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Tanzende Kinder einer Grundschule in Köln-Weiß
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Tanzende Kinder der Montessori-Grundschule
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"Fokus" vor dem Tanzen mit einer Mittelstufen-Klasse
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Musik-Klassen bei der ersten Hauptprobe
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Zur Musik wird getanzt; es geht los.....
Response 2007 - Muster. Wandel.
Schule:
Kölner Philharmonie / KölnMusik GmbH
Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln
0221-20408-350
www.koelner-philharmonie.de


Sonstige
 
Kooperationspartner:
Christoph Diekmann, Musiker
Moltkestraße 6, 50674 Köln
0221- 56982-0 / 5107090
www.area-entertainment.com

André Jolles, Tänzer
Kunsthaus Rhenania, Bayenstr.28, 50678 Köln


Benedetta Reuter, Tänzerin
Kunsthaus Rhenania, Bayenstr.28, 50678 Köln

Sonia Franken, Tänzerin
Köln

Franziska Kuner, Praktikantin
0174-7292717
Franziska.Kuner@gmx.de

 
Beteiligte Schüler:
271
Severin-Schule;Rheinische Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen Köln, Klasse 2a (Musik)
Montessori-Grundschule, Klassen 3 und 4 (Tanz)
Albert-Schweitzer-Schule,Klassen 3ab (Tanz)
Janosch-Grundschule Troisdorf, Klasse 4b (Musik)
Heinrich-Böll-Gesamtschule, Klassen 5ab (Tanz und Musik)
Elsa- Brändström-Schule, Klasse 6c (Tanz)
Genovevagymnasium, Klasse 8 und Klasse 12 (Tanz und Film)
Gesamtschule Holweide, Klassen 10ab und Klasse 11 (Tanz und Musik)
Abtei-Gymnasium Brauweiler, Klasse 10 (Musik)
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Severin-Schule;Rheinische Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen Köln; Frau Astrid Peters (Musik)Montessori-Grundschule; Frau Wunderlich (Kunst, Deutsch, Sport, Sachunterricht), Frau Brenn (Kunst, Deutsch, Sport)Albert-Schweitzer-Schule; Frau Dechert (Sport)Janosch-Grundschule; Frau Jennifer BachemHeinrich-Böll-Gesamtschule; Frau Regine Brandt-Schmidtlein (Musik)Elsa- Brändström-Schule; Frau Kathrin Brunzema (Musik, Biologie, Mathematik), Frau Jutha Reusch (Französisch, Geschichte, Erdkunde)Genovevagymnasium; Frau Regina BeckmannGesamtschule Holweide; Frau Henny Jankowiak (Musik, Kunst, Deutsch)Gesamtschule Holweide; Frau PilgrimAbtei-Gymnasium Brauweiler; Frau Barbara El-Arabi-Dietz (Musik)Gesamtschule Holweide; Herr Helmut Pohl (Musik)
 
Stundenvolumen:
Terminplan Response 2006:
Sommerferien 2005
Grundschulen und weiterführende Schulen werden angeschrieben und auf Response 2006 aufmerksam gemacht
November / Dezember 2005
Die Schulen werden ausgewählt.
Januar / Februar 2006 (Ferien bis 8.1.2006)
8.1.2006, 18 Uhr: Treffen mit den Lehrer/innen der beteiligten Schulen
Die Kompositionen in den Schulen finden vom 9. Januar bis zum 17. Februar statt vormittags (KW 2 bis KW 7).
März 2006
Ab dem 1. März wird zur Musik getanzt
Aufführung der Kinder und Jugendlichen: 12. März 2006, Kölner Philharmonie
18. März: Besuch des Philharmoniekonzertes mit London Sinfonietta
Akram Khan Company / Choreographie: Akram Khan
London Sinfonietta / Dirigent: Bradley Lubman
STEVE REICH
Sextet (1984) für vier Schlagzeuger, zwei Klaviere und Synthesizer
Different Trains (1988) für Streichquartett und Tonband
Variations für Vibraphon, Klaviere und Streicher (Uraufführung / Kompositionsauftrag der European Concert Hall Organisation (ECHO))
2. September 2006
Auftritt beim WDR-Kulturpartner-Fest in Köln

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Beim Jugendprojekt „Response 2006 – Muster. Wandel.“ hatten rund 270 Kinder die Möglichkeit, in einem sechswöchigen Workshop im Schulunterricht zum Thema „Minimal Music“ selbstständig Musikstücke zu komponieren und eigene Tanzperformances zu entwickeln.

Für das Projekt hatten sich zwölf Schulklassen angemeldet, vier Grundschulklassen und acht Mittelstufen- bzw. Oberstufenklassen. Von diesen zwölf Schulklassen widmen sich fünf Klassen der Komposition von Musikstücken (Janosch Grundschule 4. Klasse; Heinrich-Böll-Gesamtschule 5.Klasse; Abtei-Gymnasium Brauweiler 10.Klasse; Severinschule 2. Klasse; Gesamtschule Holweide 10.Klasse) und sieben Klassen den Tanzperformances (Elsa-Brändström-Schule 6.Klasse; Genovevagymnasium 8.Klasse; Gesamtschule Holweide 10.Klasse und 10.2.3. Klasse; Albert-Schweitzer-Schule 3.Klasse; Heinrich-Böll-Gesamtschule 5.Klasse; Montessori-Grundschule 3.Klasse und 4.Klasse). Die Workshops wurden im Bereich Musik von Christoph und Antonella Diekmann geleitet sowie im Bereich Tanz von den Tanzpädagogen André Jolles, Sonia Franken und Benedetta Reuter.

Während dieser sechswöchigen Vorbereitungszeit entwickelten die Schüler der Musikgruppen unter Anleitung von Christoph Diekmann eigene Musikstücke mit dem Thema „Muster, Wandel“. Hierbei arbeiteten sie mit so genannten Pattern (Muster). Ein Muster besteht aus einzelnen Takten und der Rhythmus wird durch schwarze und weiße Felder gebildet. Weißes Feld bedeutet es wird kein Ton gespielt, schwarzes Feld bedeutet, dass dieser Ton gespielt wird. Mit Hilfe dieser Pattern entsteht dann ein gesamtes Musikstück das sich von Takt zu Takt leicht verändert, ganz nach dem Prinzip der Minimal Music. Nach Ausarbeitung der Pattern bekommt jeder Schüler ein Instrument mit welchem er jeweils seinen eigenen Rhythmus spielt. Die Kunst liegt nun darin, den Rhythmus der einzelnen Instrumente zu einem Musikstück zusammen zu führen.

Im Bereich des Tanzes entstehen in den verschiedenen Gruppen unterschiedliche Choreographien die als einzige Vorgabe einen jeweiligen Rhythmus bekommen, und zwar genau den Rhythmus der jeweiligen Musikklasse. Erst bei den Zusammenführungen hören die Tänzer das erste Mal ihr Musikstück, zu dem sie nun ihre Choreographie tanzen. Anhand dieser Vorgehensweise wird deutlich, dass dieses Projekt sehr experimentell verlaufen ist und in dieser Form im tanzpädagogischen Bereich bisher auch noch nicht vorhanden war.
Umso spannender ist aber auch das Ergebnis dieser Zusammenarbeit das am 12.03.2006 um 15.00 Uhr in der Kölner Philharmonie aufgeführt wurde.

 
Projektauslöser/Idee:
Die ursprüngliche Response-Idee wurde von dem Ensemble „London Sinfonietta“ entwickelt und „sie soll den Schülern die Möglichkeit geben- ausgehend von einem zeitgenössischem Musikwerk- ihre Phantasie und Kommunikationsmöglichkeiten in einem schöpferischem Prozess einzubringen“.

Das Ensemble „London Sinfonietta“ hat am 18.03.2006 um 20.00 Uhr in Zusammenarbeit mit der Akram Khan Company drei Stücke von Steve Reich aufgeführt. Hier bekamen die zwölf Schulklassen nun die Möglichkeit, nach ihrer eigenen Aufführung nun an diesem Tag den Profis (Musikern und Tänzern) zuzusehen. Die Schüler/innen haben für dieses Konzert stark ermäßigte Eintrittskarten erhalten, die begleitenden Lehrer/innen bekamen zwei Freikarten, damit sie ihre Klassen zum Konzert begleiten und im Konzert für sie sorgen konnten.

Somit war das Projekt „Response 2006-Muster.Wandel.“ eine praktische Konzertvorbereitung.

 
Projektentwicklung:
„Response 2006“- Muster. Wandel.
Projektablauf (Tagebuch: Franziska Kuner)

Dienstag,10.01.2006
Gesamtschule Holweide, 10. Klasse (Sonia Franken/Tanz)

Nach dem Eintreffen der Schüler begrüßte die Workshopleiterin jeden einzeln, bevor sie mit ersten einfachen Rhythmusübungen begann. Die Schüler zeigten zu Beginn relativ wenig Begeisterung und standen dem Unterfangen sehr skeptisch gegenüber. Allmählich ging jedoch ein Ruck durch die Runde und man konnte bei einigen Schülern ein leichtes Lächeln erkennen. Sie schienen von Minute zu Minute mehr Spaß an den Tanzübungen zu bekommen. Nachdem nun das Interesse geweckt worden war, wurden die Schüler in einzelne kleine Gruppen aufgeteilt und hatten nun die Aufgabe, den gelernten Tanzschritt mit ihren eigenen Ideen zu verändern. Der Rhythmus sollte jedoch bestehen bleiben. Einige Schüler zeigten sich hierbei sehr kreativ und stellten ihre Ideen anschließend gerne unter Beweis.

Gesamtschule Holweide 10.2.3. Klasse (André Jolles/Tanz)

Zu Beginn stellte sich André kurz der Klasse vor. Seine erste Übung bestand darin, den Schülern einen Platz auf der Bühne zuzuweisen. Hierbei durfte jeder Schüler seinen liebsten Platz, an welchem er sich wohl fühlt, selbst wählen. Nach ca. 15. Minuten war diese Aufgabe erfolgreich beendet. Nun gab es wie bereits im Workshop von Sonia wichtige Aufgaben, um den Fokus der Schüler zu stärken. Die Tänzer sollten hierbei konzentriert bei der Sache sein und bei ihrem Tun stets Präsenz zeigen. Diese Fokus-Übungen sind ganz entscheidend für eine gelungene Aufführung, da schon ein guter Aufgang auf die Bühne sehr wichtig ist. Anschließend machten die Schüler einige Aufwärm- und Entspannungsübungen, bevor sie mit ersten rhythmischen Übungen für die Choreographie begannen. Die Situation hier war ähnlich wie in der Parallelklasse, das Interesse und somit auch die Motivation wuchsen erst allmählich. Als zu den Übungen ein Musikstück vorgespielt wurde, konnte man die wachsende Begeisterung deutlich spüren. Die Choreographie wurde von Mal zu Mal besser und so konnten am Ende des Workshops schon erste Erfolge festgehalten werden.

Mittwoch, 11.01.2006 (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)
Heinrich-Böll-Gesamtschule, 5. Klasse

Zu Beginn des Unterrichtes stellte sich Christoph den Schülern vor und erzählte von unserem Vorhaben, wobei die Schüler sehr große Augen machten. Dann begann der Workshop und Antonella machte erste Übungen mit den Kindern. Hierbei sollten die Schüler durch den Raum gehen und in ihren Schritten einen gemeinsamen Rhythmus finden. Das Tempo variierte bei dieser Übung. Anschließend versuchte Christoph, das Gehör der Schüler ein wenig zu trainieren. Die Kinder machten zuerst einen Rhythmus mit den Beinen und anschließend zusätzlich durch Klatschen der Hände. Die Übungen waren für die Kinder nicht sehr einfach, da sie musikalisch bisher noch nicht viele Erfahrungen sammeln konnten. Aus diesem Grund zeigten sich die Erfolge nur in sehr kleinen Schritten. Trotz allem war der größte Teil der Kinder mit großer Begeisterung dabei.

Abtei- Gymnasium, 10. Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Nachdem das Projekt kurz beschrieben wurde, begannen die ersten Übungen. Hierbei machte Antonella ähnliche Übungen wie in der Heinrich-Böll-Gesamtschule. Die Schüler waren sehr diszipliniert und sie schienen keinerlei Schwierigkeiten bei den Übungen zu haben. Auch anschließend bei den rhythmischen Übungen mit Christoph waren die Schüler mit viel Begeisterung dabei. Sie machten innerhalb der eineinhalb Stunden sehr große Fortschritte und so konnte Christoph bereits die ersten Pattern einführen, die die Schüler anschließend bereits in Gruppen weiterführten. Am Ende der Stunde führte jede Gruppe ihren Rhythmus vor und anschließend musizierten alle zusammen, zwar noch nicht mit Instrumenten, aber durch rhythmisches Klatschen.

Donnerstag, 12.01.2006
Montessori-Grundschule, 3./ 4. Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Zu Beginn machte Benedetta mit den Kindern einige Aufwärmübungen, die die Kinder bereits mit großer Freude mitmachten. Es folgten einige Fokus- bzw. Präsenzübungen. Die Kinder waren von Anfang an sehr aufmerksam und schienen sehr motiviert. Anschließend folgte eine Übung zur richtigen Platzierung im Raum bzw. auf der Bühne. Die kleinen Tänzer begriffen schnell die Aufgabe und erfüllten sie mit Bravour. Anschließend begann Benedetta mit ersten einfachen rhythmischen Bewegungen, die sich aus verschiedenen Bewegungen und Geräuschen zusammensetzten. Hierbei hatten die Kinder besonders viel Spaß, da die Geräusche teilweise sehr lustig klangen. Anschließend sollten die Kinder verschiedene Gegenstände durch eine Bewegung zeigen. So stellte jedes Kind bei dem Begriff Baum seinen eigenen Baum vor. Anschließend bestand die Aufgabe darin, den anderen Kindern den eigenen Baum so vorzustellen, dass die anderen ihn nachmachen konnten. Hierbei zeigten sich die Kinder sehr kreativ: es reichte vom alten, zerbrechlichen bis zum jungen, knackigen Baum. Am Ende der Stunde waren die Kinder erschöpft aber sie gingen mit einem Lächeln aus der Tür.

Freitag, 13.01.2006
Gesamtschule Holweide 10. Klasse (Sonia Franken/Tanz)

Der Workshop mit Sonia begann dieses Mal mit einer „Stop and Go“- Übung, bei welcher die Tänzer zuerst durch den Raum gehen und auf ein Klatschen hin erstarrt stehen bleiben sollten. Nach dieser Übung, die ebenso eine große Rolle für den Fokus spielt, arbeiteten die Schüler in Gruppen an den Choreographien weiter.

Gesamtschule Holweide 10.2.3. Klasse (André Jolles/Tanz)

Der Workshop mit André begann ebenso mit einem „warm up“ zu lauter Musik. Nachdem die Schüler warmgelaufen waren, wurde die bereits beim letzten Mal begonnene Choreographie weitergeführt und vieles wiederholt. Auch bei dieser Klasse stellte sich die Zusammenarbeit etwas schwieriger dar als beim ersten Mal.

Dienstag, den 17.01.2006
Genovevagymnasium, 8. Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Zu Beginn wurde wieder die richtige Aufstellung im Raum geprobt, sodass sich die Tänzer gleichmäßig auf der Tanzfläche verteilten. Nach einigen Aufwärmübungen begannen Rhythmusübungen mit Klatschen. Anschließend wurde an der Ausarbeitung der Choreographie weitergearbeitet und bereits Gelerntes wiederholt.

Mittwoch, den 18.01.2006
Albert-Schweitzer-Schule, 3.Klasse (André Jolles/Tanz)

An dieser Schule begann heute der erste Workshop mit André. Nach der Platzaufstellung im Raum bzw. auf der Bühne begannen wieder die Aufwärmübungen. Hierbei hatten die Kinder sehr großen Spaß. Anschließend machte André bereits ein paar Teile aus der Choreographie vor, welche die Kinder mit sehr viel Begeisterung nachmachten. Die Kinder waren über den ganzen Zeitraum hinweg sehr diszipliniert und schienen großen Spaß an den Tanzübungen zu haben. Hierbei machten die 30 Tänzer bereits am ersten Tag sehr große Fortschritte.

Donnerstag, den 19.01.2006
Montessori-Grundschule,3./4.Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Beim heutigen Workshop waren die Kinder von Anfang an wieder mit großer Begeisterung dabei. Die Stunde war ähnlich aufgebaut wie in der vergangenen Woche. Zu Beginn wurde wieder die Platzaufstellung geübt, damit die Kinder später auf der Bühne selbstständig ihren Platz finden und hierbei einzeln und mit sicherer Haltung auftreten. Anschließend wurden nach dem „warm up“ Übungen im Kreis gemacht. Hierbei sollten die Kinder einen kleinen Kreis bilden, sich auf die Knie setzten und sich aus der gebückten Haltung nach hinten strecken und anschließend wieder zur Ausgangsposition zurückgehen. Diese Übung ist vergleichbar mit einer Blume, die sich langsam öffnet und anschließend wieder schließt. Nach dieser Übung sollten die Kinder wieder mit Bewegungen einen Baum, eine Vogelscheuche sowie ein Vogel darstellen. Die Kinder waren - wie bereits in den vergangenen Stunden - sehr diszipliniert und schienen viel Spaß am Tanzen zu haben.

Freitag, den 20.01.2006
Severinschule,2.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Zu Beginn des Workshops stellten sich die Kinder in einer Reihe auf. Christoph begann mit ersten leichten Rhythmusübungen, die die Kinder durch Fußstampfen und Händeklatschen nachahmten. Bei dieser Übung zeigte sich bereits, dass die Kinder ein gutes Rhythmusgefühl haben. Dann setzten sich die Kinder in einen Kreis. Christoph erzählte eine kleine Geschichte von Kindern in einem Wald, von Wind und Vögeln und von der Vogelscheuche. Die Kinder sollten anschließend sagen, wie man zum Beispiel am besten den Wind mit Geräuschen bzw. Instrumenten darstellen kann. Christoph verteilte Instrumente wie ein Regenmacher, Trommeln, Klanghölzer und einzelne Teile eines Glockenspiels. Die Kinder versuchten nun, mit den Geräuschen die Geschichte nachzuspielen und hierbei bekamen sie je nach Instrument einen Rhythmus vorgegeben. Hierbei hatten sie sehr viel Spaß und Christoph musste den einen oder anderen ein wenig bremsen. Die Kinder hatten bis zu dieser Stunde bereits ihre eigenen Pattern entworfen, die sie anschließend Christoph mit Klatschen vorführten.

Dienstag, den 24.01.2006
Genovevagymnasium,8.Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Der heutige Workshop begann wieder mit der Übung der richtigen Platzaufstellung. Hierbei ist wichtig, dass der ganze Raum genutzt wird und keine Lücken entstehen, damit ein schönes Gesamtbild entworfen wird. In dieser Aufstellung begann Benedetta mit Aufwärmübungen zu Musik. Nach dem Aufwärmen folgten rhythmische Übungen mit Händeklatschen und Fußtrampeln und zwar: „Fuß Fuß, Knie Knie, Hüfte Hüfte, Klatsch, tack tack weg tack, schnips schnips“. Nach diesem Rhythmus ist auch die Performance angelegt.

Mittwoch, den 25.01.2006
Albert-Schweizer-Schule,3.Klasse (André Jolles/Tanz)

Auch heute wurde André wieder mit Freude von den Kindern empfangen. Der Workshop begann mit der bereits bekannten Platzaufstellung. Nachdem die Kinder ihren Platz der letzten Woche eingenommen hatten, fingen die Aufwärmübungen an. Hierbei hatten die Kinder immer sehr viel Spaß, weil hier der ganze Körper einmal richtig wachgerüttelt wurde. Anschließend standen Rhythmusübungen mit Händeklatschen auf dem Programm, welche die Kinder von Mal zu Mal besser machten. Nach dieser Übung wurde eine neue Bewegung einstudiert, die André anschließend mit einer Trommel rhythmisch begleitete. Die neue Bewegung bestand aus einer Drehung um die eigene Achse. Als nächstes wurden die bereits geübten Choreographien wiederholt, welche sich die Kinder erstaunlich gut gemerkt hatten. Gegen Ende der Stunde wurde ein nochmals neuer Teil geübt und zwar nach dem Dominoeffekt: Die Kinder standen in einer Reihe und sollten sich einer nach dem anderen zur Seite hinlegen. Das Selbe anschließend im Gehen. Am Ende der Stunde waren die Kinder sehr erschöpft. Insgesamt hatten sie aber wieder ganz toll mitgearbeitet.

Donnerstag, den 26.01.2006
Montessori Grundschule,3./4.Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Heute begann die Stunde nach der Begrüßung wieder mit der Platzaufstellung im Raum. Als die Kinder alle den richtigen Platz eingenommen hatten, wurde das „warm up“- Programm gestartet. Nachdem die Kinder nun richtig aufgewärmt waren, wurden die bereits bekannten Rhythmusübungen wiederholt, wobei schnell die Fortschritte erkennbar wurden. Anschließend versuchte Benedetta, die einzelnen Teile zu einer ganzen Performance zusammen zu führen. Dieser Tanz erzählt dabei eine Geschichte. Die Kinder rennen einen Kreis und bleiben anschließend als Baum stehen. Durch die Masse der Kinder ergibt sich hierbei ein ganzer Wald. Ein Kind rennt zuletzt und macht dabei eine Spirale und bleibt in der Mitte stehen. Wenn es seinen Platz eingenommen hat, klatscht es in die Hände und die Kinder rennen einmal wie Vögel durch den Raum. Das letzte Kind wiederum bleibt in der linken Ecke vorne stehen und beginnt, mit dem anderen Kind, welches in der Mitte steht, ein rhythmisches Klatschen. Hierbei bewegen sie sich dann aufeinander zu. Am Ende des Klatschens kommt der Wald zu den Kindern und scheint sie zu bedrohen. Die beiden Kinder rennen an eine andere Stelle, doch der Wald kommt wieder auf sie zu. Dann beginnt sich ein Baum, ganz langsam zu bewegen und alle anderen Bäume tun es ihm gleich. Die Kinder werden von dem Wald bezaubert und trauen sich nun, durch den Wald zu gehen, welcher sich schließlich um die Kinder versammelt. Bis hier wurde die Performance mehrere Male geübt, bis die Stunde zu Ende war.

Dienstag, den 31.01.2006
Elsa-Brändström-Schule,6.Klasse (Sonia Franken/Tanz)

Zu Beginn des Workshops besprach Sonia mit den Schülern den Ablauf des Konzertes: zum einen den Ablauf ihrer Performance und zum anderen den tänzerischen Übergang zum Auftritt der 5. Klasse aus Chorweiler. Anschließend folgten einige Aufwärmübungen mit Musik, um die Kinder für die Performance vorzubereiten. Die Aufwärmübungen wurden ergänzt durch einige rhythmische Übungen. Nachdem diese Übungen beendet waren, folgte ein „Stop and Go Training“, welches später für den Abgang von der Bühne benötigt wird. Bei dieser Übung sollten sich die Kinder während der Musik bewegen und durch den Raum gehen und - sobald die Musik stoppte - im Fokus stehen bleiben, bis die Musik wieder spielte. Nach diesen Grundübungen arbeiteten die Schüler an ihrer Performance weiter. Hierbei arbeiteten sie zuerst in Gruppen an ihren eigenen Ideen und anschließend wurde die gesamte Performance mehrere Male geprobt.

Donnerstag, den 02.02.2006
Montessori- Grundschule, 3./4.Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Zu Beginn der Stunde machte Benedetta mit den Kindern wieder einige Aufwärmübungen. Anschließend folgten einige Rhythmusübungen mit Fußstampfen und Händeklatschen, welche die Schüler immer wieder mit Freude mitmachten. Nachdem die Kinder nun schön aufgewärmt waren, begannen die Übungen an der Performance. Hierbei wurden einige Durchgänge gemacht, welche zwischendurch kritisch beurteilt und verbessert wurden.

Freitag, den 03.02.2006
Severinsschule,2.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Nachdem die Musikinstrumente an die Kinder verteilt worden waren, begann die Arbeit an dem Stück. Die Kinder machten mehrere Durchgänge, wobei immer wieder die einzelnen Stellen genauer geübt werden mussten, zum einen weil die Kinder sich häufig verspielten und zum anderen, weil der Rhythmus von Takt zu Takt immer schneller wurde. Teilweise klappte das Zusammenspiel schon sehr gut, aber meist nur für kurze Momente, da einige Kinder immer wieder aus dem Takt kamen. Das Musikstück beginnt mit der Nachahmung des Windes, dann folgt das Heulen des Windes und das Rascheln der Baumblätter, bevor dann eine schöne klangvolle Melodie einsetzt. Diese wird unterstützt durch Trommeln und Rasseln, wodurch das Stück etwas rhythmischer wird. Dann setzt von neuem eine Melodie ein, die mit leisem Plätschern des Regens endet.

Gesamtschule Holweide,11.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Der heutige Workshop mit Christoph fand mit der 11. Klasse in der Gesamtschule Holweide statt. Nachdem die Instrumente verteilt wurden (Xylophon, Glockenspiel, Rasseln und Trommeln) begann die Arbeit an dem Musikstück. Es fanden mehrere Durchgänge statt, die jedoch mehrmals unterbrochen wurden, um einzelne Stellen genauer zu üben oder weil die Instrumente in unterschiedlicher Geschwindigkeit spielten und somit ein heilloses Durcheinander entstand. Gegen Ende der Stunde wurden die Erfolge immer sichtbarer bzw. hörbarer.

Dienstag, den 07.02.2006
Janosch-Grundschule,4.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Diese Musikklasse der Janosch-Grundschule besteht aus 23 Schülern. Zu Beginn der Stunde machte Antonella mit den Kindern eine Fokusübung. Hierbei wurde eine kleine Gruppe von Schülern angewiesen, sich präsent auf die Bühne zu setzen und dies ohne zu sprechen oder zu kichern. Zusätzlich sollten sie während dieser Übung stets Blickkontakt zu Antonella halten. Die übrigen Kinder spielten das Publikum und sollten anschließend sagen, was ihnen aufgefallen war. Diese Übung sollte den Kindern vor Augen führen, wie man präsent während der Aufführung auf der Bühne sitzt und das über einen längeren Zeitraum hinweg. Anschließend begann die Arbeit am Musikstück. Dieses wurde mehrere Male durchgespielt und an einigen Stellen auch wiederholt. Auch hier besteht die Schwierigkeit darin, denselben Rhythmus über einige Minuten zu halten. Da die Kinder durch die konzentrierte Arbeit schnell erschöpft waren, wurde zur Ermunterung ein kleines Spiel gespielt, und so gingen die Kinder anschließend wieder gestärkt an die Arbeit. Während der Durchgänge wurde zusätzlich das Laut- und Leisespielen geübt.

Mittwoch, den 08.02.2006
Albert-Schweitzer-Schule,3.Klasse (André Jolles/Tanz)

Heute begann der Workshop wieder mit einigen Aufwärmübungen. Es folgte eine Dominoübung im Kreis. Hierbei sollten die Kinder mit einer bestimmten Technik nacheinander auf den Boden sinken und dann wieder nacheinander aufstehen. Dieser Dominoeffekt war sehr eindrucksvoll und die Kinder schienen großen Spaß mit der neuen Übung zu haben. Anschließend wurde die Performance weiterentwickelt. Hierbei sollten die Kinder in den hinteren Teil des Raumes gehen. Bei diesem neuen Teil ging eine Reihe der Kinder in die Knie, bückte sich wie eine Katze, ging zurück auf die Füße wie ein Frosch und stand anschließend wieder auf. Während die einen in Katzenstellung waren, rannten die anderen Kinder nach vorne und machten dieselben Bewegungen. Nachdem die Kinder diesen neuen Teil erfolgreich gemeistert hatten, wurde der tänzerische Übergang mit einer anderen Klasse geprobt. Die Kinder sollten sich hierbei die anderen Kinder vorstellen und so ihre Übungen fortführen. Nachdem nun einzelne Stellen der Performance geübt worden waren, folgte ein Gesamtdurchlauf.

Donnerstag, den 09.02.2006
Montessori-Grundschule,3./4.Klasse (Benedetta Reuter, André Jolles/Tanz)

Beim heutigen Workshop machte André den Anfang mit mehreren Fokusübungen. Bei den letzten Durchgängen der Performance war deutlich geworden, dass die Kinder noch mehr an ihrem Fokus arbeiten mussten. Den Kindern sollte bewusst werden, wann sie sich im Fokus befinden und wann nicht, und wie es wirkt, wenn auf der Bühne kein Fokus vorhanden ist. Nach dieser kurzen Anfangsübung fand das „warm up“ statt. Hierbei hatten die Kinder jede Menge Spaß, da sie zu der Musik teilweise sehr lustige Übungen machen durften. Nach erfolgreichem Aufwärmen folgte die Arbeit an der Performance. Zu Beginn wurden einige Änderungen durchgesprochen und anschließend folgten dann die Durchgänge. Diese wurden des Öfteren unterbrochen, um Einzelheiten zu verbessern. Insgesamt sah die Performance aber schon sehr professionell aus.

Freitag, den 10.02.2006
Severinschule, 2.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Beim heutigen Workshop wurde das Musikstück mehrere Male durchgearbeitet. Hierbei wurden wieder einzelne Teile genauer geprobt und verbessert. Die Schwierigkeit, die nach wie vor bestand, war die Einhaltung des Tempos.

Gesamtschule Holweide,11.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Der Workshop begann mit Fokusübungen, um den Eindruck der Musiker auf der Bühne für das Publikum zu verbessern. Nach der Fokusübung wurde weiter an den Durchläufen des Musikstückes gearbeitet und hierbei wurde deutlich, dass sich die Schüler nun sehr große Mühe gaben und am Ende der Stunde konnten bereits einige Erfolge verbucht werden.

Dienstag, den 14.02.2006
Gesamtschule Holweide, 10.Klasse (Sonia Franken/Tanz)

Der heutige Workshop begann wieder mit leichten Aufwärmübungen, welche nach wie vor sehr notwendig waren, um dem Verletzungsrisiko vorzubeugen. Nachdem die Schüler langsam ins Schwitzen kamen, begannen wieder die Übungen an der Performance. Es wurden neue Bewegungen hinzugefügt und alte Bewegungen mehrere Male wiederholt. Am Ende wurden dann mehrere Durchläufe geprobt.

Gesamtschule Holweide,10.2.3.Klasse (André Jolles/Tanz)

Der heutige Workshop begann mit einer Fokusübung, um die Präsenz der Tänzer auf der Bühne zu verbessern. Anschließend folgten einige Aufwärmübungen. Nachdem die Schüler sich warm gemacht hatten, probte André mit den Schülern Einzelteile der Performance. Zudem brachte er den Schülern neue Bewegungen bei (unter anderem Hebefiguren) und setzte dies in den gesamten Ablauf mit ein. Gegen Ende der Stunde folgten einige Durchgänge der Performance.

Mittwoch, den 15.02.2006
Albert-Schweitzer-Schule,3.Klasse (André Jolles/Tanz)

Die Stunde begann mit Aufwärm- und Rhythmusübungen. Anschließend wurden etliche Durchläufe der Performance geübt und hierbei auch einzelne Stellen im Detail geprobt und verbessert. Die Kinder hatten nach wie vor große Freude am Tanzen und brachten den richtigen Ehrgeiz für eine erfolgreiche Aufführung mit.

Donnerstag, den 16.02.2006
Montessori-Grundschule,3./4.Klasse (Benedetta Reuter/Tanz)

Die heutige Stunde war eine ganz besondere, da die Schüler das erste Mal ihre Kostüme trugen. Der größte Teil der Schüler hat grüne Kleider an. Ein Kind mit dem Namen Jil ist von Kopf bis Fuß in Rot, eine weitere Schülerin trägt ein gelbes Kostüm und das Mädchen, welches die Vogelscheuche spielt, ist weiß/beige gekleidet. Nach den üblichen Fokusübungen und Aufwärmübungen wurden zunächst einzelne Teile der Performance geprobt. Anschließend gab es wieder mehrere Durchläufe, die von Mal zu Mal besser gelangen.


Freitag, den 17.02.2006
Severinschule, 2.Klasse (Christoph und Antonella Diekmann/Musik)

Heute wurden vom Beginn der Stunde bis zum Ende die Durchläufe des Musikstückes und einzelne Stellen detaillierter geprobt. Anschließend wurde noch der Aufgang auf die Bühne mit den Kindern durchgegangen, damit am Tag der Aufführung jedes Kind weiß, wo es zu sitzen hat.

Mittwoch, den 01.03.2006 1.Zusammenführung
Donnerstag, den 02.03.2006 2.Zusammenführung

Nach einer einwöchigen Pause fanden nun die mit Spannung erwarteten Zusammenführungen der Klassen statt. Hierfür trafen sich alle Klassen in der Gesamtschule Holweide um gemeinsam zu proben. Den Anfang machte die Montessori-Grundschule (Tanz) und die Severinschule (Musik). Die Tänzer hörten nun zum ersten Mal die Musik, zu welcher sie ihre Performance aufführen werden. Die Musiker sahen zum ersten Mal die Tänzer die zu ihrer Musik tanzen würden. Die Schwierigkeit bestand nun darin, die Musik und den Tanz zusammen zu führen, da die Tänzer bisher nur einen rhythmischen Takt als Vorgabe hatten. Es stellte sich schnell heraus, dass es sehr wichtig ist, dass die Musiker ihr Tempo halten und nicht schneller werden, da die Tänzer sonst aus dem Rhythmus geraten und so die gesamte Performance schnell ins Schwanken geraten kann.
Bei den anderen teilnehmenden Klassen zeigten sich etwa die gleichen Schwierigkeiten und umso deutlicher musste den Schülern klar werden, dass es unumgänglich ist aufeinander zu hören. Die Tänzer auf die Musiker und umgekehrt.

Donnerstag, den 09.03.2006 Hauptprobe

Nach den beiden Zusammenführungen fand nun die Hauptprobe statt. Die teilnehmenden Schulklassen trafen sich für die Proben wieder in der Gesamtschule Holweide. Die Musiker der ersten Gruppe setzten sich auf ihre Positionen und die Tänzer hielten sich für ihre Auftritte bereit. Die Kinder sollten sich die Konzertsituation vorstellen, damit sie konzentriert mitarbeiten würden. Sie sollten lernen ruhig zu bleiben, auch wenn sie gerade keinen Auftritt haben. Bei der heutigen Probe war es ebenfalls sehr wichtig die Übergänge zu Proben, damit am Tag der Aufführung ein reibungsloser Ablauf garantiert werden kann. Hierfür war es wichtig, dass die Kinder sich die Räumlichkeiten der Bühne vorstellen konnten und so bereits im Voraus wussten auf welcher Seite sie auf- bzw. abgehen würden. Gleichzeitig mussten sie sich merken, welche Klasse vor ihnen den Auftritt hat und zu welchem Zeitpunkt sie auf die Bühne gehen werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verliefen die Durchläufe immer besser und die Kinder konnten sich die Konzertsituation immer besser vor Augen führen. Am Ende der ersten Probe wurde noch der Auftritt der Kinder beim Applaus geprobt. Um zu einem abgerundeten Ergebnis zu kommen ist es unerlässlich, dass die Verbeugung vor dem Publikum reibungslos verläuft und so brachten die Workshopleiter den Musikern sowie Tänzern eine kleine Choreographie bei. Die Schwierigkeit bestand darin, die Klassen währenddessen zur Ruhe zu bringen und sie zu koordinieren.
Nachdem die erste Gruppe ihre Probe beendet hatte, war nun die zweite an der Reihe. Die Probe verlief sehr ähnlich wie die erste. Die Schüler probten verschiedene Durchläufe und hierbei wurde wieder auf fließende Übergänge geachtet. Gegen Ende der Stunde wurde auch mit den älteren Schülern die Applaussituation geprobt, um ein wahlloses Verbeugen am Ende des Konzertes zu vermeiden. Wie immer am Ende einer Probe waren die Schüler sehr erschöpft aber gleichzeitig konnte man die wachsende Nervosität verspüren.

Samstag, den 11.03.2006 Generalprobe

Ein Tag vor der Aufführung fand nun die Generalprobe in der Philharmonie statt. Die Schüler der ersten Gruppe trafen kurz vor neun Uhr in der Philharmonie ein. Nachdem sie sich in ihren Umkleideräumen umgezogen hatten, machten sie sich auf den Weg zur Bühne. Ein Teil der Schüler setzte sich in den Zuschauerraum, da sie am Tag der Aufführung von dort auf die Bühne gehen werden. Die anderen Schüler sammelten sich hinter der Bühne im Künstlerfoyer und warteten auf ihren Auftritt. Man merkte ganz deutlich, dass den Schülern der Ernst der Lage immer bewusster wurde und sie durch die wachsende Nervosität sehr unruhig waren. Die Aufgabe bestand nun darin, die Schüler zu beruhigen und ihre Ängste ein wenig abzubauen, damit sie weiterhin konzentriert bei der Arbeit sein konnten. Nach einigen erfolgreichen Durchläufen zogen sich die Schüler in ihre Umkleiden zurück und überließen der zweiten Gruppe die Bühne. Bei den Schülern der zweiten Gruppe konnte man ebenfalls die Nervosität spüren, doch diese wirkte sich sehr positiv auf die Proben aus, denn die Schüler arbeiteten noch mal sehr konzentriert mit. Sie wollten letzte Schwierigkeiten meistern um am folgenden Tag einen glänzenden Auftritt auf der Bühne zu haben.
Nachdem die letzten Schüler die Philharmonie verlassen hatten, setzten sich die Workshopleiter für eine letzte Besprechung zusammen um noch Einzelheiten für den Auftritt festzulegen.

Sonntag, den 12.03.2006 Aufführung „Response 2006“

Der Tag der Aufführung war gekommen. Die Schüler der zweiten Gruppe trafen bereits gegen elf Uhr ein und zogen sich in ihre Umkleideräume zurück. Um halb zwölf wurde nochmals ein kurzer Durchlauf geprobt, damit die Schüler kurz vor der Aufführung noch mal Sicherheit bekommen würden und letzte Unsicherheiten aus dem Weg geräumt werden konnten. Nach diesem Durchlauf ging die zweite Hälfte in ihre wohlverdiente Mittagspause und überließ der ersten Gruppe die Bühne. Diese machten ebenfalls einen letzten Durchlauf und konnten so mit einem sicheren Gefühl ihrem Auftritt entgegensehen.
Um 14.30 Uhr trafen sich alle Schüler im Künstlerfoyer und machten sich für den Auftritt bereit. Die steigende Nervosität war nicht zu übersehen und es wurde immer schwieriger die Schüler ruhig zu halten. Kurz vor der Aufführung gingen die Musiker auf ihre Plätze im Publikum und die ersten Tanzklassen stellten sich für ihren Auftritt bereit.
Um Punkt 15.00 Uhr begann das Konzert. Die Musiker nahmen ihre Plätze ein und eine Tanzgruppe nach der anderen meisterte erfolgreich ihren Auftritt. Gingen die Tänzer zu Beginn noch mit großer Nervosität auf die Bühne so konnte man nachdem sie die Bühne verlassen hatten ihre Erleichterung und Freude, es geschafft zu haben, spüren. Auch die zweite Hälfte des Konzertes verlief ohne jegliche Komplikationen ab und so konnte man am Ende der Aufführung auf jedem Gesicht ein Lächeln der Erleichterung und Freude erkennen. Das Publikum dankte den Musikern und Tänzern mit einem tobenden Applaus. Auch die Workshopleiter waren mit dem Ergebnis der wochenlangen Arbeit zufrieden und lobten ihre Schützlinge. So wurde an diesem Sonntag das Projekt Response erfolgreich beendet und die Schüler verließen glücklich die Philharmonie.

 
Besonderheiten:
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass Schulklassen gleichzeitig an ihren Kompositionen und an ihren Tanzchoreographien gearbeitet haben, ohne sich gegenseitig zu kennen bzw. zu besuchen. Erst bei den Zusammenführungsproben ab März, also kurz vor der Aufführung, wurden den Schulklassen gegenseitig klar, dass zu ihren Musikstücken getanzt wurde bzw. aus Sicht der Tanzklassen, dass es Musik zu ihren Choreographien gibt.
Außerdem ist es völlig neu, mit Schulklassen experimentell zu tanzen, ohne dass das Musikstück und die Choreographie von vorneherein feststeht. Das war möglich dank der „Pattern“.
So wurde die Kreativität der Kinder und Jugendlichen nicht nur im Bereich Musik, sondern auch im Bereich Tanz genutzt und gefördert.
Gleichzeitig hat der Literaturkurs der 12. Klasse des Genovevagymnasiums das gesamte Projekt dokumentarisch begleitet, die Aufführung gefilmt und daraus einen Dokumentarfilm mit Hilfe der SK-Stiftung Kultur und Medien Köln geschnitten, den alle beteiligten Klassen kurz vor den Sommerferien im Filmforum NRW (Kino im Museum Ludwig) gesehen haben und sich zum Selbstkostenpreis kaufen konnten.

 
Probleme und Lösungen:
Bei Tanzprojekten liegen die Probleme auf der Hand: manche Kinder, aber vor allem Jugendliche finden tanzen „peinlich“, lehnen Körperlichkeiten im Schulrahmen ab und haben daher gewisse Blockaden gegen solche Projekte.
Die Workshops bestehen also nicht nur aus reinem „Tanzunterricht“, sondern es war viel vertrauensbildende Arbeit notwendig, aber auch entsprechend viel Training, damit sich die Kinder und Jugendlichen sicher fühlten bei der Aufführung.
Trotzdem waren die Klassen der Mittel- und Oberstufe immer unterschiedlich besetzt und auch kurz vor der Aufführung gab es Jugendliche, die abgesprungen sind. Manche tänzerischen Formationen mussten kurzfristig geändert werden, aus 3ern wurden 2er etc.

Außerdem machte es Schwierigkeiten, dass wir vor der Aufführung zwei Zusammenführungsproben in der Turnhalle einer Schule und noch eine Generalprobe in der Philharmonie angesetzt haben. Viele Kinder und Jugendliche sind mittlerweile so ausgebucht, dass sie kaum bereit sind, ihre Pläne für ein solches Projekt zu ändern. Auch die Fahrten der Klassen zu diesen Proben machten erhebliche Schwierigkeiten, meistens wurden die Eltern als Fahrdienste verpflichtet, die dann eher mürrisch waren.
Als dann noch der Konzertbesuch mit den Werken von Steve Reich auf dem Terminplan stand, erreichte mich der Satz „warum muss mein Kind schon wieder in die Philharmonie“, der mich dann zu einem deutlichen Brief an die beteiligten Schulen veranlasst hat.
Es war festzustellen, dass Kultur einerseits als wichtig und richtig angesehen wird, wenn dann aber privates und zeitliches Engagement gefordert wird und auch die Proben nicht nur Spaß machen, sondern auch „Arbeit“ sind, entscheiden sich viele Familien lieber gegen ein solches Projekt.

Ganz überwunden wurde diese Schwierigkeit nicht. Dazu ist ein Projekt auch zu kurz, ich glaube, dass solche Projekte einen langen Atem und viele Fürsprecher brauchen, damit Eltern das gleiche Engagement aufwenden wie beim Fußballverein ihrer Kinder!

 
Anekdotisches:
Die Äußerung zweier Kinder am Tag der Aufführung sind mit Besonders im Gedächtnis geblieben. Ein Kind, welches das Podium der Kölner Philharmonie betrat, sagte zu seiner Lehrerin: „Hier treten ganz besondere Menschen auf, und heute bin ich etwas ganz Besonderes!“. Ein zweites Kind im Alter von ca. 12 Jahren erzählte, dass seine Eltern ihm noch nie eine ganze Stunde zugesehen hätten in seinem Leben, wenn er etwas gemacht habe. Und heute wären sie extra wegen ihm gekommen!

Die beiden 5. Klassen der Gesamtschule Chorweiler durften nach dem Schuljahr ein neues Fach wählen und sich aussuchen, ob sie Technik, Türkisch oder Darstellen und Gestalten wählen. Normalerweise wählt fast kein Kind dieses letzt genannte kreative Fach. Aus den beiden Response-Klassen haben nun über 20 Kinder das Fach Darstellen und Gestalten gewählt – ein Ergebnis, das mich nach den o.g. Erfahrungen wieder ganz optimistisch stimmt!