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Abspalten mit Holzkeilen dynamisch: Auf dem Weg zur Bordlinie.
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Weiter mit Beilen und Dechseln!
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Nicht nur wir haben an "Kiebitz 1" gearbeitet!
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Konzentriertes Beiteln an "Kiebitz 3"
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Im Blauen Klassenzimmer: Taufe von "Kiebitz 1"
Kiebitz im Boot - 3 Einbäume in Oberndorf
Schule:
Kiebitzschule
Grundschule in Oberndorf

Bahnhofstraße 26a
21787 Oberndorf
Tel.: 04772 - 216 oder 860546
Fax: 04772 - 860519

www.kiebitzschule.de

Grundschule / Gebundener Halbtag

 
Kooperationspartner:
Michael Bungard, Bildender Künstler und Kunstpädagoge, Oberndorf / Oste

www.kunstwerkgruen.de

 
Beteiligte Schüler:
Insgesamt 118 Kinder
Klassen 1 bis 4.
Da das Projekt vor den Sommerferien 2009 begann, außerdem die damalige 4. Klasse.
Arbeiten in Kleingruppen, auch in AG's und an Projekttagen.
 
Beteiligte Lehrkräfte:
7 Lehrkräfte ( Sachunterricht, Werken, Kunst, Deutsch)Außerdem: Eltern der Schüler, nichtpädagogisches Personal der Grundschule, Freunde und Förderer der Grundschule.Insgesamt 33 Erwachsene
 
Stundenvolumen:
Angelegt als offenes Jahresprojekt:

In der 1. Stufe mit 3 Projekttagen im Mai 2009 und 3 Vormittagen in Schülergruppen und abends mit Erwachsenengruppen bis zu den Sommerferien.

2.Stufe: Weiterarbeit regelmäßig nach den Sommerferien während der AG-Zeiten bis zum Herbst/Winter (8 Stunden), Erwachsene (4 Abende), 10 zusätzliche Stunden mit Gruppen aus den einzelnen Klassen.

3. Stufe: Weiterarbeit im Frühling 2010:
8 AG-Stunden, 4 Stunden mit Gruppen aus den einzelnen Klassen, 9 "Erwachsenen-Abende"; und nach den Sommerferien noch zusätzliche 8 AG-Stunden.

Alles über den Zeitraum vom Mai 2009 bis Mai 2011

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Das Projekt "Kiebitz im Boot- 3 Einbäume in Oberndorf" steht in Zusammenhang mit dem 2007 eingeweihten Blauen Klassenzimmer.

Das Blaue Klassenzimmer, eine Wiese an dem Fluss Oste (Seitenarm der Elbe), bietet der Schule eine ganz eigene Möglichkeit, Natur zu erfahren und zu erleben.

Dieser Ort ist der Knotenpunkt für die drei aus einer lokalen Eiche gestalteten Einbäume:

Die Kiebitz-Schule ist darüber verbunden mit der Oste, und letztlich mit der Großen Welt.

So wurde das erste Boot ("Kiebitz 1") an diesem Ort des Blauen Klasssenzimmers fest installiert: Nicht als ein benutzbares Gefährt, sondern als Landart-Objekt. Der Einbaum ist auf 2 Stangen „aufgespießt“, so dass ein Aufsteigen am Platz bei hohen Flutständen möglich ist. Er bleibt also am Platz bei außergewöhnlichen Umständen beweglich und kann auch anders interpretiert werden, z.B. für die am Deich zeitweilig weidenden Schafe als Trog...

In der Schule wird das zweite Boot ("Kiebitz 2") auf dem Schulhof als Kunst-Spielgerät aufgebaut: Ein also nicht zwangsläufig fertiger, d.h. ausgehöhlter Einbaum, der später noch bemalt werden kann.

Das dritte Boot ("Kiebitz 3") wird als Botschafter unserer Schule mit einem geschnitzten Kiebitzkopf als Galeonsfigur auf Reisen gehen und in der grossen Welt von unserer Achtung vor den vielen Kulturen erzählen, die schon lange vor uns Einbäume gebaut haben und Inspirationsquelle zu diesem Projekt waren. Die Idee des Einbaum als verbindendes Element möchten wir so nutzen und über ihn die Möglichkeit schaffen, fremde Kulturen kennenzulernen.
Unser erster Gedanke war, "Kiebitz 3" wie eine Flaschenpost in die Elbmündung zu geben und ihn so seinem Schicksal zu überlassen. Diesen Gedanken haben wir jedoch u.a. deswegen verworfen, weil er uns dafür viel zu wertvoll ist.
So soll er nun zu unterschiedlichen Schulen in der Welt geschickt werden, die selbst aktiv an unserem Projekt teilnehmen können , indem Sie mit Ihrer Schule gemeinsam weiter an "Kiebitz 3" arbeiten, ihn verändern und ergänzen.
Nach einer festgesetzten Zeit soll er dann weiter gegeben werden. Vielleicht schafft er es so auch in ein Land, aus dem wir während des Projekts Filme über den Einbaum-Bau gesehen haben.
Unsere Achtung vor diesen unterschiedlichen Kulturen mit ihren besonderen Techniken ist ihnen gewiss. Sie waren Inspirationsquellen zu diesem Projekt.

Boote fahren von einem Ort zum anderem, sie werden von Menschen gebaut, gesteuert, transportieren diese und verschiedenste Waren. Auf Wasserwegen gibt es Austausch, über immer weitere Entfernungen. Vor allem fremde Kulturen können sich gegenseitig kennenlernen.

In unserem Projekt erfuhren wir auch etwas über unsere Vorfahren, von der Jungsteinzeit, über das Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit. Hier waren Filme hilfreich, die z.B. einen mittelalterlichen Nachbau oder die Entstehung eines Kinder-Einbaums in Papua-Neuguinea zeigten.

Handgreiflich erspürten wir die Leistung dieser Menschen, ein solches Boot mit teilweise einfachsten Werkzeugen herzustellen.
Gestaunt werden konnte über die immense Vielfalt an Formen und Spezialisierungen im Laufe der Zeit und in unterschiedlichsten Weltgegenden.
Der Aspekt des gemeinsamen Handelns wurde an diesen Beispielen deutlich und übertragen auf die Kiebitzschule. Möglichst viele der an der Schule Beteiligten erhielten die Gelegenheit, bei diesem Projekt mit Hand anzulegen. Lehrer und Eltern, nichtpädagogisches Personal, Freunde und Förderer kamen mit in's Boot.
So sind gemeinsame Boote entstanden, die Spuren von allen tragen.
Alle haben sich so unter ganz anderen Bedingungen kennengelernt. Hier gab es manche Überraschung, nicht nur für viele Jungs, die die oft erstaunlichen handwerklichen Fähigkeiten und Entwicklungen der Mädchen anerkannten.

Die Vorentwürfe für die 3 verschiedenen Einbäume sind vom Projektleiter festgelegt, aber im Lauf des Projekts weiter entwickelt worden, den Fähigkeiten aller Beteiligten angepasst. So flossen auch Formgestaltungsideen der Kinder mit ein, die ein Bewusstsein für die Form eines ganzen Bootes bekommen hatten.
Für eine spätere Bemalung des Schulhof-Bootes gestalteten einige Kinder Skizzen. Auch für die "Galeonsfigur" des Schulbotschafters "Kiebitz 3" zeichneten sie Entwürfe, die der Projektleiter bildhauerisch umsetzte.

Die Arbeit an den Einbäumen fand aus praktischen Gründen zum größten Teil in der Schule statt (Schulhof)- in Kleingruppen.

Jede Gruppe erhielt eine Einführung in die jeweils nötige Technik, bei der der Schwerpunkt auf der sicheren Handhabung der scharfen Werkzeuge liegt. Dabei kamen altersmäßig und individuell unterschiedliche Handwerkzeuge zum Einsatz:
Beil, Spaltkeile, Hammer, Dechsel, Bildhauerbeitel und Klöppel, chinesischer Ziehhobel, Ziehklinge. Wie schaffen wir es auch mit wenig Körperkraft, ein schweren Stamm umzusetzen (Hebelgesetz ganz praktisch...)

Begonnen wurde mit der Arbeit am größten Einbaum. Damit es am Arbeitsplatz nicht zu eng wurde, begannen wir bald mit dem Bau des nächsten Einbaums, immer auf den vorherigen Erfahrungen aufbauend.

Gearbeitet wurde mit 3 Stammabschnitten aus einer frisch gefällten Eiche, entsprechend der Größe des angestrebten Einbaums.
Die Schüler erfuhren handgreiflich, welche Vorbereitungen nötig sind, bis der erste Schlag den Stamm verändert.

Die momentanen Fähigkeiten der Kinder wurden weiter entwickelt und entsprechend eingesetzt.

In Anbetracht mehrerer kaum genau vorauszusehender Unwägbarkeiten und um den finanziellen wie zeitlichen Rahmen überschaubar zu halten, war von vornherein geplant, dass der Projektleiter weitergehende Eigenarbeit bei Bedarf einsetzen sollte, z.B. zum schnelleren Fortkommen auch einige Motorsägenschnitte machte.


Zielgerichtetes Arbeiten wurde trainiert.
Begeisterung für ein Ziel entstand.
Geduld bei Arbeit ohne den schnellen Knopfdruck. Wie gehen wir mit auftretenden Problemen um?
Größere Zusammenhänge konnten erahnt werden. Von "Wo kommt das Material Holz her?" bis "Welche Arbeitsschritte sind nötig?" und "Was haben die drei Boote miteinander zu tun?"...
Achtung vor "primitiven" Kulturen (Urmenschen, indigene Völker, Ureinwohner).
Handwerkliche Abläufe konnten nachvollzogen werden. (Die Zeitschiene kommt rüber.)
Achtsamer Umgang mit scharfem Werkzeug wurde geübt.
Selbstbewußtsein durch das Geleistete erfahren.

Nach dem praktischen Teil des Projekts, also der Gestaltung der 3 Einbäume, hoffen wir nicht nur auf die Nachhaltigkeit in Bezug auf die Reise von "Kiebitz 3", der uns Kontakte und vielleicht auch Freundschaften in ganz andere Weltgegenden und Kulturen bringen kann.
Der Platz von "Kiebitz 1" im Blauen Klassenzimmer muss von den Schülern weiter im Sinne des Deichschutzes gepflegt werden; und das Boot wird in seinen Veränderungen durch Natur- und Umwelteinflüsse beobachtet werden.
"Kiebitz 2" wurde schon vor seiner endgültigen Aufstellung auf die verschiedenste Weise bespielt und soll noch lange auf seinem Schulhof schwimmen.

 
Projektauslöser/Idee:
Der Künstler und Kunstpädagoge Michael Bungard hatte 2006 aus im Rahmen der Betreuung (verlässliche Grundschule) entstandenen Aquarellbildern in einem lange leer stehenden Ladengeschäft mitten im Dorf eine sich über mehrere Wochen verändernde Installation gestaltet.
So sprach die Schulleiterin Christiane Möller ihn im Frühjahr 2009 auch im Hinblick des bevorstehenden "Jahres der Oste" auf eine neue Idee an, die Kiebitzschule aus sich "heraustreten" zu lassen und dabei den "Dorf-Fluss" mit ein zu beziehen. So sollte auch das schon von Michael Bungard mit einem blauen "K" gekennzeichnete "Blaue Klassenzimmer" an der Oste weiter in's öffentliche Bewusstsein gebracht werden.
Dazu passte das für 2009 ausgeschriebene "Jahr der Oste".
 
Projektentwicklung:
Der Künstler und Kunstpädagoge Michael Bungard entwickelte ein Konzept, das nach der Vorstellung in einer Dienstbesprechung von den Lehrerkollegen und schließlich vom Schulvorstand und der Gesamtkonferenz beschlossen wurde.

Nach Klärung der Finanzierung durch Sponsoren folgte die Umsetzung in mehreren Blöcken.

Im Mai 2009 bekam die Schule mit einem Schulfest endlich ihren Schulnamen: "Kiebitzschule". Die Schule wurde von der freiwilligen Feuerwehr getauft und das neue Kunstprojekt allen Feiernden vorgestellt. Jetzt wurde auch mit den ersten Arbeiten begonnen (Spalten von grösseren Stücken mit Buchenspaltkeilen aus dem frischen Eichenstamm). Und die ersten Werkzeuge (Dechsel und Beitel) wurden vorgestellt und schon von einigen ausprobiert.

Seit diesem Tag wird in einer Ausstellungsecke der Pausenhalle über das Projekt informiert: Die einzelnen Bauphasen eines Einbaums sind dokumentiert, Fotos von den benutzten Werkzeugen und allen, die Hand angelegt haben, email-Ausdrucke von potenziellen Projektpartnern. Es gibt eine Weltkarte, auf der deren Ländern markiert sind.

Von Sommer (vor den Ferien) 2009 bis Herbst 2010 arbeiteten Schüler aller Klassen schließlich auch parallel an den 3 Einbäumen auf dem Schulhof.
Das Projekt war dabei eingebunden in die jährlich stattfindenden Naturtage, als AG für 2 Gruppen, die so auch noch kontinuierlicher an den Booten arbeiten konnten, auch unterrichtsbegleitend mit Gruppen aus den einzelnen Klassen und bei der Abschlussfeier einer 4. Klasse, so dass schliesslich jedes Kind seinen Teil zum Gelingen beigetragen hatte.

Begleitend gab es Abende mit interessierten (skeptisch, neugierig bis bald begeisterten) Eltern, ebenso ein Treff mit den Lehrern und mit dem nichtpädagogischem Personal.

Durch einen der Sponsoren konnte das Projekt für die Feinarbeit an "Kiebitz 2" im Rahmen einer AG in den Herbst 2010 hinein verlängert werden.

Nach der Fertigstellung der 3 Einbäume wurde der erste im Sommer 2010 im Blauen Klassenzimmer installiert und eingeweiht (s. auch unter "Anekdotisches").

Der zweite soll im Mai 2011 im Schulhof aufgestellt werden.
Für den dritten läuft noch die Vorauswahl der potentiellen Schulpartner in aller Welt (Stand: Februar 2011).

Die endgültige Auswahl des ersten Reiseziels entscheiden alle Kinder der Schule. Ihre Wünsche äußerten sie schon beim Einweihungsfest im Blauen Klassenzimmer. Da machte sich der schon seit Jahren bestehende interkulturelle Kontakt über ein Austauschprogramm (International Internship Program IIP) mit Japan bemerkbar, über den schon zweimal ein japanischer Gast für einen Zeitraum von sechs Monaten unsere Schule besucht und den Schulalltag mit zusätzlichen Angeboten bereichert hat.

 
Besonderheiten:
Von der 1. bis zur 4. Klasse wurde mit scharfem professionellem Handwerkszeug gearbeitet (s. auch "Vorstellung und Kurzbeschreibung").
In gemischten Gruppen mit unterschiedlichen Wissensständen und Fähigkeitsstufen war es möglich, voneinander wahrzunehmen, wer wie arbeitet. Gerade auch für die Lehrer eine Möglichkeit, unbekannte Facetten ihrer Schüler zu beachten oder Bilder zu vervollständigen.
Untereinander lernen und sich helfen wurde gezielt gefördert.

Viele arbeiteten an einem grossen Projekt, vielleicht schaffte der Einzelne nur ein kleines Stück- zusammen kam Erstaunliches heraus. Und wirkt sogar weiter, bis in ein sich entwickeldes politisches Bewusstsein:
Durch persönliche Kontakte in andere Länder rücken diese näher (Wie geht es den Schülern dort? Unter welchen Bedingungen leben und lernen sie?).
Wenn die erste Reise am Ziel ist, haben die Schüler die Möglichkeit, verschiedene Kommunikationsformen (vom Brief über email, Fotos, Filme,...) zu erproben. Und auch zu merken, dass ein solcher Kontakt Arbeit erfordert.

Es wird ein Bogen gespannt vom Input (die Kultur des Einbaum-Baus in der Vergangenheit und in ganz verschiedenen Weltgegenden) über das eigene Gestalten im eigenen Umfeld zum Output (der Besuch des 3. Einbaums im Fremden und so auch in der Zukunft). Vom Kleinen in's Grosse!

Die im allgemeinen Bewusstsein noch nicht verankerte Kunstfform der Landart wurde über "Kiebitz 1" im Blauen Klassenzimmer bekannter gemacht und so ein Beitrag geleistet zur Wahrnehmung von Kunst.

 
Probleme und Lösungen:
Von vornherein war mit einigen Unwägbarkeiten zu rechnen, mit denen umgegangen werden musste. Hier halfen z.B. der unkomplizierte Einsatz des Samtgemeinde- und Gemeinde-Bauhofs (Transport der Eichenstämme aus dem nahe gelegenen Wald, Montage der Installationsstangen im Blauen Klassenzimmer,...).
Die Installation von "Kiebitz 1" am Ufer der Oste machte Verhandlungsgeschick mit Deichbehörden nötig und zeigte so wasserwirtschaftliche und Sicherheitsbelange, die an einem Fluss auftreten.

Das Konzept musste während des Projekts teilweise flexibel geändert werden:
"Kiebitz 2" konnte aus Sicherheitsgründen (Kommunikation mit der GUV) in der massiven Einbaumform nicht als Schiffsschaukel montiert werden. Der mögliche Kompromiss mit nur minimalen Bewegungsmöglichkeiten wurde durch die geforderte Begutachtung zu teuer. So soll er nun fest installiert werden und trotzdem als "Boot" bespielt werden können (s. auch "Anekdotisches")
"Kiebitz 3" wurde aus Sicherheitsgründen (evt. versicherungstechnisches Risiko) nicht wie eine Flaschenpost auf den Fluss entlassen.
Hier war jeweils längeres Nachsinnen beim Kollegium und Kooperationspartner (Projektleiter) nötig.

Erstaunlicherweise gab es keine offenen Bedenken, dass Kinder mit scharfem Werkzeug arbeiten konnten.

 
Anekdotisches:
Ein sehr leise sprechendes Mädchen, dem der kompetente Umgang mit einem Beil scheinbar kaum zugetraut werden konnte, entpuppte sich mit diesem Werkzeug zu einer Holzwerkerin, der die Jungs aus ihrer Klasse dann mit überraschten und anerkennenden Blicken begegneten. Ihr befreites Arbeiten wirkte offensichtlich als Katalysator: Ihre Stimme wurde schließlich deutlich und laut.

Während einer Pause saß ein Junge in einem fast fertig gestellten Einbaum, benutzte einen grösseren Ast als Paddel und sagte: "Ich fahre mal über die Elbe nach Hamburg!". Er vergass dann beim Anlegen auch nicht, das Boot zu "vertäuen".

Allen Beteiligten bot sich bei der Einweihung von "Kiebitz 1" an einem perfekten Tag (Sonne, kein Wind) das eindrucksvolle Bild der "Überfahrt" des Einbaums vom Ufer der Schulseite zum anderen Ufer des Blauen Klassenzimmers. Das Boot wurde im Schlepptau eines Außenborders (mit der unkomplizierten Hilfe eines Oberndorfbewohners) durchaus auch symbolisch hinüber gebracht- innerhalb eines Ortes, dessen verschiedene Flussseiten früher nur per Prahmfähre verbunden waren.

Aus einem Interview im Rückblick mit Schülern für den Wettbewerb:
"Das Werkzeug ist richtig scharf! Die Arbeit war gut, aber schwer. Man musste immer so'ne Kerbe reinschlagen."
"Toll, dass wir das machen durften! Die Eltern durften auch mit machen."
"Von unten durften wir das glatt machen und oben aushöhlen. Das Aushöhlen fand ich am besten."
"Der soll endlich mal zu einer Insel!" ("Kiebitz 3")
"Wenn wir gewinnen, dann werden wir bekannt, ein grosser Turm wird gebaut, wo wir drauf kommen."