Hier Klicken für die Vollansicht
2009 O(h)ratorium (Fußgängerzone Kl.10)
Hier Klicken für die Vollansicht
2009 Klangperformance (Museum Kurhaus Kl.9)
Hier Klicken für die Vollansicht
2009 Starlight Express (Konzert und Tanz Kl. 10)
Hier Klicken für die Vollansicht
2009 Theaterprojekt (Kl.5)
Hier Klicken für die Vollansicht
2010 Leseprojekt (Kl.6)
Unser Kulturprofil
Schule:
Karl Kisters Realschule
Lindenstraße 3a
47533 Kleve
Tel.:02821/78123
vormals
Städt. Realschule Kleve-Kellen

Realschule / Offener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Museum Kurhaus Kleve
Tiergartenstraße 41
Valentina Vlasic M.A.
47533 Kleve
02821/750117

Netzwerk: Schule Kunst Museum
(fünf weiterführende Klever Schulen und das Museum Kurhaus Kleve)
Städt. Realschule Kleve
Konrad-Adenauer-Hauptschule
Konrad-Adenauer-Gymnasium
Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Karl Kisters Realschule

NRW Kulturförderung
Künstler & Schule

Tänzer und Choreograph
Ricardo Viviani,Frankfurt a.M.

Videofilm und Kurzfilm
Benjamin Fleig ,Aachen

Videofilm und Kurzfilm
Ludwig Kuckartz, Köln

Bildender Künstler
Claus van Bebber
Installationen, Klanglabor
Kalkar

Bildende Künstlerin
Brigitte Gmachreich-Jünemann
Grafik, Kranenburg

Bildender Künstler
Günther Zins
Stahlskulpturen, Kleve

Kindertheater
mini art
Crischa und Sjef Ohler, Bedburg-Hau


freiberufliche Musiker und Musiklehrer
(unter der Leitung unseres Musiklehrers Frank Hendricks)
Leo Witting(Saxophon)
Winfried de Klein(Trompete)
Klemens Kempkens(Klarinette)
Birgit Cattelaens (Querflöte)
Bernd Naß (Keyboard)
Stefan Janßen (Schlagzeug)
Stephan Gerhards (Percussion)

Chorleiter
Bernd Naß (Gesang)

Jean-René Metier
Collège de l`Ostrevant
Bouchain
F- 59111


Konzerte/Workshops
rhapsody in school
www.rhapsody-in-school.de

Musik/Konzerte/Workshops
Sigrun Hintzen
Konzerte der Stadt Kleve
Koordinierung der Workshops in der Karl Kisters Realschule


Komponist und Musikredakteur
Andreas Daams
Komponist; Kulturjournalist
www.absurd.de/index2.htm

Radiosender
antenne niederrhein
Redakteur Peter Hören

Filmstudio
AV Studio Kisters
Kermisdahlstraße
47533 Kleve
Herr Jürgen Blenkers
Karl Kisters Stiftung

Druckerei
Linsen Druckcenter
Siemensstr.12
47533 Kleve
(für Schülerzeitung "notenfrei")

Buchhandlung „Leselust"
Guido Buhrmann
Materborner Allee
47533 Kleve
(für AG "Lesen öffnet Welten")

Märchenerzählerin

Anneliesel Frädrich
Heinrich-Meyers-GHS-Hamminkeln


 
Beteiligte Schüler:
619
Das Kulturprofil der Schule kommt grundsätzlich jedem der 619 Schüler zugute. Es gibt verpflichtende Angebote im normalen Stundenplan und ergänzende freiwillige Zusatzangebote im Nachmittagsbereich bzw. an Wochenenden:


Angebote, die sich über die gesamte Schulzeit von 6 Jahren erstrecken
Neigungsschwerpunkte in bestimmten Jahrgängen
eine Neigungsdifferenzierung in Klassenstufe9/10 im musischen Bereich
regelmäßig wiederkehrende Großprojekte
ritualisierte Aktionen
regelmäßige kulturelle Angebote für ganze Klassenstufen
einzelne Workshops
regelmäßige und anlassbedingte Auftritte
einzelne Produktionen in verschiedenen Unterrichtsfächern

 
Beteiligte Lehrkräfte:
Hartmut Altena (Architektur)Karen Böker (D, Literatur, Leseförderung, Theater)Inga Bruns (TX)Klaus Fleskes (engl. Theater)Frank Hendricks (MU, Radio, Orchester, Band, Musikaustausch Frankreich, Koordination Instrumentallehrer)Mareike Holmer (TX)Sven Klar (KU)Sascha Litjens (Theater, Kino)Manfred Maas (Radio)Christin Novak (D, KU)Isabell Schröer (F im Musikaustausch Frankreich)Sabine Schröer (KU, TX, Konzeption von Ausstellungen)Christian Strecke (Film, Video)Michael Thölking (D, NL, Theater)Valérie Vauzanges (Schülerzeitung: Layout, Marketing)Hubert Wanders (KU, Ausstellungen, Koordination Konzerte, Koordination Kulturförderung Künstler&Schule)Helga Diekhöfer (KU, D, Schülerzeitung, engl. Theater, Koordination Schule Kunst Museum, Projekte mit Theater mini art)Fachschaften:Deutsch (Literatur- und Theaterprojekte)Religion (Weltreligionen)Hauswirtschaft (Literaturmenü)Klassenlehrer (Brauchtumsfeste)
 
Stundenvolumen:
Die Erziehung zur kulturellen Teilhabe ist Bestandteil des Schulprogramm und durchzieht weite Bereiche des Schulalltags im Schuljahr bzw. in der sechsjährigen Realschulzeit eines Schülers. Der Zeitaufwand der einzelnen verpflichtenden Angebote im normalen Stundenplan oder der verschiedenen ergänzenden freiwilligen Zusatzangebote im Nachmittagsbereich bzw. an Wochenenden ist sehr unterschiedlich.

Die Initiative für die einzelnen Projekte und die Kooperation mit außerschulischen Partnern geht von den Fachkonferenzen und einzelnen Kollegen aus.
Beim jährlich stattfindenden Planungstag „Oase" für das kommende Schuljahr werden die Ideen gebündelt und miteinander in Einklang gebracht. Das Programm wird evaluiert und vorangetrieben.
Auf Lehrerkonferenzen wird über das geplante, erweiterte Programm für das neue Schuljahr abgestimmt.
Die Kollegen des Netzwerks „Schule Kunst Museum" treffen sich in einem regelmäßigen Rhythmus zu Planungsgesprächen sowohl in der Schule wie auch im Museum.
Es ist nicht abzuschätzen, wie viel Zeitaufwand insgesamt in alle unsere Bemühungen gesteckt wird.
Ein unvollständiger Gradmesser sind die Protokolle von Sitzungen, aber viele Besprechungen, Planungen und Evaluationsgespräche laufen auch auf informellerer Ebene ab.

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Es gibt Angebote, die sich über die gesamte Schulzeit von 6 Jahren erstrecken

Klassenmusizieren
Jedes Kind von Kl.5-8 ist Mitglied beim "Klassenmusizieren".
In der Jahrgangsstufe 9/10 wird Musik im Neigungskurs unterrichtet.
Das gemeinsame Musizieren ist fester Bestandteil des Musikunterrichts aller Klassenstufen. Die Schüler spielen auf den Instrumenten der Schule: Orffsches Instrumentarium, Keyboards, Percussion, E-Gitarren, bzw. erzeugen und erleben Klangvielfalt von Boomwhackers, Schwirrhölzern, Klangschalen, Gongs und selbst gebauten Instrumenten.

Instrumentalunterricht
Darüber hinaus erhält jedes Kind ab Kl.5 im Rahmen eines nachmittäglichen Angebots die Möglichkeit, an der Schule ein Instrument (Saxophon, Klarinette, Querflöte, Trompete, Posaune, Flügelhorn, Horn, Keyboard, Percussion) oder Gesang zu erlernen. Hieraus rekrutieren sich die Mitglieder des Schulorchesters und der Schulband. Auch werden diese Schüler ins Klassenmusizieren eingebunden.
Die Instrumente können entliehen, aber auch gekauft werden.


Es gibt Neigungsschwerpunkte in bestimmten Jahrgängen

In Klassenstufe 9 ist jeder Schüler beteiligt an dem großen Jahresthema „Welt der Medien und Mediengestaltung“" und bringt sich mindestens zwei Unterrichtsstunden wöchentlich ein als Zeitungsredakteur, Layouter oder Marketingfachmann, als Entwickler einer Radiosendung, als Filmemacher oder Literaturvermittler.
Schüler der Klassen 10 üben sich hier als Tutoren für die jüngeren Schüler, indem sie ihr Know-How weitergeben.
Die tatsächliche Arbeitszeit ist oft erheblich länger als der zweistündige Unterrichtsrhythmus, weil Termine zu wahren sind und daher professionelles Arbeiten und großer Einsatz eines jeden erforderlich sind.
Die Macher der Radiosendung gibt es erst seit diesem Schuljahr. Im Mai geht man zum ersten Mal auf Sendung bei "antenne niederrhein" innerhalb des Bürgerfunks.
Mittelfristig wird angestrebt, eine fest installierte, eigene Sendung auf die Beine zu stellen. In der Zwischenzeit eignen sich die Schüler das notwendige Know-How unter dem Titel „Endmastering and Coaching“ an unter Anleitung ihres Musiklehrers, eines Deutschlehrers, eines Musikredakteurs einer Tageszeitung und eines Fachmanns des Klever AV Tonstudios der Karl Kisters Stiftung.
Die Schülerzeitung „Notenfrei" wird bereits seit 5 Jahren in Folge von jungen Nachwuchsjournalisten (Kl.5-10) produziert und wurde schon mehrfach bundesweit ausgezeichnet.
Die Videofilmer gehen jetzt ins dritte Jahr in Folge und haben ebenfalls bereits Auszeichnungen erhalten.
Die Literaturgruppe überrascht mit immer neuen Veranstaltungen zur Lese- und Literaturförderung und war Preisträger bei „Kinder zum Olymp“.
Es gibt eine Neigungsdifferenzierung in Klassenstufe 9/10 im musischen Bereich, genannt KUMUTX:
Die Schüler entscheiden sich für zwei Jahre zwischen Kunst, Musik, Architektur, Textilgestaltung und Design oder Bühnenbau und treten mit ihren Produkten und Produktionen auch an die Öffentlichkeit (Auftritte, Ausstellungen, CD-Produktionen).


Es gibt regelmäßig wiederkehrende Großprojekte
z.B. das Projekt des Netzwerks Schule Kunst Museum,
das schulformübergreifend zusammenarbeitet und jährlich vielen Klassen verschiedenster Jahrgangsstufen (bei uns Kl. 5-10), die Möglichkeit gibt, sich intensiv mit zeitgenössischer Kunst auseinander zu setzen (z.B. Mario Merz, Marc Tansey, On Kawara, Ewald Mataré, Joseph Beuys, Lothar Baumgarten, Brice Marden, Ettore Spalletti, Alex Katz usw.)
Die Arbeiten der Schüler, die sich jeweils auf eine aktuelle Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve beziehen, werden zusammen geführt am Museumswochenende, inzwischen einem Ereignis von großer, lokaler Bedeutung, das ca. 800-100 Besucher an einem Wochenende lockt.

Es gibt ritualisierte Aktionen
Im Forum der Schule finden ständig Wechselausstellungen der Arbeiten der Schüler statt und es gibt die Aktion „Kunstwerk des Monats", wo eine besonders gute Schülerarbeit in einem auffälligen Rahmen an einem ehrenvollen Platz gewürdigt wird.
Durch die ständige Präsenz von Kunst wird diese für die Schüler in positivem Sinne alltäglich. Ihr wird Neugierde und Interesse entgegengebracht und jeder achtet das, was ein anderer für die Allgemeinheit eingebracht hat.
Als Zeichen der Würdigung ist anzusehen, dass nie ein Kunstwerk in irgendeiner Weise beschädigt wird, obwohl es in ungeschütztem öffentlichen Raum steht.

Neben den Projekten, die das Kunstprofil der Schule ausmachen, gibt es in lockerer Folge stattfindende Theaterprojekte mit Aufführungen in Deutsch, Englisch und Niederländisch.

Konzerte
Die Schüler des Schulorchesters und der Schulband so wie auch Solomusiker treten regelmäßig auf bei Festen und Feiern in der Schule (Schulfesten, Jubiläen, Weihnachtskonzert, Sommerkonzert) und bei außerschulischen Anlässen (beim Museumsprojekt, Gedenkveranstaltungen, Konzerte bei der Verleihung der Johanna-Sebus-Medaille in der Stadthalle, Konzerte bei „made in Kleve“, Jahresveranstaltung der Klever Unternehmerschaft usw.).
In Planung ist gerade eine „Klangnacht“ in der Unterstadtkirche


Es gibt regelmäßige kulturelle Angebote für ganze Klassenstufen, z.B.:
Theaterbesuch für alle Klassen 5 und 6 beim Kindertheater mini art mit Vorbesprechung in der Schule, Nachbesprechung im Theater und oft daran anschließend einem weiteren Projekt im Fach Deutsch oder fächerübergreifend in D, KU,MU.
Ebenso gibt es die Märchenerzählerin für Klassen 5 , Lesenächte und den Lesewettbewerb für Klassenstufe 6, Filmnächte für Klasse 8/9 und die Theaterfahrt in Klasse 10.
Studienfahrten nach Berlin, Dresden, Lübeck usw. ergänzen das Kulturprogramm in Klasse 9.
Projekttage zu den Weltreligionen (Kirchen, Afrika-Museum, Moschee, Synagogen) organisiert die Fachschaft Religion für Klassenstufe 10.

Es gibt einzelne Workshops
im Bereich Musik, Tanz, Kunst und Architektur.
Die Bildung im musikalischen Bereich wird ergänzt durch persönliche Begegnungen mit großen Musikern der klassischen Musik bei Workshops und Gesprächen in der Schule sowie bei Konzert- und Probenbesuchen.
Theater-Workshops mit außerschulischen Partnern (finanziert über das NRW-Programm „Kultur & Schule“) sowie Tanz-Workshops mit einem Tänzer und Choreographen (finanziert über das NRW Programm „Kultur & Schule“) ergänzen das Bildungsangebot der Karl Kisters Realschule in diesem Bereich.
Bei Festen und Feiern werden die Ergebnisse in der Schule und außerhalb präsentiert.


Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Karl Kisters Realschule: www.kkrs-kellen.de.


 
Projektauslöser/Idee:
Unsere Schule wurde vor 13 Jahren gegründet.
Mit zwei Eingangsklassen, ausgelagert im Gebäude einer Grundschule, wurden die ersten Eckpfeiler durch zwei kunstinteressierte Kollegen für eine breit angelegte kulturelle Bildung gesetzt.

Als das Kinder- und Jugendtheater mini art (mehrfach ausgezeichnet) im gleichen Jahr an den Niederrhein übersiedelte, waren wir einer der ersten Partner und sind es heute, nach 13 Jahren, noch. Die Zusammenarbeit ist äußerst fruchtbar und erfolgreich. Bei der Entstehung ihres letzten Bühnenstückes (Dez.2009) für Kinder „Koffer auf Reisen" entstand die Idee, dass die Kinder einer Jahrgangsstufe 5 gleichzeitig an einem Stück arbeiten könnten mit dem Titel „Ein Koffer voller Überraschungen". So gab es gleich zwei Premieren und wir besuchten uns gegenseitig.

Gleichzeitig entwickelte sich das Profil im Fach Kunst mit besonderen Projekttagen und Ausstellungen, auch bei minimaler Infrastruktur und beengten Verhältnissen.

Zunächst gab es noch keinen Musiklehrer, aber man begann bereits mit den Klassen 5 und äußerst bescheidenen technischen Mitteln, mit und für jedes Kind ein Instrument zu basteln und Klänge zu produzieren.

Auch die bis heute bestehende Tradition des "Nikolaustages" begann; ein weihnachtlicher Projekttag mit einem wechselnden Motto, an dessen Ende alle Eltern zum Bewundern der Projektergebnisse eingeladen wurden: Gestaltung weihnachtlicher Dekoration für das Forum und den 6m hohen Baum, backen, Musik, Gesang und szenisches Spiel.

In Kooperation mit dem AV-Studio Kleve wurde im Entstehungsjahr der Schule mit Fünftklässlern das Schulleben filmisch dokumentiert.

 
Projektentwicklung:
Wir hatten das Glück, dass beide Schulleitungsmitglieder „auf der gleichen Welle schwammen“, beide haben in ihrer Fächerkombination das Fach Kunst. Neue Kollegen der wachsenden Schule ließen sich immer wieder mit ihren Ideen und Fähigkeiten einbinden.
Die Schulleitung sah und sieht es als ihre Aufgabe an, diese Kollegen zu ermuntern und ihnen Hilfen zu bieten, ihre Konzepte in die Praxis umzusetzen.
So wurde auch das Schulprogramm ständig fortgeschrieben und um Facetten aus Kunst, Literatur, Schauspiel, Musik, Tanz, Fotografie, Film und Architektur ergänzt.

Mit dem Einstieg des Musiklehrers Frank Hendricks, eines sogenannten Seitensteigers mit beruflichen Erfahrungen als professioneller Trompeter, Bandleader und Lehrer in Musikschulen, kam ein ganzes Füllhorn an Ideen, die nach und nach in den musischen Teils des Schulprogramms integriert wurden. Auch seine bestehenden Netzwerke mit Musikern kamen uns zugute, um „jedem Kind ein Instrument" anzubieten, lange bevor diese Idee in der Öffentlichkeit propagiert wurde. Auch die Idee, ganze Klasse musizieren zu lassen, war ein Meilenstein in unseren Bemühungen, der Schule eine musische Ausrichtung zu geben.

Mit dem Neubau der Schule ergab sich nach einem Atelierbesuch mit Schülern beim Klever Künstler Günther Zins die Idee einer Zusammenarbeit mit der Schule. Durch die Schulleitung konnten u.a. Sponsoren begeistert werden, eine Skulptur des Künstlers zu finanzieren, das „Würfelspiel“ an der Fassade des Gebäudes, welches zum Wahrzeichen der Schule wurde wie auch zu unserem Schullogo inspirierte.

Ein entscheidender Impuls kam vor ca. neun Jahren auch durch die Gelegenheit, sich im Netzwerk "Schule Kunst Museum" zu engagieren, das damals von einer sehr ambitionierten Kunsterzieherin eines Klever Gymnasiums geleitet wurde.
Wir wurden schnell zu verlässlichen Partnern und begannen, das Projekt als unser weitreichendstes und größtes (mit durchschnittlich 8-10 teilnehmenden Klassen pro Jahr) in unseren Lehrplan Kunst aufzunehmen.
Seit drei Jahren wird das Klever Netzwerk "Schule Kunst Museum" durch uns koordiniert.

Angeregt durch Kontakte auf dem Saarbrücker Kongress „Kinder zum Olymp“ gelang es uns, über die Initiative „rhapsody in school“ und die Organisatoren der städtischen Konzerte in Kleve, Musiker wie Sabine Meyer, Barry Guy, Fazil Say u.a. im Rahmen ihrer Konzert in Kleve zu Workshops in die Karl Kisters Realschule einzuladen.

Durch die NRW-Förderung Kultur & Schule konnten weitere Künstler, Tänzer und Musiker in die musischen Angebote unseres Schulprogramms eingebunden werden.

 
Besonderheiten:
Die Persönlichkeit der Schüler zu entwickeln, ihre Neigungen und Stärken zu erkennen und zu fördern sowie ihre Sekundärtugenden auszuprägen sind anerkannte vorrangige Bildungsziele.
Die Förderung zur kulturellen Teilhabe gehört ebenso selbstverständlich dazu.

Es geht uns darum, losgelöst vom unterschiedlich ausgeprägten Angebot durch die Elternhäuser eine verlässliche, stabile kulturelle Breitenförderung anzubieten. Neben den „Kulturtechniken" Rechnen, Lesen, Schreiben wollen wir die „kulturellen Kulturtechniken“ Sehen, Hören, Wahrnehmen, Empfinden und Gestalten gezielt in den Blick nehmen.

Wir „er-arbeiten“ mit den Schülern musische Inhalte durch gemeinsames „Er-leben“ im kleinen, geschützten Raum der Schule sowie bereits in Räumen begrenzter Öffentlichkeit, um sie so Schritt für Schritt auf die kulturelle Teilhabe in der Gesellschaft vorzubereiten.

Wir wollen unseren Schülern etwas mit auf den Weg geben, was sie als Bereicherung ihres Lebens wahrnehmen: kulturelle Bildung …
als Nahrung für Geist und Seele,
als ein Mittel für Zufriedenheit und für das Schauen über den Tellerrand,
als ein verbindendes Mittel zwischen unterschiedlichen Kulturen,
zur Findung und Unterstützung der eigenen Identität.
Und wir wollen sie letztlich befähigen, sich im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten als gestalterische Kraft in der Gesellschaft verwirklichen zu können.

 
Probleme und Lösungen:
Wenn man ein gemeinsames Ziel hat, von dem man fest überzeugt ist, lassen sich i.d.R. Wege zur Verwirklichung einzelner Projekte und Ziele finden. Unterstützend wirkt sich hierbei die lokale Netzwerkarbeit aus, durch die man Befürworter und Unterstützer gewinnt.

Finanzielle Probleme:
Das geringe Finanzbudget schränkt zwangsläufig die Umsetzung einzelner Projekte ein. Eine Hilfe ist die Einbindung von Sponsoren und Netzwerkern. Eine weitere Unterstützung bot das NRW-Förderprogramm Kultur & Schule. Großzügige Hilfen in personeller und/oder finanzieller Form erfahren wir auch durch unseren Förderverein.

Personelle Probleme:
Jedes Schulprogramm lebt durch die Individualität der tragenden Säulen, die dem ganzen ein Gesicht geben. Es gilt, diese besonderen Stärken sich entwickeln zu lassen.

 
Anekdotisches:
Ein Vater einer zukünftigen Fünftklässlerin kommentierte nach Vorstellung des Kulturprofils an einem Elterninformationsabend: „Warum melde ich eigentlich meine Tochter an? Ich käme viel lieber selber!"

Ein Mitglied des Fördervereins: „Hier in dieser Schule verspürt man unheimlich viel positive Energie. Deshalb engagiere ich mich auch."

Eine Grundschülerin nach einem geleiteten Rundgang durch Fünftklässler zu den nachmittäglichen Aktivitäten ( Musik, Schülerzeitung, Architektur, Literatur usw. )in der Schule: „Die Schule ist echt geil."

Bei einem Anmeldungsgespräch.
Lehrer: „Warum möchtest du denn gerne zu unserer Schule kommen?“
Antwort des Viertklässlers ohne Zögern: „ Weil ich Schlagzeug lernen will!“