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Maskentanz und Musik Museumstag 2006
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Lesung Museumstag 2006
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2007
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2007
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Museumstag 2006
Natur - Kultur / Guiseppe Penone /"Baum sein"
Schule:
Konrad Adenauer-Gymnasium
Köstersweg 14
47533 Kleve
Tel.:02821-976010
eMail:a.paatz-ruerup@t-online.de

Gymnasium
 
Kooperationspartner:
Museum Kurhaus Kleve
Tiergartenstr. 41
47533 Kleve
Ansprechpartner: Frau Valentina Vlasic
 
Beteiligte Schüler:
ca.480
Klassen 5-13, WPU,
 
Beteiligte Lehrkräfte:
12 Kollegen von den 4 beteiligten Schulen des Netzwerks:
Freiherr-vom-Stein Gymnasium:
Herr Wolfgang Rösch (KU)
Frau Eva Sand (KU)
Konrad-Adenauer-Gymnasium:
Frau Birgit Kammerlohr (KU)
Herr Roland Gause (E,D,Mu)
Konrad-Adenauer-Hauptschule:
Frau Gabriela Walraven (KU,D)
Frau Hanne Jansen (KU)
Städt.Realschule Kleve-Kellen:
Herr Sven Klar(KU)
Frau Sabine Schröer (KU,TX)
Frau Helga Diekhöfer (KU,D)
Herr Hubert Wanders (KU)
Herr Frank Hendricks (MU)


 
Stundenvolumen:
Jährlich 2-3 Wochenstunden über ca. 3 Monate haben in diesem Jahr ca. 20 Klassen/Gruppen an dem Projekt gearbeitet.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Das Kulturnetzwerk Schule Kunst Museum besteht nun im siebten Jahr.
Ein schulisches Netzwerk mit außerschulischen Partnern zur Förderung der ästhetischen Bildung von Kindern und Jugendlichen, so ließe sich auf den Punkt bringen, was vor sieben Jahren mit dem Netzwerk der weiterführenden Schulen der Stadt Kleve initiiert wurde.
In diesem Jahr geht es um die Auseinandersetzung mit Werken von Guiseppe Penone in 20 Teilprojekten, die am Museumswochenende zusammengeführt werden. In Anlehnung an eine Arbeit Penones mit dem Titel „Fluss sein 4, Essere fiume 4“ stellten wir die diesjährige Begegnung unter das Motto „Baum sein (4)“. Die Untersuchung des Grenzbereiches zwischen Natur & Mensch, Natur & Kultur sowie die Prozesshaftigkeit der wechselseitigen Beeinflussung und der Nachhaltigkeit, wie sie u.a. mit diversen "Berührungszonen" von Penone gezeigt wurden, beeindruckten die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen und regte zu vielseitigem Tun an.
Verheißungsvoll klingt so mancher Titel der Zeichnungen, Bilder, Plastiken und Installationen: Blätter atmen, der steinerne Wald, In-Sichten, Den Wald wieder holen, Baumschriften, Atem des Baumes, Die Haut des Mondes, den Wald umkehren,...

Seit dem Jahr 2000 werden Schüler der Sekundarstufe I und II kontinuierlich unter einer jährlich wechselnden Thematik an Kunst herangeführt, indem sie zunächst im Museum entdeckend tätig werden, um in einer zweiten Phase das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten, indem sie eigene Ideen entwickeln und umsetzen und schließlich in einer dritten Phase alle Stationen auf dem Weg zu einer eigenen Ausstellung erleben.
Als ständigen, unverzichtbaren Partner haben die Koordinatoren der beteiligten weiterführenden Schulen das Museum Kurhaus Kleve gewinnen können.

Ausgangs- und Zielpunkt bilden Exponate aus der Sammlung des Museums oder aus einer der aktuellen Wechselausstellungen, indem die Schüler über die Auseinandersetzung mit den Künstlern und ihren Werken zu eigenen Ansätzen und Gestaltungsversuchen gelangen. Die Schüler finden auf diese Weise einen sehr persönlichen, spannenden Zugang zu zeitgenössischer Kunst.
Der jeweilige Höhepunkt aller jährlichen Aktionen ist das „Museumswochenende" (nächster Termin: 10./11. März 2007). Den Kern dieser Veranstaltung bildet eine Ausstellung der Schülerarbeiten im Museum, wobei es nicht um eine Prämierung oder eine Schau der Besten geht, sondern um die sichtbar gelungene Auseinandersetzung des Einzelnen und der Gruppe. Begleitet werden die Museumstage durch Aktionen und Performances der Schüler.
Zum „mittendrin“ Ritual am Sonntag gehören die Begrüßung durch den Hausherrn Drs. Guido de Werd, die Rede des Bürgermeisters der Stadt Kleve, musikalische Einlagen, Schülervorträge und szenisches Spiel.
Begleitet durch einen regelmäßigen, intensiven Austausch der beteiligten Kollegen ist eine Feinabstimmung und eine Zusammenführung aller lockerer Fäden möglich.
Vom Kultusminister NRW vier Jahre lang als GÖS- Netzwerk finanziell gefördert, ist die Kulturarbeit der weiterführenden Klever Schulen und des Museum Kurhaus inzwischen soweit in das Bewusstsein der Klever Öffentlichkeit gerückt, dass die Finanzierung des jährlich erscheinenden Flyers, des Plakats und des Museumsfestes über mehrere Sponsoren wiederum glückt.
Ab April 2007 - und das ist neu in diesem Jahr- wird es eine Website geben, die derzeit noch im Aufbau ist und von Schülerinnen und Schülern mitgestaltet wird.

Zu folgenden Themen wurde in den vergangenen Jahren bereits gearbeitet:
2001/2:Haustiere und Museumstiere
2003:Menschenbilder
2004:Natur und Technik
2005:Ordnung und Chaos
2006:Das Eigene und das Andere
2007:(in Arbeit) Baum sein
Folgende Künstler und Kunstwerke setzten Impulse:
Graphiken und Tierskulpturen von Ewald Mataré
Tierbilder von Mario Merz
Portrait „Silvia" von Franz Gertsch
Familienportraits von Thomas Struth
Jugendbildnis von Joseph Beuys
„Minerva" („Pallas Athene", Geschenk der Stadt Amsterdam an die Stadt Kleve)
„Neuer Eiserner Mann" von Stephan Balkenhol
barocke Gartenanlagen
Grasbilder von Franz Gertsch
Mark Tansey
Lothar Baumgarten mit "imago mundi"
2007:
Rauminstallationen, Skulpturen und Zeichnungen von Guiseppe Penone

Als Medien liegen vor: 5 Ausgaben der Museumszeitung, 3 Kindermuseumsführer zu Ewald Mataré, 5 Flyer, 1 CD „Meine Katze Miez“ mit St. Froleyks, verschiedene Zeitungsberichte, ein Power-Point Beitrag und sehr viele Fotos auf CDs

 
Projektauslöser/Idee:
Von der Leitidee, das Museum Kurhaus als außerschulischen Lernort zu gewinnen und dieses attraktive Bildungsangebot von hohem Niveau wahrzunehmen, versprachen sich drei Klever KunstlehrerInnen jede Menge positiver Impulse: für den einzelnen Schüler, für den jeweils eigenen Unterricht, für den fachlichen Austausch untereinander und für ihr Schulleben.
Von den Gründungsmitgliedern Frau Anette Fischböck (damals Freiherr vom Stein Gymnasium), Frau Angelika Paatz-Rürup (damals Konrad Adenauer Gymnasium) und Frau Eva Sand (damals Johanna Sebus Gymnasium)ist jetzt nur noch Frau Sand dabei, aber Frau A. Paatz-Rürup, inzwischen im Ruhestand, begleitet mit dem Herzen und auch mit taträftiger Unterstützung das jetzige Team, das in diesem Jahr aus einem Kreis von 12 Lehrerinnen und Lehrern besteht.
 
Projektentwicklung:
Das erste Museumsfest von weiterführenden Klever Schulen, das von Schülern und Lehrern gemeinsam geplant und in den Räumen des Museum Kurhaus durchgeführt wurde, fand am 4. Mai 2002 statt. Die große Resonanz ermutigte zur Weiterarbeit. In den folgenden Jahren wurde das Projekt variiert und mit Kollegen anderer weiterführende Schulen (Realschule, Hauptschule und Berufskolleg) erweitert.
Im Mai 2006 kam es zur ersten deutsch-niederländischen Kooperation. So nahmen am Museumswochenende Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer des Rodenborch-College / Rosmalen, des Elzendaalcollege / Boxmeer und des Lorentz College / Arnhem teil. Auch diese Kooperationen entstanden durch persönliche Kontakte der Kunstlehrerinnen und Kunstlehrer.
„Am 21. Mai 2006, dem 29. Internationalen Museumstag, der unter dem Motto „Museen und junge Besucher" stand, nahmen Schüler aus verschiedenen weiterführenden Schulen aus Kleve und den Niederlanden das Museum Kurhaus Kleve in Besitz. Die Veranstaltung „mittendrin" stellte auch 2006 den Höhepunkt des Wochenendes dar. Die verschiedenen Programmpunkte übertrafen an Qualität das übliche Niveau der schulischen Darbietungen bei weitem. Wirbelnde Trommeln eröffneten die Veranstaltung und brachten frischen Wind in die ‚heiligen Hallen’ des Museums. Schüler aus dem Freiherr vom Stein-Gymnasium beschrieben von ihnen erfundene Monster, die wie Wesen aus einer fremden Welt wirkten, während eine Klasse der Realschule Kleve-Kellen mit Musikinstrumenten eine „Dschungel-Idylle" zur Aufführung brachte, die durch ihre malerischen Klänge die Zuhörer in einen Urwald versetze. Für die Pantomime „Vögel kennen keine Grenzen", bei der selbst entworfene, aufwändige Vogelmasken getragen wurden, arbeiteten Schüler aus der Konrad-Adenauer-Hauptschule mit Kameraden aus dem Lorentz-Lyceum Arnheim (Niederlande) zusammen.“*
Ausblick:
Auch in diesem Jahr wurde wieder ein sehr schönes, abwechslungsreiches Programm für die Eröffnungsveranstaltung "mittendrin" zusammengestellt, woran viele Schüler aus allen vier Schulen beteiligt sein werden mit Musikbeiträgen, Gedichten und Klangperformances. Diese Veranstaltung wird unterstützt durch Kollegen der Fächer Deutsch und Musik.

(*zitiert aus Tiziana Caianiello, »mittendrin« – das Projekt »Schule Kunst Museum« im Museum Kurhaus Kleve, in „Museen im Rheinland 3/06“ – Informationen für die Rheinischen Museen)

 
Besonderheiten:
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Initiative dafür aus dem Kunstunterricht der Sek. I heraus erfolgte und dass die Auseinandersetzung vor allem mit zeitgenössischer Kunst gesucht wird. Mit dem Projekt erreichen wir, dass Schwellenangst abgebaut und Interesse und Begeisterung für vorwiegend zeitgenössische Kunst geweckt wird. Im siebten Jahr ist das Kulturnetzwerk SCHULE KUNST MUSEUM der weiterführenden Klever Schulen und des Museum Kurhaus zum festen Bestandteil des Schullebens der beteiligten Schulen geworden und als Ereignis im Jahresprogramm des Museum Kurhaus aufgeführt. Vom Kultusminister NRW vier Jahre lang als GÖS Netzwerk finanziell gefördert, ist die Kulturarbeit der weiterführenden Klever Schulen und des Museum Kurhaus inzwischen soweit in das Bewusstsein der Klever Öffentlichkeit gerückt, dass die Finanzierung der Museumszeitung, des Flyers, des Plakats und des Museumsfestes über mehrere Sponsoren glückt. Fächerübergreifend ist die Zusammenarbeit mit den Fächern Musik, Deutsch, mit Holz- und Textilwerkstätten der Schulen, mit der Schauspielgruppe des KAG und mit der Tanz-AG der KAH erprobt worden. Darüber hinaus wird am Nachmittag im Wahlpflichtunterricht des Konrad-Adenauer-Ganztagsgymnasiums und der Konrad-Adenauer-Hauptschule die Arbeit im Museum intensiviert.Die Begegnungen mit zumeist zeitgenössischer Kunst im Museum Kurhaus (u.a. von Joseph Beuys, Ewald Mataré, Franz Gertsch, On Kawara, Stephan Balkenhol, Richard Long, Anselmo, Mark Tansey´oder Lothar Baumgarten und in diesem Jahr Guiseppe Penone) öffnete die Sinne und erweiterte die Wahrnehmungsfähigkeit der Schüler. Darüber hinaus sind in diesem Netzwerk Formen kultureller Teilhabe ( z.B.: Betriebserkundungen, Betriebspraktika, Führungen von Schülern für Schüler, Planung und Durchführung des Museumsfestes der Schulen, Redaktionsarbeit an der Museumszeitung der Schulen) entwickelt worden. Schüler und Schülerinnen finden in diesem Kulturprojekt viele Möglichkeiten selbst aktiv zu werden. Nicht zuletzt finden die in der Auseinandersetzung mit der großen Kunst entstandenen Schülerarbeiten an den Museumstagen öffentliches Interesse und Wertschätzung durch viele Museumsbesucher. Dabei sind in den vergangenen Jahren ganz selbstverständlich das Museum Kurhaus und die dort ausgestellten Werke zeitgenössischer Kunst in das Bewusstsein der beteiligten Schüler und Schülerinnen eingetreten. Und die Schüler in das Bewusstsein und die Planungen des Museums. Für Dr. Roland Mönig vom Museum Kurhaus Kleve: „Ein Impuls für die Zukunft!" Das vielfältige Ausstellungsprogramm und die Sammlungspräsentation des Museum Kurhaus Kleve richten sich an Besucher aus allen Generationen. Jugendlichen aber auch Erwachsenen und selbst Lehrern fällt die Auseinandersetzung mit Kunst nicht immer leicht. Vorurteile der Institution Museum gegenüber und Berührungsängste erschweren ihnen den Einstieg in die Wertschätzung und kritische Beurteilung der Kunst. Deswegen müssen Kinder und Jugendliche besonders herangeführt werden. Die Begegnung mit Kunstwerken trainiert die Wahrnehmungs- und Interpretationsfähigkeit, sensibilisiert die sinnliche Erfahrung und öffnet für eine interkulturelle Weltsicht. Visuelle Kompetenz ist folglich eine wichtige Grundlage kultureller Kompetenz. Das Museum Kurhaus Kleve sieht es als eine seiner Aufgaben, den Jugendlichen neue Räume für ästhetische Lernerfahrungen zu öffnen.
Auffällig ist die Begeisterungsfähigkeit der Schüler, die sich in ihrem Engagement, selber kreativ tätig zu werden, ausdrückt, in der Vielfalt und Qualität der Ergebnisse und in ihrem Stolz, am Museumstag selber zur Erklärung ihrer Arbeiten zur Verfügung zu stehen und sich ein dickes Lob der Museumsbesucher abzuholen.
 
Probleme und Lösungen:
Jahr für Jahr neu zu bewältigen sind:
-Koordinationsprobleme (Terminabsprachen mit dem Museum und zwischen den unterschiedlichen Schulen)
Das Museumswochenende findet in der Umbauphase im zweiten Schulhalbjahr als Interimsausstellung statt. Die Schulen richten sich hier nach dem Museum. Das Museum öffnet für unsere Schulklassen auch montags.
-Transportprobleme (Fahrten mit Schülern zum Museum, Transport der Schülerarbeiten und Ausstellungsmaterialien ins Museum)
Das Konrad Adenauer - Gymnasium hat ein Vereinbarung mit einem Klever Taxiunternehmen, das die Schüler in Kleinbussen kurzfristig zum Museum und zurück zur Schule fährt für 2€ pro Person, diese müssen die Schüler selbst aufbringen.
-Finanzierung (Sponsorenfindung für den Flyer und die Plakate)
 
Anekdotisches:
Unsere Schülergruppen bekommen immer wieder Komplimente vom Museumspersonal, weil sie sich bei ihren Museumsbesuchen besonders
vorbildich verhalten:
Sie sind interessiert, auf die Sache konzentriert und können sich an die vereinbarten Regeln halten.
Einige Schüler äußern nach dem oft ersten Museumsbesuch in ihrem Leben, dass dies sicherlich nicht ihr letzter Besuch im Museum gewesen sei.
Auch kündigen einige an, mal ihre Eltern
"anzuschleppen" und ihnen ihr "Lieblingskunstwerk" zu zeigen.
Drei Schülerinnen streiten sich fast um die letzten Karten, die den jungen Künstler mit Baum und Bronzehand zeigen, "weil er darauf so schön aussieht".