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Schüler führen Schüler
Schule:
Gymnasium an der Willmsstraße
Willmsstraße 3
27749 Delmenhorst
Tel 04221-146 71
FAX 04221-12 93

Gymnasium
 
Kooperationspartner:
Städtische Galerie Haus Coburg
Frau Dr. Steinmetz
Fischstraße 30
27749 Delmenhorst
04221/14132
 
Beteiligte Schüler:
bisher 12
Jahrgang 12/13
Projekt
 
Beteiligte Lehrkräfte:
-
 
Stundenvolumen:
Sehr individuell und sicherlich erheblich hoch, da alle Führungen von den jeweiligen Schülerinnen völlig selbstständig und recht intensiv vorbereitet wurden - durch wiederholte Ausstellungsbesuche, durch Arbeit mit den begleitenden Katalogen, durch Gespräche mit anwesenden Künstlern bei der Vernissage etc.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Unser Kunstprojekt " Schüler führen Schüler" wurde im Oktober 2003 vom Gymnasium an der Willmsstraße in Delmenhorst in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Haus Coburg ins Leben gerufen.
Seither ist es eine sehr erfolgreiche Einrichtung geworden und erfreut sich großer Beliebtheit bei der Schülerschaft vieler Schulen und auch bei den Eltern und anderen Kunstinteressierten.
Der Titel, den wir für unsere Führungsreihe fanden, weist bereits darauf hin, dass hier etwas ganz Besonderes entstanden ist.
Es handelt sich um ein reines Schülerprojekt, bei dem immer zwei Schüler unseres Gymnasiums andere Schüler durch die im Hause Coburg stattfindenden Ausstellungen - dies sind vier bis fünf pro Jahr - geleiten. Hierbei erläutern sie aus eigener Sicht und in ihrer eigenen Sprache die ausgestellten Werke.
Außerdem bietet sich ihnen die Möglichkeit, das Gesamtkonzept der jeweiligen Ausstellung zu vermitteln und kritisch zu hinterfragen.
Für die Schüler bedeutet dieses Projekt, Kunst hautnah zu erleben und zu erkennen, dass die selbstständige Beschäftigung mit Kultur Spaß machen kann.
Sie lernen, sich mutig öffentlicher Kritik zu stellen und werden hinaus geführt aus der Simulation (Schule) in die Realität.
Für unser Gymnasium bedeutet das Projekt eine Qualitätssteigerung des schulischen Angebotes.
Für die Städtische Galerie erschließen sich neue Besuchergruppen, die den Kulturbetrieb beleben.

Kurzbeschreibung:

Frage:
Welche Wege lassen sich finden, junge Leute verstärkt zum Besuch von Kunst-
ausstellungen zu animieren?

Sicherlich kein leichtes Unterfangen.
Frau Dr. Steinmetz, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Städtischen Galerie Haus Coburg in Delmenhorst und ich, Studienrätin für Kunst am Gymnasium an der Willmsstraße, hatten uns die nicht ganz leichte Aufgabe gestellt, auf diese Frage eine praktikable Antwort zu finden.

Die Städtische Galerie bietet fünfmal pro Jahr wechselnde Ausstellungen mit den Schwerpunkten Klassische Moderne und Zeitgenössische Kunst an.
Der Kontakt zwischen den beiden öffentlichen Institutionen besteht übrigens schon seit einigen Jahren. Ausstellungsbesuche von SchülerInnen finden in Begleitung von LehrerInnen häufiger statt, allerdings ausschließlich im Rahmen des regulären Unterrichtes, also nicht unbedingt auf freiwilliger Basis.

Auf der Suche nach einem innovativen Angebot, das lebendige Impulse setzen sollte, fragte ich in meinem Kunstkurs Jahrgang 12 zwei aktive Schülerinnen, ob sie Lust hätten, selber als „Kunstexpertinnen“ eine Führung zu gestalten.
Dies war die Geburtsstunde unseres seit Oktober 2003 laufenden Schulprojektes.

Wir hatten für die erste Führung die Presse eingeladen und auch in der Schule mit Anschlägen auf unser Projekt verwiesen.
Die recht geringe Besucherzahl der ersten Führung machte allerdings deutlich, dass wir wohl werbewirksamer hätten vorgehen müssen.

Beim zweiten Anlauf luden wir alle Zeitungen der Delmenhorster Region zu einer großen Pressekonferenz in die Städtische Galerie ein, auch unser Schulleiter war anwesend, wie auch die beiden nächsten „Kunstexpertinnen“.
Natürlich war die eingeladene Presse besonders daran interessiert zu erfahren, warum sich die beiden Schülerinnen auf ein kulturelles Wagnis unbekannter Größe einlassen wollten. Eine der beiden Schülerinnen brachte mit einer überzeugenden Demonstration ihre Absicht zum Ausdruck - sie las aus dem begleitenden Ausstellungskatalog der im Hause anstehenden Ausstellung die sehr komplizierte Beschreibung eines Kunstkritikers zu einem Bild vor.
Ihr anschließender Kommentar war sehr drastisch, brachte aber ihre Zielsetzung auf den Punkt:
„Wir wollen keinen elitären Käse, wir wollen für uns Schüler Kunst verständlich machen.“
Damit war in sehr kurzer, aber überzeugender Form zum Ausdruck gekommen, worum es den jungen Leuten eigentlich ging: ihr Projekt sollte keine Wiederaufbereitung von etablierten Führungen sein, zu denen doch kein Schüler kommt, sondern sie wollten mit einem altersgemäßen, jugendlichen Ansatz Bilderwelten für Gleichaltrige spannend machen.

 
Projektauslöser/Idee:
Kreative Aktivitäten sind in einer zunehmend mathematisch und technisch orientierten Gesellschaft außerordentlich wichtig. Wir stellten uns vor Projektbeginn die Frage, wie man es erreichen könnte, junge Menschen verstärkt in Kulturveranstaltungen so einzubinden, dass sie diese aus echtem Interesse besuchen. Ich wusste aus Gesprächen, dass viele Schülerinnen und Schüler die Städtische Galerie, die sich in unmittelbarer Nähe unseres Gymnasiums befindet, gar nicht kannten. Als ich meinen Sek.II Kurs Kunst mit der Frage konfrontierte, ob er sich vorstellen könnte, die laufenden Ausstellungen für Altersgenossen zu begleiten, erklärten sich zwei Schülerinnen sofort dazu bereit.
Dies war der Beginn des Projektes.
 
Projektentwicklung:
Am Anfang bestand noch eine gewisse Unsicherheit bei den beteiligten Schülerinnen und der Wunsch nach professioneller Hilfe beim Einstieg in das Projekt wurde laut, zumal auch eine Pressekonferenz anstand, auf der die Schülerinnen ihre persönlichen Beweggründe zum anstehenden Engagement darlegen wollten.
In einer Sitzung, zu der auch ein Journalist geladen war, bekamen sie Informationen, wie man auf Fragen der Presseleute reagieren kann und wie die eigenen Beweggründe zur Projektgestaltung überzeugend dargelegt werden können.
Die späteren Presseberichte (Ein Ausschnitt daraus in den Anlagen) waren voll des Lobes.
Seitdem bereiten die Schülerinnen alle Ausstellungsführungen selbstständig und
ohne weitere Hilfe vor. Parallel dazu entstehen Plakate (siehe Anlagen), die auf das jeweilige Ereignis hinweisen.
 
Besonderheiten:
Bei unserem Kunstprojekt geht es nicht um die Wiederaufbereitung von etablierten Führungen, zu denen doch kein Schüler kommt, sondern um einen
altersgemäßen jugendlichen Ansatz, mit dem Bilderwelten interessant gemacht werden. Die Bandbreite der zeitgenössischen Kunst wird sowohl den Schülern, die die Führungen machen, als auch den Besuchern im Laufe der Zeit transparent gemacht. Es entsteht die Kenntnis eigener Kritikfähigkeit.

Von den beteiligten Schülerinnen liegen Erfahrungsberichte vor:

1. Paul Kleinschmidt

Als unsere Kunstlehrerin fragte, wer bereit wäre, den Kurs durch eine Ausstellung zu führen, die gerade in der Städtischen Galerie eröffnet wurde, waren wir sofort dabei.
Die Aufgabe klang vielversprechend und versprach etwas, das über den Rahmen des normalen Kunstunterrichtes hinausgeht und den Notendruck „links liegen“ lässt.

So machten wir uns zu zweit auf, die Führung vorzubereiten. Die Ausstellung war eine biographische – Paul Kleinschmidt, zwischen Bar und Boudoir.
Der Name hat uns am Anfang nicht viel gesagt, aus dieser Epoche kennt man eher George Grozs oder Otto Dix. Doch gerade das war das Spannende – wir waren frei von jeglichen Vorkenntnissen und auch Vorurteilen und konnten die Materie nach unserem Ermessen einteilen.
Es war erstaunlich, wie viel ein Kunstwerk doch aussagen kann, wenn man sich näher mit dem Künstler beschäftigt, mit dem persönlichen und sozialen Umfeld und auch mit den politischen Verhältnissen zu der Zeit.

Aber auch die Erfahrung, Mitschülern dies mitzuteilen, was wir heraus gearbeitet hatten und vor allem ihnen auch unsere Begeisterung zu vermitteln und sie damit anzustecken, war sehr wichtig.

Nach einer anfänglichen Nervosität hat das freie Sprechen viel Spaß gemacht.
So war es für uns auch erfreulich, als Frau Bohnemann nach der gelungenen Führung vorschlug, dass wir auch eine öffentliche Führung für junge Leute machten. Das war wohl die Geburtsstunde unseres Projektes.

Viel Unterstützung bei unserer Arbeit haben wir auch von den Mitarbeitern der Galerie erfahren. Wir wurden mit Katalogen und anderen Materialien versorgt und unsere Fragen wurden auch ausführlich beantwortet.


Lydia Gartzke und Natalia Torow

2. Ausstellung „Unheimlich“

Eine Führung in einem Museum zu machen, ist eine Sache, zu der man sich überwinden muss. Hat man sich jedoch dazu entschlossen, bringt es einem sehr viel. Mir hat es gezeigt, dass ich in der Lage bin, vor vielen fremden Leuten zu sprechen. Denn es ist etwas ganz anderes, wenn man vor seinem Kurs spricht, den man kennt und dessen Mitglieder nicht mehr als ein Referat erwarten, als vor Menschen, die man noch nie gesehen hat und die kommen, um eine Führung zu erleben, die denen, die man aus den Museen kennt, von der Qualität her zumindest ähnelt. Und ich stelle an die ausgebildeten Führer in Museen wirklich sehr hohe Anforderungen.

Die an uns Schüler gestellte Anforderung war sicher nicht ganz so hoch, aber dennoch nicht zu verachten. Dazu kam, dass wir uns selber die Aufgabe gestellt hatten, die Ausstellung auf eine Art zu präsentieren, die anderen Schülern die dargestellte Kunst vielleicht näher brachte als die doch sehr anspruchsvolle Sprache von Kunstpädagogen. Ich denke, das ist gelungen.
Die Zuschauer konnten zuhören, zusehen, mit diskutieren und selbst interpretieren. Und sie waren mit so viel Feuereifer dabei, dass es manchmal problematisch war, sie noch zu stoppen.
Alles in allem hat es mir sehr viel Spaß gebracht, mein Selbstvertrauen und mein Auftreten gestärkt und mich um eine schöne Erfahrung reicher gemacht.

Anna Morbach

Wie Anna bereits ausgeführt hat, war diese selbst gestaltete Prüfung durch die Ausstellung „Unheimlich“ eine sehr interessante, prägende und umfangreiche Erfahrung. Neben der Herausforderung, eine fremde Materie zu behandeln und seine Gedanken an andere weiterzugeben sowie zu diskutieren, war es vor allem der Mut, den man aufbringen musste, um vor fremden Publikum zu sprechen und dies bot eine Chance, sich selbst zu entfalten und zu fordern.

Seither hat Kunst eine andere Stellung in meinem Leben gefunden und auch ich selbst habe eine andere Position eingenommen.
Durch diese Ausstellung zu führen bedeutete einen neuen Blickwinkel aufzunehmen und ermöglichte den Weg zu einem Schülerkunstverständnis, das beiden Seiten Spaß gemacht hat.

Jennifer Kindel

3. Ausstellung Art Australia

Die Erfahrung, die wir bei der Führung zur Ausstellung Art Australia im Haus Coburg in Delmenhorst sammeln durften, können wir im Nachhinein als sehr positiv bewerten.
Zur Gestaltung dieser Führung wurde uns lediglich der Ausstellungskatalog vom Haus Coburg als Material zur Verfügung gestellt, so dass wir bei der Ausarbeitung keinerlei Richtlinien hatten und unser ganz eigenes Konzept kreieren konnten.

Erst in der Vorbereitungsphase wurde uns bewusst, wie unterschiedlich Bilder und Kunstwerke wirken können. So konnten wir auch nicht zu jedem Kunstobjekt einen Zugang finden. Die Hintergrundinformationen und vor allem der Austausch untereinander machte uns deutlich, wie vielfältig man auf diese reagieren kann und wie unterschiedlich die Interpretationen ausfallen können.
Es stellte sich als besondere Herausforderung dar, Bilder, die weder positiv noch negativ auf uns gewirkt haben, dennoch in der Führung zu präsentieren.
Doch löste sich das Problem, indem wir die Besucher aufforderten, ihre Empfindungen zu äußern, um somit keines der Bilder unkommentiert zu lassen.

Das Ziel, das wir uns bei der Vorbereitung gesetzt hatten, war, die Besucher zu motivieren, sich intensiver mit den Kunstwerken zu beschäftigen und sie sich nicht einfach nur anzuschauen. Das Interesse an den Beweggründen und Aussagen der verschiedenen Künstler, das sich bei uns bei der Ausarbeitung entwickelt hatte, wollten wir an die Besucher weitergeben. Dass sich so viele beteiligt haben und auch Gegendarstellungen genannt wurden, machte die Führung für uns selbst zum einen leichter, da wir keinen reinen Vortrag hielten, zum anderen bekamen wir aber ganz neue Eindrücke.

Die Ausstellung Art Australia bot vor allem Ausstellungsstücke von Künstlern, die in Australien einheimisch sind oder aber eine Zeit dort gewohnt hatten oder dorthin verreist waren. Wir hatten somit die Möglichkeit, den fünften Kontinent viel intensiver und individueller kennen zu lernen, als es uns die Schulbücher erlauben.

Obwohl die Aktion „Schüler führen Schüler“ ein Projekt im Rahmen der Schule war, unterschied es sich deutlich von den gewohnten Arbeitsaufträgen. Wir konnten nicht, wie bei einem Referat, Informationen nachschlagen, und dann als Fakten präsentieren, sondern wir mussten uns hierbei mit uns selbst und unseren eigenen Gefühlen und Eindrücken auseinandersetzen und diese vor einem breiten Publikum darstellen.

Die Erfahrung, Eltern, Schüler, Lehrer und andere Interessierte durch die Ausstellung zu leiten, war für uns eine Chance, sich weiterzuentwickeln und selbstbewusst auf ungewohnte Situationen zuzugehen.


Kirsten König und Cindy Kroll

4. Führung durch die Ausstellung Max Klinger

Unsere Ausstellung betraf den Künstler Max Klinger, welcher mit seinen Bildern unterschiedliche Eindrücke bei uns hinterlassen hat. Diese Ausstellung unterschied sich von den anderen, zum einen, weil alle Werke schwarz-weiß waren, und zum anderen, weil er viele Themen, zum Teil auch kritische oder abschreckende, wie zum Beispiel den Tod, die Liebe etc. verarbeitet hat.

Sandra stand diesen teilweise sehr düsteren Bildern eher mit Skepsis gegenüber und hatte Schwierigkeiten, sich mit diesen zu identifizieren, da sie unter anderem zu „statisch“ waren. Ihr hätte eher einen Ausstellung, wie z.B. „Unheimlich“, eher zugesagt.

Ich (die auch persönliche Kontakte zu dem Sammler der Bilder pflegt) fand dagegen einen gewissen Gefallen an dem Künstler und seinen Werken, da sie etwas Mystisches an sich haben und die dargestellten Themen mich ansprachen.

Jedoch sind wir uns darin einig, das diese Führung eine interessante Erfahrung war, und einen Tapetenwechsel gegenüber normalen Referaten darstellte, denn schon das Publikum war teilweise ein anderes als die Mitschüler, die bei einem Referat vor einem sitzen. Hier fanden sich auch Fremde ein, die kamen, weil sie die Bilder interessierten. Womöglich ist dies einen nützliche Erfahrung für später, da man hier versuchen musste, die Interessierten zufrieden zu stellen. Auch werden wir später wohl öfters in die Situation geraten, in der wir vor fremden Publikum sprechen müssen, sodass man hier schon einmal einen kleinen Vorgeschmack bekommen hat und seine Fähigkeiten austesten konnte.

Wir merkten jedoch während des Vortrages langsam, wie die Nervosität verloren ging und er sogar Spaß machte, was wohl daran lag, dass so eine Führung im Gegensatz zu einem Referat viel dynamischer ist, da man sich zwischen den Bildern und Räumen bewegt.

Ein weiterer positiver Aspekt war, dass die Verantwortung bei uns lag und somit sehr viel Eigeninitiative von uns verlangt wurde, was ebenfalls unsere Kreativität anregte. Es war uns freigestellt, wie wir unsere Führung gestalteten und welchen Zeitplan wir aufstellten. So blieb jeglicher Lehrerdruck aus und auch der Notendruck war nicht da, so dass wir ganz anders an das Projekt herangehen konnten als bei einem Referat. Wir erarbeiteten unser eigenes, selbstständiges Projekt, mit welchem wir erreichen wollten, dass den Zuschauern die Bilder näher gebracht wurden und sie sich mit ihnen auseinandersetzten. Außerdem konnten wir durch Kontakte zu den Künstlern, Sammlern oder Mitarbeitern der Galerie auch einen kleinen Einblick in diesen Beruf oder diese Szene erhalten und hatten damit auch selbst die Möglichkeit auszuprobieren, ob die Berufsrichtung für uns später einmal geeignet sein könnte.

Für diejenigen, die später vielleicht in einer Galerie oder einer artverwandten Einrichtung arbeiten möchten, besteht hier eine gute Chance, ihr Potential einmal auszutesten.

Eine wichtige Erfahrung war zudem noch, dass wir, je mehr wir uns mit dem Künstler beschäftigten, immer mehr Nuancen in seinen Bildern fanden, sodass wir sie letztendlich auch besser verstanden. Man lernt demnach, sich mit einem Bild intensiver zu beschäftigen, dies liefert völlig neue und interessante Ansichten und Entdeckungen.

Sandra Jütte und Pia Ehrentraut

5. Drawing links / Zeichnung vernetzt

Die Ausstellung „Drawing links / Zeichnung vernetzt“ vorzubereiten, war eine große Herausforderung für uns. Da die Methode des Zeichnens im schulischen Kunstunterricht bisher nicht im Einzelnen behandelt wurde, mussten wir uns mit einem für uns neuen Medium auseinandersetzen.
Wir waren sehr erstaunt, welche Bandbreite sich durch dieses Medium ergab und welche individuellen Ausdrucksformen und Techniken sich finden ließen.

Ein Beispiel für eine ungewöhnliche Zeichentechnik ist die Druckmaschine mit Bleistiften, von der Photos nachgezeichnet wurden.
Einer der Künstler schuf aus seinem Alltag Bilderserien, in welchen sich oftmals nur einzelne Bildbestandteile veränderten oder aber der Bildzusammenhang sich nach und nach auflöste.

Für uns war das „Schüler führen Schüler“ Projekt eine tolle Erfahrung.
Es war für uns ein ganz neues Erlebnis, selbst als „Experten“ aufzutreten und mit einem „Publikum“ über unsere Gedanken und Empfindungen, bezogen auf die ausgestellten Bilder, zu sprechen. Außerdem hat uns die Möglichkeit, auf der Ausstellung mit einigen Künstlern über ihre Werke zu sprechen, sehr beeindruckt.


Tanja Kränkel und Sarah Untiet

6. Oh, what a wordworkwonder – Anna Gollwitzer
Jason, Stalker und die anderen – Heribertz C. Ottersbach

Dauer: 60 Minuten


Wir haben gelernt, außerhalb der Schule vor einem größeren Publikum frei zu sprechen.
Dabei ist uns aufgefallen, dass es gar nicht so einfach ist, abstrakte Kunst (Anna Gollwitzer) „an den Mann“ zu bringen.

Nach der Führung suchten wir den Dialog zwischen den Besuchern und uns und wir merkten, dass es gar nicht so leicht ist, die Besucher zum Diskutieren zu animieren.

Nach dieser Kursführung haben wir erfahren, dass Kunst, wenn man sich intensiv mit ihr beschäftigt, sehr vielfältig ist und oft auch über das, was man sieht, hinausgeht.
Wir hinterfragen nun mehr, wenn es um das Thema Kunst geht.

Es hat uns sehr viel Spaß bereitet, die Führung vorzubereiten, genauso wie die spätere Präsentation unserer Arbeit.

Wir würden dies immer wieder gerne wiederholen.


Jana Würmann und Anna Poppe

 
Probleme und Lösungen:
-
 
Anekdotisches:
Zur Pressekonferenz hatte eine Schülerin, die die anstehende Führung mit gestalten wollte, aus dem begleitenden Katalog die doch sehr komplizierte Beschreibung eines Bildes vorgelesen. Ihr anschließender Kommentar war sehr drastisch, brachte aber die Sache auf den Punkt.
Zitat: "Wir wollen keinen elitären Käse, wir wollen für uns Schüler Kunst verständlich machen." Zitat Ende