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alles was sie denkt
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eingang
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erste schleuse
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erschöpft
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trauriges tun
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vorankündigung in der u-bahn
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weihnacht ist überall
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darf nicht raus & trauriges tun
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einladungs- und eintrittskarte
kunst und wirklichkeit
Schule:
IGS Roderbruch
Rotekreuzstr. 23, 30627 Hannover
Tel. 0511-168 47825 Fax -48844

integrierte gesamtschule
 
Kooperationspartner:
lotte lindner und till steinbrenner,
performance- künstler, bildhauer, 30459 hannover

sowie die feuerwehr hannover, hr. falkenberg und die hrg hannover, frau krummfuß die den raum
öffneten und auch sonst überaus hilfsbereit waren

 
Beteiligte Schüler:
35
ein kurs der 11. jahrgangsstufe "darstellendes spiel" und ein kurs der 11. jahrgangsstufe "visuelle kommunikation"
 
Beteiligte Lehrkräfte:
1 visuelle kommunikation1 darstellendes spiel2 künstler (gestalteten schwerpunktmäßig und in enger absprache die inhalte)
 
Stundenvolumen:
vorbereitungszeit: (theorie, vorstellung der künstler, besichtigung eines anderen, eventuellen aufführungsortes) 3wochen á 2x45minuten
konkrete vorbereitung 4wochen á 2x45 minuten
general - und technikprobe: 3 stunden am nachmittag
aufführung 4 stunden am abend (mit auf - und abbau)
dazu kommen 5 treffen á 3stunden mit allen beteilligten lehrenden und natürlich ca. 40 stunden vorbereitungs - und planungszeit der künstler.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
kunst und wirklichkeit

das ansinnen des projektes im ganzen lässt sich damit zusammenfassen das wir schülern die realität zeitgenössischer künstlerischer praxis vermitteln:
was tun künstler ?
wie kommen künstler zu ihren ideen ?
wie kommen diese ideen zu einer form ?
und wie kommt alles das an einen ort der präsentation ?

im konkreten fall waren die performancekünstler lotte lindner und till steinbrenner dazu eingeladen diese praxis aus ihrem speziellen focus zu vermitteln:

von einer einführungs - und vorstellungsstunde abgesehen wurde bis auf kleine theoretische intermezzi stets praktisch und zielorientiert gearbeitet.

am beginn des projektes stand die suche nach einem speziellen, herausfordernden, geschichtlich und architektonisch besonderen raum.
diesen fanden wir in dem grössten und zentralsten noch in bereitschaft befindlichen bunker hannovers - direkt unter dem hauptbahnhof.
dieser raum war nicht nur wegen seiner inhaltlichen bedeutung, sondern auch wegen seiner mysteriösen unerreichbarkeit ein wunderbarer zielpunkt für die folgende arbeit mit den schülern.
anhand von performanceideen der schüler haben wir uns gemeinsam daran gemacht eine zweistündige veranstaltung für diesen 2200 menschen fassenden zivilschutzbunker zu erarbeiten.
die atmosphäre des ortes, seine vergangenheit vom zweiten weltkrieg bis zum auffanglager für 1989 ankommende ddr-bürger,
die gasschleusen im eingang und die hunderte von gitterpritschen in seinem inneren wurden dabei genauso einbezogen wie ganz persönliche und individuelle ideen und gefühle, die der ort und das wachsende konzept in jedem einzelnen geweckt haben.
es gab keine vorgabe hinsichtlich gemeinsamen oder einzelnen arbeitens, so daß wir schliesslich eine reihe von verschiedensten, ein bis sechs personen umfassenden performances in den raum bringen konnten.
besonders wichtig war es uns dabei dass alle zur umsetzung nötigen schritte - von der besichtigung der orte über die nötige pressearbeit bis zur technischen ausrüstung erfahrbar wurden.

entstanden ist ein mosaik von 19 einzelaktionen, die zwar um das gleiche thema im gleichen raum kreisten,
jedoch alle aus unterschiedlichen perspektiven und ohne zwingende synchronizität.

die (in diesem ersten fall auf 99 personen limitierten) besucher konnten sich frei durch den raum bewegen und so immer neue
handlungen und zusammenhänge entdecken.
die uraufführung am 25.2.2005 war für alle ein grosser erfolg und weckte sogar bei den hausherren von der berufsfeuerwehr hannover den
wunsch nach einer wiederholung.

zur finanzierung:
die finanzierung wurde aus verschiedenen quellen gespeist:
zum einen aus mitteln der schule, welche als "auszahlung" gestrichener oder nicht neubesetzter lehrerstellen entstanden.
zum anderen aus einem topf welcher auf initiative einer ehemaligen schülerin und nun bekannten künstlerin, silke schatz, entstand und sicch aus einer von ihr gestifteten edition von drucken speist welche zugunsten des stiftungskontos verkauft werden.
dieser gedanke sollte möglichst von weiteren beteilligten künstlern weitergetragen und durch weitere künstlerische stiftungen aufgestockt weden.
lotte lindner und till steinbrenner erwägen die stiftung einer dokumentarischen edition zum thema performance im bunker.

 
Projektauslöser/Idee:
das projekt steht in einem kontinuum von zusammenarbeiten ehemaliger schüler mit dem initiierenden lehrer johannes borchardt.
in diesem fall kam der wunsch der künstler seiner frage auf halbem weg entgegen.
 
Projektentwicklung:
alle 4 beteilligten leiter haben von anfang an gemeinsam geplant und vorbereitet.
- nur die organisatorische vorarbeit wurde verteilt und bei einem wöchentlichen abedlichen "jour fixe"
abgeglichen und ausgetauscht.
die gestaltung der inhalte lag weitestgehend bei den eingeladenen künstlern.
 
Besonderheiten:
- das es mit der wirklichkeit künstlerischen tuns umgeht
- das es eine echte öffentlichkeit anspricht.
- das es nicht um künstlerische theorien sondern um persönlichkeiten geht.
 
Probleme und Lösungen:
problem: mangel an zeit im allzu straffen lehrplan
lösung: ???
 
Anekdotisches:
am tag vor der aufführung galt es - einem anruf
von "unserem" pressesprecher der feuerwehr folgend- innerhalb einer stunde zwei bis drei schüler zu einem pressetermin in den bunker zu bekommen.
die einzige greifbare telefonnummer führte zum schuldirektor, der sofort alle nötigen schüler befreite und uns weiter vermittelte.
wir erreichten aber nur zwei schüler.
- als wir nach einer guten stunde am bunker ankamen waren - keiner weiß wie - beinahe alle schüler da und konnten nacheinander für rundfunk und fernsehen frage und antwort stehen und einzelne sequenzen anspielen.
die berichterstattung war entsprechend gut !