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Besprechung in der Nordsee-Zeitung Bremerhaven
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Das Handwerks-, Medien und Windmusik-Betreuungsteam am Strand
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Windharfe im Bau
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Abendstimmung mit zaubrig klingendem Flaschenorchster
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Unari- selbstgebaute japanische Windmusikbögen werden stolz gezeigt
Windmusik
Schule:
Immanuel-Kant-Schule
Medienwerkstatt
Flensburgerstr. 10
27576 Bremerhaven

http://iks-medien.de


Sonstige / Offener Ganztag

 
Kooperationspartner:
Unerhört - Verein für Neue Musik e.V.
Morgensternstr. 6
27580 Bremerhaven

Fon: 0471 926 99 23
http://unerhoert.net

Kirsten Sauer - Plastikerin

Robert Valkenburgh - Instrumentenbauer

Kai Zeller - Handwerker

Vahid Zamani - Fimemacher

Susanne Carstensen - Fotografie

 
Beteiligte Schüler:
100
Die Krokodile Klassengruppe 3/4
Surheider Grundschule

Klasse 3 e
Fritz-Reuter-Schule (Grundschule)

Klassen 5a/5b
Immanuel-Kant-Schule (Sekundarschule)

Klassen 5-10
Anne-Frank-Schule (Schule für Wahrnehmungs- und Entwicklungsförderung)

Medienarbeitsgemeinschaft
Immanuel-Kant-Schule

AG Windmusik
Immanuel-Kant-Schule

 
Beteiligte Lehrkräfte:
15 Kolleginnen und Kollegen6 Kinderpflegerinnen1 Dipl- Sozialpädagogin
 
Stundenvolumen:
2 Projektwochen für die teilnehmenden Klassen
2 AG Stunden Medienwerkstatt 3 Monate (Projektdokumentation)
2 AG Stunden AG Windmusik 2 Monate
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Wenn der Wind Musik macht!
Ausstellung und Konzert mit Aeols-Harfen, Musikbögen, Bambusorgeln und Langsaiten

 
Projektauslöser/Idee:
Das Thema "Klimastadt" ist in Bremerhaven in aktueller Diskussion.
Neben den globalen Szenarien für den Klimawandel ist Bremerhaven vorallem dabei, sich für die regenerative Energie "Wind" zu einem Zentrum von Forschung, Wissenschaft, Technologie und Wirtschaft zu entwickeln. Mit unserem Projekt möchten wir die Windenergie forschend und praktizierend jungen Menschen nahebringen. Wir planen einen Windernergie-Klanggarten, für den windgetriebene Instrumente (Windharfen, Bambusorgeln, Dracheninstrumente, Langsaitenresonatoren, Windklangspiele) gebaut und ausgestellt werden. In der ersten Phase des Projektes werden unsere Schüler/-innen von Künstlern und Instrumentenbauern unterstützt. Sie lernen auch einfache Instrumente zu konstruieren und ihr erworbenes Wissen Grundschülern weiter zu vermitteln, die dann aktiv an einem Abschluss-Windklangkonzert teilnehmen.

Parallel zu der praktischen Arbeit werden Kontakte zur Hochschule Bremerhaven (Institut für Windenergie) und Firmen aufgenommen, um mit kleinen Unterrichtseinheiten und Betriebsbesichtigungen den Fokus auf das Themenfeld "Regenerative Energien" zu lenken und eine erste Bedeutung für dieses wichtige Zukunftsfeld zu entwickeln.
Die Arbeit wird von den Schüler/-innen mit Mikrofon, Videokamera und Fotokamera begleitet und für eine Dokumentation auf der Homepage im Internet aufbereitet.

Praktisches handwerkliches Geschick, musikalische Fantasie und Gestaltung mit natürlichen Resourcen bilden eine Ouverture zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema. Junge Menschen organisieren nicht nur ihr eigenes Wissen darüber, sondern geben dieses in diesem Projekt gleich an jüngere und ältere Menschen weiter, in dem Sie als "kleine Experten" bei der Projektpräsentation am Weserstrand Besucher anleiten und betreuen, die sich von diesem spektakulären Windklanggarten angezogen fühlen.

 
Projektentwicklung:
Bei dem Projekt "Grünhöfe liegt am Strand" galt es, ein schulübergreifendes Projekt in einer Gegend zu inszenieren, wo eigentlich modern betrachtet schon längst eine Bildungslandschaft hätte sein können. Vier Schulen an drei Standorten, deren Schülerschaft eigentlich eine ähnliche Bildungslaufbahn mit einem Schulübergang von der 1. bis zur 10. Klasse verfolgen.

Ein kulturelles Projekt also, das Menschen aus dem Ortsteil zusammenbringt, Schülerinnen und Schüler schulstufenübergreifend zusammenarbeiten lässt für eine künstlerische Annäherung an ein Thema, dass in der Stadt Bremerhaven (Klimastadt/Zentrum für Windenergie) eine aktuelle Bedeutung erfährt. Und das zwischen Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Schulen eine Verständigung ermöglicht, die sich nicht nur auf eine unpersönliche, standardisierte Organisation der Bildungsübergänge reduziert.

Anregungen, ein solchen Projekt in Angriff zu nehmen, wurden innerhalb eines Bürgerausschusses des Ortsteiles (Wohnen in Nachbarschaften) nach langer kritischer Diskussion positiv befürwortet. Eine Grundfinanzierung wurde sichergestellt.

Die losen Kontakte zwischen den Schulen wurden gezurrt und auf freiwilliger Basis meldeten sich die beteiligten Klassen für das Projekt an.

Die Medienwerkstatt der Immanuel-Kant-Schule übernahm die Gesamtorganisation. Die Kontakte zu Künstlerinnen und Künstlern konnten über den in Bremerhaven aktiven Verein für Neue Musik hergestellt werden. Auf insgesamt zwei Organisationssitzungen wurden die Arbeitsstrukturen und Projektabläufe gemeinsam festgelegt und die Zeiträume für die Kooperationsarbeit abgesprochen...

Das Projekt hat gezeigt, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sich "lässig" an die künstlerische Ausgestaltung machten. Viele Wissenfragen fanden während der kreativen Arbeitsphasen enpassent ihre Antwort. Die gemeinsame Zeit wurde produktiv genutzt. Es wurde mit großem Enthusiasmus für die Klangaustellung und das Windmusikkonzert gewerkelt. Jedes Instrument am Strand hatte sein Team als Hersteller. Die im Wind klingenden Sounds verzauberten nicht nur ihre Erbauer, sondern auch die zahlreichen Zuschauer, die eben extra aus dem Ortsteil für dieses Event an den Strand Bremerhavens kamen. Schule, die im wahsten Sinne des Wortes bewegt.

Mit Unterstützung weiterer Sponsoren konnte eine Dokumentation (Katalog mit DVD) erstellt werden, die das Arbeitsfeld "kulturelle Bildung" mit ihren immanenten Möglichkeiten in eine breitere lokale gesellschaftliche Diskussion führt. Kunst ist eben nicht nur gut fürs Leben mit seinen vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten sondern eignet sich auch hervorragend, eine positive Vision von Schule und ihre Aufgaben im Ortsteil in das Tagesgespräch zu bringen.
 
Besonderheiten:
An der Windmusik haben Schülerinnen und Schüler zwischen 8 und 16 Jahren aus Grundschule, Sekundarschule und Förderschule teilgenommen. Alle Schulen liegen im Quartier. Die Arbeit an dem Projekt hatte dadurch nicht nur eine handwerkliche und künstlerische Dimension, sondern auch eine soziale, auf den Ortsteil bezogene. Bei der Präsentation gab es dann ein Treffen von Kindern, Eltern, Lehreren und den Künstlern am Bremerhavener Strand, der "n i c h t" in der Nähe zu den Schulen liegt. Für einige war es der erste Besuch dort. Das große mediale Interesse (Zeitung, Rundfunk, TV) hat auch viele unbeteiligte Zuschauer gelockt und während der 2 tägigen Präsentation für betriebsame Stimmung am Strand gesorgt.

Alle Instrumente sind in den Schulen sorgsam verwahrt und warten auf die nächste Aktion.

 
Probleme und Lösungen:

Wirkliche Probleme gab es eigentlich wie immer nur am Anfang, eine solide Finanzierung für ein solch umfangreiches projekt sicherzustellen.
Der Rest verlief nicht ausschließlich sorgenfrei, lag aber im Rahmen normaler schulischer Prozesse.


 
Anekdotisches:
Toll war die Arbeit an den Bambusflöten. Viele extra Stunden Arbeit in der Projektwoche in der Schule mit Robert und Kai. Überrascht waren wir vom Sound der Unari-Musikbögen. Am Strand haben wir geholfen, dass das Flaschenorchster aufgebaut wurde. Die Langsaite hat uns gefallen "Like".. Und es war viel Zeit zum Chillen. Einige von uns waren das erstemal am Strand.
"Team Werken" @ 14 Jahre

Ich fand das war toll, weil wir was gelernt haben. Werken hat mir Spaß gemacht. Eine Woche "Highlights". Ich war überrascht, wie Flaschen singen können. Mohammad (11 Jahre)

Die Pet-Flaschenmusik war der Hammer! Benedikt (10 Jahre)

Ich habe daraus gelernt, dass ich mit anderen Kindern zusammenarbeiten kann. Mir gefällt, dass ich in dieser Schule bin. Tansu (11 Jahre)

Wir fanden das cool, weil wir zusammengearbeitet haben und das Kreative aus uns rausgekitzelt wurde. Wir haben gelernt, dass man auf Alltagssachen auch Musik machen kann. Natalie, Djeneba (10 Jahre)

Den Bambus fand ich super, Ich bin überrascht, weil einfach das ganze Windprojekt Spaß macht. Wir haben Unaris gebaut und aus Flaschen Flöten gemacht. Mir haben die Töne gefallen. Dzeljajdin (13 Jahre)

Die Musik hörte sich an wie in der Zukunft, also wie Zukunftsmusik oder wie ein erschreckendes Geistermusical. Harun (11 Jahre)

Das war was Neues und hat viel Spaß gemacht und wir haben gelernt, wie man Instrumente baut. Dmitri (10 Jahre), Celina (11 Jahre)

Mir hat gefallen, dass es ein Projekt mit Wind war und so viele Schulen mitgemacht haben. Leon (11 Jahre)

Mich hat überrascht, dass man soviele Instrumente so leicht bauen kann. Ich freue mich schon auf das nächste Projekt. Lukas (11 Jahre)

Ich fand es gut mit den Unaris, weil es einfach Spaß gemacht hat, sie um den Kopf zu schwingen. Justin (11 Jahre)

Ich finde, das Windprojekt war sehr schön, weil es etwas mit mehreren Kindern war. Es war das schönste Erlebnis in meinem Leben. Ich hoffe, wir machen so etwas öfter, jeden Tag am liebsten. Ich habe gelernt, dass man aus einfachen Sachen so etwas Schönes machen kann. Zeinab (10 Jahre)

Eine Woche nur Musik. War toll. Auch dass wir mit fünf Klassen zusammen waren. Jasmin (12 Jahre)

Ich fand, es hat Spaß gemacht, die alten Flaschen in Instrumente zu verwandeln und die Bögen zu bauen. Es hat mich überrascht, dass so viele Sachen Musik machen. Und wir hatten keinen normalen Unterricht, obwohl ich eigentlich gerne in die Schule komme. Selina (11 jahre)