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Musikprofil GGS Manderscheider Platz (L. Hammel, unveröff. Papier)
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Konzert in der Turnhalle (Till Müllenmeister)
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Präsentation Youngster Band (Till Müllenmeister)
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Konzert in der Turnhalle (Till Müllenmeister)
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Konzert in der Turnhalle (Till Müllenmeister)
Projekt "Lauschexpeditionen" im Rahmen des Modellprojekts "Grundschule mit Musiikprofil Improvisierte und Neue Musik"
Schule:
Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Platz in Kooperation mit der Offenen Jazz Haus Schule Köln

Grundschule / Offener Ganztag
 
Kooperationspartner:
1) Offene Jazz Haus Schule Köln (auch Projektträger)
Eigelsteintorburg
50670 Köln
Telefon: 0221/130565-22
www.jazzhausschule.de

2) Musiker der freien Szene

3) Weitere Partner:
Büro für Konzertpädagogik
Ensemnble musikFabrik
Hochschule für Musik und Tanz Köln
Universität Köln

 
Beteiligte Schüler:
Lauschexpeditionen: 72 // Gesamtprojekt: 320
a) Gesamtprojekt "Modellprojekt Grundschule mit Musikprofil Improvisierte und Neue Musik":

im Vormittagsbereich: alle Schülerinnen und Schüler, 1.-4. Klasse, insgesamt 12 Klassen mit 320 Schülern

im Nachmittagsbereich (Offener und gebundener Ganztag, Instrumental- und Ensembleunterricht, Schulensembles): ca.
180 Schülerinnen und Schüler;

b) Projekt "Lauschexpeditionen", auf das sich diese Bewerbung bezieht

Beteiligt sind alle 72 Schülerinnen und Schüler der drei vierten Klassen

 
Beteiligte Lehrkräfte:
"Lauschexpeditionen" (4. Klassen)Eva-Maria Flender (Musik, Deutsch)Andrea Möhlenkamp (Musik, Deutsch, Mathematik)Bettina Möllmann (Musik, Deutsch, Mathematik), Elisabeth Schuhenn (Musik, Deutsch, kath. Religion)Anja Wieneke (Kunst, Mathematik, kath. Religion)
 
Stundenvolumen:
Zeitaufwand "Lauschexpeditionen":
10 Einheiten á 90 Minuten plus Generalprobe und 2 Abschlusskonzerte
Frequenz: ein- bis zwei Doppelstunden (90 Minuten) in der Woche
Zeitraum 16. März - 21. Mai 2011
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
»LAUSCHEXPEDITIONEN« - Workshop-Projekte der 4. Klassen des Modellprojekts "Grundschule mit Musikprofil Improvisierte und Neue Musik" an der GGS Manderscheider Platz in Köln-Sülz (ein Projekt der Offenen Jazz Haus Schule)

Die "Lauschexpeditionen" der 4. Klassen führen die Schüler in ihrem letzten Grundschuljahr über sechs verschiedene Workshop-Angebote in ganz unterschiedliche musikalische Regionen: Neue Musik und experimentelles Musiktheater, afrikanische Percussion und Beatboxing, szenische Ansätze und experimentelle Filmmusik.
Über einen Zeitraum von 2 Monaten finden jeweils parallel sechs Musik-Workshops mit professionellen Musikern der freien Szene Kölns für die drei 4. Klassen der Schule statt, so dass sich die Schülerinnen im Vorfeld nach Interesse für ein Thema entscheiden und dann in klassenübergreifenden Gruppen von jeweils 10-15 Teilnehmern mit jeweils einem Musiker zusammenarbeiten können.
Gemeinsame Klammer dieser interessenorientierten Differenzierung ist es, allen Kindern der 4. Klassen einen aktiven, selbst gestaltenden Umgang mit improvisierter und neuer Musik zu ermöglichen und sie dabei in heterogenen Gruppen individuell zu fördern.
Ab dem 16. März treffen sich Schüler und Künstler ein- bis zweimal pro Woche für jeweils 90 Minuten. Am 20. Mai und auf dem Schulfest am 21. Mai werden sie die Ergebnisse ihrer Klangreisen dann der Öffentlichkeit vorstellen.

Als Dozenten konnten profilierte Musiker gewonnen werden, die über intensive pädagogische Erfahrung verfügen.
Folgende Künstler werden die Lauschexpeditionen der Kinder begleiten: Der afrikanische Percussionist Massamba Diouf, die Obertonsängerin Natascha Nikeprelevic (experimentelles Musiktheater), die Flötistin Ulla Grümmer (Filmmusik), der Komponist und Künstler Simon Rummel (Orchester), der Jazz- und Pop-Gitarrist Philipp aus dem Siepen (Human Beat Box) sowie der Klangkünstler Ralf Schreiber (Elektronische Musik).
In den sechs Workshops kommen ganz unterschiedliche Arbeitsweisen zum Tragen:
Die (Oberton-)Sängerin Natscha Nikeprelevic wird sich gemeinsam mit den Schüler intensiv mit den Klangmöglichkeiten der Stimme, den Obertönen und der Bewegung im Raum beschäftigen und dabei weitgehend auf sprachliche Kommunikation verzichten. Der individuelle Ausdruck mit Körper und Stimme und die Übergänge zwischen Sprache, Musik und Theater stehen dabei im Mittelpunkt.
Der Percussionist Massamba Diouf wird mit den Kindern Trommeln bauen und auf diesen Trommeln dann gemeinsam Musik entwickeln, die auf traditionellen afrikanischen Rhythmusstrukturen beruht. In diesem Workshop finden also eine handwerkliche Orientierung und der "quasi-sprachliche", erzählerische Umgang mit vorgegebenen Rhythmusstrukturen zusammen.
Die Flötistin Ulla Grümmer hat für die experimentelle Gestaltung einer Filmmusik eine Szene aus der Verfilmung des Kinderbuchklassikers "Momo" gewählt. Neben der musikalischen Gestaltung zwischen Freiheit des Ausdrucks und Bindung an die Filmvorlage sowie dem Bewusstmachen der Rolle von Ton und Musik im Film, wird in ihrem Workshop das Phänomen "Zeit" die Hauptrolle spielen, das sowohl im Film als auch in kompositorischen Prozessen von zentraler Bedeutung ist.
Der Klangkünstler Ralf Schreiber, der sich im Spannungsfeld zwischen Musik und bildender Kunst u.a. mit seinen klingenden Solarmodulen einen Namen gemacht hat, wird mit den Kindern die elektronische Erzeugung von Klänge erforschen, Klänge sichtbar machen, Lautsprecher öffnen und zerlegen und einfache Mikrofone bauen. Beim Löten und Basteln eigener Klangerzeuger und Mini-Synthesizer ist die handwerkliche Komponente genauso wichtig wie die spätere klangliche Umsetzung.
Der Gitarrist und Beatboxer Philipp aus dem Siepen, stilistisch zuhause in den Bereichen Jazz und Pop, ist bei seiner Tätigkeit als Gitarren- und Banddozent im Nachmittagsbereich des Gesamtprojekts unmissverständlich auf die Beatbox-Begeisterung der Kinder gestoßen. In seinem Workshop wird er ihnen diesen so kreativen wie virtuosen Umgang mit dem Mundwerk näherbringen und mit dem Schreiben eigener Texte und dem Eisatz verschiedener Instrumente verbinden.
Der Komponist, Multi-Instrumentalist und Künstler Simon Rummel schließlich wird im Dialog mit den teilnehmenden Kindern eigens für sein "Lauschexpeditionsensemble" komponieren und arrangieren. Dabei können die Kinder eigene musikalische Wünsche und Instrumente einbringen, neue Instrumente ausprobieren und die Musik mitgestalten. Das "Orchester"-Angebot steht zwar allen Schülern offen, dürfte aber für jene Schülerinnen besonders reizvoll sein, die teilweise schon seit der 2. Klasse Instrumental- und/oder Ensmebleunterricht nehmen.

Das Projekt findet in zwei Präsentationen seinen Abschluss: Am 20. Mai bietet ein konzertantes Setting den Rahmen für alle Workshopergebnisse, die konzentriertes Zuhören und einen Bühnensituation erfordern, während das Schulfest am 21. Mai auch andere Formen ermöglicht, wie z.B. die Verbindung einer Präsentation des Elektronik-Workshops mit einer offenen Werkstatt, in der die Zuhörer selber ausprobieren und basteln können. Die genaue Form der Präsentation wird dem ersten Drittel des Projektunterrichts gemeinsam mit den beteiligten Künstlern entwickelt.

Das Projekt "Lauschexpeditionen" ist eingebettet in das Modellprojekt "Grundschule mit Musikprofil Improvisierte und Neue Musik", das den Regelmusikunterricht der Schule mit wöchentlichem Klassenmusizieren, geleitet von Lehrer-Musiker-Tandems, künstlerischen Projekten, Konzerten und Konzertbesuchen und einem vielfältigen Nachmittagsangebot von Ensemble- und Instrumentalunterricht, Schulensembles und -chorgruppen zu einem integralen Profil verzahnt.
Weiter Informationen, ausführliche Texte und Termine: http://www.jazzhausschule.de/jazz/projekte/laufende-projekte/mupromandi/

 
Projektauslöser/Idee:
I: Überblick zum Rahmen des Gesamtprojekts

Das Modellprojekt "Grundschule mit Musikprofil Improvisierte und Neue Musik" ist ein vielbeachtetes Kooperationsprojekt zwischen einer allgemeinbildenden Schule, einem freien Bildungsträger (Offene Jazz Haus Schule) und Musikern der freien Szene. Es wurde von der Offenen Jazz Haus Schule für das Netzwerk Neue Musik der Kulturstiftung des Bundes konzipiert. Zentrales Ziel des Projekts ist es, allen Kindern der Schule einen aktiven, kreativen Zugang zur Musik zu eröffnen.
Ein Schlüsselmoment der Kooperation ist die intensive und institutionalisierte Kommunikation der beteiligten Akteure, u.a. in einer Steuergruppe und auf zwei Klausurwochenden pro Jahr in der Eifel.
Die musikalische Profilbildung wurde mit zwei Staffeln von Pilotworkshops begonnen und baute von dort ausgehend das wöchentliche "Experimentelle Klassenmusizieren" unter Anleitung von "Tandems" aus profilierten improvisierenden und komponierenden Musikern der freien Szene und erfahrenen Grundschullehrkräften kontinuierlich von der 1. bis zur 4. Klasse aus. Die Jahrgangsstufen, die jeweils noch nicht in dieses Klassenmusizieren einbezogen waren, beteiligten sich an einer Projektphase pro Jahr. Unter anderem fand ein "Instrumentenbau-Orchester"-Projekt (Selbstbau von einfachen Instrumenten aller wichtigen Klangerzeugungsarten, gemeinsames Musikerfinden auf diesen Instrumenten in verschiedenen Bdesetzungen, Ltg. Scott Roller), ein Projekt zu "Afrikanischen Rhythmen und Sprache" sowie die gemeinsame Bühnenproduktion "Zauberwald" der vierten Klassen im Schuljahr 2009/10. Dabei übernahm eine Klasse unter der Anleitung einer Bühnenbildnerin (Sabine Kreither) die künstlerische Gestaltung des Szenarios und der Requisiten, eine Klasse unter Anleitung einer Tänzerin und Choreographin (I-Fen Lin) die choreographische Gestaltung und eine Klasse unter Anleitung der Musikerin Gunda Gottschalk die Komposition und Aufführung der Bühnenmusik. Allen Projekten gemeinsam ist der hohe Stellenwert, der den eigenen Ideen und der Kreativität er Kinder, dem Gestalten und seiner Reflektion von Anfang an eingeräumt wird.

II: Konzipierung der "Lauschexpeditionen"
Vor dem Schritt zur Ausdehnung des wöchentlichen Klassenmusizierens auf die vierten Klassen beschloss die Steuergruppe auf ihrer Eifelklausur im 1. Halbjahr 2010 dann den Projektunterricht für die 4. Klassen beizubehalten und unter Berücksichtigung verschiedener Ideen der beteiligten Akteure modifizierend auszugestalten. Thomas Gläßer und Rainer Linke von der Offenen Jazz Haus Schule steuerten zu diesem Konzept die Schlüsselidee des klassenübergreifenden Arbeitens in interessendifferenzierten Gruppen von 10-15 Schülern bei, um auch im Vormittagsbereich des Gesamtprojektes eine Vielfalt von musikalischen Angeboten und Wahlmöglichkeiten einführen und die Zusammenarbeit von Kindern und professionellen Musiker intensivieren zu können. Dies wird der fortschreitenden Entwicklung klarer Neigungen, Talente und Interessen bei den Schülern gerecht und sorgt durch die höhere Intensität des komprimierten Projekt-Formats (Gruppen von 10-15 statt 25-30 beim Klassenmusizieren, 90- statt 45-Minuten-Einheiten, oft zwei Einheiten pro Woche, zwei Monate konzentrierte Zusammenarbeit für eine große Aufführung) für eine neue Herausforderung der Schüler, die dem gewachsenen Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit der Viertklässler angemessen ist. Gleichzeitig schließt der vierjährige Entwicklungsverlauf, den jeder Schüler in der Grundschule erlebt, damit mit einem künstlerischen Höhepunkt und einer Herausforderung ab, die in vielem auf die neuen Anforderungen der weiterführenden Schule verweist (neue Gruppenzusammensetzungen statt des vertrauten Klassenverbandes, Wahlmöglichkeiten, 90-Minuten-Einheiten).

 
Projektentwicklung:
I: GRUNDSATZENTSCHEIDUNG ZUM PROJEKTFORMAT -Steuergruppe - Februar 2010
Entscheidend für das Gelingen der Konzeption war aus mehreren Gründen die langfristige Planung, die bereits mit der Entscheidung der Steuergruppe (Schulleiterin Elisabeth Schuhenn/GGS Manderscheider Platz, Schulleiter Rainer Linke/Offene Jazz Haus Schule, Jürgen Haufer/Pädagogisch-wissenschaftliche Begleitung, Achim Tang/Leiter "Experimentelles Klassenmusizieren, Thomas Gläßer/Projektkoordinator Offene Jazz Haus Schule) für eine Beibehaltung der Projektform des Musikprojekts im Vormittagsbereich der vierten Jahrgangsstufe zu Beginn des Jahres 2010 begann.

II: KONZEPTION - Steuergruppe/Dozenten/Musiklehrer - Februar 2010
So konnte das Konzept auf der Eifelklausur des ersten Halbjahrs 2010 (Februar 2010) von der Steuergruppe sowie den beteiligten Künstlern und Musiklehrerinnen gemeinsam diskutiert, ausdifferenziert und auf den Weg gebracht werden.

III: KOSTENPLANUNG, DOZENTENRECHERCHE & ZEITPLANUNG -Offene Jazz Haus Schule - 2. Jahreshälfte 2010
Dieser lange Vorlauf ermöglichte die erforderliche Modifikation der Kostenplanung des Gesamtprojekts (Thomas Gläßer) sowie die frühzeitige Recherche und Verpflichtung geeigneter Musiker (Achim Tang/Thomas Gläßer). Eine der größten Herausfordeurngen des Projekts bestand darin, profilierte Musiker zu finden, die an 12 Terminen glechzeitig verfügbar sind, damit das paralle Stattfinden der sechs Workshopangebote und damit eine klassenübergreifende - und damit klassendurchmischende - Auswahl im Vormittagsbereich zu ermöglichen.

IV: VORGESPRÄCHE MIT DEN BETEILIGTEN KÜNSTLERN - Achim Tang - November/Dezember 2010
Der Musiker und Leiter des "Experimentellen Klassenmusizierens" an der Schule Achim Tang führte dann Vorgespräche mit allen beteiligten Künslern über die inhaltliche Ausrichtung und die pädagogische Konzeption der einzelnen Workshop-Projekte. Wichtig für die Konzeption war dabei, ausgehend von den künstlerischen Profilen der einzelnen und sehr unterschiedlichen Musiker-Dozenten, deren spezifische künstlerische Präsenz und Kreativität in die Konzeption einzubringen, den musikalischen Erfahrungshorizont der Schüler zu berücksichtigen und die Projekte als Freiräume der gemeinsamen Gestaltung zu konzipieren.

V: VORGESPRÄCH MIT DEN BETEILIGTEN KÜNSTLERINNEN UND LEHRERINNEN IN DER SCHULE - dto., Elisabeth Schuhenn, Achim Tang, Thomas Gläßer - Januar 2011
Den offiziellen Startschuss zum Projekt bildete ein Treffen in der Schule mit allen beteiligten Musikern und Lehrerinnen, der Schulleiterin, sowie Achim Tang und Thomas Gläßer vom der Offenen Jazz Haus Schule. Bei diesem Treffen stellten die Musiker ihre Workshopinhalte vor und es wurden die wichtigsten organistorischen Fragen angegangen:
1) In welcher Rolle sollen/dürfen/können sich die Lehrer an den Workshops beteiligen? => allgemeines Votum für eine durchgängig aktive Beteiligung, keine Erwachsenen-Beobachter im Raum)
2) Welcher Musiker arbeitet in welchem Raum?
=> Raumbesichtigung und Auswahl nach den spezifischen Erfordernissen (Workshops mit handwerklichem Anteil im Werkraum, Filmmusik in verdunkelbaren Räumen etc.)
3) Klärung der technischen Anforderungen und der Ressourcden der Schule
4) Klärung des Beitrags der Dozenten zur Dokumentation
=> Projektjournal
5) Klärung der Erfordernisse und Möglichkeiten der beiden geplanten Aufführungen
=> Entscheidung zu einem Konzert ausserhalb der Schule
und einer Präsentation beim Schulfest

VI: VERTRÄGE UND DETAILPLANUNG -Offene Jazz Haus Schule - Februar & März 2011
Thomas Gläßer und Ralph Lange machen Verträge mit allen beteiligten Künstlern, in denen der Terminplan und die erwarteten Leistungen nachvollziehbar spezifiziert sind.
Darüber hinaus werden die Aufführungen koordiniert und die Erfüllung der technischen Anforderungen der Projekte sichergestellt.

VII: VORSTELLUNG DES WORKSHOPANGEBOTS IN DEN 4. KLASSEN - Achim Tang, SchülerInnen, LehrerInnen - Februar 2011
Im Februar stellt Achim Tang die sechs zur Wahl stehenden Projekte in den drei 4. Klassen der Schule vor. Die LehrerInnen koordinieren im Anschluss die Auswahl der Schüler (1./2./3. Wahl) und sorgen für eine interessengerechte Aufteilung auf die sechs Angebote.

VIII: ÖFFENTLICHKEITSARBEIT & PLANUNG DOKUMENTATION - Offene Jazz Haus Schule - März 2011
Projektkoordinator Thomas Gläßer übernimmt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Projektbewerbung bei "Kinder zum Olymp" sowie die Planung der Dokumentation in Klang, Bild und Text.

IX: PROJEKTAUFTAKT - SchülerInnen, MusikerInnen, LehrerInnen, GGS Manderscheider Platz, Offene Jazz Haus Schule - 16. März 2011

Am 16. März beginnt das Projekt mit dem ersten Workshop-Termnin, bei dem - wie bei allen Terminen, die folgen werden - die sechs Musiker in sechs Räumen der Schule von 10-11.30 Uhr mit denjenigen Schülern zusammenarbeiten, die ihren Workshop ausgewählt haben. Die Lehrer werden dabei, ebenfalls nach Neigung, aktiv an den Workshops teilnehmen, musikalisch mitgestalten und nur notfalls pädagogisch unterstützend eingreifen.

 
Besonderheiten:
Das Projekt "Lauschexpeditionen" zeichnet sich durch folgende Charakteristika aus:
- Einbettung in ein funktionierendes Gesamtprojekt/Gesamtprofil und einen gemeinsam mit externen Partnern gestalteten Prozess kultureller Schulentwicklung
- interessendifferenziertes Angebot für alle Kinder der 4. Jahrgangsstufe in heterogenen Gruppen unter dem Anspruch der individuellen Förderung
- breites musikalisches Spektrum mit unterschiedlichen Arbeitsweisen (Beatbox - Pop/Hiphop // Experimentelles Musiktheater - Bewegung und Stimme // Elektronische Musik // handwerklich und klang-orieniert // Orchester - Ensembleangebot v.a. auch für Schüler mit Instrumentalerfahrung // etc.)
- Verankerung des Projekts im Vormittagsbereich
- Angebot von Wahlmöglichkeiten im Vormittagsbereich durch Parallelisierung der Angebote
- gelungene Kombination von projektorientierter Komprimierung/Intensität und längerfristiger Anlage
- Kleingruppenarbeit (10-15 Schüler)
- aktive Beteiligung der LehrerInnen
- langfristige Planung
 
Probleme und Lösungen:
Erstaunlicherweise gab es bei der Umsetzung und gemeinsamen Konzipierung keinerlei Probleme. Die Einbettung in die funktionierende Kooperation des Gesamtprojekts war hier besonders hilfreich. Einzige größere logistische Herausforderung war die zeitliche und räumliche Paralleslierung der Angebote.
 
Anekdotisches:
Da die Projektdurchführung noch nicht begonnen hat, gibt es nur Eindrücke aus der Vorbereitung und aus dem Gesamtprojekt zu vermitteln:

Ein wunderschönes und sehr illustratives Erlebnis für den Geist des Projektes war die letzte Eifelklausur der Steuergruppe und der beteiligten Musiklehrer und Dozenten, auf der die "Lauschexpeditionen" auf den Weg gebracht wurden. An eineinhalb hochproduktiven Tagen im Haus einer der Musiklehrerinnen der Schule in der Eifel wurde nicht nur das Projekt "Lauschexpeditionen" vorbereitet, sondern es wurden außerdem eine Vielzahl von anderen Fragen (Dokumentation, wissenschaftliche Begeltiung, Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Lehrern und Musikern, Weiterentwicklung und nachhaltige Finanzierung des Gesamtprojekts) konstruktiv, mußevoll und reibungslos geklärt, neue Ideen entwickelt (soziale Partnerschaften, Patenschaft für Brennpunktschulen) und es wurde sogar ausgiebig gemeinsam musiziert.
Immer wieder zeigt sich, dass die feste Verankerung der Kommunikation zwischen den Akteuren im Projekt, auf außergewöhnliche und fruchtbare Weise Zeit und Raum
für kollektive Lösungen, Planungen und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Zielen und Wegen schafft.

Insgesamt ist aber die greifbare Begeisterung der Kinder bei den Präsentationen und im laufenden Projektunterricht der stärkste Eindruck aus dem Projekt. Projektweise unterrichtende Dozenten stellen bei ihnen immer wieder eine bemerkenswerte Angstfreiheit und Kreativität beim musikalischen Gestalten fest. Im letztjährigen Viert-Klass-Projekt gab es u.a. eigene Gedichte, Worterfindungen und Solo-Performances der Kinder zu bewundern.
Insgesamt zeitigt das Projekt eine sehr positive Auswirkung auf das Schulklima, die vom Kollegium und den Eltern gespiegelt wird. Zuletzt war wegen des Musikschwerpunkts ein starker Anstieg der Anmeldezahlen zu verzeichnen, so dass zahlreiche angemeldete Schulneulinge abgelehnt werden mussten.