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Kurzbiografie:Hubertus Gojowzcyk
Doppelprojekt zur Renovierung der abgebrannten Schule: Verhüllung eines Denkmals zur Enthüllung / Deckentexte - Textdecken
 
Schule:
Fichte-Gymnasium
Lindenstr.52
47798 Krefeld
Telefon:02151/8466-0
Telefax:02151/8466-84
Homepage: www.fichte.de


Gymnasium
 
Kooperationspartner:
Zwei Krefelder Künstler:
Karin Planker

Hubertus Gojowczyk

 
Beteiligte Schüler:
insgesamt 20
Kunst-AG: Klasse 5 bis 7
Projekt-AG: Oberstufe , Jg. 11-13
 
Beteiligte Lehrkräfte:
2Fächer: Kunst, Deutsch, Geschichte
 
Stundenvolumen:
Projekt 1: 2 Stunden pro Woche während des gesamten Schuljahres
Projekt 2 : noch in Planung: ca. 20 Ustd.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Vorstellung und Kurzbeschreibung des Projektes
Projekt 1 Verhüllung zur Enthüllung eines Denkmals

Zur Wiedereröffnung der durch die Brandkatastrophe im Februar 2003 zerstörten Gebäudeteile des Fichte-Gymnasiums Krefeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Kunst-AG unter der Leitung von Marion Schulz-Staufenbiel und der Krefelder Künstlerin Karin Planker etwas Besonderes ausgedacht. Die denkmalgeschützte Fassade des Schulgebäudes machte im September 2004 durch eine „ malerische Verhüllung“ auf die Wiederinbetriebnahme der renovierten Gebäudeteile aufmerksam. 50 Einzelkunstwerke der Schülerinnen und Schüler, durch Schnüre zu einem Gesamtkunstwerk verbunden, präsentierten bildnerisch Szenerien von der Zerstörung des Schulgebäudes durch den verheerenden Brand, über einzelne Schritte der Restaurierung bis hin zur kompletten Wiederherstellung des Denkmals.
Grundlage dieser künstlerischen Arbeiten waren Fotografien, die computertechnisch bearbeitet und später auf Leinwand zwecks malerischer Gestaltung in Acryl projiziert wurden. Die Leinwände stellten überwiegend das Ergebnis einer Gruppen- bzw. Partnerarbeit von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangstufen 5 bis 7 dar.
Jede Leinwand dieses Gesamtkunstwerkes präsentierte sich als Unikat, das oftmals den ganz individuellen Duktus der „kleinen Künstler“, den sie während eines Schuljahres in der Acryltechnik entwickelt hatten, offen legte. Die Kunstwerke konnten käuflich erworben werden. Der Erlös der Leinwände diente der Anschaffung von noch fehlenden Unterrichtsmaterialien und Einrichtungsgegenständen für den Kunstunterricht.


Projekt 2 Deckentexte - Textdecken

Durch den verheerenden Brand am Fichte-Gymnasium im Februar 2003 wurde auch das von vielen Seiten sehr geschätzte Kunstwerk des renommierten Künstlers Hubertus Gojowczyk komplett zerstört. Hubertus Gojowczyk hatte 1997 im Rahmen eines Kunstschulfestes mit einigen Schülern zusammen den sogenannten „Bücherhimmel“ an der Decke des Treppenhauses 4 auf der 1. Etage installiert.

Das neu geplante Projekt, das voraussichtlich im März 2005 durchgeführt wird ( die Fotodokumentation wird nachgereicht) stellt eine Weiterentwicklung des „alten Bücherhimmels“ dar. Aus der Buchbindung gelöste Doppelblätter werden an Decken in drei Räumen des nunmehr wieder restaurierten Gebäudes installiert. Ausgeführt wird dieses Projekt durch Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II der Kunst-AG in direkter Zusammenarbeit mit dem Künstler. Im folgenden die Projektbeschreibung des Künstlers:

 
Projektauslöser/Idee:
Projektauslöser/Idee

Projekt 1

Der Anlass zu diesem Projekt bestand in dem verheerenden Brand, der im Februar 2003 große Teile der unter Denkmalschutz stehenden Fichte-Schule, gegründet 1851, vollkommen zerstörte. Die Reaktion der Schülerinnen und Schüler, des Kollegiums und der Elternschaft reichte von starker emotionaler Betroffenheit, großer Besorgnis bis zur sofortigen Einleitung von Hilfsaktionen zum Wiederaufbau der Schule. Der Künstlerin Karin Planker, seit vielen Jahren in der Elternschaft des Fichte-Gymnasiums aktiv, kam sogleich die Idee zur Umsetzung eines großen Kunstprojektes. Sie dachte an eine kunstvolle Verhüllung zur Enthüllung des restaurierten Denkmals.


Projekt 2

Erneut war der zerstörerische Brand des Fichte-Gymnasiums Anlass für ein künstlerisches Projekt. Zum einen soll ein sehr geschätztes Schüler-Künstler-Kunstwerk, das durch den Brand völlig zerstört wurde, neu aufgelegt werden, zum anderen soll eine Geräuschdämmung in den Schüleraufenthaltsräumen und in der Cafeteria erzielt werden. Die verbesserungswürdige Raumakustik und die Kälte, die die neuen Räume teilweise noch ausstrahlen , veranlassten Schülerinnen und Schüler, sich Gedanken über eine Verbesserung zu machen. Da sie auf jeden Fall das verlorengegangene Kunstwerk des Künstlers Hubertus Gojowczyk ersetzen wollten, wandten sie sich an ihre Kunsterzieherin Marion Schulz-Staufenbiel, die den Kontakt zum Künstler herstellte. Hubertus Gojowczyk war sofort bereit, eine neues Kunstprojekt mit den Schülern zu planen.

 
Projektentwicklung:
Projektentwicklung

Projekt 1

Die Künstlerin Karin Planker stellte ihre Idee der Kunstpädagogin und Leiterin der Kunst-AG am Fichte-Gymnasium, Marion Schulz-Staufenbiel, mit der sie schon mehrere große Kunstaktionen erfolgreich realisiert hatte, vor. Gemeinsam erarbeiteten sie die Konzeption und Möglichkeiten der Realisation in der Kunst-AG, in der 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 arbeiteten. Marion Schulz-Staufenbiel erhielt die Sondergenehmigung, um in der Bauruine Fotografien zu erstellen ( für die Schülerinnen und Schüler war das Betreten aus versicherungstechnischen Gründen nicht gestattet ). Marion Schulz-Staufenbiel bearbeitete die digitalen Fotos mit einem Fotoprogramm am PC. Da sämtliche Computer der Schule und auch die Medienräume abgebrannt waren, war in dieser ersten Phase des Projektes leider keine Beteiligung der Schülerinnen und Schüler möglich. Diese setzte erst bei der Betrachtung und Auswahl der bearbeiteten Fotos ein. Jede Schülerin, jeder Schüler suchte sich ein Foto aus, das ihr/ihm besonders gut gefiel oder zudem sie/er eine besondere Beziehung empfand ( etwa ehemaliger Klassenraum etc.). Diese fotografischen Vorlagen wurden auf Leinwände in der Größe 80 x 100 cm projiziert und mittels farbiger Kreide von den Schülerinnen und Schülern grob vorgezeichnet. Die eigentlich kreative Arbeit der Schülerinnen und Schüler setzte nun ein. Unter Anleitung der Künstlerin Karin Planker wurden sie in das Malen und Mischen von Acrylfarben auf Leinwand eingeführt. Dabei war zu konstatieren, dass jede Schülerin, jeder Schüler seinen sehr individuellen Duktus während des Schuljahres entwickelte.

Projekt 2

Der Künstler Hubertus Gojowczyk plante Deckeninstallationen für 3 Räume des restaurierten Gebäudes, für die Cafeteria, für den angrenzenden Verkaufsraum sowie für den Geschichts- und Archivraum des Selbstlernzentrums. Die Vorschläge wurden mit Frau Schulz-Staufenbiel und den Schülerinnen und Schülern diskutiert. Den Schülerinnen und Schülern gefiel besonders die mathematisch-physikalisch ausgerichtete Hängung, die den Bezug zum ehemals mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt der Schule symbolisiert. Mit der künstlerischen Form der Realisation wird der künstlerische Aspekt betont, ein Hinweis auf das zweite Standbein der Schule im musischen Bereich, das sich vor einigen Jahren etabliert hat. Für die Schülerinnen und Schüler stand sogleich fest, dass nur Schulbücher zur Realisation genutzt werden dürfen, die thematisch die Nutzung der Räume wiederspiegeln.

 
Besonderheiten:
Besonderheiten/Charakteristika

Projekt 1

Der Anlass zu diesem Projekt war sicher ein ganz besonderer; denn wer erlebt schon als Schüler, Lehrer oder Erziehungsberechtigter, dass eine Schule in große Teilen abbrennt, so dass ein und ein halbes Jahre lang nur in und mit Provisorien unterrichtet werden konnte. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine wichtige Erfahrung in der Kompensation dieses „Schockerlebnisses“. Farben und Duktus der einzelnen Kunstwerke spiegeln die Ängste, die starke Betroffenheit, später aber auch in der Phase des Wiederaufbaus ihre Hoffnung und Freude wieder. Sie hatten die einmalige Gelegenheit, über ein Jahr hindurch mit einer erfahrenen und erfolgreichen Künstlerin eng zusammenzuarbeiten und dabei mit Problemen der Acrylmalerei und deren Lösungen konfrontiert zu werden, Aspekte und Möglichkeiten der Malerei kennenzulernen, die im normalen Kunstunterricht nicht vermittelt werden können. Die Künstlerin gewährte den Schülerinnen und Schülern außerdem Einblick in ihre eigene künstlerische Arbeit, die sie z.B. beim Besuch ihres Ateliers erfahren konnten.


Projekt 2
Für die Schülerinnen und Schüler der Kunst-AG der Sekundarstufe II war es ein besonderes Erlebnis , mit einem über die Grenzen Deutschlands hinweg bekannten Künstler gemeinsam zu planen und diese Planungen nun in Kürze in die Realität umzusetzen. Das Besondere an dieser Kunstaktion ist das Material: die Bücher, aus denen die Schülerinnen und Schüler ihren Lernstoff beziehen, werden unter größter Sorgfalt auseinandergenommen ( diese Handlung des Auseinandernehmens von Büchern hat schon an sich den Charakter einer Kunstaktion), sie werden ihrer Lesbarkeit beraubt und erhalten eine Neudefinition ,Transformation. Das ausschließlich intellektuell zugängliche Medium Buch wird in einen neuen bildkünstlerischen Zusammenhang gestellt, der sich vor allem an den Betrachter von Kunstwerken richtet.

 
Probleme und Lösungen:
Probleme/Lösungen

Projekt 1

Die Finanzierung des Projektes erwies sich zunächst als schwierig. Da die Spendenbereitschaft der Eltern und vieler Betroffener in der Stadt Krefeld jedoch groß war, konnten die benötigten Materialien zur Realisation angeschafft werden.
Die Bemalung der Leinwände war zunächst nur als Partner- bzw. Gruppenarbeit gedacht, da es sich bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern um noch sehr junge Teilnehmer an diesem Projekt handelte. Gruppendynamsiche Prozesse wurden in Gang gesetzt, Einigungen erzielt oder aber auch nicht. Als äußerst schwierig erwies sich die Angleichung der unterschiedlichen Dukti auf einer Leinwand. Die Schülerinnen und Schüler hatten sehr schnell erkannt, dass , um ein Bild zur harmonischen Einheit zu führen, die individuelle Eigenart eines jeden „Künstlers“ in den Hintergrund treten musste. Einige Gruppen entwickelten ein Team, das erfolgreich gemeinsam ihre Planungen realisieren konnte, andere Schülerinnen und Schüler bevorzugten dann doch lieber die Einzelarbeit an der großen Leinwand.

Projekt 2

Aussagen hierzu können erst nach der Realisation gemacht werden und werden nachgereicht.

 
Anekdotisches: