Hier Klicken für die Vollansicht
Engel aus Plastikeimern, Kaffeedose, Dönertüte, Pingpongbällen, Pappe
Hier Klicken für die Vollansicht
Neue Freunde in der Stadt zu finden ist nicht immer einfach...
Hier Klicken für die Vollansicht
zwei sich niemals trennende Joghurtbecher
Hier Klicken für die Vollansicht
Die Dreadlocks im Musikgeschäft
Hier Klicken für die Vollansicht
Koop-Schüler bei ihrer Arbeit
trashART
Schule:
Integrierte Gesamtschule Buchholz
Buenser Weg 42 | 21244 Buchholz in der Nordheide
http://www.igs-buchholz.de
Tel.: 04181-2177 860


Gesamtschule / Offener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Kooperationspartner 1:

getting-up | Mirko Reisser (DAIM)
Billhorner Brueckenstrasse 40 | 20539 Hamburg | Germany
Fax: +49-40-780736-22
www.daim.org

Mirko Reisser sprüht 1995 zusammen mit internationalen Künstlern das höchste Graffiti der Welt in Höhe eines Hochhauses in Hamburg - Bergedorf - Lohbrügge. Ein Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde folgt. 1996 beginnt er das Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Luzern/Schweiz. 2000–2002 organisiert und realisiert er die internationale Ausstellungsreihe Urban Discipline. Er ist Mitherausgeber des Buchs Urban Discipline. 2001 veranstaltet er die sog. "Graffiti-Worldtour" über Thailand, Australien, Neuseeland, Brasilien, Argentinien, USA und Mexiko. Danach plant und realisiert er das 2000 m2 große "Dockart-Projekt" "Das neue Hamburg und seine Partnerstädte" bei Blohm & Voss im Hamburger Hafen. 2003 gestaltet er zwei Stirnwände der Maschinenkaverne im Pumpspeicherwerk Goldisthal/Thüringen, 2004 eine Außenwand zum Thema „MexiquEurope“ für das Musée d’art moderne in Lille/Frankreich. Es folgen diverse Ausstellungen in der Villa Merkel in Esslingen, in der Kunsthalle Barmen (Von der Heydt- Museum) Wuppertal, in der Galerie de Pury & Luxembourg in Zürich/Schweiz sowie in der Kunsthalle Dominikanerkirche in Osnabrück. (vgl. DAIM wikipedia), http://de.wikipedia.org/wiki/DAIM

Kooperationspartner 2:

Kunstverein Buchholz Nordheide e. V.
Herr Christian Selke | Kirchenstrasse 6 | 21244 Buchholz Tel 04181/38 00 868 | http://www.kunstverein-buchholz.de

“Most art says nothing to most people”; diese provokante These des Künstlers Heath Bunting hat sich der 2001 gegründete Kunstverein Buchholz auf die Fahnen geschrieben. Freilich mit einer gewissen Selbstironie. Denn der Kunstverein sieht seinen Auftrag durchaus darin, das Gegenteil unter Beweis zu stellen: er will die Menschen an die Kunst heranführen und Begeisterung wecken. Die Kommunikation soll unter den Mitgliedern und Besuchern angeregt werden. Mithin ist es das Anliegen des Vereins, einen inhaltlich diskursiven, einen lebendigen und vitalen Ort zu schaffen.

Das Ausstellungsprogramm präsentiert in erster Linie überregionale, künstlerische Positionen, die auf unterschiedliche Weise in einem deutlichen und somit verbindlichen Verhältnis zu ihrer Zeit und einem sowohl persönlich reflektierten wie auch soziokulturellen Umfeld arbeiten.
Auch die regionale Kunst- und Kulturszene zeugt von großem künstlerischen Potential; ihr wird einmal jährlich ein Forum geboten.

Der Kunstverein Buchholz sieht die Vermittlung als wichtige Aufgabe an. Neben den Ausstellungen tragen Gesprächskreise, Vorträge und Exkursionen zu Akzeptanz und Offenheit gegenüber – auch ungewöhnlichen – künstlerischen Ausdrucksformen bei.

Nicht zuletzt die vielfältigen Aktivitäten des Kunstvereins, wie z.B. die Gründung der Initiative „Literatur in Buchholz“ sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturinitiativen leisten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Identitätsfindung der Stadt Buchholz.

 
Beteiligte Schüler:
37 (30 Regelschüler, 7 Förderschüler)
Die 30 Schüler der Klasse 6e und die 7 Schüler der 6a der Schule an Borns Soll (Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung) bilden gemeinsam die 37 köpfige Kooperationsklasse "Forscherklasse" des sechsten Jahrganges der IGS Buchholz. Diese gemeinsame Klasse wird nun schon seit fast zwei Jahren als zusammengehörende Einheit in gemeinsam genutzten, nebeneinander liegenden Räumlichkeiten in verschiedensten Fächern wie z.B. NaWi, GEP, Sport, Religion, Musik und natürlich auch Kunst kooperativ unterrichtet. Im Kunstunterricht entstand auch unser Projekt "TrashART".
 
Beteiligte Lehrkräfte:
2 Lehrkräfte der Förderschule, eine Lehrkraft der Gesamtschule, eine pädagogische Mitarbeiterin
 
Stundenvolumen:
ca. 2-3 Wochenstunden für 3 Monate (unterschiedlich - Förderschulklasse auch mal länger), Arbeiten teilweise auch parallel.

Gestaltung: 20 Stunden

Herstellung des Trick- und Dokumentarfilms: 10 Stunden (ohne Schnitt)

Präsentation und Dokumentation: 2x5 Stunden

Vernissage: 8 Stunden (bisher noch nicht)

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
One mans trash is another mans treasure:
TrashART & the walk of trash

Vorbemerkung:

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:
Projektfilm auf http://ekkib.de/trashart
.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:
Da es sich um hochaufgelöste Videodateien
handelt kann es sein, dass die Videos bei
Ihnen über das Internet zu langsam laufen,
ruckeln, abbrechen. Meist liegt das an einer
zu langsamen Internetleitung oder an einem
zu schwachen Rechner. Sollte das bei ihnen
der Fall sein, so starten sie den Film und
stoppen sofort wieder. Warten sie eine ganze
Weile und starten sie dann erneut. Der Computer
sollte den Film dann vorausgeladen haben.
Klappt das auch nicht klicken sie bitte auf
die niedriger aufgelöste Version des Filmes
(Link steht unter dem Film!).

Vielen Dank!

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:
Projektfilm auf http://ekkib.de/trashart
.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:

Kurzbeschreibung:

Schwierig, schwierig eine Entscheidung über die Kategorisierung dieses Projektes zu finden und in das Korsett der Überthemen von "Kinder zum Olymp" zu stecken - Aber so ist es halt überall - Und wir müssen uns erklären: Zum einen trägt unsere Schule mit ihrem kulturell orientierten Schulprofil viel dazu bei, dass Schüler mit Förderbedarf im Bereich geistige Entwicklung und „normale“ Schüler einer Gesamtschule gemäß des Inklusionsgedanken miteinander leben und arbeitet können. Zum anderen haben wir Kunst sowohl klassisch in Richtung „Bildende Kunst“ als auch in Richtung „Film, Fotografie und neue Medien“ interpretiert. Wir haben auch literarisch gearbeitet, da viele Schüler einzelne Geschichten zu den erstellten Skulpturen geschrieben haben. Jeder nach seiner Fasson, jeder wie er kann. Und das war auch gut so...

Wir haben uns nun in der Neuen Medien Ecke eingeordnet mit der Bitte ggf. in der Jury einfach nochmal zu überlegen, ob wir woanders vielleicht doch besser reinpassen...

Unser Projekt: TrashART - Unsere Materialien: Abfallstoffe, Altmaterialien, Verpackungen und Müll – als fester Bestandteil in allen Gesellschaften. Ein Unterschied ist nur in Form und Fülle der Altlasten und vielleicht auch nur darin, wie damit bei der Entsorgung verfahren wird. Was am Ende der Konsumkette entsorgt worden ist, taucht selten wieder auf. Doch in einigen Ländern, reich oder arm, taucht Abfall im Zwischenraum der Kunst in einem neuen Wertespektrum und Kontext wieder auf. "Einfall statt Abfall" ist unsere Devise!

Das Material auf den Müllkippen sei für ihn „ein Geschenk Gottes“, sagt Washington Santana, einer der führenden Trash-Art-Künstler Brasiliens. Santana sucht sich seine Materialien auf den Müllkippen der Großstadt Salvador zusammen. Sein bekanntestes Werk ist ein Modell der brasilianischen Nationalflagge, zusammengesetzt aus weggeworfenen blauen, gelben und grünen Flip-Flops.

Unser Projekt nannten wir gemäß "trashART : One man‘s trash is another man‘s treasure" ("Der Müll des einen ist der Schatz des anderen").

Unser Abfall wurde in einem ästhetischen Gestaltungsprozess verändern und damit Menschen auf eine ironisch - humorvolle Weise konfrontieren: Wir geben ihn in veränderter Form zurück und integrieren und interagieren damit in der Alltagswirklichkeit.

Das Projekt gliederte sich in vier aufeinander folgende Schritte:

1. Gestaltung der Abfallskulpturen

2. "die Figuren verlassen das Schulgebäude" - Drehen eines Stop Motion Films "Walk of trash" – Immer parallel: filmische und fotografische Dokumentation über die Arbeit. Parallel Kurzprojekt mit Daim über StreetArt und Guerilla Kunst.

3. Wir platzieren die Skulpturen im Bahnhof, Cafe, Parkhaus etc. in der Buchholzer City und "integrieren" sie in die Alltagswirklichkeit des urbanen Umfeld. Wir fotografieren bzw. filmen unsere Figuren in der Stadt an diesen besonderen Orten und dokumentieren die Interaktionen und Reaktionen der Passanten

4. Wir stellen unsere Ergebnisse auf einer Vernissage im Kunstverein aus (folgt frühstens ab März 2012).

 
Projektauslöser/Idee:
Die Projektidee kam aus mehreren Richtungen. Zum einen sollte ein multimodales, künstlerisches Projekt mit Schülern entwickelt werden in welchem jeder auf seinem Niveau einen Beitrag und Identifikation finden kann. Zum anderen war das Projekt inspiriert von der Herausforderung, wie man mit dem Müll der Wegwerfgesellschaft umgehen soll und der Frage, ob man aus Müll nicht etwas Wertvolles kreieren kann.
Das Projekt "One man's trash is another man's treasure"- trashArt ermöglicht vielfältige Formen des Lernens und der Zusammenarbeit. Es ist die praktische Auseinandersetzung mit Entdecken, Berühren, Entwerfen, Gestalten, Techniken lernen, Inhalte kommunizieren und Präsentieren, die wichtige menschliche Fähigkeiten miteinander verbinden und fördern. Es ist aber auch ein integratives Projekt für ALLE Schüler und Schülerinnen, d.h. auch für die Förderschüler, die mit den gestalterischen Tätigkeiten nicht überfordert sind und daneben von den vielen sinnlichen Erfahrungen profitieren. Es soll in Kleingruppen von vier SchülernInnen gearbeitet werden, jeder Schülergruppe sollen ein bis zwei Förderschüler zugeordnet werden. Es stehen vielfältige Differenzierungsangebote zur Verfügung, um auch die Förderschüler in den Unterricht einzubinden.
Um die Motivation der SchülerInnen zu erhöhen und ihren vielfältigen Interessen und Fähigkeiten gerecht zu werden, haben wir unterschiedliche künstlerische Angebote aus dem Gestaltungs- und Medienbereich gewählt wie z.B. die Herstellung der Skulpturen, Film, Fotos, Präsentationen in der Öffentlichkeit, ausgewählt. All dies entspricht der Interessenlage aller Jugendlichen in dieser Altersklasse.
Die Vernissage im Kunstverein Buchholz soll der abschließende Höhepunkt sein, zu der die Eltern aller Schüler, Mitglieder des Kunstvereins, der Künstler Mirko Reisser sowie Vertreter der lokalen Presse eingeladen werden. Die gemeinsame Abschlussveranstaltung bietet ein breites Lern- und Erfahrungsfeld. Sie stärkt den Gemeinsinn und die Identifikation der Schüler mit ihrer Schule.

Kompetenzen
Ästhetisch-kreative Kompetenzen: Schülerinnen und Schüler können
- eigene Ideen entwickeln
- Ziele verändern, weiter entwickeln und umgestalten
- sich mit diesen Ideen auseinander setzen
- Material umdeuten und umstrukturieren
- Entdeckungen und Erfindungen machen
Technische Kompetenzen: Schülerinnen und Schüler können
- den Umgang mit Werkstoffen erlernen und
- statische Gesetze erfahren und berücksichtigen
- Medienkompetenz entwickeln im Umgang mit Medien als Lern-, Arbeits- und Kommunikationsmittel

Soziale Kompetenzen: Schülerinnen und Schüler können
- sich mit der Gruppenzusammensetzung arrangieren
- Bereitschaft entwickeln, auf Zeit zusammenzuarbeiten
- ein Wir-Bewusstsein entwickeln
- gemeinsam Probleme finden und Probleme lösen
- sich absprechen und sich gegenseitig unterstützen
- Konflikte aushalten und lösen
- gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und Kompromissbereitschaft entwickeln (einander zuhören, Erfahrungen abwägen, eigene Meinung begründen,...)
- mit Frustrationen umgehen

 
Projektentwicklung:
Das Projekt gliederte sich in vier aufeinander folgende Unterrichtseinheiten:

1.Gestaltung

Der Slogan "one mans trash is another man's treasure" und eine Skulptur aus Müll bildeten den Einstieg in das Projekt und führten zu einem lebhaften Erfahrungsaustausch der Schüler über Wiederwertung von weggeworfenem Material.
Es folgte ein Video von Joshua Allen Harris, der in New York riesige aufblasbare Monster aus Müllbeuteln und Klebeband gestaltet, die er über U-Bahn Lüftungsschächten befestigt. Durch den Luftzug fahrender Bahnen füllen sich die Müllbeuteltiere mit Luft, erwachen zum Leben, richten sich auf, bewegen sich und fallen wieder zusammen. Diese interaktive streetart Animation wirkt magisch und begeisterte in New York Passanten und nicht zuletzt unsere Schüler.
Es entwickelte sich eine lebendige Diskussion über Gestaltungsmöglichkeiten. Tatkräftige Unterstützung erklärte der Kunstverein Buchholz und der Street Art Künstler Mirko Reisser aus Hamburg. Bei der Gestaltung der Skulpturen sollten folgende Vorgaben eingehalten werden:

a: Auf- und Gebrauchtes sind wieder zu verwerten und zu Kunstwerken zu gestalten (Dreidimensional)

b: Ungewohntes soll zusammengefügt, Sehgewohnheiten infrage gestellt werden

c: Die Skulptur sollte nicht komplett bemalt werden und die Grundmaterialien noch identifizierbar und sichtbar sein.

d: Die Skulptur darf „schräg“ sein und einen zum Lächeln bringen

e: Einzelne Skulpturen sollen mit Geräuschen und Bewegungen animiert werden

f: In Form von selbstgeschriebenen Geschichten konnten die Schüler ihre Figuren zum imaginären Leben erwecken. Die Geschichten wurden am Ende gesammelt und als Buch verfasst.

In den darauf folgenden Stunden gaben die SchülerInnen den vertrauten Abfallverpackungen, 1000 mal berührt, in einem ästhetischen Umgestaltungsprozess ein neues Leben. Alle Materialien kamen aus dem Lebensumfeld der Schülerinnen und Schüler. Es handelte sich ausschließlich um Alltagsmaterialien, überwiegend Einwegverpackungen, Konservendosen, Mülltüten, Einweggeschirr, Wäscheklammern, Kronkorken und Gummibänder aus dem Haushalt. Um eine Skulptur zu kreieren, mussten die Schülerinnen und Schüler ihre Handlungen strukturieren und planen, u.a. welche Materialien sie benötigten, um zu „individuellen Lösungswegen im Bereich der Formgestaltung“ zu kommen.
Es entstanden die ersten Skulpturen, die von Mal zu Mal kreativer und fantasiereicher wurden.

Der Künstler Mirko Reisser aus Hamburg unterstützte uns nicht nur in dieser Phase des Projekts mit Rat und Tat. Alle Schüler arbeiteten begeistert mit, wie z.B auch der schwerstbehinderte Schüler L., der seine taktile Wahrnehmung und seinen Tastsinn durch den Umgang mit den plastischen Materialien trainieren und sensibilisieren konnte. In dieser Phase der Unterrichtseinheit entstanden eine Vielzahl einzigartiger Figuren liebevoll gestaltet, besprüht und teilweise durch Bewegung, Licht und Geräuschen animiert.

2.Stop-motion- Film " Walk of trash"

Weil Clips heute zum täglichen Leben gehören - man findet sie auf dem PC, auf Handys, auf Bahnsteigen und in der Werbung -, wählten wir die Animation mit Hilfe eines "Stop-Motions-Films" als künstlerische Ausdrucksform für die Präsentation aller Skulpturen. So entstand der Trickfilm " Walk of trash", der die fertigen Skulpturen in Zweierreihen beim Auszug aus dem Schulgebäude zeigt. Den Titel wählten die Schüler, weil "Walk of trash" den Protest gegen die Abfallgesellschaft demonstriert und auf soziale Ungleichgewichte in der Welt aufmerksam macht. Gleichzeitig erinnert der Film aber auch daran, dass Dinge einen Wert haben und was Kreativität bewirken kann.
Bei der Erstellung des Stop-Motion-Films wurde die Tatsache genutzt, dass das schnelle Hintereinanderschalten von einzelnen Bildern ab einer bestimmten Geschwindigkeit einen Bewegungsablauf ergibt, da das Auge die Bilder nicht mehr trennen kann. Die Skulpturen wurden 100fach fotografiert und mit jedem Foto minimal verschoben. Die Hintereinanderschaltung der Bilder wurde mit tatkräftiger Unterstützung einer Lehrkraft digital bearbeitet.
Parallel schrieben die Schüler noch Geschichten zu ihrer Figur. Diese wurden im Deutschunterricht noch bearbeitet und später auch auf die Projekthomepage gestellt.

3. Präsentation der Skulpturen in der Öffentlichkeit

Eine Müllplastik zeichnet sich immer dadurch aus, dass sie am falschen Ort auffällt. An einem gesellschaftlich definiert „korrektem“ Ort, wie Müllverbrennungsanlage oder Mülldeponie, finden die verbrauchten Produkte keine Beachtung mehr. Müll und Abfall fallen nur dann auf, wenn sie angehäuft auftreten oder an ungewöhnlichen Orten auftauchen. Die SchülerInnen präsentierten den Passanten in Kleingruppen "ihren" Müll als Kunstobjekt zurück. Sie integrierten ihre Skulpturen, Abbilder des Konsums und der Vergänglichkeit am Bahnsteig, in Wartesäle des Bahnhofs, in Cafes, in Geschäften, auf Rolltreppen im Einkaufscenter oder beim „Haarschnitt“ beim Frisör und fügten sie interaktiv in die Alltagslandschaft ein.
Die gesamte Aktion sowie die spontanen ( sehr positiven) Reaktionen der Passanten wurden mit Digitalkameras, Handys und Filmkameras festgehalten, die Fotos später bearbeitet und zu einem Film und Powerpoint Präsentation zusammengefügt.

4.Vernissage

Folgt frühestens ab Ende März 2012 im Kunstverein Buchholz

 
Besonderheiten:
Die SchülerInnen gestalteten, fotografierten und filmten, schrieben und malten gemeinsam mit den Lehrkräften und den Künstlern. Trotz unterschiedlicher Lebens- und Erfahrungswelten fanden alle über die Kunst eine gleichwertige Ebene miteinander zu kommunizieren. Das gemeinsame Erreichen eines gemeinsamen Ziels stand immer im Vordergrund, daneben wurden Toleranz, Talent und Teamarbeit entwickelt.Über das Projekt "one man's trash is another man's treasure - TrashART "sammelten die Schüler und Schülerinnen nicht zuletzt Erkenntnisse über „die Welt in der wir leben“, eine bewusste Wahrnehmung ihrer eigenen Lebenswelt. Es entwickelte sich Verständnis für Nachhaltigkeit und natürliche Lebensgrundlagen. Mit der Gestaltung der Skulpturen geriet die Zukunft, die Variation des Möglichen, das aktive Mitgestalten der Umwelt ins Visier der SchülerInnen. Die SchülerInnen erhielten aufgrund der vielfältigen Arbeitsbereiche "Gestalten, Fotografieren, Filmen, Präsentieren, Schreiben, auch vor den Künstlern ein breites Spektrum, ihre künstlerischen Fähigkeiten auszudrücken. Ihre Wahrnehmung wurde geschult, Interaktionen und der Umgang mit Medien geübt. Bei der Herstellung der Skulpturen gab es kein Richtig- oder Falschdenken und es wurde auch keine realistische Farbgebung verlangt. Auch die Größenverhältnisse spielten keine Rolle, im Gegenteil, je verfremdeter die Skulpturen waren, um so spannender, "schräger" und lebendiger erschienen sie. Die Fotos von den Skulpturen und die Reaktionen der Passanten auf die Skulpturen in den verschiedenen Gebäuden und Straßen sowie nicht zuletzt der Kurzfilm "Walk of trash" begeisterte Schüler, Eltern und viele andere. Die Resonanz aus der Gemeinde war sehr positiv und zeigte, daß Kunst keinen noblen Rahmen braucht, um akzeptiert zu werden. Das Arbeitsklima war geprägt von Aktivität, Neugierde, Toleranz und Kreativität. Das Projekt wurde auf der Homepage der beiden Schulen veröffentlicht und zusätzlich auf einer eigenen Internetseite dokumentiert (http://ekkib.de/trashart)
 
Probleme und Lösungen:
Es zeigten sich bei der Herstellung des Trickfilms Schwierigkeiten beim Fotografieren der Skulpturen. Die Kamera musste immer in der exakt gleichen Position gehalten werden und die Vorwärtsbewegung der Skulpturen in Millimeterschritten eingehalten werden. Manche Skulpturen waren nicht ganz standfest. Immerwährende Reparaturen, das Umstellen der Kamera und immer wieder mal ein Gesicht oder Bein auf den Fotos verzögerten den Arbeitsfluss. Dennoch arbeitetet wir im Filmteam mit viel Geduld und Rücksichtnahme miteinander. Der erste Trickfilmtest (die alleine laufende Figur) wurde komplett von einem Förderschüler aus unserer Klasse animiert. Auch für den betreuenden Lehrer mit der Kamera war dieser Trickfilm der erste, so dass wir alle gemeinsam lernen mussten...
 
Anekdotisches:
Anekdoten finden sich direkt auf der Projekt-Homepage. Hier kann man sich in Kurzinterviews Geschichten direkt von den Schülern erzählen lassen...

Eine Geschichte ist aber noch im Bezug auf den Dokumentarteil unseres Film recht schön: Es gibt eine Szene, wo Matteo (Förderschüler) die Handschuhe von seinen KOOP-Mitschülern angezogen bekommt. Hiermit soll er dann in die Lage versetzt werden, seine Objekte mit geschützten Händen ansprühen zu können. Nach vielen Mühen wurde das Anzieh-Projekt dann bewerkstelligt und Matteo hatte den Handschuh endlich an. Was aber nicht bedacht wurde ist, dass Matteo Linkshänder ist und nun leicht genötigt mit der rechten Hand sprühen musste. Das fiel ihm ziemlich schwer, er beschwerte sich aber nicht... Das charakterisiert unser tägliches Miteinander eigentlich recht gut, finden wir ;)