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Klasse(n)raum
Schule:
Montessori-Schule
Schloßstraße 99
65719 Hofheim
Tel. 06192-309210
www.montessori-hofheim.de

Montessori-Schule (Grundschule, IGS)
 
Kooperationspartner:
Andrea Simon / TANZPLAN
Roedersteinweg 2
D-65719 Hofheim am Taunus
info@tanzplan.de
www.tanzplan.com
folgende Sponsoren ermöglichten uns die Produktion:
Technik: Stadthalle Hofheim, wittekind productions
Transporte: GO! Chr. Jäschke (Sponsor)
Organisation: Angelika Krimmel, A. Simon, U. Molter-Nawrath
Finanzierung: 1. Choreographie: Eltern der Teilnehmer
2. Video + Stadthallenmiete: Mainova (Sponsor)
Rückproleinwand: Medienhaus Frankfurt (Sponsor)
Kameraausleihe, Leinwandvers., EBV: Montessori-Zentrum
Technisches Equipment: wittekind productions, Alpha-Rüsselsheim (Sponsoren)
Lichttechniker: tanzkunst hofheim.e.V. (Sponsor)
Dokumentation: Abendkasseneinnahmen
Requisiten: Abendkasseneinnahmen
Fahrtkosten: Abendkasseneinnahmen
Presseverteiler, Eintrittskarten, Handzettel, Programmzettel: Stadt Hofheim
 
Beteiligte Schüler:
15
AG
Klasse 1-9
 
Beteiligte Lehrkräfte:
1, Darstellendes Spiel
 
Stundenvolumen:
4-6 Unterrichtsstunden als Probe pro Woche
ab 8.11.04 bis 20.02.05
plus künstlerische Vorbereitungszeit
plus organisatorische Vorbereitungszeit
in der Aufführungswoche: 12 Zeitstunden
in den Weihnachtsferien: 6 Zeitstunden
die Vorbereitungszeiten sind in Stunden kaum zu berechnenen; viel Zeitvolumen!
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
KLASSE (N) RAUM
Uraufführungen: 20.2.2005, 16.00 u.18.00 Uhr
Multimediales Tanztheater mit dem Kinderensemble der Montessorischule Hofheim
Choreographie: Andrea Simon - TANZPLAN
Video: Bernd Nieschalk, A. Simon
Musik: Laurin Biersack

Ein Beitrag aus Hofheim zum bundesweiten Wettbewerb “Kinder zum Olymp”, einer Initiative der Kulturstiftung der Länder.
Schulen erarbeiten mit einem professionellen Künstler, hier Andrea Simon, ein “Education project”.

“Wenn Ihr als Spinnenmütter über die Tische kriecht, dann achtet darauf die Kleinen auf euren Rücken gut auszubalancieren.”
“Schaut mal wie Adelphia sich um sich selbst dreht, wenn sie von Tisch gleitet und versucht es genau gleich zu machen.”
“Niels, in der Schlafszene musst Du deine Bewegung mit einer Vorstellung füllen.”
“Wisst Ihr noch welches die erste Bewegung ist, wenn im Video der rote Ball auf die Tafel knallt?”

Was hier etwas geheimnisvoll anmutet, sind ganz konkrete Probenanweisungen der Choreographin an ihr Kinderensemble. Die altersübergreifende Gruppe von 15 Kindern im Alter zwischen 6 und 15 Jahren probt seit November 2004 2-3 mal die Woche in einem Klassenraum der Montessorischule an einer kompakten Tanztheaterinszenierung mit Videoeinspielung.
Das Projekt entstand durch eine engagierte Elterninitiative und wurde von der Montessori-Schule als AG durchgeführt. Als Leiterin dieses schulinternen Angebots konnte die Choreographin Andrea Simon gewonnen werden. Die Künstlerin entwickelte ein Konzept, welches Schüler ohne tänzerische Vorkenntnisse in ein bewegungsintensives und phantasievolles Abenteuer namens “KLASSE (N) RAUM” führte.
Der im Projekt gezeigte Klassenraum ist ein Symbol, bietet insofern einen klasse Raum zum Ausprobieren. Dies taten die Kinder mit Genuss. Die jungen Mover sind durchaus ins Tanzen gekommen. Dieser eigentliche innere Raum ist potentiell frei. Wenn er durch harte Reglements oder durch allzu hochgepokerte Emotionen zu eng wurde, spielten die Kinder sich wieder frei.
90 Minuten Aufmerksamkeit und Kreativität am Ende eines langen Schultages waren kein Pappenstiel. Aber das Kinderensemble arbeitete gerne und konzentriert mit seiner Choreographin Andrea Simon zusammen. Nach dem Probenstart waren diese Rahmenbedingungen fast vergessen; den Kindern ging es nur noch um ihre Szenen, Bewegungsreihenfolgen, Musikalität und die richtige Idee.
Im Klassenraum, in dem geprobt wurde, entstand ein magischer Ort voller Überraschungen, ein KLASSE RAUM. Hier geschah mit den Mitteln des modernen, spartenübergreifenden Tanztheaters, was normalerweise im Klassenzimmer nicht sichtbar wird:
Spannungen, Gleichklang, Individualität, Aggressivität, Spielwut, Lernlust und Unlust, Miteinander und Gegeneinander. Stichworte zu einer Choreographie voller beeindruckender Bilder.
Surrealen Tableaus, die sich dennoch ganz nah an einer generalisierten Schülerwirklichkeit bewegen, aus ihr hervorkamen.
Die choreographischen Grundlagen basieren auf einer Art Röntgenblick aus der Vogelperspektive auf Ereignisse wie sie in Klassenzimmern, Pausen und auf einem Schulgelände geschehen könnten. Was work in progress entstand, wurde ein witziges, auch dramatisches Stück über die Beweg-Gründe einer Klassengemeinschaft. Eine kleine Kindergruppe als Spiegel der Weltgemeinschaft: Ihre Gemeinsamkeiten, ihre Individualität, ihr charmanter und schräger Humor, ihre wechselnden Stimmungen, ihre abrupten Änderungen der Spielregeln im Klassenraum. Auch ihre kleinen Gemeinheiten. Die Rollenspiele von Macht und Protest. Ihre Verspieltheit. Ihr Fest.
In vier fließend verbundenen Szenen verändert sich der geordnete Klassenraum in ein Pausenchaos, von dort in eine andere Welt, die von innen nach außen gewendet scheint, Rätsel aufgibt und auch Momente der Bedrohung, Verrohung, der Angst und der Suche nach Auswegen zeigt. Der Klassenraum ist ein Spielfeld, eine Arena, ein Kampfplatz, ein Freiraum. Aber auch ein Schwimmbad, ein Urwald, das Kolosseum, ein Königreich samt hysterischer Königin, ein Arbeitsplatz oder eine Manege. Ein Labor.
Die Mittel: Tische, Stühle, Ranzen. Sie wurden zu Mauern, Bühnen, Waffen; zu Bäumen, auf denen ein Affe turnt, zu Schutzschilden gegen Gewalt, zu Podesten, zu Schaukeln, zu Dingen zum Dranfesthalten wenn man nicht mehr weiterkommt, zu Barrieren die aus dem Weg geräumt werden müssen. Die Ranzen entwickeln ein blumiges Innenleben. Es wird ein Freiraum ohne Tische und Stühle geschaffen, ready for Party. Dieser zuletzt entstandene Freiraum ist Anlass für tanzen und toben aber auch zum Zusichkommen, ruhen, denken, träumen.
Zeitgleich ereignet sich auf der Tafel ein Film als deren geheimes Innenleben. Wie oft starren Kinder träumend auf eine Tafel, erfinden eine zweite Welt. In diesem klasse Klassenraum wurde diese zweite Welt real. Verschiedene Wahrnehmungsebenen griffen für den Zuschauer sichtbar ineinander.
Mit dem Videokünstler Bernd Nieschalk konnten die Kinder, mit viel Spaß, einige Filmszenen für die Hintergrundprojektion erarbeiten. Auch die bildliche Vorstellung vom Weg der Kinder zum Olymp wurde im Video comichaft verarbeitet. Andrea Simon selbst verkörperte im Film eine Lehrerin, die an Mathematikformeln zum kreativen Ausbruch kommt. Eltern setzten sich vor die Kamera und benahmen sich wie ihre Kleinen. Zur Freude der Schüler.
Weitere Filmszenen entstanden durch Aufnahmen anderer Systeme: Wortspiele wie Scrabble, ein- und ausfahrende Züge, sich verändernde Räume, andere Gemeinschaften und direkt am Rechner.
Die kindliche Selbstorganisation in der Reibung mit Schulregeln und der übergeordneten Wahrnehmung der Kinder, der Ereignisse, ihrer Umwelt führte durch Beobachten und künstlerisches Einfühlen zu choreographischen Umsetzungen in den Szenen. Hier wiederum kamen viele Ideen der Kinder wie Streuwürze zum Einsatz und machten selbst die wildesten Fantasien ein Stückchen real und nachvollziehbar.
Die älteren Kinder betitelten in einer eigens dafür angesetzten Session ihre 4 Szenen folgendermaßen:
1."Der Anfang des Traumes" ('Aufgewacht!')
2."Zu spät im Königreich" ('Hau´ drauf!')
3."Gladikolosektbyrinth" ('Weitersagen!')
4."Jetzt seid Ihr dran" ('Darf ich bitten?!')
Es war ausdrücklich nicht das Ziel, irgendeine Form der Pädagogik darzustellen, sondern eine standardisierte Form eines Klassenzimmers als Tanztheaterraum mit allen Möglichkeiten zu erfahren und zu etablieren.
In der umgestalteten Stadthalle saßen die Zuschauer auf der Bühne und blickten hinab in den KLASSE (N) RAUM, in ihre eigenen Erinnerungen. Zuschauerreaktionen bestätigten diese Absicht. Das Publikum war überrascht, beeindruckt und begeistert. Sogar der ein oder andere Kulturmuffel aus der Teenagerecke fand gut, was er da sah.
Die Musik stellte der Composer Laurin Biersack von seiner neuen CD „Dinge mit Dir“ in einer adaptierten Version zur Verfügung.
Die Kinder brachten zwei wunderbare, lebendige Performances auf die Spielfläche. Auf den zu Dokumentationszwecken angehängten Fotos lässt sich die Bühnenpräsenz der Kinder sehr gut beobachten. Ganz allein, ohne Hilfen bewerkstelligten sie den kompletten Ablauf. Von den Kleinsten bis zu den Großen. Und hatten jederzeit genug Muße zu intensivem Spiel und kreativen Lösungen innerhalb der Szenen.
Die Vorstellungen dauerten ca.35 Minuten und waren für Kinder ab ca. 6 Jahren geeignet.
BITTE BEACHTEN SIE DIE ANHÄNGENDEN FOTOS
EINE VIDEOAUFZEICHNUNG AUF DVD IST VORHANDEN UND WIRD NACHGEREICHT WERDEN.


Zu Finanzierung, Unterstützung und Sponsoring haben wir die ausführlichen Informationen unter Kooperationspartner eingetragen.
Unterstützt wurde diese Arbeit durch den Magistrat der Stadt Hofheim-Stadtkultur, Mainova, Medienhaus Frankfurt, Partner Visuals Hofheim, tanzkunst hofheim e.V., Montessori-Zentrum Hofheim und TANZPLAN interart projekte


KLASSE (N) RAUM multimediales Tanztheater mit:

Svenja Bergmann, Janna Boysen, Lisa-Sophie Dorschel, Sascha Ederer, Celina Jäschke, Annika Kotro, Sharon Milewicz, Helene Möller, Adelphia Nierhoff-King, Kristina Schmitt, Lavinia Schwärzer, Alina Seufert, Franziska Walther, Niels Wittekind und Bernadette Diemer (Schülerinnen und Schüler der Montessori-Schule Hofheim am Taunus)

 
Projektauslöser/Idee:
Die Initiative der Kulturstiftung war bekannt. Vom Wettbewerb erfuhr die Choreographin auf der Website des Films "Rhythm is it", woraufhin sie einigen Eltern und der Schulleitung vorschlug ein choreographisches Projekt mit Videoeinspielung aufzusetzen.
 
Projektentwicklung:
Zunächst entwickelte Andrea Simon ein grobes Konzept, welches auf die räumlichen (keine Turnhalle, keine Aula) und stundenplanspezifischen Bedingungen der Schule ebenso Rücksicht nahm, wie auf die Kompetenzen einer altersübergreifenden Kindergruppe ohne tänzerische Vorbildung. Natürlich war ihr eigener, weit gesteckter künstlerischer Erfahrungshorizont auch Basis für den professionellen Gesamtablauf des Projekts.
Schulleitung und Elternschaft schrieben eine Projekt AG "Bewegungstheater" aus, die in einer intensiven E-mail Aktion kurz vor den Herbstferien bekannt gegeben wurde. Es meldeten sich spontan 22 Interessierte, von denen sich dann 15 Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren fest anmeldeten.
Probenbeginn war der 8.11.04.
Die Schule stellte ein Klassenzimmer als Probenraum 2-3 mal/Woche zur Verfügung. Die Zeiten der AG wurden so festgelegt, dass alle Schüler teilnehmen konnten, also nach der letzten Stunde um 16.00 Uhr. Auch in den Weihnachtsferien konnten drei Probentermine realisiert werden.
Eltern organisierten den Aufsichts-, Bring- und Abholdienst, denn unsere Schüler legen teils weite Schulwege zurück. Ein Grafiker stellte das Plakat kostenfrei her. Frau Simon schrieb alle PR Texte, die Stadt Hofheim kopierte Eintrittskarten, Handzettel und Programme kostenlos. Über das Schulsekretariat wurden alle Werbeträger per E-mail versandt und der Kartenvorverkauf, zusammen mit zwei Hofheimer Geschäften, geregelt. Eine Mutter übernahm zuverlässig alle Organisation außerhalb der künstlerischen Abläufe.
Der Videokünstler Bernd Nieschalk drehte mit Frau Simon und den Kindern ein Video auf dem Schulgelände und in den Räumen.
Außer eigenen Ideen konnten die Kinder auch Wünsche über ihr Kostüm beitragen.
Die Schule lud zusammen mit TANZPLAN zu einem Pressetermin während einer Probe ein. Anschließend wurde KLASSE(N)RAUM in den Printmedien sehr gut beworben.
Es wurde ein Eintrittspreis von 6,- Euro festgelegt, um die Restkosten zu bestreiten.
Frau Simon übernahm das Supervising des gesamten Projekts. Eltern organisierten die Transporte der Tische und Stühle (Requisiten) zur Aufführung in die Stadthalle, betrieben die Abendkasse und betreuten die Kinder in der Leerlaufzeiten während der Generalprobe und zwischen den beiden Aufführungen. Zwei erfahrene Bühnentechniker übernahmen Licht und Tonregie.
Die Firma Photografic war bereit von den beiden Vorstellungen Fotos und eine Dokumentation auf DVD fristgemäß zu erstellen. Dies alles wird am 1.3.05 fertig gestellt sein.
Die öffentlichen Vorstellungen des Stücks KLASSE(N)RAUM waren am 20.2.2005 um 16.00 und um 18.00 Uhr. Jede Performance dauerte ca. 35 Minuten.

 
Besonderheiten:
1. Das Projekt folgt den interart Ideen von TANZPLAN, d.h. es ist spartenübergreifend angelegt, hier:
Tanz- und Bewegungstheaterelemente zusammen mit einer Videoprojektion in Interaktion.
2. Das Kinderensemble ist altersübergreifend zusammengesetzt, was eine erhöhte soziale Kompetenz einfordert, z.B. durften die Jüngsten für die Älteste eine Spielszene entwickeln. Die Fürsorgeempfindungen wie aber auch der Akzeptanzmangel zwischen den Altersgruppen wurden in den Szenen thematisiert.
3. Die Kinder erfuhren ein durchorganisiertes, mit festen Zeitrahmen versehenes, ergebnisorientiertes Arbeiten. Es gab klare Hierachien.
4. Eine Ensemblearbeit wie diese zeigt, dass alle Teilnehmer für das Gesamte arbeiten, das Ergebnis und die Zuverlässigkeit mitverantwortlich sind. Es gab keine Extrawürstchen und keine Hintertürchen. Der einmal eingeschlagene Weg des Projekts ab Probenbeginn verlief gradlinig bis zur Premiere.
Ängste und Schwierigkeiten mussten gemeinsam, auch mit elterlicher Unterstützung bewältigt werden, denn Fehlen oder gar Aussteigen ging nicht, ohne das Ganze zu gefährden. Dies war eine sehr wichtige Erfahrung.
5. Der künstlerische Freiraum gibt sich mit der kindlichen Vorstellungswelt ganz leicht die Hand. Verständigung zwischen Kindern und Künstlerin war einfach. Zuschauenden Erwachsenen mit eingespielten Erwartungshaltungen und Sehgewohnheiten musste man inszenatorisch auf die Sprünge helfen, was aber kein Problem war.
6.Die Einstudierung für einen Auftritt hat enorme Wirkung auf die Selbsteinschätzung, -darstellung und -wertgefühle der Kinder. Die disziplinierte Gruppensituation ist sicher eine wichtige Erfahrung für das zukünftige Sozialverhalten auch außerhalb künstlerischer Projekte.
7. Wie jeder weiß, ist Lernen eng mit Bewegung verknüpft. Neuronale Netzwerke, die immer schneller neue Inhalte verarbeiten können, entstehen durch den kinästhetischen Input. Insbesondere in Verbindung mit Kreativität und Motivation. Vor allem mit koordinierten Bewegungsabläufen. Die Kinder mussten mehrgleisig wahrnehmen und handeln: Raum, Abläufe, Musik, Timing, Präsenz, Interaktionen, Video waren zu jeder Zeit gleichzeitig wirkende Einflüsse auf die Kinder. Zudem musste eine Wachheit erreicht werden, die auch unplanmäßiges, spontan-ausgleichendes Reagieren möglich machte. Wie beim richtigen Bühnenkünstler eben. Ein sehr positiver, fördernder Aspekt.
Das Projekt KLASSE(N)RAUM war so attraktiv, dass viele positive Folgen eintraten:
- Viele der teilnehmenden Kinder möchten ab sofort im TANZPLAN Kinder und Jugendensemble mitarbeiten/tanzen.
- Die Montessori-Schule bemüht sich um eine ständige Zusammenarbeit mit Frau Simon.
- Eine Hofheimer Schule für geistig-behinderte Kinder wird ein Projekt mit Frau Simon einrichten.
- Das Montessori-Zentrum entscheidet sich für eine Unterstützung des nächsten TANZPLAN Projekts mit Kindern.
 
Probleme und Lösungen:
Es gab Aufsichtsprobleme für die Zeitspanne vom Schulende der Kleinen bis Beginn der AG, die aber von den Eltern gelöst wurden.
Wo Schule und Eltern zunächst kein Land sahen, was die Finanzierung betraf, konnten sie sich auf die Erfahrungswerte von Andrea Simon verlassen und mit ihrer Hilfe das Projekt finanziell auf die Beine stellen. Auch beim Magistrat der Stadt Hofheim, fand das Projekt finanzielle und organisatorische Unterstützung.
Mit dem Projektverlauf stellte sich eine erhöhte Akzeptanz ein bei:
- den Schülern, deren Klassenraum 3x die Woche für die Proben umgeräumt wurde,
- dem Schulpersonal, das Monitore und DVD Player von hier nach da schleppte und organisatorisch mithalf,
- den Eltern, die zunächst wegen des Pensums die Luft anhielten, dann aber erkannten, dass ihre Kinder profitierten. Auch wenn einmal Belastung eintrat.
Für die Choreografin war der Disziplinmangel, der Lärmpegel und kleine Störungen innerhalb der Gruppe eine Herausforderung und auch häufig ein Stressfaktor. Sie bat um elterliche Hilfe, wodurch es besser wurde. Eine Mutter assistierte den Proben.
Es wurden Regeln für den Probenraum, der damit zur Probebühne definiert wurde, aufgestellt, die weitgehend eingehalten wurden. So wurde die Arbeitsatmosphäre günstig beeinflusst. Zwischen den Kindern und der Künstlerin entstand ein liebevolles Verhältnis, das den temporär autoritären Stil gut verkraftete.
Immer wieder muss der Elterneinsatz in ALLEN Bereichen des Projektverlaufs betont werden. Permanente E-mail Planungsabsprachen funktionierten einwandfrei.
Insgesamt war die Zeit, die für den Wettbewerb zur Verfügung stand (4 Monate minus Weihnachtsferien) fast zu knapp für eine Tanztheaterproduktion mit professionellen Rahmenbedingungen, auch wenn eine nur 35-minütige Form gewählt wurde. Wir möchten anregen, beim nächsten Wettbewerb einen längeren Zeitrahmen einzurichten, mind. 6 Monate.
Dies würde viel Druck aus einer Produktion mit Kindern nehmen.
Kunst braucht unter anderem auch ZEIT.
 
Anekdotisches:
Natürlich passieren immer wieder eindrückliche und/oder witzige Momente beim Arbeiten mit Kindern. Da das Kinderensemble nun aber sehr auf seinen Auftritt hinfiebert, wollten wir es nicht noch mit kleinen Aufsätzen beauftragen.
Eine Reaktion hat allerdings zu tagelangen Zitaten geführt:
In einer Szene sitzen die Kinder auf den Tischen und wollen nicht zuhören. Die Hände auf den Ohren schütteln sie verneinend die Köpfe.
Auf den Hinweis hin, sie mögen das doch bitte im Rhythmus der Musik tun, kam Protest. "Nein"-sagen sei doch eher ein kurzes, schnelles Schütteln, nicht so ein "Geschwinge".
Andrea Simon erklärte, dass aber in der Sprache des Tanztheaters, eine alltägliche Bewegung eine choreographische, tänzerische Umsetzung erfahre und damit die passende Rhythmisierung.
Saschas Antwort lautete:
"Dann finde ich diese geographische, tänzerische Umsetzung aber doof."
Geographisch-tänzerisch war dann tagelang der Renner.
Ist ja auch gar nicht mal so falsch.