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Die Schüler klettern, wie die Schminke-Kinder damals, aus dem Fenster.
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Führung mit den Kindern am Projekttag im Garten.
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Das Haus Schminke vom Garten aus.
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"Kinder führen durch den Nudeldampfer" - hier im Wohnzimmer.
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Konzentriertes Basteln des Architekturmodells
Lichtschiff und Nudeldampfer - Kinder entdecken das Haus Schminke
Schule:
Grundschule Löbau Ost
Mozartstraße 5a
02708 Löbau
03585-404617


Direktorin Frau Diesner (Stand Oktober 2006)

Julia Baatz und Claudia Muntschick bearbeiten das Projekt zusammen mit den 4. Klassen der Grundschule Löbau

Grundschule

 
Kooperationspartner:
Haus Schminke mit Katrin Schenk (Leiterin)

Tel.: 03585 / 86 21 33
Fax : 03585 / 83 30 10

www.hausschminke.de

 
Beteiligte Schüler:
51
Beteiligt waren an den Projekttagen die beiden 4. Klassen der Grundschule Löbau-Ost, insgesamt 51 Kinder. Die Vermittlung des Gebäudes wurde für alle Schüler der Jahrgangsstufe angeboten. Bei den Führungen am Präsentationstag nahmen 16 Kinder der beiden Klassen teil.
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Torsten Kyau, Kunst und Ethik
 
Stundenvolumen:
- Vorbereitung des Projekts seit September 2006

- zwei einführende Unterrichtsstunden in den Klassen

- zweimal sechs Unterrichtsstunden von 8 bis 13 Uhr für die Projekttage

- zwei vorbereitende Unterrichtsstunden für den Präsentationstag

- drei Tage eigenständige Vorbereitung durch die Schüler

- vier Stunden Präsentationstag „Kinder führen durch den Nudeldampfer“

- seit 4 Wochen: Nachbereitung und Analyse, Vorbereitung weiterer Kinderführungen

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Ausgangssituation

Die Stadt Löbau in Sachsen besitzt ein Baudenkmal der besonderen Art: Der berühmte Architekt und Stadtplaner Hans Scharoun errichtete hier von 1930 bis 1933 ein großzügiges Einfamilienhaus für den Nudelfabrikanten Fritz Schminke. Das spektakuläre Gebäude diente der sechsköpfigen Familie jedoch nur kurze Zeit als Wohnhaus. 1951 folgte Frau Schminke ihrem Mann nach Celle und vermachte das Objekt der Stadt Löbau, die es von da an als Veranstaltungszentrum nutzte.
1993 wurde die Wüstenrot Stiftung auf das „Haus Schminke“ aufmerksam. Unter großem finanziellem und technischem Aufwand wurde das Gebäude von 1997 bis 2000 saniert und steht nun zur Besichtigung für jedermann offen.

Projektablauf

Für die Durchführung des Projekts konnten die 4. Klassen der Grundschule Löbau-Ost gewonnen werden.

1. Einführung in das Thema im Rahmen einer Kunststunde

Im Rahmen einer Kunststunde erarbeiteten die Initiatoren Julia Baatz (Bauingenieurin) und Claudia Muntschick (Architektin) gemeinsam mit den Kindern, was das Berufsbild des Architekten von dem des Bauingenieurs unterscheidet. In diesem Zusammenhang wurde die Bedeutung eines intensiven Entwurfsprozesses erklärt, der die Grundlage für gute Architektur bildet. Im Anschluss sollte jedes Kind die Fassade eines Einfamilienhauses zeichnen. Bei der Auswertung der Zeichnungen wurde klar, dass es trotz gleicher Grundlagen (ein Haus braucht ein Dach, eine Tür, Fenster etc.) eine Vielzahl individueller Gestaltungsmöglichkeiten gibt, die je nach Geschmack und Wesen des „Entwerfenden“ stark voneinander abwichen. Am Projekttag im Haus Schminke dienten die Zeichnungen zum Vergleich mit dem Objekt, um so die Besonderheiten der Scharounschen Fassadengestaltung zu erläutern.


2. Durchführung eines Projekttages im Haus Schminke

Zur Durchführung des Projekttages wurde je eine Klasse mit ca. 25 Schülern in das Haus Schminke eingeladen. Die Schüler sollten am Projekttag zunächst mit Hilfe einer PowerPoint-Präsentation mit der Geschichte des Hauses und der Familie vertraut gemacht werden. Durch die vielen Bilder aus dem Nachlass der Schminkes wollten wir den Kindern einen Bezug zur Familie und dem Haus verschaffen. Dabei wurde vor allem Wert auf eine kindgerechte Gestaltung gelegt, die die bewegte Geschichte in kleinen Einzelschritten vorstellt.

Für den zweiten Abschnitt der Projekttage wurde eine interaktive Führung durch das Objekt entwickelt. Dafür wurden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt. Das hatte neben der höheren Effizienz bei der Architekturvermittlung den spannenden Effekt, dass von Scharoun geplante Sichtbeziehungen „automatisch“ wahrgenommen werden konnten.
Im Rahmen dieses Rundgangs wählten wir einzelne Stationen im Haus aus. Dabei nahmen wir immer wieder Bezug auf den schiffsähnlichen Charakter, die Bedeutung des Lichts, sowie die vielen praktischen und auf die Familie zugeschnittenen Details. Um die Benutzung des Hauses durch die Schminkes deutlich zu machen, entwickelten wir für alle Stationen interaktive Elemente, die die Kinder selbst durchführen konnten. Gleichzeitig sollten sie sich durch die Räume bewegen und verschiedene Raumwirkungen ausprobieren.

Die Schüler wurden beispielsweise aufgefordert, heute fehlende Originalmöbel im Raum darzustellen oder, wie die Schminke-Kinder, durch ein kleines Fenster im Spielzimmer in den Garten zu klettern. Neben der Vermittlung der Architektur des Hauses spielten immer wieder auch geschichtliche Aspekte (z.B. Wie wurden um 1930 Lebensmittel aufbewahrt?) und denkmalpflegerische Fragestellungen (Kann man die Farbgestaltung eines Raumes anhand von Schwarz-Weiß-Fotos rekonstruieren?) eine Rolle. Dafür wurden zu den verschiedensten Stationen Fragen und Diskussionsanreize erarbeitet.

Für die anschließende Rekapitulierung des Rundgangs stellten wir Grundrisspläne von Keller, Erd- und Obergeschoss zusammen. Auf diese Pläne sollten die Kinder nach der Führung den Weg durch das Haus einzeichnen. Dabei stand im Vordergrund, das eben im Raum Erlebte auf Papier und damit eine abstrakte Ebene zu übertragen. Die Schüler sollten sich mit der Aufteilung in die einzelnen Geschosse und deren Verbindungen untereinander auseinandersetzen.

Zum dritten Abschnitt der Projekttage wurden ein 3D-Modell und ein Bastelbogen des Hauses entwickelt. Auf diese Weise konnte jedes Kind nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Gebäude ein eigenes, bunt bemaltes Haus Schminke im Maßstab 1:100 mit nach Hause nehmen. In diesem Abschnitt sollte nicht nur die kreative Seite der Kinder gefordert werden, indem sie das Haus nach ihren Vorlieben bemalen durften; auch das dreidimensionale Verständnis für den Raum und den Aufbau des Hauses konnte durch den Bastelbogen geweckt werden. Das Zusammenwirken der einzelnen Bauteile und ihre Abhängigkeit voneinander sollte durch das selbständige Zusammenbauen deutlich werden. Gleichzeitig stellt das Modell ein Vermittlungsinstrument dar: Es erlaubt dem Betrachter, das Haus von allen Seiten zu erfassen und Zusammenhänge sowie Unterschiede der verschiedenen Ansichten zu entdecken.


Jeweils am Ende der Projekttage begann beim gemeinsamen Nudelessen (schließlich war Fritz Schminke Besitzer der „Anker-Nudelfabrik“) die Planung des Präsentationstages.


3. Erarbeitung einer Kinderführung durch das Haus und Veranstalten eines öffentlichen Präsentationstages

Im Rahmen eines Präsentationstages für die Arbeit mit Kindern im Haus Schminke sollte die Aktion „Kinder führen durch den Nudeldampfer“ stattfinden. Als „Nudeldampfer“ bezeichnet der Volksmund umgangssprachlich den Bau des Nudelfabrikanten, der aufgrund seiner äußeren Gestalt tatsächlich stark an ein Schiff erinnert.

Die Idee dazu war entstanden, damit die Kinder ihren Eltern und anderen Gästen das Haus vorstellen und dem Gebäude zu mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit verhelfen könnten. Die Veranstaltung wurde mehrmals in der lokalen Presse angekündigt. Stadtrat, Eltern und das Lehrerkollegium der Grundschule Löbau Ost wurden von uns persönlich eingeladen.

Für die Aktion suchten wir zunächst nach Schülern, die die Führungen an diesem Tag übernehmen wollten. Zur Vorbereitung arbeiteten wir die einzelnen Stationen auf, und sprachen sie mit den Kindern in einer weiteren Vorbereitungsstunde durch. Im Zeitraum zwischen der Vorbesprechung und dem Präsentationstag sollten die Schüler selbständig auswählen, welche Stichpunkte und Aktionen am interessantesten seien und welche sie den Gästen präsentieren wollten. So sollte nicht nur das Projekt vorgestellt werden, vielmehr wurde dadurch deutlich, was die Kinder selbst am meisten faszinierte. Gleichzeitig wurden die gebastelten Modelle der Kinder für eine Ausstellung zusammengetragen.
Neben den Führungen sollte auch die einführende PowerPoint-Präsentation gezeigt werden, um die Besucher mit der Geschichte des Hauses bekannt zu machen. Dies nahmen drei Schülerinnen in Angriff, indem sie den Vortrag auf eigene Idee mit verteilten Rollen hielten.

Am 3. Februar diesen Jahres war es dann endlich so weit. Nach der PowerPoint-Präsentation führten die Projektteams jeweils eine Gruppe von 10-20 Gästen durch das Gebäude und den angrenzenden Garten. Im Laufe des Vormittags wurde dieser Ablauf aufgrund nachrückender Besucher mehrfach wiederholt. Alle Teams gestalteten zwischen 4 und 6 Führungen.
Während der Führungen durch die Kinder wurde deutlich, dass die Vermittlung der Grundzüge moderner Architektur am Objekt außerordentlich gut funktioniert. Logische Abläufe im Haus, der Nutzen diverser Details (z.B. Wäscherutsche vom Schlafgeschoss in den Wäschekeller) erschloss sich den Kindern wie von selbst. Die Vorzüge der Moderne konnten sie auch den Besuchern am Benefiztag anschaulich vermitteln und so Vorurteile abbauen.

Fazit

Auf Grund des großen Erfolges wurde im Anschluss mit der Planung weiterer Kinderführungen durch das Haus begonnen.

 
Projektauslöser/Idee:
Im Sommer 2006 wurden wir im Rahmen eines Workshops auf das Haus aufmerksam.Das Gebäude gilt bis heute als Ikone der modernen Architektur. Die Entwürfe von Hans Scharoun für das Haus Schminke waren sehr genau auf die Bedürfnisse der Familie zugeschnitten. Besonders die vier Kinder erinnern sich, dass sie stets das Gefühl hatten, das Haus sei damals für sie gebaut worden. Die vielen Details, die Scharoun für den Sohn und die drei Töchter einbaute, verleihen dem Haus nicht nur einen unverwechselbaren Charme, sie machen es auch für Kinder besonders interessant. Nachdem Charlotte Schminke nach dem zweiten Weltkrieg selbst nicht mehr im Haus wohnen konnte, übergab sie der Stadt Löbau das Gebäude mit einem Vermächtnis: Kinder sollten stets im Mittelpunkt seiner Nutzung stehen.
Bis 1989 fanden im Haus regelmäßig Schul- und Jugendveranstaltungen statt.
Heute wird dem Vermächtnis von Charlotte Schminke kaum noch Rechnung getragen.
Der Bau ist zwar vorbildlich restauriert und weltbekannt, in der Löbauer Öffentlichkeit ist er jedoch lediglich als Veranstaltungshaus präsent. Der architektonische Wert des Hauses ist nur wenigen bekannt.

Mit diesen Voraussetzungen drängt sich das Konzept zur Vermittlung moderner Architektur und Zeitgeschichte an Kinder geradezu auf. Großen Teilen der Bevölkerung ist die Moderne eher unbekannt. Sie lässt sich mit Hilfe dieses außerordentlichen Beispiels besonders gut vorstellen und vermitteln. Gleichzeitig sind die Kinderführungen eine Teilnutzung, die dem Wunsch und dem Vermächtnis von Frau Schminke gerecht wird.

Zieldefinition

Im Kunstunterricht spielt moderne Architektur kaum eine Rolle. Obwohl jeder Mensch permanent mit neu gebauter Umwelt konfrontiert wird, besitzen nur wenige die bildungstheoretischen Hintergründe zur ästhetischen Beurteilung moderner Gebäude. Dies stellt ein Bildungsdefizit dar, das seit Jahren von den Bundesarchitektenkammern bedauert wird.

Aus dieser Problemanalyse entwickelten sich drei Zielstellungen:
1. Die Vermittlung der Ideen des „Neuen Bauens“ an Kinder direkt im Haus Schminke
2. Die Reflexion des Gelernten im Rahmen einer Architekturführung, die sich die Kinder selbst erarbeiten
3. Die Verbesserung der Wahrnehmung des Hauses in der Löbauer Öffentlichkeit durch das Schulprojekt, Anregung weiterer Schulprojekte

 
Projektentwicklung:
Kontaktaufnahme und Organisation:
In einem ersten Schritt stellten wir den Kontakt zum Haus Schminke und der Stadt Löbau her.
Der Bürgermeister Guido Storch ist dem Gebäude selbst sehr verbunden. Er vermittelte uns an Katrin Schenk, die Leiterin des Hauses. Schon nach einer kurzen Projektvorstellung waren wir uns über eine Zusammenarbeit einig und begannen mit der konkreten Planung. Der Kontakt zur Grundschule Löbau-Ost kam schließlich durch Frau Schenk zustande. Die Teilnahme am Wettbewerb begeisterte die damalige Direktorin Frau Diesner zusätzlich für die Zusammenarbeit. Der Kunstlehrer der vierten Klassen Torsten Kyau konnte schnell für das Projekt gewonnen werden. Da die Projekttage innerhalb des Schulbetriebs stattfinden sollten, musste ein genauer Zeitplan mit Herrn Kyau aufgestellt werden. Dazu gehörten auch die Versorgung der Schüler und die Organisation von Hin- und Rückweg.
Zur Vorbereitung des darauf folgenden Präsentationstages wurde die lokale Presse eingeschaltet, Bürgermeister und Stadtrat erhielten eine persönliche Einladung.
 
Besonderheiten:
Entgegen dem landläufigen Vorurteil, dass moderne Architektur nur von entsprechend ausgebildeten Experten verstanden werden kann, beweist dieses Projekt, das in der konkreten Beschäftigung mit einem solchen Bau ein großes Potential liegt. Die Kinder verstanden außerordentlich schnell, was die Genialität des Gebäudes ausmacht und waren von Anfang an mit Begeisterung dabei.

Das abwechslungsreiche Konzept garantiert, dass durch die unterschiedlichen Abschnitte auch die verschiedenen Fähigkeiten und Interessen der Kinder angesprochen werden. Das Konzept basiert daher auf drei Grundprinzipien: INTERAKTIV, LEBENSNAH und NACHHALTIG. Die Interaktivität der Führungen wird mit einer möglichst lebensnahen Vermittlung durch die vielen Eindrücke und Bilder der Familie verknüpft. Die Nachhaltigkeit ist durch das Modell gewährleistet, welches die Kinder im Anschluss mit nach Hause nehmen konnten.

Gleichzeitig wurden die Kinder mit aktuellen Fragen der Denkmalpflege konfrontiert, und sie wurden schließlich selbst zu Akteuren, die zur Belebung des Denkmals einen entscheidenden Beitrag leisten konnten. Durch die von den Kindern selbst gestaltete Architekturführung wurde eine breite Öffentlichkeit auf das Haus aufmerksam und es gelang, die Besucher, die sich sonst nie mit der Moderne auseinandergesetzt hätten, von der Schönheit des Baus zu überzeugen.
In der sonst strukturschwachen Region um Löbau spielt die Existenz eines solchen Denkmals eine wichtige Rolle für die touristische Entwicklung. Ein erster Schritt konnte nun mit diesem Projekt getan werden. Das Engagement der Kinder geht so weit, dass Wiederholungen der Kinderführungen im Haus bereits geplant sind. Der gesamte Projektablauf bildet für weitere Veranstaltungen mit Kindern und Schülern aller Altersgruppen im Haus Schminke eine Initialzündung, was ganz im Sinne der ehemaligen Hausherrin Charlotte Schminke gewesen wäre.

 
Probleme und Lösungen:
Vor allem auf Grund der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Schule und dem Haus Schminke traten im gesamten Prozess kaum Probleme oder Schwierigkeiten auf. Die aufwändige Finanzierung eines solchen Projektes konnte umgangen werden, da sich alle Beteiligten ehrenamtlich engagierten. Es war Teil des gesamten Konzepts, die Durchführung möglichst kostengünstig zu planen, um keine öffentlichen Mittel in Anspruch zu nehmen.
 
Anekdotisches:
Die Begeisterung der Kinder für das Haus bestätigte unser Konzept maßgeblich. So gibt es in der Küche des Hauses, welche ganz im Zeichen der Moderne und der praktisch geplanten „Frankfurter Küche“ steht, eine Durchreiche ins Anrichtezimmer. Nachdem wir die Details der Küche in den Führungen mit den Kindern vorgestellt und ausprobiert hatten, kamen die Kinder selbst auf eine einleuchtende Idee: Sie wollten ihr Mittagessen unbedingt an der beschriebenen Durchreiche in Empfang nehmen. Dazu stellten sie sich schließlich in einer langen Reihe ordentlich an, um einer nach dem anderen bedient zu werden. Das Verständnis der Kinder für architektonische Details und deren Bedeutung, sowie der Wunsch, diese selbst auszuprobieren und zu benutzen, haben uns in solchen Situationen besonders viel Spaß gemacht.
Am zweiten Projekttag baten die Schüler darum, sich im Gästebuch des Haus Schminke eintragen zu dürfen. Die Einträge vermitteln uns im Nachhinein, wie der Tag auf die Kinder gewirkt und welche Eindrücke er hinterlassen hat.

„Hallo Haus Schminke
Es war toll und ich hatte hier sehr viel spaß. Ich fand am tollsten das Basteln und den Rundgang. Aber was ich am tollsten fand war das wo wir rausgegangen sind.“

„Es war schön am meisten hat mir gefallen hat (durchgestrichen) das wir durchs ganze Haus geführt wurden und dass wir das haus basteln dürfen.“
(darunter Gesicht mit Sprechblase und dem Ausspruch „cool!“)

„Hier bei euch hat es mir sehr gut gefallen aber was ich ganz toll fand war das, das der See zugeschüttet war. Und euer Keller wo ganz viel altes zeug ist das finde ich so toll ich habe noch nie eine alte Lampe oder alte Zimmer gesehen. Ich war mit meinen Opa hir und habe Briffmarken verkauft. Es hat mir viel spass gemacht viele erfolg und vergnügen hir in der Vila Schminke“

In der Vorbereitung zu unserem Präsentationstag unter dem Motto „Kinder führen durch den Nudeldampfer“ freuten sich die Kinder ganz besonders darauf, den Bürgermeister durch das Haus zu führen. Dabei ist wohl ausschlaggebend, dass die Schüler bei den Erwachsenen die gleichen interaktiven Elemente unserer Führung einbringen sollten. Der Gedanke, den Bürgermeister beim Rundgang durch das Fenster im Kinderspielzimmer klettern zu lassen, sorgte für viel Gelächter und Vorfreude.

Auch auf die erwachsenen Gäste hat das Haus einen bleibenden Eindruck hinterlassen: "Ich traue mich gar nicht nach Hause, weil ich bestimmt die Wäscherutsche für meine Frau nachbauen muss" sagte einer der Väter.