proben in Bussen und an öffentlichen Orten

 
Besonderheiten:
Schüler aller Schularten arbeiten gemeinsam an einem Projekt und treten gemeinsam in die Öffentlichkeit. Ein Großteil der Schüler hat einen Migarationshintergrund, für die der Heimatbegiff eine besondere Bedeutung hat.
Heimat, also kein verstaubter Begriff sondern eine Identitätssuche. Hier kommen Schüler mit ihren Fragen und Ideen zu Wort, die sonst nicht im Rampenlicht der Gesellschaft stehen. Kinder, Jugendliche und Schulen aus verschiedenen Stadtteilen werden vernetzt.
Die Sichtweisen der Schüler werden hier ernst genommen. Sie erhalten ein Forum für ihre Positionen und Ausdrucksformen. Das Theater als kommunikative Ausdrucksform vermittelt den teilnehmenden Schüler ein anderes Selbstbild, Eingeverantwortung und soziale Kompetenz.

Theater im öffentlichen Raum an untheatralen Orten bedeutet, Kultur dort hin tragen, wo sie normalerweise nicht stattfindet- das heißt man erreicht auch ein anderes Publikum und nicht nur Theatergänger.

 
Probleme und Lösungen:
Bisher haben wir keine Probleme!
 
Anekdotisches:
Montag 29.09., 12.00 Uhr an der
Gerhard-Hauptmann-Schule Klasse 7:

3 Jugendliche der Klasse stellen ihren Mitschülern das Projekt vor. Sie waren 4 Tage vorher beim Informationsabend. Bisher war Theater: "Son' n Scheiß!" Jetzt aber wollen sie ihre Mitschüler von der Idee begeistern, weil Theater "voll cool", weil wir nämlich unsere eigenen Geschichten spielen können, weil wir selber Orte suchen, weil die Theaterleute echt nett sind. Die Tür geht auf und die echt netten Theaterleute schneien herein. Es folgt ein 1. Gespräch zum Thema: "Heimat - was' n das?". Jeder erzählt, wo er herkommt. Von 25 Schülern kommt 1 aus Reutlingen! Der Rest aus: Kasachstan, Pakistan, Irak, Türkei, Korea, Lettland,... aha. So viel zum Thema "Heimat". Aus den kurzen Erzählungen kristallisieren sich bereits verschiedene Geschichten heraus und verschiedene Orte im Schulgelände. Gemeinsam durchwandern wir das Schulgelände auf der Suche nach interessanten Orten. Da gibt es:
- Fahrradständer: mögliche Geschichte: Vorurteil: "alle Polen klauen".
- Bäume: Thema: Geborgenheit, Sonne, Wärme, lachen, Sehnsucht
- der gläserne Innenhof: Thema: "ich bin im Zoo"
- Pausenhof: fremd:
Zu den jeweiligen Orten haben die Schüler Ideen, welcher Aspekt von Heimat hier gespielt werden könnte. Ihre Gedanken bringen sie in kleinen Gedichten zu Papier. Hier eine Auswahl:

Fremd
Menschen gehen aneinander vorbei
viele Menschen
ich stehe in ihrer Mitte
Sie sehen mich nicht.
So viele Menschen
Ich höre ihre Stimmen
ich verstehe sie nicht.
Es ist laut.
Ich stehe inmitten der Menschen, mitten im Leben.
Allein.
(auf dem Pausenhof)
- Weg:
Weg
( weg im Sinne von „fort“: und Weg im Sinne von „der Weg“)
Ich soll die Heimat verlassen:
Weg von da wo ich bin hin in die Fremde.
Szene auf einem Weg

Die Heimat meiner Eltern
: ist sie für mich Heimat?
Ist Heimat hier?
Ihre Heimat, das sind alte Geschichten von fremden Leuten, fremden Gesichtern. Opas und Tanten, die ich nie gesehen habe…
Ich will damit nichts zu tun haben. Es interessiert mich auch nicht
Ich schaue nicht zurück. Ich schaue nach vorne. Wo ist mein Platz?
( ich sitze zwischen 2 Stühlen…
Szene mit vielen Stühlen, wo sit ein Platz?)
Mein Platz ist nicht ihre alte Geschichte/ Ihre Vergangenheit.

- Zwischendrin:
Zwischendrin
Zwischen dem hier und dem Dort liegt Weg.
Er ist lang.
Und während man von hier nach dort fährt
vergisst man
langsam das hier.

Der Weg von hier nach dort braucht Zeit?
Ich verlasse das eine und komme beim anderen an?
Ich werde ein anderer.

Ich bin zwei
Oder doch lieber das Flugzeug?
Nur 2 Stunden. Schon bin ich da.
Ich hüpfe hin und her zwischen zwei Welten
wie ein knallroter Gummiball.
Mal hier mal dort.
Warum nicht.
Ich bin zwei.
Ich bin der von hier und der von dort.
Das ist cool so hin und herzuhüpfen.
Ich habe zwei Häute.
So wie andere zwei Anzüge.
Ich habe 2 Sprachen.
Zwei Häuser.
Für mich scheint die Sonne doppelt.
Die Sterne doppelt.
Hin und her hin und her…
Zwei Leben auf einen Streich.
Das ist Glück.

Der Stuhlverkäufer:
Oder: Die Doppelte Nationalität
Probe sitzen
Zwei sein ist viel.
Bin ich hier oder dort
Ich bin beides
und doch keines.
Alles
und doch nichts.
Ich bin halb.
Bin zwischen den Stühlen
Da sitzt es sich schlecht.
Das ist kein Platz
Das ist ein Nichtplatz.
Wollen sie mal probieren?
Hier setzen sie sich.
Nicht zu weit nach links und nicht zu weit nach rechts.
Immer schön in der Mitte.
Das Gleichgewicht halten.
Nicht umfallen.
Krampf im Po?
Ja, das ist nicht einfach.
Sie machen das jetzt erst knapp 2 Minuten.
Ich mache das schon seit 13 Jahren.
Wie - sie meinen, das hält man nicht aus?
Jetzt schauen sie mich doch mla an.
Seh ich aus wie einer der das nicht aushält?

Usw… da könnte man jett munter weiterspinnen
( er Stuhlverkäufer bietet einzelnen Leuten im Publikum einen Stuhl an)

das könnte auch im Bus speilen.
Der Platz
Im Bus:
Eine Art kontroleur oder merher kümmern sich als „Platzanweiser“

( Wortspiele mit Platz.
Platzkarte, Platzanweiser, Platz machen, mein rechter Platz ist leer, Platz für alle , das Herz am rechten platz etc…)
Entschuldigung,
Das ist mein platz.
Jetzt rücken sie mal.
Nicht so dick machen.
Wo kommen sie eigentlich her?
Das sit schon immer mein Platz
Wär ja noch mal schöner wenn jeder sich breit machen kann wo er ist.
Wie so eine Flechte.
Machen Sie mal Platz?
Haben Sie überhaupt einen Platz?
Ach sie haben keinen Platz?

Ja, wir müssen alle enger zusammen rücken.
Den Gürtel enger schnallen. Sie auch. Ehrlich. Enger
Ja, das gilt auch für sie.
Machen sie mal ein bißchen Platz.
Ach jetzt sitzen sie auf der Ritze?
Tut weh?
Nicht angenehm?
Lehnen sie sich mal nicht so weit darüber. Was soll denn der Herr von Ihnen denken?
Schöne in der Mitte blieben.
Lächeln.
Sie sind aber auch nie zufrieden. Ansprüche haben Sie.
Da haben sie einen haben Platz und beklagen sich.

Jetzt sind sie mal froh, dass sie überhaupt einen Platz haben.
Froh und still.

In mir
Ist Heimat an einen Ort gebunden?
Und wenn ich fortgehe?
Ist Heimat dann fort?
Ist wer wandert ohne Heimat?
oder ist Heimat ein Gefühl?
Sind es Menschen?
ist Heimat in mir drin?
Kann Heimat in mir drin sein?
Wenn ja
, wie fühlt sich das an?
In mir .

Theatergruppe der Peter-Rosegger-Schule:


Der Elefant ist los!
Ein Probenprotokoll und Szenenentwurf

Wir kommen in den Raum, es ist Dienstagnachmittag nach der kurzen Mittagspause. Es riecht nach Essen…denn wir proben im Mehrzweckraum, der auch als Mensa dient. „Was gab´s bei euch heute zum Essen?“ „Reißt mal die Fenster auf!“ Ja das Mittagessen hängt noch riechbar im Raum. Die Schüler raffen sich trotz mittäglichen Knödel-Tief auf und wir beginnen mit Übungen fürs Stück….Lieblingsfrage hier: „Wann spielen wir denn endlich richtig?“ Im Hintergrund klappert das Geschirr der anliegenden Küche. Hin und wieder muss man dies überschreien um neue Übungen zu erklären. Dann wird endlich improvisiert. Es entsteht ein begeistertes Gewimmel auf der Bühne. Wir suchen nach Figuren für das Stück: Zwei Jungs sind mittlerweile von Mord und Totschlag bei Drogen und Pennern angelangt. Eine feine Dame sitzt geziert im Cafe und beobachtet das Geschehen. Eine Ärztin rennt umher. Die Dame fällt in Ohnmacht und vergisst nicht davor stilecht zu winken. ….usw.

Dann kommt unweigerlich die Feststellung: es ist schon fast 3 Uhr! Der Bus fährt bald….die Impro wird beendet…noch kurz besprochen was ansteht. Die Schüler eilen zum Bus. Zurückbleiben wir drei und überlegen wies weitergehen soll. „Wie fandest du heute den Penner?“ „Toll?“ „Und was machen wir mit den Zirkusleuten? …“ Weitere Ideen werden gesammelt….


Impro 1
Alltag in Reutlingen auf der Fußgängerzone: Die feine Dame sitzt im Cafe. Ein Straßenmusikant bettelt um Geld. Der Wurfbudenbesitzer neben ihm ist frustriert, weil keine Kundschaft kommt.

Der Dompteur erscheint und sucht.
Dompteur: Haben sie meinen Elefanten gesehen? (wdh. das ganze Stück über)
Wurfbudenbesitzer: Na klar ein Elefant.
Alle verneinen

Straßenmusikant: Da hinten ist ein Elefant!
Wurfbudenbesitzer: Oh du nimmst zuviel Drogen!

Ein Zirkusmitglied als Reklametafel tritt auf und entdeckt den zerstreuten und entsetzten Dompteur…sie suchen gemeinsam weiter.

Der Wurfbudenbesitzer wird immer wütender weil keine Kundschaft kommt und pöbelt die feine Dame im Cafe nebenan an.

Wurfbudenbesitzer ließt in der Zeitung: Elefant entlaufen, na gibt’s denn so was!

Die Ärztin trifft auf die Zirkusleute und schließt sich ihnen an.

Impro 2
Seiltänzerin tritt auf und sucht etwas. Bürgermeisterin und Putzmann: Was suchen Sie?
Seiltänzerin: „Einen Elefant“
Putzmann: „Dann nehmen Sie die Ausfahrt A 8 – da gibt´s ein Elefantengehege“ und
„Dann nehmen Sie die linke Ausfahrt“

Seiltänzerin fragt die Leute, ob sie Zeit haben den Elefanten suchen zu helfen.

Polizist: „Ich hab genug Zeit, aber ich habe andere Probleme“ und „Dann wählt 011“ und „Ich sehe keinen Elefanten. Solange ich keine Beweise habe, kann ich nix machen“

Postbote: „Elefant? Ich habe keine Zeit – ich muss die Pakete ausfahren“

Putzmann: „Ich bin nur ein unter bezahlter Putzmann und putz die Fenster“

Uhlandschule Pfullingen:

erste Recherche zu Was oder wo ist Heimat:
Texte der Schüler

Passy Platz

Ich will was über den Passy schreiben, dass die Theater AG etwas weiß.
Wie – was – wo
Am Passy treffen sich alle nach der Schule.
Da kommen welche von der Schloss-Schule und der Uhlandschule.
Wieso
Wir gehen alle an den Passy, weil wir da alle abschalten können und da sind wir unter Jugendlichen.
Wir
Wir alle sind am Passy befreundet. Es gibt keinen, der nicht befreundet ist, weil wir uns alle gut verstehen.
Das einzige, was ich hasse am Passy ist, da sind fast alle eingebildet.
So, jetzt habe ich was vom Passy erzählt.
Ich gehe nur freitags hin, weil am Samstag und Sonntag sind die brutalen Jugendlichen auf dem Platz und saufen. VALENTINA


Langeweile ist …

… ein komisches Gefühl
… wenn keine Freunde da sind
… wenn ich mit dem Bus fahre
… wenn im Unterricht was besprochen wird
… wenn das Thema nicht interessant ist
… wenn ich raus will und meine Mutter mich nicht lässt
… wenn ich nicht Computer spielen darf
… wenn ich still sitzen muss
… wenn ich im Bett liege
… wenn ich auf nichts Lust habe
… wenn ich fast einpenne
… wenn ich meine Schwester nicht ärgern darf
… wenn keine Freund emit mir spielen
… wenn ich auf nichts Bock hab
… wenn ich alleine vor dem Fernseher bin
… wenn ich nichts zu machen hab


wenn mir langweilig ist …

… gehe ich an den Computer
… gehe ich zu Mc Donald
… baue ich Scheiße
… hör ich nicht zu und mache was ich will
… bin ich voll gestresst
… gebe ich keine Antwort
… fühle ich mich schlecht und elend
… möchte ich raus
… will ich jemand ärgern
HÜSEYIN
LEAN
EMIR
BARAN
TIM
JESSICA

Der Anfang meines Lebens


… als ich rausgekommen bin, konnte ich nichts sehen.
Als ich meine Augen aufgemacht habe, habe ich mein Familie gesehen.
Ich war glücklich,
aber ein paar Monate später hat meine Mutter gesagt:
“Ich und mein Kind gehen nach Deutschland, damit ich dort lerne.”

EMIR über BARAN

… als ich rausgekommen bin, da war es Krieg.
Zwei Brüder sind gestorben.
Dann als der Krieg vorbei war und als ich 5 Jahre alt war, da ist meine Großmutter gestorben, die war 100 Jahre alt.
… und dann sind wir nach Deutschland gekommen
BARAN über EMIR

Erpfingen ist meine Heimat, weil es mir dort so gefällt !
Es ist so schöne Natur, gute Luft und keine Auspuffgase.
Dort habe ich viele Freundinnen.
In Erpfingen gefällt es mir auch , wenn es kalt ist.
Ich sehe die Eisblumen, lege mich in mein Bett und trinke Kakao.

YVONNE

Ich hasse Unterhausen, weil ich da keine Freunde habe.
Eigentlich möchte ich in Pfullingen wohnen, weil ich Freunde habe !

TIM


Meine Heimat ist Deutschland,
Weil es mir dort Spaß macht.
Ich habe dort viele Freunde und wir spielen alle zusammen und wir beschützen uns alle gegeneinander.
Wir haben einen Club gemacht.
Meine Freunde heißen: Kadir, Samuel, Can, David, Joshua, Anil und ich.
Das ist mein Deutschland.
In unserem Club machen wir irgendwie alles.
Wir reden und wir spielen, wir lesen manchmal und wenn einem was weh tut, machen wir Unsinn und dann lachen wieder alle!
Unser Club ist im Honauer Wald.
HÜSEYIN


Meine Heimat ist in Deutschland, in England und in Amerika, weil dort ein Teil meiner Familie lebt und weil es dort so schön ist.
England ist meine Heimat, weil mein Vater aus England kommt.
Amerika ist meine Heimat, weil es dort ein schönes weites Meer gibt und weil dort ein Teil meiner Familie wohnt.
LEAN

Griechenland ist meine Heimat, weil ich damit meiner Freundin spielen kann und ich das Land einfach gut finde. Man kann am Abend lange rausgehen, weil es mittags viel zu heiß ist.
Griechenland ist viel besser als Deutschland, weil in Deutschland ist es langweilig. Mein Vater kommt aus Griechenland.
SARAH

Kosovo ist meine Heimat, weil wir da Sylvester gut feiern können.
EMIR

Deutschland ist meine Heimat, weil ich hier wohne,
hier meine Schule ist, meine Verwandtschaft und meine Eltern.
… darum gefällt mir Deutschland
STEFANIE

Gutenberg Schule Reutlingen


Schritte und Annäherung an das Projekt „Heimat“

1. Was verbindet die Schülergruppe mit dem Begriff „Heimat“?
Welche Heimat meinst Du, war die Gegenfrage einer Schülerin (Effridike, 9) Jahre, die griechische oder die deutsche?
Die Griechische, da scheint die Sonne, da sind alle Leute auf der Straße und ich habe dort eine Katze und eine ganz große Familie.
Die Deutsche ist ganz anders, da habe ich auch Familie und muss viel lernen, es ist immer kalt aber ich habe meine Freunde hier.
Es ist wie ein Riss der durch mich durchgeht.
Meine Herzseite ist griechisch und die Andere deutsch.

Heimat ist etwas für alte Leute, mit Volksmusik (Marcel, 12 Jahre)

Für mich sind meine Tiere am wichtigsten, mein Hase und meine 2 Katzen (Yvonne, 12 Jahre).

Heimat ist für mich da, wo meine Freunde zuhause sind. Alleine zuhause ist langweilig (Steffen, 15 Jahre).

2. Annäherung durch gestaltete Objekte und Orte (Wie wäre meine Wunschheimat?)

Gestalte einen Raum im Raum in dem Du dich wohlfühlst und lade die Anderen ein.
Isabella nimmt große weise Tücher und drapiert sie igluartig. Schaut nur noch mit dem Kopf heraus.
Die Gruppe besucht sie in ihrem Haus und sie erklärt, dass sie an den Nordpool gezogen sei weil da immer ein schönes helles Licht ist und alles ganz ganz still ist. Sie würde gerade nach einem Eisbär Ausschau halten.

Micha „gräbt“ sich eine Höhle die nur eine kleine Öffnung hat zum hinein kriechen.
Er hat ganz viel Geld gewonnen und will nicht, dass ihn jemand findet. Nur seine Freunde dürfen ihn besuchen.

Steffen richtet ein Zimmer ein. Er befindet sich dort mit seiner „chinesischen Frau“ und wir mit ihr jetzt gleich etwas leckeres kochen.

3. Was ist mir an meiner jetzigen Heimat wichtig?

Übereinstimmend war den Kindern wichtig, dass es zuhause keinen Stress und Streit gibt. Das Allerwichtigste war ihnen Freunde zu haben, sich treffen zu können und gemeinsam Spaß zu haben. Eine gute Atmosphäre in der Familie war allen wichtig als Rückzugsmöglichkeit gleichzeitig verlangten alle nach mehr Freiheit mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammen zu sein. Heimat ist da wo unsere Freunde sind.


Bodelschwinghschule Reutlingen

Wir sind die Theatergruppe der Bodelschwinghschule Reutlingen, buntgemischt von Klasse 4 bis 9. Jeden Mittwoch treffen wir uns zum Theaterspielen im Musikraum der Schule.
Zu Beginn des Schuljahres bauten wir Masken aus Packpapier. Die Frage, wie sich Maske und das vorgegebene Thema Heimat zusammen umsetzen lassen, stand lange im Raum. Zusammen mit unserer Leiterin Frau Jooß, zwei Studenten der Pädagogischen Hochschule Reutlingen und dem Theaterpädagogen Otto Seitz haben wir unseren Masken ihre individuellen Charaktere verliehen.
Wer bin ich? Was will ich? Woher komm ich? Wohin gehe ich? Welche Gefühle habe ich? Mit all diesen Fragen hat jede Maske ihre eigene Biographie erhalten.
Im Spiel mit der Maske versuchen wir diese Biographie immer deutlicher auszudrücken.
Heimat ist für uns der Ort, wo wir uns wohl fühlen, wo wir Freunde treffen, wo wir Spaß haben, wo wir uns geborgen fühlen und wo wir Anerkennung finden.