Sommernachtstraum: Integratives Kindertanz-Theater
 
Schule:
Treverer Schule mit dem Schwerpunkt motorische Entwicklung
Trevererstr. 42, 54295 Trier

Förderschule/Sonderschule
 
Kooperationspartner:
- Kultur- und kommunikationszentrum Tuchfabrik Trier e.V., Wechselstraße 4-6, 54290 Trier
www.tufa-trier.de
- Musikschule der Stadt Trier
- Marina Idaczyk, Gesamtleitung und Choreografie
www.danceability.de
 
Beteiligte Schüler:
etwa 150
Ballettschüler der Kreis-Volkshochschule Trier-Saarburg
Schüler der Treverer Schule Trier
Jugendorchester der städt. Musikschule
Chor des Auguste-Viktoria-Gymnasiums, Trier
Teilnehmer des Jugendkunstzentrums TUFA
altersübergreifend von 8 - 18 Jahren
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Pia Langer, Orchesterleiterin, Monika Sproß, Chorleiterin, Marina Idaczyk, Leiterin Ballett / DanceAbility, Marlene Meerfeld, Leiterin Bühnenbild-Gestaltung, Dipl. Designerin Claudia Schneider, Kostüme
 
Stundenvolumen:
Ballett/DanceAbility: wöchentlich 4 Stunden ab 08.01.06
Chor und Orchester: wöchentlich 2 Stunden ab Januar 2006
Bühnenbild: 3 wochenend-Workshops à 10 Stunden
Kostüme: 2 Monate mit unterschiedlichem Zeitaufwand
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Ein Sommernachtstraum?
Ein integratives Tanz-Theater-Projekt
von Felix Mendelssohn-Bartholdy
Seit 1999 hat das Kultur- und Kommunikationszentrum Tuchfabrik Trier mit seinen integrativen Tanz- und Theaterproduktionen großes Interesse in der Öffentlichkeit geweckt und erfolgreiche Projekte durchgeführt. Die Tanzprojekte werden nach der Methode von DanceAbility konzipiert.
DanceAbility ist eine sozialintegrative Tanzform, in der sich Menschen mit und ohne körperlichen und geistigen Behinderungen begegnen und nonverbal miteinander kommunizieren, eigene Erfahrungen und Bedürfnisse mit dem Körper zum Ausdruck bringen. Bei dieser Tanzform ist das Ziel eine gemeinsame sprache zu entwickeln, bei der Behinderungen nicht rlevant sind. Dabei werden die fähigkeiten und individuellen Ausdrucksweisen jedes einzelnen genutzt, um eine gemsiname Basis zu schaffen. DanceAbility wurde von Alito Alessi entwickelt. Sie löst die festen Strukturen des konventionellen Tanzes auf. Zielsetzung sind die Berührungsängste zwischen behinderten und nichtbehinderrten Menschen abzubauen, Kunst und Kultur aus Freizeit und Therapie heruaszuholen. Seither hat DanceAbility den integrativen Tanz weltweit maßgeblich mitbestimmt.
Als Vorlage der aktuellen Produktion dient Shakespeares wunderbarer Sommernachtstraum, voller Verirrungen und Gegensätze. Die Rahmenhandlung wird neu bearbeitet, gemäß den Darstellern, Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 18 Jahren. In der Johannisnacht treffen sich unterschiedliche Jugendgruppen, die untereinander verschiedene emotionale Bindungen haben und untereinander rivalisieren, um die Mittsommernacht zu feiern. Verzaubert durch Oberons Lieblingskobold Puck erleben oder träumen sie die Welt der Naturgeister: Oberons Gefolge der Zwerge, Gnomen, Trolle verkörpern das Element der Erde. Titania, die Königin der Elfen mit Bohnenblüte, Motte und Spinnweb sind Luftgeister. Ergänzt werden dei 4 Elemente durch Feuerdevas und Nymphen und Nixen. Die DarstellerInnen setzen sich aus Ballettschülerinnen und SchülerInnen der Treverer Schule Trier zusammen.
Begleitet wird das Projekt von dem Orchester der Jugendmusikschule der Stadt Trier unter der Leitung von Pia Langer und dem Chor, Leitung Monika Sproß. Das Bühnenbild wird in Workshops im Jugendkunstzentrum der Tuchfabrik nach den Entwürfen von Marlene Meerfeld erstellt. Die Anfertigung der Kostüme werden von Viktoria Reichel und Eva Leute, Studentinnen der FH Trier, Modedesign erstellt. Die Gesamtleitung hat Marina Idaczyk, die bereits das DanceAbility-Projekt "Der Nußknacker" erfolgreich durchgeführt hat.
Geplant sind 4 vorstellungen in der Tuchfabrik Trier, am 30. September, 1., 2. und 3. Oktober 2006
 
Projektauslöser/Idee:
Im Vordergrund steht die Intention, behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche in ein gemeinsame künstlerische Projekt einzubinden. Gerade Shakespeares Sommernachtstraum, als meistgespieltes Theaterstück bietet die Chance, verschiedene künstlerische Darstellungsformen (Tanz, Musik, Gesang, Bildende Kunst) in einer Neukonzeption zu präsentieren.
Der Sommernachtstraum ist bereits das zweite integrative Kinder-Tanz-Projekt der Tuchfabrik Trier. Die Aufgeschlossenheit, Motivation und Freude gerade der behinderten Kinder sowie die Akzeptanz der Öffentlichkeit, haben die Bedeutung integrativer künstlerischer Arbeit bewiesen. Das Projekt förderte bei allen Teilnehmenden die Fähigkeit und Motivation zu Kontakt und Kooperation. Mit dem Teamgefühl wuchs von Aufführung zu Aufführung das Selbstbewusstsein angesichts des begeisterten Publikums.
Idee, Konzeption und Gesamtleitung liegen in Händen der Tanzpädagogin Marina Idaczyk.
 
Projektentwicklung:
Sommernachtstraum
- Kontaktaufnahme mit der Geschäftsführung der Tuchfabrik, mit der städt. Musikschule, der Trevererschule und der Fachhochschule Trier
- Erarbeiten der inhaltlichen Konzeption
- Aufstellen des Finanzplans
- Festlegung von Proben- und Aufführungsterminen
 
Besonderheiten:
- integrativ
- spartenübergreifend
- altersübergreifend
 
Probleme und Lösungen:
Bisher sind noch keine Probleme entstanden, da sich der Sommernachtstraum noch in der "Startphase" befindet. Besonders zu bedenken gilt die Koordination der unterschiedlichen Gruppen, der Transport der behinderten Kinder und Jugendlichen sowie deren medizinische un therapeutische Betreuung.
 
Anekdotisches:
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen entwickeln sich witzige Begebenheiten beim Entstehungsprozess, weil die Produktion Freiräume in der künstlerischen Gestaltung der Teilnehmenden zulässt.