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Kreatives Arbeiten in den Werkstätten
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Szenen des Theaterstücks
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Szenen und Musik des Theaterstückes
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Probenbilder und After-Show-Bilder
Helmholtz Oper - Auf der Suche nach der eigenen Identität
 
Schule:
Hermann-von-Helmholtz-Schule
Wutzkyallee 68-78
12353 Berlin
Tel.:030/609 71 70
Fax 609 71 738
www.hermann-von-helmholtz-schule.de


Gesamtschule
 
Kooperationspartner:
1. TUSCH Berlin/Theater Strahl:

Alfred Hartung, Schauspieler,
Karen Giese, Theaterpädagogische Leitung
Martin-Luther-Straße 77, 10825 Berlin
Tel.:030/695 99 222


2. Künstler und Neuköllner Schulen:

Evi Wiedemann, Bühnenbildnerin,
Schönhauser Allee 135
10437 Berlin
0172-2345586
evilala@yahoo.de

Dirk Schulz, Regisseur
Pillauer Str. 7
10243 Berlin
0172-40 67 202
dierk.schulz@googlemail.com

 
Beteiligte Schüler:
160
Wahlpflicht Darstellendes Spiel Jg. 9/10
Wahlpflicht Bildende Kunst Jg. 7/8/10
Wahlpflicht Musik Jg. 9 und 10
Wahlpflicht Arbeitslehre Jg. 7
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Maggie Krämer (DS,BK)Gundula Elstermann (DS)Gabi Schmucker (BK) Sefanie Geddes (BK)Imken Osburg (BK)Johannes Thiem (Mu)Holger Weigel (Al)
 
Stundenvolumen:
Zeitplanung:
Das Projekt begann im August 2008 und wurde zuerst ausschließlich im Rahmen des regulären Unterrichts durchgeführt. In den Wahlpflichtkursen wurde wöchentlich je nach der Jahrgangsstufe drei- oder vierstündig geprobt, entworfen, gemalt und musiziert.

Außerdem gab es eine 7-tägige Intensivprobezeit vor der Premiere in der Schule am 14. Februar 2008 (Valentinstag) und der Vormittagsaufführung am 15. Februar. Geplant ist eine weitere
2-tägige Intensivpobezeit vor einer außerschulischen Aufführung im Rahmen der TUSCH-Festwoche im Podewil (Berlin/Mitte) am 12. März 2008.

Die "heiße Phase" begann im November 2007. Ab dem Zeitpunkt traf sich das Team mit den beiden Künstlern, dem Regisseur Dirk Schulz und der Bühnenbildnerin Evi Wiedemann wöchentlich. Diese Sitzungen dienten in erste Linie dem Zusammentragen der erfahrenen Erlebnisse aus den einzelnen Werkstätten. Weiterhin nutzten wir diese sehr intensive Zeit für Planungen und Organisation. Schon bald stellte sich heraus, dass diese Treffen für unsere umfangreiche Projektarbeit unverzichtbar, und sehr bereichernd für uns alle waren. Zahlreicher
E-Mail-Austausch ergänzte die Kommunikation. Toll, dass wir diese Technikmöglichkeiten zur Verfügung hatten. Es erleichterte den Austausch ungemein. Die Gesamtstundenzahl lässt sich daher kaum ermitteln. Auch unsere Schülerinnen und Schüler trafen sich in ihren Freistunden, Mittagspausen und auch zum Schluss oft Nachmittag. Zum Beispiel, um ihre Tänze (Battles), die sie vollkommen selbständig erarbeitete einzuüben oder ihre Texte für ihre Szenen zu perfektionieren.
In den letzten Wochen vor der Aufführung war wieder diese positive Atmosphäre zu spüren. Offensichtlich hatte es etwas mit der zunehmenden Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit ihrem Projekt zu tun. Täglich bekamen wir Anfragen von Schülern, die nicht am Projekt beteiligt waren, die uns einen Tanz oder ein Lied vorführen wollten, um sich damit für das Projekt zu qualifizieren. Wir sind als Schule zu einer großen Gemeinschaft zusammengewachsen, die nun ein gemeinsames Ziel verfolgte.

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Die Ausgangsbedingungen

Unsere Gesamtschule liegt im Hochhaus-Viertel Gropiusstadt im Berliner Bezirk Neukölln. In unmittelbarer Umgebung befinden sich aber auch viele Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Schule hat ein großzügiges Gelände mit einem auch als Tennisplatz nutzbaren Hof. Außerdem gehört zur Schule eine Sporthalle und neben hellen Klassenräumen eine riesige Aula, allerdings ohne gute installierte Licht- und Tontechnik. Das Gebäude wurde zusammen mit der Gropisstadt Ende der 60er Jahre fertig gestellt. Die Bauweise ist großzügig und flächig, viel Grün befindet sich innerhalb offener Artrien und im Umkreis.
Ein Großteil der Schüler (ca. 85 %) wohnt gar nicht im Umkreis der Schule sondern kommt mit der U-Bahn zur Schule, die nahe der Schule verkehrt.
Die Schüler kommen aus dem Altstadtgebiet Neuköllns und haben zumeist eine Hauptschulempfehlung und erhoffen sich, bei uns einen besseren Abschluss zu erreichen.

Die Hermann-von-Helmholtz-Schule hat einen hohen Migranten-Schüler-Anteil.
Die Probleme, die Neuköllner Schüler und ihre Familien haben, sind aus der Presse bekannt.
Für uns Lehrer ist der Schulalltag eine tägliche Herausforderung, wo neben den Unterrichtsinhalten vor allem erzieherische und soziale Aspekte einen großen Platz einnehmen. Schnell haben wir herausgefunden, dass die gemeinsame Arbeit an Projekten viele unserer erzieherischen Bemühungen fördert und manchmal sogar erst nur dadurch möglich gemacht werden können. Daher ist der Kontakt zu außerschulischen Personen besonders wichtig, weil dadurch immer wieder der Bezug zur Realität geschaffen wird. Weiterhin ist auch nicht zu unterschätzen, wie wichtig außerschulische Bestätigung für unsere Schüler ist!

Ein wichtiger Schwerpunkt der Schule ist daher die Schülerinnen und Schüler in ihren sozialen Kompetenzen zu stärken. Projekte, in denen Schülerinnen und Schüler kontinuierlich an einem Thema arbeiten, mit dem Ziel ein gemeinsames Ergebnis zu präsentieren, indem sie Anerkennung erfahren und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden, indem sie in ihrer Einmaligkeit ernst genommen werden und man ihnen gleichzeitig eine positive Gruppen- Erfahrung vermittelt wird, ist eine zentrale Aufgabe des Darstellenden Spiels - in Verbindung mit allen anderen Fächern.

Deswegen ist unser oberstes Ziel des Jahrgangs- und fächerübergreifenden Projektes der „Helmholtz Oper" an dem insgesamt mehr als 160 Schülerinnen und Schüler (fast ein Drittel unserer Gesamtschülerschaft) teilnehmen, dass alle Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichsten Begabungen und Lernvoraussetzungen am Projekt beteiligt sind. Als unverzichtbare Voraussetzung für die Arbeit am Projekt war die Vermittlung der Schlüsselqualifikationen: das Erlernen von Konzentration, des sozialen Verhaltens, der Kritikfähigkeit und der Teamarbeit, nebst der, für die Aufführung wichtigen Theatertechniken und Methoden.

„HELMHOLTZ OPER"
Untertitel: Schüler auf der Suche der eigenen Identität
(Theaterprojekt mit Kunst und Musik der Hermann-von-Helmholtz-Schule Berlin)

Der Zuschauer wird durch das Bühnenbild, die Musik und die Projektion von Videos und Schattenbildern auf eine besondere Reise geschickt: Auf dem Bahnhof des Lebens begleitet Hermann-von-Helmholtz - der Namensgeber der Schule - als Geist die vielschichtige Suche der Jugendlichen nach der eigenen Identität. Verschiedene Kulturen und Erfahrungswelten werfen Fragen auf:

Wer bin ich - wer will ich sein?
Woher komme ich - wo will ich hin?
Welche Rolle spiele ich - wie sehen mich die anderen?
Wie bestimmen die Kultur, die Sprache, die Religion meine Identität?

An der Inszenierung des Kunst-Musik-Theaterprojekts beteiligten sich 60 Schülerinnen und Schüler aus den Wahlpflichtkursen Darstellendes Spiel der Jahrgänge 9 und 10 sowie mehr als 100 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Klassen und Kursen des Kunst- und Musikunterrichts durch Gestaltung und Bau der Bühne, der Kostüme, der skurrilen Kanistermasken, der charakterstarken Fotomasken, durch das Fotografieren und Filmen sowie durch das Schreiben von Texten.

Die Realisierung des Projekts wurde durch das außergewöhnliche Engagement des Regisseurs Dirk Schulz und der Bühnenbildnerin Evi Wiedemann ermöglicht, die mit großem Enthusiasmus und Herzblut die Jugendlichen begleiteten. Eine weitere professionelle Betreuung erfuhr das Projekt durch das große Engagement des Schauspielers Alfred Härtung vom Theater Strahl. Das Theater ist seit 2006 Kooperationspartner der Hermann-von-Helmholtz-Schule innerhalb des TUSCH (Theater und Schule) - Projekts.
Der glückliche Zufall wollte es, dass wir genau zu dem geplanten Zeitraum des Projekts diese drei kompetente Fachleute aus der Theaterwelt an unserer Seite hatten, die mit viel Einfühlungsvermögen, Geduld und Ausdauer das Theaterprojekt mit gestalteten und schließlich zum Erfolg führen konnten!

Die von unseren Schülern selbst gestalteten charakterstarken Fotomasken, die skurrilen Kanistermasken und die Kostüme verdeutlichen die Aussage der einzelnen Szenen und führen vom Schein (der Rolle) zum Sein (dem Ich), vom Ich zum Wir - den Helmholtz-Schülern.


 
Projektauslöser/Idee:
Die Idee für das Projekt entstand nach einer ersten erfolgreichen Theater-Kunst-Musikproduktion 2007, die durch ein kleines Team von drei Lehrerkollegen: einem Musiklehrer, einer Kunstlehrerin und einer Lehrerin für Darstellendes Spiel initiert wurde.

Ermutigt und erfreut über eine so erfolgreiche und freudige Teamarbeit, die nicht nur die Schülerinnen und Schüler aus den drei Fachbereichen und Jahrgängen, sondern auch uns Kolleginnen und Kollegen begeisterte. Noch mehrere Wochen danach spürte man diese besondere, sehr positive Atmosphäre in unserer Schule, die zu einer großen Gemeinschaft wurde. Angesteckt von diesem Erfolg, entstand auch in diesem Jahr der Wunsch ein erneutes Projekt in einem Team aus Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrerinnen und Lehrern durchzuführen.

Nach dem ersten Zusammentreffen konnten wir vier weitere Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen Kunst, Arbeitslehre und Darstellendes Spiel samt ihrer Schülerinnen und Schüler für das neue Projekt dazu gewinnen.

 
Projektentwicklung:
Die Thematik und alle Inhalte des Projektes haben sich aus der unmittelbaren und zu Beginn sehr offenen und biografisch orientierten Unterrichtsarbeit z.B. beim Improvisieren im Darstellenden Spiel entwickelt.

Wie ein großes Puzzle setzte sich nach und nach ein Bild einer Inszenierung zusammen: Aus selbstgeschriebenen Texten und Gedichten, aus am Modellen entwickeltem Bühnenbildern, aus eigenständig entwickelten Szenen und aus selbst ausgewählter Musik der verschiedenen Schülerinnen und Schüler.

Zum Beispiel wurden die Schülerinnen und Schüler aus einem Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel Jahrgang 10 nach einer gemeinsamen Erarbeitung und Erprobung verschiedener Theatertechniken wie: Freeze, Standbilder, Zug um Zug, Schattentheater, chorisches Sprechen, usw. dazu aufgefordert, in Kleingruppen eine thematisch nicht vorgegebene Szene zu improvisieren. Alle Gruppen entwickelten unabhängig von einander plötzlich die unterschiedlichsten Familienszenen mit ihren spezifischen Problematiken: "Eine türkische Familie mit einem schwulen Sohn" oder "Eine alleinstehende Mutter, deren 13-jährige Tochter schwanger ist" usw. Das Thema Identität wurde greifbar. Die Ideen der Schüler wurden aufgegriffen und in theatrale Situationen gemeinsam übersetzt.


Eine persönliche Sicht aus der Projektarbeit:

Die Durchführung des Projektes spiegelt meinen großen Wunsch, meine Überzeugung und meinen Glaube an den Erfolg einer Teamarbeit, die durch Begeisterung und Freude an der Arbeit mit Jugendlichen gekennzeichnet ist. Ein glücklicher Zufall bescherte uns ausgerechnet die schon mehrfach erwähnten Künstler, die sowohl menschlich als auch kompetent und professionell Schüler und Lehrer während des gesamten Projektes mit einer unglaublichen Präsens, Bereitschaft und Interesse in allen Belangen zur Seite standen. Die Zusammenarbeit in unserem Team aus Kolleginnen und Kollegen und den professionellen Künstlern war immer durch große Flexibilität, Offenheit und ein unermessliches Engagement und Freude an der Arbeit gekennzeichnet.
Das Herz dieser Arbeit lag für mich, im Prozess und der Entwicklung des Projektes in den einzelnen Werkstätten und Schülergruppen. Dort wurden die Jugendlichen unter professioneller Anleitung herausgefordert mit Eigeninitiative und mit selbständiger Arbeit ihre Inhalte und Themen, die sie prägen und die sie beschäftigen, mit Hilfe der ästhetischen und theatralischen Mitteln in eine Form zu bringen, die diese auch für die anderen erfahrbar und zugänglich machten. Besonders die autobiografischen Texte der Schülerinnen und Schüler über Tod, Verluste, Freundschaft, Sexualität und die Ängste z.B. vor Schwangerschaft, sowie über den Glauben, Religion und ihre Kultur, erzeugten eine sehr intensive Atmosphäre, in der ein vertrauensvoller, zum Teil sehr emotionell geprägter Umgang miteinander durch Erfahrungsaustausch in Gesprächen statt fand. In diesen Stunden begegneten wir uns als Menschen und nicht in unseren eingeübten Rollen als Schüler, Lehrer, Künstler, Autoritätsperson, Klassenclown, Selbstdarsteller oder Vorgesetzter. In diesen Augeblicken wurde die Schule als Institution zu einer gelebten Lebenswelt und einem Lebensraum mit all ihren Unzulänglichkeiten, Widersprüchen und Gemeinsamkeiten.
Dieser sehr intensiven Phase folgte dann eine arbeitsreiche Zeit, mit dem Ziel der Distanzierung und Übersetzung der autobiografisch geprägten Inhalte auf eine ästhetische Ebene. Es wurde nun mit Hilfe von vielfältigen theatralischen Techniken und Mitteln experimentiert.

Aus meiner festen Überzeugung ist in diesen Prozessen die Haltung des Lehrers von größter Bedeutung. Den Jugendlichen wird vermittelt, dass sie als Personen und als wertvolle und bedeutsame Menschen gesehen werden. Der Erwachsene wirkt als ein unmittelbares Vorbild und Bezugsperson in dem Prozess der Persönlichkeitsbildung. Für die Jugendlichen da sein, sich darüber hinaus als Mensch mit Eigenschaften zu zeigen und eine Vorbildfunktion erfüllen, sich für Ziele zu begeistern, zeigen wie man Probleme löst, für Lebensstile und Werte einzutreten, die man für richtig hält und dabei menschlich zu bleiben, eigene Schwächen zu verleugnen, den Jugendlichen Rückmeldung zu geben und ihnen Ziele für ihre persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Mit Freude ist festzustellen, dass diese Haltung auf alle am Projekt beteiligten Kolleginnen und Kollegen, sowie der uns unterstützenden Künstler zutraf und aus Überzeugung im Schulalltag gelebt wird. Das macht dieses Projekt so einmalig und höchst erfolgreich.
Natürlich gab es auch Augenblicke, in denen uns die sehr umfangreiche und zeitaufwendige Arbeit über den Kopf wuchs und uns Zweifel überkamen, ob diese Arbeit, neben dem regulären Unterricht, der Gesamt- und Fachkonferenzen, der Jahrgangsausschüsse usw., in der Kürze der Zeit bis zur Aufführung zu stemmen sei.
Es gab zahlreiche persönliche Gespräche mit Schülern, die aus Unsicherheit immer wieder zur Selbstdarstellung neigten und wieder mühsam in die Gruppen- und Teamarbeit integriert werden mussten. Schülerinnen, die aus Angst vor dem Versagen in einer Auf- und Abstimmung uns erst mitteilten, dass sie bei der Aufführung nicht mitmachen könnten und plötzlich wieder hocherfreut und voller Zuversicht dabei waren.
Immer wieder war die tatkräftige Unterstützung der Schulleitung notwendig, die organisatorisch und aus Überzeugung bei der Verwirklichung des Projektes half. Dafür ein großes Dankeschön!

(Maggie Krämer)


Kurzbeschreibung der wichtigsten Etappen des Projektaufbaus und der Projektentwicklung

1. Kooperation mit dem Jugendtheater Theater STRAHL
Workshop / Schauspiel mit WPU-DS Jg.9

Leitung: Alfred Hartung, Schauspieler
Lehrerin: Maggie Krämer

- Entwicklung des Maskenmoduls
- Probenbesuch der neuen Produktion von THEATER STRAHL:„Klasse, Klasse – Masken, Beatbox, Theater“
- Entwicklung einer eigenen Interpretation.


2. Neuköllner Schulen und Künstler:

Dirk Schulz, Regisseur
Evi Wiedemann, Bühnenbildnerin

- Entwicklung und Begleitung des Gesamtprojektes
- Aufteilung der Schüler in drei Workshops:

1. Workshop Schauspiel/Darstellendes Spiel
WPU-DS Jg.9 und 10

Leitung: Dirk Schulz, Regisseur
Lehrerin: Maggie Krämer Jg.9/Gruppe A
Lehrerin: Gundula Elstermann jg.9/Gruppe B

2. Workshop / Musik
WPU-Musik Jg. 9 und 10

Leitung: Dirk Schulz, Regisseur
Lehrer: Johannes Thiem

- Vorstellung meines Berufes als Regisseur
- Probenbesuch des Opernstückes „STRANGERS“
- Begleitung bei der Entwicklung des eigenen Stückes,Improvisation in Bezug zu Schülerbiografien
- Intensive Proben mit Schülern des Darstellendes Spiels und Musik (Schlussphase)

3. Workshop / Bühnenbild:
WPU-Kunst Jg. 10

Leitung: Evi Wiedemann, Bühnenbildnerin
Lehrerin: Stefanie Geddes

- Vorstellung meines Berufes als Bühnenbildnerin
- Informationen zu verschiedenen Berufen im Bereich Bühnenbild/Bühnentechnik/Requisite
- Erarbeitung mehrerer Bühnenbildentwürfe (Recherche, Vorzeichnung, Modellbau, Modellfotografie), aus welchen schließlich ein Gesamtkonzept entwickelt wird
- Erstellen des Bühnenbildes: Bühnenbau (Fach Arbeitslehre), anschließend künstlerische Ausarbeitung (Wahlpflicht Kunst)

4. Workshop / Maskenbau
WPU-Kunst Jg. 8
WPU-Kunst Jg. 7

Leitung: Evi Wiedemann, Bühnenbildnerin
Lehrerinnen: Gabi Schmucker Jg.8
Lehrerin: Imken Osburg Jg.7

-Informationen zum Beruf "Maskenbildner"
- Einführung Maske - Bedeutung – Identität
- Vorstellung verschiedener Techniken und Bauweisen
- Im Jg. 8 Erstellung und Gestaltung von Fotomasken
- Im Jg. 7 Erstellung und Gestaltung von Kanistermasken

5. Workshop / Kostüm
Bildende Kunst KG 10/6

Leitung: Evi Wiedemann, Bühnenbildnerin
Lehrerin: Maggie Krämer

- Gestaltung von T-Shirts (einheitliche schwarze T-Shirts wurden mit Buchstaben versehen, dabei wurden verschiedene Techniken verwendet)

6. Workshop / Musik / Video
WPU-Kurse 9 und 10

Leitung: Dirk Schulz, Regisseur
Lehrer: Johannes Thiem

- Gespräche mit dem Regisseur und Kennenlernen des Theaterprojekts in der Planung
- Erarbeiten der möglichen Unterstützungsmöglichkeiten durch Musik
- thematische Beschäftigung zu den Fragen der Identitätsfindung
- Überblick zu den verschiedenen Arten des Musiktheaters und Einstimmung zum Thema Oper
- Vorbereitung des Besuchs eines zeitgenössischen Musiktheaters, bei dem bekannte Opern mit den jeweiligen Hauptfiguren und Musiken zu einem neuen Gegenwartsstück zusammengeführt werden (Name des Stückes: Strangers)
- Besuch des Theaters HAU (Hebbel am Ufer) mit Theaterführung und Gespräche mit einigen Künstlern und Technikern
- Besuch einer Abendvorstellung mit beiden WPU-Kursen
- Auswertung des Stranger-Projektes
- Zusammenstellen eigener Textideen zu einem oder zu zwei Liedern
- gezielte Suche nach deutschsprachigen aktuellen Pop-Songs zu dem Thema Identitätsfindung
- Erarbeiten von zwei Theatermusiken, die die Szenenübergänge verbinden
- Einüben der Songs "Ich bin ich" (Rosenstolz) und "Soundso" (Wir sind Helden)
- Bilden einer kleinen Videogruppe, die mit Handy-Aufnahmen atmosphärisches zum Bezirk Neuköllen und zur Schule filmen wird.
- Besuch der Aula-Proben
- Intensives gemeinsames musikalisches Üben mit den Theaterschülern in der Aula zusammen


Gemeinsames Ziel aller Werkstätten:

Eine schulische Aufführung der beteiligten Schüler für Mitschüler, Eltern, Familie und Gäste zu Beginn des 2. Schulhalbjahres am 14. und 15. Februar, sowie ein weitere außerschulische Aufführung im Februar/März 2008.

 
Besonderheiten:
Die Hermann-von-Helmholtz-Schule hat einen hohen Migranten-Schüler-Anteil.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Schule ist u.a. die Schülerinnen und Schüler in ihren sozialen Kompetenzen zu stärken.

Ein wichtiges Ziel des Jahrgangs- und fächerübergreifenden Projektes der „HELMHOLTZ- OPER" ist alle Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Klassen mit ihren unterschiedlichsten Begabungen und Lernvoraussetzungen am Projekt teilnehmen zu lassen und ihnen, als unverzichtbare Voraussetzung für die Arbeit am Projekt die Schlüsselqualifikationen: das Erlernen von Konzentration, des sozialen Verhaltens, der Kritikfähigkeit und der Teamarbeit, nebst der, für die Aufführung wichtigen Theatertechniken und Methoden zu vermitteln.

Zudem die Kulturen in einen Dialog zu führen und damit zu zeigen, dass es auf alle Aspekte im Leben mehrere Perspektiven gibt, die es abzuwägen gilt, kann jedem Teilnehmer neue Erkenntnisse und Erfolgserlebnisse als Individuum und als ein Teil einer Gruppe ermöglichen. Dass der Mensch im Spiel unbewusst vieles lernt, können wir nicht nur an Kleinkindern, sondern auch immer wieder an uns selbst beobachten.

Das zentrale Thema des Projektes ist neben der Auseinandersetzung mit der Biografie des Schulnamensgebers Hermann von Helmholtz und der Identifikation mit der Schule, die Suche nach der eigenen Identität. Wer bin ich und wer will ich sein? Woher komme ich und wo will ich hin? Welche Rolle spiele ich und wer sind die anderen? Wie bestimmt meine Kultur, meine Sprache, meine Religion meine Identität?

Die Schüler setzen sich mit den Themen spielpraktisch auseinander und werden durch Schüler der Fächer Musik, Arbeitslehre und Kunst gestalterisch unterstützt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Maskenbau und -spiel. In verschiedenen Kunstklassen - und Kursen des Jahrgangs 7. und 8. setzen sich die Schüler mit dem Thema „Identität“ am Beispiel der Maske auseinander. Die fertigen Masken werden dann feierlich an die Schülerinnen und Schüler des Kurses Darstellendes Spiel übergeben.
Die Schüler entwickeln zusammen mit dem Schauspieler Alfred Hartung von THEATER STRAHL Szenen zum Thema „Identität“ und erhalten von ihm ein besonderes Training in der Arbeit mit Masken. Sie besuchen die Proben der neuen Produktion von THEATER STRAHL „Klasse, Klasse – Masken, Beatbox, Theater“, beziehen sich auf die Inszenierung und entwickeln ihre eigene Interpretation.

Wichtig war uns jederzeit, nicht über Integration, Migrationshintergrund etc. zu reden, sondern im gemeinsamen Arbeiten und im ernsthaften Dialog alle Themen der Schüler auf die Bühne zu bringen.


 
Probleme und Lösungen:
1. Schülerkommentare aus dem WPU-Kurs Jg.10 / Bühnenbild:

1) Also, beim Bühnenbildentwerfen hatten wir keine Probleme, da wir anschauliche Beispiele von Evi Wiedemann und Frau Geddes bekamen. Etwas problematisch war es aber, das Graffiti an die Stellwand zu bringen und sich mit anderen Schülern zu einigen. Aber eigentlich ist alles gut geworden und glatt verlaufen!

2) Am Anfang wusste ich nicht, was ich machen sollte. Doch nach einer Weile hatte ich sehr viel zu tun und einen klaren Plan: Malen, Hämmern etc. Am Ende kam ein kreatives, schönes Bühnenbild heraus.

3) Am Anfang -beim Skizzieren der Modelle- war mir langweilig, aber als wir alle zusammen gearbeitet haben, da hat es Spaß gemacht!!

4) Zuerst war die Arbeit am Bühnenbild hart, das Abmessen z.B. ..., aber dann hat mir besonders das Ausmalen der Vorzeichnungen und das Malen der Mauer Spaß gemacht.

5) Am Anfang schien mir alles leichter zu sein als es tatsächlich war. Wir mussten lange daran arbeiten, haben aber gut zusammengearbeitet. Es wurde immer besser.

6) Zunächst konnte ich mir das Bühnenbild gar nicht richtig vorstellen. Es war schwer. Aber mit den anderen alles Stück für Stück zu vollenden, das hat viel Spaß gemacht! Manche, die mitgearbeitet haben, kannte ich nicht richtig, aber dann habe ich sie besser kennengelernt. Jeder hat das gemacht, was er gut konnte. Mir hat am meisten das Graffiti und das Zeichnen der Figuren gefallen.

2. Aus dem Unterricht / Darstellenden Spiel Jahrgang 9/10

Für die Schüler bedeutete Theater zuerst einmal: Szenen spielen mit "richtigen" Dialogen. Formale Ebenen, das Spielen ohne Requisiten, ohne Bühnenmöbel, ohne Sprache etc. wurden anfangs nicht wirklich akzeptiert und nicht als machbares, interessantes Theater angesehen.

Durch das Training verschiedener Theatertechniken, die die formale Ebene indirekt vermitteln, durch Strukturierungen von Bewegungsabläufen etc. wurden die Schüler auf einen neuen Weg geleitet.

Vor allem das Spiel vor den anderen Schülern, die dann berichteten, dass das Gesehene wirkt, etwas erzählt und spannend ist, erhielten formale Ansätze ein Glaubwürdigkeit, die den Begriff "Theaterspielen" bei den Schülern beträchtlich erweiterte.

Bei den beiden Vorstellungen war der formale und strukturelle Ansatz so akzeptiert und verinnerlicht, dass auf offener Szene gekonnt improvisiert und überzeugend variiert wurde.

3. Kurz vor der Premiere

Erst zwei Tage vor der Premiere konnten die einzelnen Ergebnisse aus den einzelnen Werkstätten in einer gemeinsamen Probe (60 aus den drei Wahlpflichtkursen Darstellendes Spiel aus den Jahrgängen 9 und 10 und etwa 30 aus den beiden Wahlpflichtkursen Musik, die unsere Aufführung mit Live-Musik untermalten)zusammengeführt werden. Unsere Sorge, dass das Zusammenspiel der vielen Schülerinnen und Schüler nicht problemlos über die Bühne gehen könnte, blieb erfreulicher Weise unbegründet.

Die Schülerinnen und Schüler haben uns und allen und den Zuschauern bewiesen, dass man sich auf sie verlassen kann. Jetzt sind sie zu recht stolz auf sich, ihre Leistungen und ihr gewachsenes Selbstbewusstsein. In einer komplizierten und für viele Jugendliche unserer Schule unüberschaubar gewordenen arbeits- und Lebenswelt wird es ihnen helfen eine Aufgabe und einen Platz in unserer Gesellschaft zu finden.

 
Anekdotisches:
1. Herstellung der Fotomasken im WPU-Kunst Jg.8:

Die Schüler meines Wahlpflichtkurses 8. Jahrgang sind gerade "mitten in der Pubertät" und taten sich folglich zunächst schwer mit dem Thema "Identität / Masken".
Bevor die später in der Aufführung verwendeten Fotomasken auf Anregung der Bühnenbildnerin Evi Wiedemann mit viel Begeisterung erstellt und verfremdet wurden - Schüler lassen sich doch gerne fotografieren - wurden Gipsmasken hergestellt. Das gegenseitige "Eingipsen" der Gesichter mit Gipsbinden entwickelte sich dann schnell zu einer sehr lustigen Aktion, bei der man sich zwangsläufig näher kam. Zufällig kam an diesem Tag ein neuer Schüler in die Gruppe, der gleich vereinnahmt wurde und sich auf einen Schultisch legen musste, um seinen Gipsabdruck machen zu lassen. Als Entschädigung durfte er dann die Lehrerin eingipsen.
Die Schülerin, deren Fotomaske für die Aufführung vervielfältigt wurde, zeigte sich zunächst nicht begeistert, ihr Porträt so häufig auf der Bühne zu sehen. Kommentar: Voll peinlich.
Letztlich fühlte sie sich dann aber doch sehr geehrt, einen so entscheidenden Beitrag geleistet zu haben.

2. Aus dem Kunstunterricht der KG 10/6
Gestaltung der Kostüme / T-Shirts

Während die Schülerinnen und Schüler der KG 10/6 im Kunstunterricht an freien Entwürfen für die Gestaltung eines T-Shirts als Kostüm experimentierten, hatte ein Schüler die Idee, die Rückseite der T-Shirts mit je einem großen Buchstaben des Schulnamengebers Hermann von Helmholtz zu gestalten. Je ein/e Schüler/in bekam ein T-Shirt und einen Buchstaben zugeteilt, das er/sie nach einem eigenem Entwurf und mit Hilfe verschiedener Materialien wie selbstklebenden Folien, div. Stoffen (Filz), Fellen, Federn, Wolle, Schleifen usw. gestalten sollte.

Diese Idee wurde im szenischem Spiel wie folgt realisiert:
Aus einem Standbild heraus setzte sich zum Schluss der Aufführung aus Schülerinnen und Schülern, die sich nacheinander in einer Reihe nebeneinander mit den Rücken zu den Zuschauern aufstellten, der Name Hermann-von-Helmholtz-Schule zusammen.

3. Schülerkommentare aus dem WPU-Darstellendes Spiel Jg.10

- Es geht los
- alles ist ruhig
- die Musik geht an
- wir laufen zur Bühne
- die Zuschauer sind gespannt, aber Halt!
Die Aufführung ist nur das Ergebnis von sehr viel Arbeit und von sehr vielen am Projekt beteiligten Menschen. Nicht nur der Theaterkurs hat viel geleistet. Die Techniker z.B. haben viele Effekte eingeführt und alles was wir brauchten wie: Musik, bestimmtes Licht und Nebel zur richtigen Zeit eingesetzt. Die Musiker haben uns Live-Gesang geliefert und unserer Kunstkurs hat uns so ein „Hammer-Bühnenbild“ gemacht. Der Theaterkurs hat aber nicht nur während der regulären Unterrichtstunden gearbeitet, nein, wir haben auch anderen Unterricht für die Proben geopfert. Es hat sich gelohnt!
Der Auftritt war einfach der „Hammer“. Das Gefühl, als wir an den Zuschauern vorbei gelaufen sind, war einfach unbeschreiblich. Die Aula war überfüllt. Es war eine super Stimmung und es wurde viel gelacht. In den Proben haben wir alles noch so hingenommen, als wäre es nichts Besonderes, doch spätesten beim Einlass der Zuschauer, wussten alle, jetzt wird es ernst! Da ich persönlich schon ein wenig Erfahrungen im Darstellenden Spiel habe – ich habe schon in der Grundschule an einer Theater- AG teilgenommen – war ich noch nicht so aufgeregt. Aber als das Licht ausging, war es auch bei mir soweit. Es lief alles „supi“. Wir haben die Zuschauer begeistert. Am Schluss hielt ich noch eine Rede. Ich wollte mich einfach bei allen bedanken. Am meisten bei Frau Krämer. Sie ist eine super Lehrerin, die uns das alles ermöglicht hat. Danke.

Stephanie Wolter KG 10/4


Ich persönlich bin fasziniert was wir in so kurze Zeit geleistet haben. Durch dieses Projekt haben ich und viele andere ihr Selbstbewusstsein gestärkt. Es war mein erster großer Auftritt, und die Aufregung war dementsprechend groß. Wir haben viel Anerkennung bekommen, auch von Experten wie einer Reporterin von der Presse, die ein Artikel über uns schreiben wird und anderen, die unser Aufführung gesehen haben.

Emre Menküc KG 10/1

Ich fand die „Helmholtz-Oper“, war das tollste Projekt in meiner gesamten Schulzeit. Es gab einen Zusammenhalt zwischen den Schülern aus den 9. und 10. Klassen, den ich bis jetzt noch nie so erlebt habe. Wenn man mal nicht weiter wusste, hat man sich gegenseitig weitergeholfen und neue Ideen entwickelt. Sogar mit den Leuten, die man nicht mochte, bildete man ein Team. Keiner hat sich gegen die Arbeit gestellt. Manche Schülertexte, die auf der Bühne vorgetragen wurden, haben mich sehr ergriffen, wo es um Tod ging, weil ich auch schon ein Todesfall im Freundeskreis erlebt habe. Auch die Szene, in der ich gespielt und die ich mitentwickelt habe, fand ich, war wie aus dem Leben gegriffen, da ich oft schwangere Teenies sehe. Es war ein Theaterstück aus purem Ernst und gleichzeitig eine Komödie. Ich würde jederzeit wieder an so einem Projekt teilnehmen. Das hat mein Selbstvertrauen gestärkt. Ich habe so viele Lobe bekommen, die meine ursprünglichen Zweifel völlig verfliegen lassen haben. Das haben wir aber nicht nur uns zu verdanken, sondern auch unserer Darstellendes Spiel Lehrerin Maggie Krämer, genau wie der Bühnenbildnerin Evi Wiedemann und dem Regisseur Dirk Schulz.

Jessica KG 10/6

Meine Rolle hat mir sehr viel Spaß gemacht, weil ich jemanden spielen durfte, den ich noch nie erlebt habe. (Ich spielte in der Familienszene: „Türkische Familie“, den schwulen Sohn.)
Zoran KG 10/5

Es fiel uns nicht immer leicht die Konzentration aufzubringen. Wir alle mussten vor der Aufführung ziemlich viele Übungen machen, da wir ja noch totale Anfänger sind. Eine Übung war zum Beispiel: Jeder musste sich einzeln vor die ganze Klasse stellen und etwa 2 Minuten ohne eine Miene zu verziehen alle anschauen. Auch wenn einige Mitschüler gelacht oder Späße gemacht haben, musste man total ernst bleiben. Das war alles andere als leicht. Aber bei den beiden Aufführungen mussten wir vor etwa insgesamt 800 Zuschauern stehen, die auch an bestimmten lustigen Szenen lachten, aber wir mussten ruhig bleiben und durften nicht mitlachen, sonst wäre die Szene kaputt.

Janine KG 10/6

Ich fand das Projekt total toll. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit der Gruppe und den Künstlern zusammen zu arbeiten. Wir konnten uns immer einigen und es gab in der Gruppe keine wirklichen Konflikte. Alles lief einwandfrei. Ich habe das erste Mal in meinem Leben bei einer Theateraufführung mitgemacht und bin sehr positiv überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass so ein Projekt so viel Spaß machen kann. Ich würde das gerne wiederholen. Ich habe während dieses Projektes sehr viele neue Leute kennen gelernt und bereue nichts. Ich habe bei Menschen, mit denen man vorher keinen Kontakt hatte, ihre guten Seiten kennen gelernt. Das Projekt hat uns alle einfach näher zusammen gebracht. Das freut mich echt!
Ich habe erst etwas Angst davor gehabt, mich auf die Bühne zu stellen, doch im Nachhinein bin ich froh darüber, dass ich es doch getan habe, denn nun habe ich einen Grund und ein Recht dazu zu sagen, dass ich etwas geleistet habe.

Katharina KG 10/5

Das Projekt „Helmholtz-Oper“ war eine schöne Zeit und am liebsten würde wir sofort wieder auf der Bühne vor den Zuschauern spielen. Wir waren zwar aufgeregt, aber im Nachhinein war das Ganze eine gute Erfahrung und es hat unser Selbstbewusstsein gestärkt.

Jessi und Lisa

Die Aufführung war sehr schön, es war schön zu spielen und vor allem zwei Mal vor ca. 400 Zuschauern. Die Aufregung war sehr hoch, aber als wir in unseren Rollen waren, war die Aufregung schon weg. Als wir fertig waren mit unserem Auftritt, wurden wir alle sehr traurig. Wir würden gerne noch ein Mal spielen, weil es uns so viel Spaß gemacht hat mit Profis zu arbeiten und vor so vielen Zuschauern zu spielen. Ich würde gerne wieder an so einem Projekt teilnehmen.

Adel KG 10/4

Es hat sehr viel Spaß gemacht mit Dirk, Evi und Frau Krämer zusammenzuarbeiten. Zum Schluss der Aufführung hat man ja gesehen, wie viel Arbeit wir da hinein gesteckt haben und, dass es richtig gut geworden ist.

Tobias Wulfsen KG 10/2

Dieses Projekt hat mich selbstbewusster gemacht! Durch dieses großartige Projekt bin ich offener geworden und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Am Anfang dachte ich, dass nie was wird, diese verschiedenen Ideen und Vorstellungen. Doch Woche für Woche wurde alles klarer. Doch bis es so weit war, war es ein ganzes Stück Arbeit. Ständig haben wir selbst unsere eigenen ausgedachten Szenen, Texte und Rollen geändert bis es uns perfekt erschien. Am Ende war ich stolz auf mich und auf alle anderen auch, dass wir es so gut hinbekommen haben. Die Bestätigung, dass es gut war, haben wir auch von den Zuschauern bekommen und das hat uns so gestärkt, dass wir am liebsten immer wieder auf die Bühne wollen. Die ganze harte Arbeit hat sich gelohnt.

Birgül Baris KG 10/5

Unser Auftritt war sehr schön. Anfangs waren alle sehr nervös, aber als wir in unserer Rolle drin waren, war es sehr schön. Alle fanden unsere Aufführung gut.

Ali KG 10/2

Ich konnte leider nicht an der Aufführung teilnehmen, weil zur gleichen Zeit was andere wichtiges vor hatte. Als ich aber gehört habe was alle, die daran teilgenommen haben, erzählt haben, wäre ich auch gerne dabei gewesen. Während der Aufführung habe ich gehofft, dass alles gut klappt und unsere Gruppe alles gut schafft.

Kai KG 10/6

3. Schülerkommentare des WPU- Musik Jg. 9/10

Mir hat das Stück sehr gut gefallen. Gut fand ich, dass es auch witzig war! Ich selbst war als Sängerin beteiligt. Es hat Spaß gemacht für das Publikum zu singen.

Kristina Fogler KG 10/6

Ich fand das Stück toll und lustig. Vor unserem Auftritt war jedoch sehr aufgeregt!

Sarah KG 9/3

Ich finde, dass die „Helmholtz-Oper ganz toll geworden ist. Ich dachte, ich würde mich verspielen, doch ich habe alles richtig gemacht. Ich war zwar aufgeregt, aber doch ging alles gut! Ich habe mich auch gefreut, dass das Theaterstück so gut geworden ist!

Anna KG 9/6


4. Kurz vor der Premiere

Eineinhalb Stunden vor der Premiere kommt eine Schülerin auf mich zu und fragt, ob sie schnell nach Neukölln (Rathaus) fahren könne, da sie ihrem Freund noch eine Silberkette kaufen möchte. Ob das nicht morgen ginge - wir hätten ja nun Premiere, sagte ich ihr, worauf sie mir antwortet, nein, heute ist Valentinstag und nicht morgen! Zudem würde ihr Vater schon an der U-Bahn Station warten, um ihr das dafür dringend benötigte Taschengeld zu überreichen. Nach kurzem Überlegen erlaubte ich es ihr, da die Dringlichkeit, dem Freund etwas zu schenken und die komplizierte Lage des geschiedenen Vaters, der da wartet, um der Tochter das Taschengeld zu überreichen, mich überzeugten. Einzige Bedingung meinerseits war: Sie solle pünktlich und gesund wiederkommen und mir das erstandene Kettchen zeigen. So ist es dann auch geschehen. Sie war glücklich.

5. In den ersten Tagen danach

Ali aus der KG 10/2 erzählt, dass er nach Abschluss der 10. Klasse weiter zur Schule gehen möchte, um das Abitur zu machen.

Tolga aus der 10/5 erzähl, dass er im GS-Unterricht einen Vortrag halten musste und ein Lob über seine verbesserte Präsens, Stimme und Körpersprache von seinem Lehrer und seinen Mitschülern bekommen hatte.

Ich stelle fest, dass die Schülerinnen und Schülern nach dem Projekt aufmerksamer sind und freundlicher miteinander umgehen.

Ich sehe lauter stolze, fröhliche Gesichter, die zu recht mit erhobenem Haupt durch die Schule schreiten.