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Die Generalprobe vor dem Weihnachtsfeierbühnenbild
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Die Präsentation selbst gestalteter Kostüme
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Aufmerksame Probe der Tänzerinnen an der Grundschule Richardplatz
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Mit viel Freude bei der Tanz-Probe in der Löwenzahn-Grundschule
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Die erste gemeinsame Probe der Schülerinnen aus Neukölln im Wedding
Karneval im Brunnenviertel, Richardplatz-Süd, Märkisches Viertel, Pankow, Tempelhof und Tiergarten als "Kiez"-Projekte und gemeinsam beim Karneval der Kulturen
Schule:
Gustav-Falke-Grundschule (Wedding) als Pilotschule,
Löwenzahn-Grundschule und Richard-Grundschule (beide Neukölln), Hanna-Höch-Grundschule (Reinickendorf), evangelische Grundschule (Pankow), Grips-Grundschule (Tiergarten), Lindenhof-Grundschule

Grundschule / Gebundener Ganztag
 
Kooperationspartner:
Bei der "Pilotschule" sowie den folgenden Schulen arbeitet DanceArt-Performance Netzwerk mit Community Performance Teacher und Choreograph Lutz Mauk sowie von der Locomotiva do Frevo (www.locomotiva-do-frevo.de, ) mit Frau Pikart und Frau Tessmann für die Kostüme.
In der Richard-Grundschule probt Carlos da Silva (Tänzer und Choreograph, Locomotiva do Frevo) mit den SchülerInnen die Nordbrasilianischen Karnevalstänze Maracatu und Frevo.
Die Tanz-AG bei der ev. Schule Pankow leitet die Tanzpädagogin Susanne Kirchbaum.
Es findet ein gegenseitiger Austausch und Besuch der Anleiter aber auch der SchülerInnen statt.
Bei den öffentlichen Gemeinschaftsproben und für einen Auftritt sind wir beim Kooperationspartner Grün Berlin Park und Gärten GmbH auf dem Objekt Südgelände, Prellerweg 47-49, 12157 Berlin, www.suedgelaende.de, Naturpark in Schöneberg zu Gast.
 
Beteiligte Schüler:
Insgesamt 75
Tanz-AG aus Mädchen der 6. Klasse (Gustav-Falke-GS), Tanz-AG aus der 5. und 6. Klasse Richard-Grundschule und Tanzkurs für die 5. und 6. Klasse der Löwenzahn-Grundschule, Tanz-AG für die 5. und 6. Klasse in der Hannah-Höch-Grundschule sowie Tanz-AG in der 5. und 6. Klasse der evangelischen Grundschule in Pankow und Tanz-AG in der 5. und 6.Klasse der Grips-Grundschule sowie aus der Lindenhof-Grundschule.
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Gustav-Falke Grundschule, Frau Angelika KiparissosRichard Grundschule, Frau Michaela PulsLöwenzahn-Grundschule, Frau KilicHannah-Höch Grundschule, Frau PundtEvangelische Grundschule, Frau Susanne KirchbaumGrips-Grundschule, Frau WestenbergerLindenhof-Grundschule, Frau Keppeler-Schrimpf
 
Stundenvolumen:
Bei der Pilotschule gab es zwei Tage (Mo und Mi) mit jeweils 2 Schulstunden (14:30-16:00) ab Oktober bis Mitte Dezember (Aufführung im Rahmen der schulischen Weihnachtsfeier). In knapp einer Woche (auch zwei Doppelstundentermin) wurden Kostüme erarbeitet und von den Kindern unter Mithilfe der Eltern genäht.
Weiterhin wurde ein Ausflug zu der Fotoausstellung in die Werkstatt der Kulturen durchgeführt, um die reichhaltige Tanz-Kultur Brasiliens zu betrachten und die Idee von Karneval visuell zu erleben.
Bei der Fortführung der Projekte wird in allen Schulen über 2 Schulstunden seit Februar geprobt und am Tag vor dem Auftritt beim Karneval der Kulturen auf dem Südgelände (Grün Berlin) die Generalprobe (auf Straßenverhältnissen) für und mit allen beiligten SchülerInnen erfolgen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben auch alle Teilnehmer eigene Kostüme entwickelt. Das Projekt endet am Schulhalbjahresende mit weiteren öffentlichen Aufführungen z.B. bei 48 Stunden Neukölln, beim langen Tag der STADTNatur (Südgelände) sowie Schul- bzw. Stadtteil-/Kiezfesten.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Ab Oktober 2008 wurde das TANZ-AG Angebot in der Gustav-Falke-GS spezifisch mit brasilianischem Tanz unter Anleitung von Lutz Mauk angeboten.
Die erste Phase wurde mit dem sehr erfolgreichen Auftritt der SchülerInnen bei der Weihnachtsfeier im Dezember 2008 abgeschlossen.
Ab Februar 2009 wird nach den Einstiegsworkshops von Carlos da Silva und Lutz Mauk an den Schulen im Kiez Richardplatz-Süd wöchentlich in zwei Schulstunden getanzt und auch mindestens an zwei Doppelschulstunden die Entwürfe für die Kostüme erarbeitet und zum Teil in einer Nähwerkstatt mit Unterstützung der Eltern zum Auftritt fertig gestellt.
Gemeinsam werden auf dem "Südgelände" am S-Bhf Priesterweg (große Grünanlage) die Tänze mit allen SchülerInnen der beteiligten Schulen geprobt und am Wagen für den Karneval der Kulturen gebaut.
Neben den durch die Quartiersmanagements geförderten Schulen im Wedding und Neukölln sind je eine Grundschule in Pankow, Reinickendorf, Tiergarten und Tempelhof-Schöneberg beteiligt.
Die Teilnahme am Karneval der Kulturen in Berlin und die Präsentation am 30.5.2009 von allen Beteiligten bildet den gemeinsamenen Abschluß eines Bezirk- und Kiezübergreifenden Projektes.
 
Projektauslöser/Idee:
Der Karneval der Kulturen ist in Berlin groß und seit langer Zeit bekannt und beliebt. Der kleinere Hamburger Ableger war eine gute Möglichkeit nach einem erfolgreichen Schulprojekt im Jahre 2007 von Carlos da Silva und Lutz Mauk im Hamburg-Lurup ("Cultura popular") nach der schulinternen Präsentation auch die Erfahrungen mit SchülerInnen beim Karnevalsumzug zu erhalten.
Der Karneval der Kulturen bringt Menschen interkulturell über ethnische Grenzen und Bezirksgrenzen zusammen und schafft Austausch durch Erfahrung und Völkerverständigung.
In diesem Projekt, welches in einem Stadtteil beginnend und dann auf verschiedene Bezirke (Kiez) ausgeweitet wird, gibt es das Ziel, sich gemeinsam lebensfroh und bunt zu präsentieren und anderen Kindern sowie der Kultur (Brasiliens) zu begegnen.
 
Projektentwicklung:
Der Start war das in Berlin geförderte Projekt "Karneval im Brunnenviertel", welches wegen der Jahreszeit nicht außerhalb des Schulrahmens präsentiert werde konnte. SchülerInnen dieser Tanz-AG lassen sich auf eine neue, für sie fremde Kultur ein und erlernen einen für sie unbekannten und ungewöhnlichen Tanz. Nach der ersten Euphorie entwickelten sich aber Widerstände, die es zum Teil im Einzelgespräch und durch den intensiven, vertrauensvollen Kontakt von Frau Kiparissos mit den SchülerInnen zu lösen galt. Die Vorstellungen von Tanz näherten sich langsam an.
Eine große Freude war für die teilnehmenden Tänzerinnen die Entwicklung ihrer eigenen Kostüme.
Das Ziel mit dem Auftritt zur Weihnachtsfeier war klar. Zu der Präsentation waren alle gemeinsam als Gruppe aufgetreten; nach der Aufführung gab es für die TeilnehmerInnen viel Applaus und sie waren sehr stolz auf sich und alle wünsch(t)en sich eine Fortsetzung der begonnenen Tanzarbeit.
 
Besonderheiten:
Brasilien-wo liegt das eigentlich? Ick kenn meinen Kiez, den aber richtig jut!
Es ist festzustellen, dass Kinder und Jugendliche in großen Städten wie Berlin/Hamburg nur noch den eigenen Kiez kennen. Schon eine Fahrt mit der U-Bahn in einen anderen Bezirk wird mit Verwunderung und Unkenntnis kommentiert. Durch dieses Projekt lernen sich Berliner SchülerInnen aus unterschiedlichen Bezirken kennen und erfahren durch eine ihnen bisher unbekannte, neue Kultur einen Austausch auf mehreren Ebenen. Tanz sowie Kostüme können die SchülerInnen zu einer eigenen und individuellen Gruppenidentität veranlassen und in Kontakt treten mit anderen als Einzelperson oder Gruppe.
 
Probleme und Lösungen:
Die Kinder sind für diese Art der Tänze, obwohl diese für sie unbekannt und noch nie gesehen/gehört wurden, schnell zu begeistern und sehr aufgeschlossen.
Die Schulen, Lehrer und Schulleiter, haben ebenso ein großes Interesse solche Angebote in die Schule zu integrieren. Das entscheidende Problem ist die Finanzierung zur Durchführung des Angebots, obwohl die Vorteile solcher Projekte bekannt und auch wissenschaftlich bewiesen sind. Schon sehr früh muß auch an die Nachhaltigkeit mit einer auf langfristig, kontinuierlichen Arbeit gedacht und organisiert werden.
Zum Teil überschneidet sich das Angebot mit anderen AG`s/Klassenfahrten/Wandertag oder Schüler nehmen an weiteren (temporären) Aktionen in ihren Schulen teil.
Dieses Projekt bedarf eines intensiven Planung und Einbindung in den Schullalltag durch Information aller Lehrer z.B. auf der Gesamtlehrerversammlung.
Dieses auch administrativ zeitaufwendige Projekt funktioniert so gut durch die intensive Mitarbeit aller schulischen und außerschulischen Beteiligten.
Zur Zeit können wir von keinen großen Problemen berichten. Vertrauensvolle Kommunikation direkt und auf kurzem Wege fördert den Austausch und den erfolgreichen Verlauf bei diesem -auch auf Ganzheitlichkeit- angelegten Projekt.
 
Anekdotisches:
Nach der Aufführung der SchülerInen aus dem Wedding bei der Weihnachtsfeier kamen viele SchülerInnen anderen AG`s und Klassen und zeigten uns die Bewegungen, die sie sich behalten hatten, da sie für sie wichtig und schön gewesen sind. Für die Teilnehmer war die Präsentation in der Schule vor den Lehrern, später aber auch vor Mitschülern, Eltern und dem Schulkollegium eine große Mutprobe. Sie bekamen neben dem Applaus gute Rückmeldung und konnten gar nicht fassen, dass das Projekt hiermit sein Ende finden sollte. "Wann geht es denn nun weiter?", war ihre Frage, die von ihnen gestellt wurde.
Bei einer der ersten Tanz-Proben in den dazu kommenden Schulen, fragte ein Schüler, dessen Vater Brasilianer ist, ob wir die Stücke nicht live (mit Trommeln) begleiten könnten. Bei Fortbestand dieses Projektes könnten dadurch noch weitere Künstler und Schüler in das Projekt aufgenommen und integriert werden.