Hier Klicken für die Vollansicht
Betrug: To do or not to do?
Hier Klicken für die Vollansicht
Abzocke: Vom Guten des Bösen!
Hier Klicken für die Vollansicht
Ramadan: Standhaft bleiben oder umfallen?
Hier Klicken für die Vollansicht
Lovestory: Ich liebe wen ich will!
Kreatives Feld Schulklasse: Stummfilmproduktion
Schule:
Moses Mendelssohn Schule
Stephanstr. 2
10559 Berlin
0049 30 398 352-10/Fax -32
www.moses-mendelssohn-oberschule.de



Gesamtschule

 
Kooperationspartner:
- EXPERTENGESPRÄCH ZUM THEMA: STUMMFILM

Fr.Franka Potente ( Regisseurin/
Schauspielerin)
Hr. Max Urlacher ( Schauspieler) über
Fr. Sohela Emami (Agentin) Tel 08143-992699-0

X- Verleih ( Filmverleih:
Fr. Bellin (Pressesprecherin) 030 26933-646
Freie Mitarbeiter des ZDF über X- Verleih

SchülerMedienTeam Mitte: Fr. Helena Esprie
(Fernsehjournalistin/ Kommunikationstrainerin)

- STUMMFILMPRODUKTION:

Berliner Institut für systemische Pädagogik,
Gertrud Graf (Produktionsleitung und
Vermarktung) 030 81 494 694

Los telepaticos (Videofilme von und mit
Schülern:
Hr. Axel Ranisch ( Drehbuch, Regie,Kamera
Schnitt, Ton) 0049 1776505380,

Hr.Ricardo Zamora (Schnitt) 0049 1723942370

Charlotte Besserer (Live-Musik Stummfilm)
0049 1787605817

- Making Off zum Stummfilm
Ursula Bub-Hielscher (Regisseurin) 030 7814121

Kamera und Schnitt: Verschiedene

 
Beteiligte Schüler:
22
Klasse 8.3 ( Integrationsklasse mit 3 lern- u. 1
körperbehinderten Kind)

- Projektwoche integriert in
fächerübergreifendes Projekt
(Deutsch, Bildende Kunst,Musik und
Projektunterricht):
als Unterrichtseinheit: Texte und Medien

Projekttitel: Den Stummen eine Stimme geben

- Filmtitel: Stumme Rufe durch die Stadt

 
Beteiligte Lehrkräfte:
1 Deutsch, Bildende Kunst, Projektunterricht1 Musik1 Integrationslehrerin1 Projektunterricht1 Technische Beratung1 Praktikantin
 
Stundenvolumen:
- 1 Projektwoche
Teamentwicklung und Gewaltprävention
( Stummfilmproduktion)

5 Tage: 8.00- 12.35 Uhr

- UE: Texte und Medien,
Vor - und Nachbereitung des Projektes
Gründung der Schülerfirma: SchülerMedienTeam

10 Stunden pro Woche 2 Monate

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Franka Potente rennt - in die Schule

Berliner Schüler initiieren Expertengespräch mit der Schauspielerin

Großer Bahnhof am Dienstag, den 28.11.06 in der Moses Mendelssohn Gesamtschule in Berlin-Mitte. Franka Potente wird in der Schule zu einem Gespräch unter jungen Stummfilm-Experten erwartet…..

Ihr Regiedebüt und neuester Film „Der die Tollkirsche ausgräbt“, der am 30. November 2006 in die Kinos kam, war Ideengeber für eine eigene Stummfilmproduktion der Schüler. Unter Mitwirkung von Medienprofis wurden in einer Projektwoche 4 Kurzfilme, ein Making Off als Fernsehdokumentation und eine Ausstellung zum Projekt erstellt. Damit liegen erste Produkte vor, mit denen das Schülermedienteam der Klasse auf den Markt geht:

Moabiter Kiez: Auf dem Schulweg wird ein Junge von zwei Mitschülern in einen Hausflur gezerrt. Sie bedrohen ihn. Nachdem er ihnen sein Geld ausgehändigt hat, schleudern sie ihn und seine leere Geldbörse auf die Straße zurück. Der Horror geht weiter, Woche für Woche. Mittlerweile auf Krücken, schleppt er sich eines Tages zum Telefon um seine Freunde zu Hilfe zu rufen. Doch ohne Erfolg. Bis ein Mädchen anfängt zu denken – und die Abzocke verläuft nicht wie immer. Der Teufelskreis wird unterbrochen.

Mit der in schwarzweiß gefilmten Opfer-Täter-Geschichte ABZOCKE stellt die Klasse 8.3. eines ihrer Produkte aus dem „Unternehmen Schulklasse“, einen Stummfilm zur Gewaltprävention, vor. In dem von Gertrud Graf produzierten Kurzfilm spielte die Musiklehrerin der Klasse, Charlotte Besserer, die eigens zu dem Film spontan improvisierte Musik ein und für den besonderen Look des Films zeichnet Kameramann und Regisseur Axel Ramisch verantwortlich.

Was ist das „Unternehmen Schulklasse“?

Im Schuljahr 2005/06 begannen 22 Schüler zusammen mit ihren Pädagogen eine neue 7. Klasse und entschieden sich Muster des Gelingens zu entwickeln. Denn, nicht was uns passiert ist entscheidend, sondern wie wir damit umgehen. Wir gehen davon aus, dass alles in Fülle vorhanden ist und konzentrieren uns auf unsere Stärken!

Mit diesem ressourcenorientierten Ansatz hat sich nun bereits im zweiten Jahr das „Unternehmen Schulklasse als kreatives Feld“ entwickelt. Die Filmproduktion ist Teil des Konzeptes, durch das die Jugendlichen lernen, ihre vielfältigen Kompetenzen selbstbewusst in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Im Hinblick auf die Berufsorientierung entwickelt sich eine genossenschaftlich konzipierte Schülerfirma, in der das Schülermedienteam die ersten Impulse für die eigene Imagekampagne und Vermarktung setzt.

Der erste große Auftrag für das junge Unternehmen wurde die Gestaltung des Besuches von Franca Potente und Max Urlacher.


Moderation des Schülermedienteam zum Thema Stummfilm

Zu Beginn des neuen Schuljahres brachte ich der Klasse die folgende e-mail des Geschäftsführers Udo Jeschal, GEW- Berlin, mit:

„Liebe Kollegin Graf,

das Los hat heute entschieden, dass Franka Potente an die Moses-Mendelssohn-Oberschule kommen soll. Herzlichen Glückwunsch!“

Zeitgleich las ich einen Hinweis auf das „Schülermedienteam Berlin-Mitte“. Es begann eine spannende Zusammenarbeit mit der Fernsehjournalistin und Kommunikationstrainerin Helena Esprie. Gemeinsam modifizierten wir deren Modellprojekt in ein Vorhaben zur Mediendidaktik, das vom Ende des 7. bis zum Abschluss des 10. Schuljahres geplant ist.

Dabei lernen die Jugendlichen über ihre eigenen Belange und ihre Stärken zu sprechen und dafür auch die Medien zu nutzen. Diese Erfahrungen der aktiven Teilhabe garantieren nachhaltiges Lernen in sinnvollen Kontexten und vermitteln wichtige Schlüsselqualifikationen zur Berufsfähigkeit.

Die Jugendlichen erprobten sich in folgenden Funktionen und Zuständigkeiten und Frau Potente meinte dazu: „Ihr seid ja besser organisiert als wir am Set.“

Agri/Burcu: Pressesprecher und Moderatoren:
Ablaufplan, Argumentationslinien,
auf kritische Fragen vorbereitet
sein, Bildmaterial, Infomaterial zur
Klasse und Schule,
Ali: PR-Berater: Kontakt zu Medien,
Namensschilder, Pressemappen
vorbereiten
Iskender/Lukas: Technik-Chefs: Vorführtechnik:
Mikrofone, Beamer, Notebooks,
Leinwand, Verdunklung.
Rameh: Catering
Bahra: Security: Abholen der Gäste
Cansu: Foto
Yussuf /Sarah: Videoaufnahmen


Den Besuch beschreibt Sezgin Isik in seiner Reportage:

„Als Franka Potente in die Klasse kam war sie noch schüchtern, aber danach wurde sie immer offener und fing an viel zu reden. Sie stellte uns Fragen und wir antworteten. Sie war sehr begeistert. Anschließend gingen wir in die Aula und dieses Mal stellten wir, das Schülermedienteam die Fragen. Sie antwortete und antwortete. Danach wurden unsere Stummfilme vorgeführt; als erstes kam „Betrug“, dann „Abzocke“, „Ramadan“ und zum Schluss „Lovestory“. Als die Filme zu Ende waren, klatschten alle sehr laut in die Hände … und gingen nach Hause mit Blumen in der Hand.“

• Vorführungen der Stummfilme durch das
Schülermedienteam; 0,50 €/Schüler
gertrud.graf@t-online.de,
0049 160 9 45678 75 UKB

• Projektbetreuung für neue SchülerMedienTeams:
helenaesprie@arcor.de 0049 177 7595959

• Schülerfilmprojekte über axelranisch@web.de,
0049 177 6505380


Gertrud Graf, Helena Esprie Berlin 01.07

 
Projektauslöser/Idee:
Mit meiner neuen Schulklasse (7.3) begann ich im August 2005 als KLassenlehrerin das Konzept "Schulklasse als kreatives Feld" umzusetzen. Spiegel- TV wurde auf uns aufmerksam und filmte für die ZDF Serie "SOS- Schule" 3 Monate in unserer Klasse. Wir trennten uns, da wir verschiedene Vorstellungen von der Außendarstellung von Schülern und Lehrern hatten. Das selbstbewußte Auftreten der Jugendlichen in unserem "Unternehmen Schulklasse entsprach nicht dem in den Medien gezeigten Image von Migrantenschülern.
Positive Ressonanz im Umgang mit Presse, Rundfunk und TV erfuhr die Klasse durch eine erfolgreich durchgeführte Bleiberechtkampagne für einen Mitschüler.
Die Schüler waren sensibiliert durch den unmittelbar erlebten Einfluss von Medien in ihren Schüleralltag.
Im Juni lag eine Anfrage im Postfach meiner Schule. Eine Journalistin wollte als Projekt zur Berufsorientierung mit 9. Klässlern das SchülerMedienTeam Berlin Mitte aufbauen.
Ich bewarb mich mit allen Schülern meiner 7. Klasse. Die Fernsehjournalistin war sofort davon überzeugt, dass ihr mediendidaktisches Konzept bei uns auf fruchtbaren Boden fallen würde. Wir begannen mit ihr eine Zusammenarbeit die wir bis zum Abschluss des 10. Schuljahres weiterführen werden. So wird für uns Nachhaltigkeit und die Erfahrungen im aktiven Umgang mit den Medien gewährleistet.
Gemeinsam mit Fr. Esprie und der Klasse reflektierten wir im Laufe der nächsten Monate was es heißt, dass Information Ware ist.
Die positive Wende in der Wahrnehmung der Medien brachte das eigene Filmprojekt.
Auslöser dazu war eine kurze Notiz in der blz (Lehrerzeitung der GEW) mit einer Einladung zum preview des Stummfilms "Wer die Tollkirsche ausgräbt" der Regisseurin Franka Potente. Daneben stand eine kleine Notiz, dass Fr. Potente eine Berliner Schulklasse die ein Filmprojekt realisiert, im Unterricht besuchen würde. Wir bewarben uns und wurden ausgelost.
Zum preview gingen wir bereits mit dem Regisseur der die Anregung selbst Stummfilme herzustellen mit uns umsetzte. Vom X- Verleih und Frau Potente wurde das Projekt begeistert aufgenommen und die Schulklasse kam zu einem eigenen Termin zum preview ins Kino.
Eine Woche später waren die 4 Filme abgedreht und bereits 5 Tage später gab es in der Aula der Schule die Uraufführung. Alle Jugendlichen des 8. Jahrgangs applaudierten begeistert.

 
Projektentwicklung:
Die Startphase fand im Rahmen einer Projektwoche zur Teamentwickkung statt. Zunächst bildete die Klasse nach dem Zufallsprinzip vier Gruppen von 4-5 Schülern, die jeweils unter Leitung eines TV/Film-Profis eine Filmidee kreierten. Diese wurden anschließend an vier aufeinanderfolgenden Tagen als kleine Stummfilme realisiert.

PSE- Woche Teamentwicklung

• Produktion von 4 Stummfilmen zum Thema Held/Heldin
• Produktion einer Fernsehdokumentation über die Entstehung der Stummfilme
• Dokumentation der Projektwoche in Text und Foto

Kerngruppe 8.3 Lehrer/innen: Graf, Schmidt,
Ehrenamtlich unterstützt durch viele Experten aus der Medienbranche 16.10.-20.10


Datum Thema
Mo 16.10, 8.00- 12.35 • Vorstellung des Projektes Stummfilm mit begleitender Dokumentation
• DVD Gestaltungsmittel des Stummfilms
• Bildung von 4 Filmteams nach dem Zufallsprinzip
• Wahl der Gruppensprecher, Aufgabenverteilung
• 1. Entwurf eines Drehbuches
• Lerntagebuch zum 1. Tag
Di 17.10, 8.00- 13.00 • 1. Drehtag, Gruppe „Betrug“, Drehort: Schule
• Weiterentwicklung der Drehbücher, Auswahl der Requisiten
• Besichtigung von Drehorten ( Hbf. Potsdamer Platz, Stefankietz)
• Telefonate um Drehgenehmigungen zu erhalten
• Erstellung von Texttafeln für den Stummfilm
( Mäander mit islamischen Motiven )
Mi 18.10, 8.00- 13.00 • 2. Drehtag, Gruppe „ Abziehen“, Drehorte: Stephankiez, Park, Kanal am Nordufer
• Entwicklung von zwei Erzählerrollen mit Texten
• Arbeit am Computer, Begleitdokumentation, Drehbuchentwicklung
Do 19.10, 8.00- 12.35
bzw. 13.30 • 3. Drehtag, Gruppe „Lovestory“, Drehort: Potsdamer Platz
• Spiele zur Teamentwicklung ( Sport, Jonglage, Gesellschaftsspiele
• Gespräch über Erfolgsstrategien ( Einzel oder im Team) bei den einzelnen Spielen
• Verschriftlichen von Spielanleitungen und Strategien von Erfolgsteams
Fr. 20.10, 8.00- 10.50
bzw. 13.00 • 4. Drehtag, Gruppe „Ramadan“, Drehort Mc Donald
• Weiterarbeit an den Erzählerrollen
• schriftliche Aufarbeitung des Projektes, Erlebnisbericht, Lerntagebuch
Di 31.10. 12.40-13.20 • Präsentation der Stummfilme für alle Schüler des 8.Jahrgangs
In der Aula

Pädagogenteam

Vorname Nachname Weitere Funktionen
Gertrud Graf Produktion
Pädagogische Leitung
Klassenlehrerin
Doku. des Projektes (Text, Foto)
Hans Joachim Schmidt Klassenlehrer
Gestaltung der Texttafeln
Norbert Moritz Technische Beratung,
Vorbereitung des Schnitts
Helge Dietrich Fachlehrer GK, Fotos, Kamera
Charlotte Besserer Einspielen der Filmmusik
Helena
Esprie Kommunikationstrainerin und journalistische Beratung,
Entwicklung des SchülerMedienTeams :
Vorbereitung der Expertenrunde zum Besuch von Franka Potente
Katrin Voss Praktikantin, Fotos
Hr. Welti Schulhelfer

Stummfilmteam

Axel Ramisch Drehbuchentwicklung, Regie, Kamera, Schnitt
Ricardo Zamora Schnitt
Janusch Kesy Vermittlung des Stummfilmteams
Charlotte Besserer Livemusik bei Filmpräsentation

Making – Off- Team

Ursula Bub- Hielscher Fernsehregisseurin und Dokumentarfilmerin, Kamera
Mathias Makarius Kamera bei Drehbuchentwickl.
Jens Jensen Kamera, Einweisung in die Kamera für Schüler
Alfred Schwarzmüller Kamera, Schnitt

 
Besonderheiten:
Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, Nachhaltigkeit und großem Vergnügen im gemeinsamen Tun (flow).
"Burn- In" für Lehrer und Schüler.

Konzept : Den Stummen eine Stimme geben, Jugendliche und Erwachsene auf dem gemeinsamen Weg von individuellen Heldenreisen zum
Zusammenwirken im kreativen Feld

1.HJ 8. Klasse: Unterrichtseinheit: Texte und Medien
2.HJ 8. Klasse: Unterrichtseinheit: Image und Public Relation
1.HJ 9. Klasse: Unterrichtseinheit: Meine Heldenreise zur Schülerfirma mit dem Schwerpunkt Medienproduktion

Die Unterrichtseinheiten werden fächerübergreifend im Projekt-, Deutsch-, Kunst- , Musikunterricht durchgeführt und münden in die Berufsorientierung ein.
Die Lehrinhalte werden in Zusammenarbeit mit externen ExpertInnen (Fernsehjournalistin und Kommunikationstrainerin, Kameramann, Filmmusikproduzent, Pantomimin und Schauspielerin, Maskenbildnerin u.v.m.) handlungsorientiert vermittelt.

Für das Projekt B wurden im Rahmen des Quartiersmanagements finanzielle Mittel (ESF) beantragt.

Die Projekte dienen der Qualifizierung von Jugendlichen aus sogenannten bildungsschwachen Familien mit überwiegend nichtdeutscher Herkunft.
Sie dienen ihrer Persönlichkeits- und Sprachentwicklung, fördern ihre Kommunikationsfähigkeit und fungieren als Bausteine auf dem Weg zur Berufsfindung. Die dabei erworbenen Schlüsselqualifikationen können die Schüler hilfreich einsetzten um ihren eigenen Vorstellungen durch den Einsatz verschiedener Medien eine Stimme zu geben. Sie können sie befähigen ihren ( beruflichen ) Weg zu gehen.

Wir gehen dabei von einem ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz aus, der die Stärken und positiven Wertvorstellungen der „Multikultischüler“ herausarbeitet. Bei diesem Prozess entstehen Erfolgsteams, die sich zu einem kreativen Feld vernetzen.
Die dabei sich entwickelnde Beteiligungskultur ist hilfreich im Sinn von Gewaltprävention, Integration und Demokratisierung von Jugendlichen die aus hierarchisch, patriarchalischen Kultur stammen.

Ziel ist es zu vermitteln, dass es nicht die eine Wahrheit gibt, sondern eine Vielfalt von Möglichkeiten nebeneinander bestehen können, die sich gegenseitig befruchten.

Grobziele: A: Texte und Medien
• Merkmale einzelner Medien kennen und in der eigenen Produktion diese Medien anwenden können
• Unterschiede zwischen verschiedenen erkennen können
• Werte und speziellen Ausdrucksmöglichkeiten einzelner Medien erkennen können
• Persönlichen Standpunkt zur Bedeutung der einzelnen Medien entwickeln ( Von der Medienbiografie zur Berufsorientierung)
• Erstellung von Produkten zu einzelnen Medien (Dokumentation des Projektes mit Fotos, Texten, Film, Musik)


 
Probleme und Lösungen:
Dazu einige Beispiele aus den Lerntagebüchern der Klassenlehrerin, aber vor allem der Schüler:

Lerntagebuch der Klassenlehrerin:

Schlechte Laune beim Drehbuchschreiben

Burcu hatte schlechte Laune, die ich oberflächlicherweise als Unstimmigkeit zwischen zwei pubertären Jugendlichen gedeutet habe. In Wirklichkeit war sie aber konzeptionell unzufrieden. Sie konnte sich in ihrer Filmgruppe als Mädchen nicht wieder finden, bzw. war mit der Rollenbesetzung unzufrieden. Als sie dann den Raum bekam sich dazu zu äußern, dass sie keine Fee sein wollte und keine richtige Rolle hätte wurde sie kreativ, ging zu ihrer Drehbuchgruppe und wurde aktiv. Sie übernahm die Leitung, auch in der Darstellung einer Jugendgang, die dann im Konzept die Wende zu einer positiven Konfliktlösung brachte.

Cansu, eine unserer „Integrationskinder“, wurde unsere Fotografin und fand damit erstmalige eine positive und produktorientierte Rolle in der Klassengemeinschaft, mit der sie die Aufmerksamkeit von allen bekam. Nachdem sie die ersten beiden Filmtage wegen Krankheit versäumt hatte, kam sie am dritten Tag mit einem Fotoapparat an und damit hatte sie eine Aufgabe. Am letzten Projekttag kam sie mit drei CDs auf die sie Fotos zu diesem Projekt gebrannt hatte. Damit hatten wir eine Grundlage für unsere Potfoliomappen. Sie formulierte Untertitel und zusammen mit einer Auswahl der bei dem Projekt entstanden Texte stellten wir dann eine Präsentation für die Moses Galerie und für den Potentebesuch am Di 28. 11. zusammen, in dem wir in der Aula das Projekt dokumentieren mit Lernplakaten zu jedem Film, Texten aus der UE Texte und Medien

Und so entstanden in einer Projektwoche PSE- Woche zur Teamentwicklung die folgenden Ergebnisse:

• Produktion von 4 Stummfilmen zum Thema Held/Heldin
• Produktion einer Fernsehdokumentation über die Entstehung der Stummfilme
• Dokumentation der Projektwoche in Text und Foto

Aus den Lerntagebüchern der Schüler:

Mykola 7.11. 06 Ich spiele ein Opfer

Das Opfer zu spielen war nicht leicht für mich, weil man muss sich wie ein Opfer verhalten. Aber ich habe es geschafft und es hat mir Spaß gemacht, einen Film darüber zu drehen.
Wie ein Opfer zu sein, ist nicht gut, weil einem Geld abgezogen wird oder man geschlagen wird. Danach hatte ich Bauchschmerzen und ich hatte Schmerzen am Bein, weil Eren zu doll geschlagen hat.
Aber wir haben es geschafft, den Film zu drehen.


Sezgin fällt während des herkönmmlichen Ubterrichts vorwiegend durch sein Unruhe auf. In sein Tagebuch schreibt er auf die Frage "Was habt ihr im Stummfilmprojekt gelernt?"

Sezgin: „Konzentration und Ausdauer und genaues Zuhören, den sonst hätte ich das was der Regisseur wollte nicht verstehen können.


Auch Vivien, die zum normalen Schulunterricht eher selten kommt war bestens integriert. Sie fand mehrere Szenarien in denen sie sehr viele ihre Fähigkeiten zeigen konnte, die in der Schule sonst eher nicht abgefragt werden.

• Sie war zuständig für die Maske
• Sie organisierte die Ablage aller Texte zum Filmprojekt
• Sie übernahm die Rolle der Erzählerin für die geplanten Zwischeneinlagen bei den 4 Stummfilmen
• Sie tippte die Dialoge in den Computer
• Sie profilierte sich als Organisatorin für das Schülermedienteam
• Sie machte ein geniales Interview mit der Puzzleabteilung ( Spielstrategien)


Ich habe die Hauptperson in dem Stummfilm ‚Lovestory’ gespielt.
Es hat mir Spaß gemacht auch, wenn es auch eine lange Zeit war, aber auch wirklich lange bis alles fertig war. Aber als ich den Film gesehen habe, hat er mir sehr gefallen. Unser Film ist sehr gut geworden.
Ich dachte der Film wird eine Peinlichkeit, aber es wurde doch ein guter Film. Ich habe mich sehr gefreut, dass die anderen gelacht haben. Sie haben schon gelacht, aber nicht weil es peinlich war sondern als es witzig wurde und meine Lehrerin hat sich auch gefreut. Sie fand es auch sehr lustig und der Regisseur war stolz darauf mit uns zu arbeiten, weil es hat ihm ja auch Spaß gemacht mit uns zu spielen.
Also alle haben sich gefreut dabei zu sein und mit zu spielen. Unser Film war ein Erfolg. Es hat uns ein Riesenspaß gemacht.
Ich würde so was gerne noch mal machen, wenn so was noch mal ginge, denn es macht soviel Spaß!

Lukas

 
Anekdotisches:
Der Höhepunkt des Projektes war der Besuch von Franca Potente und Max Urlacher in der Klasse.

Sie trafen auf ein von Frau Esprie professionell ausgebildetes SchülerMedienTeam, was Frau Potente fassungslos kommentierte: "Das klappt ja besser bei euch als in unserer crew."

Die Schüler nahmen den "Event" folgendermaßen wahr:

Baschar: „Als Erstes haben wir ein paar Ämter unserer Klasse vorgestellt, z. B: den Kassenwart, den hat Lukas vorgestellt. Er nahm die Kassenzettel die belegten was wir für die Klasse gekauft hatten. Er brachte sie zu Franca Potente und diese sah rein“.

Hatice: „Um 16.00 mussten Franca Potente und Max Urlacher los, weil sie noch ein Interview hatten. Burcu hatte einen Blumenstrauß für Max Urlacher und Iskender für Franca Potente. Sie gab Iskender einen Kuss weil er ihr die Blumen überreichte.
Danach bekam jeder von der Klasse 8.3 eine Rose weil wir uns so gut vorbereitet hatten.“

Yusuf: „ Später stellten ein paar Schüler unser kreatives Feld vor.“
….. Wir haben sie gefragt und haben sie durch die Mosesgalerie geführt. Und danach haben wir ihr vier Stummfilme gezeigt. Dann kamen die Tänzer und haben uns eine sehr gute Show gezeigt. Und wir haben uns verabschiedet und haben ihnen einen Strauß gegeben. Sie fand alles fantastisch und erzählte alles weiter.

Bilal: „ Am 28.11. 2006 sind Franca Potente und Max Urlacher in unsere Klasse gekommen und waren sehr aufgeregt.“

Selma: „Am Dienstag kam Franca Potente zu unserer Schule und wegen unserer Stummfilme besuchte sie unsere Klasse zusammen mit Max Urlacher Der im Film der die Tollkirsche ausgräbt mitgespielt hat. Es kamen auch die Kamerafrauen. Als Franca Potente sich hinsetzte redete Frau Graf über unsere
Klasse was wir alles in der Klasse gemacht haben und manche haben über ihre Ämter etwas gesagt. Dann sind unsere Klasse, Franca Potente, Max Urlacher und die Kamerafrauen in die Aula gegangen. Als wir in die Aula hineinkamen setzte sich jeder auf seine Plätze, weil jeder Platz ein Namensschild hatte. Die Schüler vom Medienteam sollten viele Fragen stellen. Es waren Burcu, Ali und Agri

Bahra: „Als sie saß hat Iskender, unser Klassensprecher, sie freundlich begrüß. Da haben wir ihr Fragen gestellt. Dann meinte sie zu uns, dass wir wie Musterschüler seinen………
Danach haben wir die Expertenrunde gemacht. Sie wurde von Agri, Ali und Burcu geleitet.

Lukas: „ Dann haben wir uns unsere Stummfilme angesehen und es hat Spaß gemacht und nach dem Film haben wir darüber geredet. Dann hat sie auch gefragt wer alles Schauspieler werden will und es hat sich nur einer gemeldet und das war ich!“ …… Dann hat da das Medienteam Franca Potente auch viele Fragen gestellt und die Fragen waren gut die das Medienteam gestellt hat.“

Mohammed: „Potente ist nicht eingebildet, sie ist wie alle Menschen, aber sie ist reich.“