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öffentlicher Auftritt einer Kooperationspartnerschaft
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1. Intensivprogramm in Peseckendorf
KLaTSch! Kulturelles Lernen an (Off) Theatern und Schulen in Sachsen-Anhalt
 
Schule:
Kooperationsprojekt Schulen und Freie Theater in Sachsen-Anhalt
Schulen:
Elisabeth-Gymnasium Halle;Grundschule Süderstadt Quedlinburg; Friedengymnasium Halle;Martin Luther Gymnasium Wittenberg;Ganztagsschule “Johannes Gutenberg” Wolmirstedt; Hegel-

Gymnasien; Grundschulen; Sonderschulen
 
Kooperationspartner:
Theater Apron Halle;Cirquˆonflexe Figurentheater;Theatrale - Die Freien Komödianten Halle;Kur -Theater Bad Schmiedeberg;Hechtsprung Magdeburg e.V.;Poetenpack e.V.Magdeburg;Ensemble Theatrum Hohenerxleben;Kurtheater Bitterfeld e.V. dessau;Krimmelmokel – Puppentheater Magdeburg; Theater Provinz Kosmos e.V.Dessau;ARENA – Bewegungstheater Halle
 
Beteiligte Schüler:
ca. 150 Schüler aus 11 Schulen
150 Schüler von 7 bis 18 Jahren
 
Beteiligte Lehrkräfte:
2004 11 LehrerInnen (Begleiter der Gruppen)
2005 13 LehrerInnen
Deutsch; Kunst
 
Stundenvolumen:
Das Projekt begann im April 2004.
- in 2004 standen pro Schule und Theater 32 Workshopzeitstunden im Basisprogramm und für vier Schulen weitere 24 Zeitstunden zur Verfügung
insgesamt: 448 Workshopstunden
- in 2005 stehen 34 Workshopzeitstunden für 13 Schulen und Theater zur Verfügung und für 8 Schulen zusätzlich 192 Workshopstunden im Intensivprogramm
- insgesamt: 640 Workshopstunden
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
KLaTSch! Kulturelles Lernen an (Off) Theatern und Schulen in Sachsen-Anhalt

Eine gedruckte Dokumentation mit Fotos der einzelnen Kooperationen des ersten Jahres liegt vor. Weiterhin steht Filmmaterial des 1. Intensivprogramms zur Verfügung.

Bei KLaTSch! handelt es sich um ein bundesweit einzigartiges Projekt, bei dem es darum geht, über die Jahre 2004 - 2006 Partnerschaften zwischen Schulen und freien Theatern in ganz Sachsen-Anhalt zu etablieren.
Das Modellprojekt „KLaTSch!“ schafft Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Theater als vielfältiges Medium. Über den ganz persönlichen Kontakt zwischen je einer Schule und einem Theaterensemble sollen Kinder und Jugendliche den Theaterbetrieb in seiner Komplexität kennen lernen. Ein zentraler Aspekt dieser engen Partnerschaft beruht auf der Förderung eines lebendigen Austausches zwischen den jeweiligen Schülern einer Schule und den Theaterleuten einer konkreten Bühne. Die Schüler sollen den Theaterbetrieb hautnah erfahren. Der Antrieb für eine eigene, aktive Beschäftigung junger Menschen mit dem Theater wird erst durch einen sinnlich-erfahrbaren Zugang möglich. Den Schülerinnen und Schülern werden neue Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten eröffnet und ein Einblick in das konkrete Bühnengeschehen, in Inszenierungsvorgänge und dramaturgische Arbeiten, in die handwerklich-technischen Bereiche, in die Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation gewährt.
Die Öffnung der Schule für eine Kooperation nach außen wie auch der Austausch mit Kindern und Jugendlichen innerhalb des Theaters können beide Seiten zu neuen Standpunkten ermutigen und interessante Synergien freisetzen. Vielfältige öffentliche Handlungskonzepte werden erprobt und erweitern so das Spektrum situationsadäquater Handlungsmöglichkeiten beträchtlich. Neben den verpflichtenden Elementen, wie gemeinschaftliches Handeln, Teamfähigkeit und Empathie, bleibt auch für Kreativität und Phantasie noch genügend Freiraum. So kann das Projekt in seiner intensiven Form nicht unerheblich zur Persönlichkeitsbildung beitragen.

Das Projekt ist in Basis- und Intensivprogramm gegliedert und will somit unterschiedlichen Bedürfnissen der Kooperationen nachgehen.
Im Basisprogramm arbeiten die geschlossenen Kooperationen jeweils vor Ort in regelmässigen Workshops an einem konkreten Thema mit dem Ziel einer Präsentation. Die Konzentration liegt hierbei auf der Arbeit zwischen einem Theater und einer Schule.
Im Intensivprogramm, an dem maximal fünf Kooperationen teilnehmen, wird die Arbeit aus dem Basisprogramm vertieft.
Ein Schwerpunkt und wesentliches Anliegen von KLaTSch! ist die Wahrnehmung aller Beteiligten. Der intensive Erfahrungsaustausch dient der Reflexion und Diskussion über die jeweiligen Anliegen der Theatergruppen und die Darstellungsweisen als Bereicherung für die Weiterarbeit.

Neben vielfältigen Möglichkeiten der Vernetzung untereinander bietet diese Vorgehensweise ungeachtet der Prämisse begrenzter Mittel den Vorteil, sowohl in der Breite (landesweit bis 14 Teilprojekte) als auch in der Tiefe (4-5 Intensiv-Kooperationen) erstrebenswerte und wichtige Resultate zu erzielen. Damit wird es im Rahmen dieses Modellprojekts möglich, landesweite Strukturen von Schulen, Schüler-Theatern und Freien Bühnen zu entwickeln, aufzubauen, zu fördern und nachhaltig zu unterstützen.


Das Basisprogramm

Das Basisprogramm bildet den Kern des Gesamtprojektes. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung praktischer Fähig- und Fertigkeiten der Darstellenden Kunst in der Schule. Darüber hinaus begleitet ein Informationsaustausch zwischen freien Theatern und Schulen bzw. Schülern die gesamte Arbeitsphase. Schulen und ihre Schüler sollen über die kulturellen Angebote der freien Theatergruppen umfangreich informiert werden und die Arbeit der Theater kennen lernen. Dies soll auch die Auseinandersetzung mit dem Theater innerhalb der schulischen Lehrangebote fördern und erweitern. Hierzu ist eine präzise inhaltliche Abstimmung zwischen Schulen und Theatern vonnöten.
Die bedeutsamsten inhaltlichen Aspekte sind neben der Vermittlung schauspielerischen Grundlagenwissens und dem Vergleich der verschiedenen Theatergenres auch die „technischen“ Hintergründe und die Organisation von Theatern und Ensembles. Es werden die vielfältigen Berufsbilder des Theaterbetriebes vorgestellt – sowohl die künstlerisch-kreativen als auch die handwerklichen. Insofern ermöglicht das Basisprogramm die Vermittlung eines Grundstocks an Wissen über den Theaterbetrieb. Ein zusätzlicher, ebenfalls anstrebenswerter Effekt ist die grundsätzliche Steigerung der Beteiligung von Schülern an den kulturellen Angeboten der freien Theater.

Mit dem Auftakttreffen am 15. April 2004 haben die Kooperationspartner nach und nach ihre Arbeit vor Ort aufgenommen und diese konkretisiert. Die Theater haben als Grundlage des Kooperationsvertrages ein Konzept ihrer inhaltlichen Workshoparbeit mit den Schülern vorgelegt. Es bildet die Grundlage für die Arbeit im Basisprogramm und wird anhand der Erfahrungen aus der ersten Projektphase durch ständige Kommunikation und Reflexion konkretisiert und überprüft. Daran ausgerichtet wird die praktische Arbeit im Jahr 2005 fortgesetzt. Die überwiegende Anzahl der Projekte strebt eine erste Präsentation der Arbeitsergebnisse mit Ende des Schuljahres 2005 an. Die einzelnen Inszenierungen werden am jeweiligen Ort aufgeführt und somit einem breiten Publikum präsentiert.
Mit Beginn des neuen Schuljahres 2005/2006 wird dann in der bestehenden Kooperation an einem neuen Thema gearbeitet, welches sich ebenfalls über den Zeitraum eines Schuljahres erstrecken wird. Diese Arbeit wird dann mit Abschluss des Modellprojektes im Jahr 2006 zur Aufführung gebracht. Das Jahr 2005 wird sich somit zu der arbeitsintensivsten Phase entwickeln.


Das Intensivprogramm

Die inhaltlichen Grundsätze des Basisprogrammes dienen als Ausgangsformulierungen für das erweiterte Programm, das Intensivprogramm. Wesentliche Zielstellungen des Basisprogramms fließen in die vertiefende Phase ein.
Vier bis fünf Kooperationen arbeiten über das Basisprogramm vor Ort hinaus in einer intensiven Phase der praktischen Arbeit und Begegnung mit anderen Kooperationen.
Das Intensivprogramm findet jeweils an drei bis vier Tagen an einem zentralen Ort in der Jugendbildungsstätte des Paritätischen Wohlfahrtverbandes Sachsen-Anhalt in Peseckendorf statt.
Die erste Begegnung wurde im Oktober 2004 durchgeführt. Im Jahr 2005 sind zwei Intensiv-Treffen a 3 Tage geplant.

Die Auftaktveranstaltung vom 4.-6. Oktober 2004 diente der Weiterführung der begonnenen inhaltlichen Arbeit aus dem Basisprogramm oder einem intensiven Beginn der Projektarbeit. Darüber hinaus sind die Begegnungen mit anderen Kooperationen ein wesentlicher Schwerpunkt des Intensivprogramms. In Foren, informellen Gesprächsrunden & gemeinsamen Aktionen begegneten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen und traten somit in einen regen Erfahrungsaustausch über die einzelnen Theaterprojekte. Die gewonnenen Impulse dienen der Weiterarbeit vor Ort und sollen dem Prozess der Auseinandersetzung mit der Theaterkunst neuen Auftrieb geben. Gleichfalls hat sich das Anliegen nach einem fachlichen Austausch der Freien Theater untereinander und des Projektträgers bewährt. In den Foren wurden Anregungen für die weitere Konzeptentwicklung gegeben und die Position der Freien Theater in Sachsen-Anhalt in Ansätzen diskutiert.

 
Projektauslöser/Idee:
Projektauslöser war der Wunsch einer Vernetzung von freien Theaterensembles mit und ohne feste Spielstätte und Schulen des Landes.
Das Näherbringen der freien Theaterarbeit mit allen Facetten, also auch über die darstellende Kunst hinaus, angefangen vom Spiel über beispielsweise Puppenbau und Managent bis hin zu technischen Gestaltung einer Inszenierung.
 
Projektentwicklung:
Januar 2004
Ausschreibungen werden an Schulen und Theater gesandt

Februar 2004
Aufnahme der Projektkoordination durch eine freie Mitarbeiterin beim LanZe e.V.
(15 h pro Woche)
Hindernisse bei der Umsetzung des Projektes:
• Umstrukturierung der Schulverwaltung und Schulen, so dass Schulen schlechter erreichbar sind bzw. andere Interessenschwerpunkte gesetzt werden
Folgerung:
• Bewerbungsschluss vom 28.02.04 wird verlängert
• Intensive Recherche an Schulen und Theater

15.04.2004
Auftaktveranstaltung in Magdeburg
• Startschuss zunächst für 5 Kooperationen
• Infos für potentielle Kooperationspartner

Fortführung der Recherche nach potentiellen Kooperationspartnern
Kooperationsverträge / Beratung für die bestehenden Kooperationen
Ergebnis:
3 weitere Kooperationspartner sind in Verhandlung
offen: Durchführung des Intensivprogramms

Koordinatorinnenwechsel ab 07/2004, aufgrund beruflicher Veränderung

Hindernisse bei der Umsetzung des Projektes:
• Teilnehmerbeiträge stellen für Schulen ein Problem dar
• Erreichbarkeit von zuständigen LehrerInnen und den Eltern
• Interessierte Schulen werden geschlossen
• unterschiedliche Erwartungshaltungen
Folgerung:
intensivere, individuelle Beratung, detaillierte Infos über Möglichkeiten der Finanzierung

Schlussfolgerung:
"Schule darf für Schüler und Eltern nichts kosten."
Folgerung:
verstärkte schriftliche Transparenz unserer Leistungen und der finanziellen Komponenten für Eltern und LehrerInnen (stärkerer Einbezug der Eltern)


Herausgabe des ersten Newsletters

Oktober 2004
1. Intensivprogramm in Peseckendorf
Auswertung des Intensivprogramm
Beginn der Evaluation und Dokumentation des Gesamtprojektes

11 geschlossene Kooperationen
Gestaltung von Elternabenden
Erkenntnis:
Eltern/LehrerInnen erhalten besseren Überblick; können direkt Fragen stellen; können von der Wichtigkeit des Projektes besser überzeugt werden

Vorortbesuche der Kooperationen (Begutachtung der inhaltlichen Arbeit der Theater, Fotodokumentation, Gespräche mit den Kooperationen)
Erkenntnis:
Vorortbesuche sind für die Kooperationen wichtig. Sie brauchen das Interesse und wünschen die Überprüfung der geleisteten Arbeit durch den Projektträger.
Kommunikation: Kooperationen haben oft keine Zeit, anzurufen oder einen Brief zu schreiben, wenn es Probleme gibt (oder halten diese für nichtig). Sie brauchen manchmal einen vermittelnden Partner.
Folgerung:
Angebot: Krisenmanagement

Dezember 2004

Herausgabe des zweiten Newsletters

Vorbereitung und Durchführung der Dokumentation und Evaluation des Projektes

Ziel für 2005:
Abschluss von mind. zwei weiteren Kooperationen
(abhängig von einer intensiven Betreuung sowie von der finanziellen Ausstattung des Projektes)

 
Besonderheiten:
Drei wesentliche Kriterien stellen die Besonderheit des Projektes dar:
1.) die Einbindung Freier Theater in Sachsen-Anhalt in das Projekt,
2. das landesweite Wirken,
3. der hohe Austauschcharakter.

Das Ziel und eine besondere Herausforderung:
zwei sehr unterschiedliche Wirkungs- und Lebensbereiche über einen intensiven Austausch in eine stabile längerfristige Kooperation zusammenführen.

 
Probleme und Lösungen:
siehe Projektentwicklung
 
Anekdotisches:
Das 1. Intensivprogramm des Projektes wurde im Oktober 2004 in der Jugendbildungsstätte Peseckendorf durchgeführt.
Die Eröffnungsveranstaltung am ersten Tag wurde vom Landeszentrum "Spiel & Theater" gestaltet. Unter anderem war ein Vertreter des Kultusministerium für kurze Begrüßungsworte an die Teilnehmer geladen. Ein Mädchen der Astrid-Lindgren-Schule aus Halle (Schule für geistig behinderte Menschen) konnte die Zusammenarbeit mit Ihrem Kooperationstheater nicht erwarten und rief laut in die Runde: "Jetzt kommt der Schauspieler (gemeint war der Vertreter des Ministerium, der soeben mit seiner Rede beginnen wollte) und danach machen wir Theater" .