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Titelbild für Drehbuch, Einladungskarte, Plakat, Eintrittskarten
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"Er gab ihnen Leben, Herzschlag und Atem und nahm ihnen die Schwere"
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Unter den Pinien - Der Traum von der Zirkusschule
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"Alles liegt in Einem, Höhe und Tiefe, Asche und Glut."
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"Wie hoch ist der Himmel? So hoch, wie du ihn siehst."
Die Magie der Anziehung. Ein Leben für die Kunst und die Liebe. (Ein Roman, ein Drehbuch, eine Aufführung)
 
Schule:
Staatliches Gymnasium Max-Josef-Stift
Sprachliches und Musisches Gymnasium für Mädchen mit Internat und Tagesheim

MODUS 21, Stützpunktschule für Bewegungskünste

Mühlbaurstr. 15
81677 München
Tel.: 089/998435-0

Gymnasium / Teilgebundener Ganztag

 
Kooperationspartner:
Autorin: Suzann Adams "Die Magie der Anziehung. Ein Leben für die Kunst und die Liebe", ist mein eigener Roman von 200 Seiten.

"Siehst du mein Spiel? Unter diesen drei bin ich, bist du, ist die Liebe, unsere Liebe ein Ball. Es ist wie ein Suchen und Finden in einem, ein Finden und Suchen von Anfang und Ende. Ohne das eine wird das andere nie möglich."

Kooperationspartner bei der Realisierung des Romans als Bühnenstück

Patrizio Martinez, Ballettmeister, Choreograph

Ruben Jonathan, Balletttänzer an der Bayer. Oper

Marcus Hüttl, Licht&Rigging-Design, marcus.huettl@web.de

Tim Adams, Licht&Ton, Layout, Musikschnitt, Aufbau, Verantwortlicher in allen technischen Bereichen,
Kulturreferat München, Abteilung Technik, Burgstr. 4, 80313 München

Jürgen Adams, Leiter des Asamesischen Zirkus vom Asam-Gymnasium, Logostik&Technik,

Kerstin Brachvogel, stud. Modedesignerin,

Anita Ganghofner, Event&Design,

Rita Kohlmann, Textil&Design,

Dorothea Kunzendorf, Kunst&Grafik,

Barbara Rau, Kostüm&Maske,

Petra Baecker, Art- und Shootingdirectorin, Foto&Design,

Frank Jordan, Kameramann und Filmemacher beim Bayer. Fersehen

Beate Bentele, und Tina Schmitz, Öffentlichkeitsarbeit,

José Carlos Fonseca, Lisboa-Bar, Catering&Arrangement, www.lisboa-bar.de

 
Beteiligte Schüler:
200 Mädchen
"Jeder kann nur durch den anderen bestehen. Wir müssen uns gegenseitig beleben, die Seele in die Seele des anderen, verstehst du, Leben, Herzschlag und Atem geben."

200 Schülerinnen als Artisten, Schauspieler, Ballettmädchen, Backstage im Alter von 10 bis 22 Jahren aus den Klassen 5 bis K 13 und einige ehemalige Schülerinnen;

davon 177 Schülerinnen aus dem Wahlfach "Bewegungskünste",16 Mädchen aus dem Wahlfach "Tanz" und 7 Schauspielerinnen als "freie Mitwirkende";
(7 Schüler vom Asam-Gymnasium - Kartenkontrolle)

 
Beteiligte Lehrkräfte:
"Schau dir die Nacht an. Die Nacht gehört der Melancholie. Die Nacht hat ihre eigenen Gesetze. Da sehen wir den Dingen auf den Grund. Die Dunkelheit und Stille gibt uns Freiheit."Ich habe das Projekt allein ohne KollegInnen durchgeführt, aber mit 70 Erwachsenen, Backstage, Logistik, Organisation, in einem Team, teilweise Eltern, die ihre Professionalität für uns eingesetzt haben, teilweise junge Erwachsene und Erwachsene unabhängig von der Schule, in der Vorbereitung, während und nach den Aufführungen.
 
Stundenvolumen:
"Wir müssen uns gegenseitig inspirieren, gegen die Enge in uns, wenn wir in Freiheit denken wollen. (…) Lauwarm sein für die Liebe, für die Kunst? Würdest du das verstehen? Wer liebt, spürt die Ewigkeit. Die Ewigkeit lässt sich nicht in unseren Geist hineinzwängen. Sie ist wie die Liebe, sie durchflutet alles."

Die offizielle Stundenzahl im Stundenplan der Schule betrug vier Stunden in der Woche. Die Vorbereitungen mit dieser großen Gruppe verliefen weit über die Unterrichtszeit hinaus. Einzelne Gruppen beschäftigten sich etwa 1 ½ -Jahre an vielen Wochenenden, mehreren Trainingslagern, die größeren Schülerinnen ein Jahr, die Jüngsten ein halbes Jahr lang mit der Aufführung.
Ich selbst war, beginnend mit der Umschreibung meines Romans als Drehbauch, zwei Jahre lang in Vorbereitung des Stückes.

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
"Alles liegt in Einem. Das Runde und Gerade, Höhe und Tiefe, Flug und Fall, Asche und Glut, Anfang und Ende."

Exposé: Die Magie der Anziehung. Ein Leben für die Kunst und die Liebe

ist ein Roman und ein SchauSpiel über die Kunst der Jonglage, ihrer Ästhetik und Poesie.
Eingebettet in den Lebenslauf eines Jungen erzählt er vom schwerelosen Spiel entgegen der Schwerkraft, von der Kunst des Fluges, von Tiefe und Höhe, Freiheit und Begrenzung, Lust und Leidenschaft, von Sehnsucht und Erfüllung.

Andrea dell`Luca wächst in einem kleinen süditalienischen Hafenstädtchen Anfang des letzten Jahrhunderts auf. Als er etwa zwölf Jahre alt ist, sieht er einen Straßenkünstler, der hoch oben auf den Klippen gegen den Sonnenuntergang mit drei goldenen Kugeln jongliert, "deren Bestimmung darin lag, zu fliegen, begehrend, frei im Fall, voller Genuss, innezuhalten und erneut die Lüfte zu erobern. (...) Auf Bahnen voller Licht und Schatten beschrieben sie ihren Lauf, jede für sich, aber miteinander im Flug, einander voraus und wiederum eilende Nachhut der anderen. Richtung und Wege, gleichsam alles war auf den Kopf gestellt, Verstand und Wille wundersam erschüttert."

In seinem Innersten zutiefst berührt, weiß Andrea von diesem Zeitpunkt an, dass diese Kunst sein Leben sein werde.

Nach der Begegnung mit dem Unbekannten, der ihm einen immer wiederkehrenden Leidensweg prophezeit und von der Einsamkeit der Bühne spricht, bestimmt die Sehnsucht und Leidenschaft, Künstler zu werden, von nun an sein ganzes Denken und Tun, auch wenn er sich erst einmal den Vorstellungen anderer unterordnen muss.

Auf der Suche nach seinem eigenen Leben begegnet Andrea Cesareo, dem verrückten Eremiten, Abt Pius, in dessen Kloster er gegen seinen Willen kommt, Tommaso, seinem engsten Vertrauten in der Klosterschule, und Frederico, dem Freund seiner Kindheit, Lucia, in die er sich verliebt.
Um sich endlich aus den engen Mauern der Erziehung zu befreien, verlässt er eines Nachts unerlaubt das Kloster und begibt sich auf den eigenen Weg in eine für ihn undurchschaubare Zukunft.

Erst nach mehr als einem Jahrzehnt kehrt Andrea in seine Heimatstadt zurück. Er hat es geschafft, ein berühmter Jongleur zu werden, was er sich seit seiner Kindheit vorgestellt hatte. Nun schließen sich die Kreise. Noch einmal leben in der Begegnung mit Abt Pius, Cesareo und Lucia die auf immer und ewig gegenwärtigen Erinnerungen auf, die in der Wirklichkeit als auch im Imaginären stattfinden.

Das Schlussbild hoch oben auf dem Fels gegen den Sonnenuntergang ist zugleich das Anfangsbild des Romanes. Jetzt aber ist es Andrea selbst, der in die Lüfte der fliegenden Feuersteine seine Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft schreibt, in der sich das Leben aller Figuren berührt hatte mit der Gewissheit, "dass es den einen gibt, in dessen Adern dasselbe Blut fließt, auch wenn sie zu unterschiedlichen Zeiten geboren wurden."

Wenn die Figuren in ihren nächtlichen Gesprächen, da man "in der besonderen Stille der Nacht den Dingen auf den Grund sehen kann", über die Kunst, die Liebe und den Sinn des Lebens philosophieren, wissen sie, dass sie, "gleichen Sinnes, gleichen Geistes, entsprossen aus einem Samen, Seele wie Seele eins" sind.

"Wir müssen uns nicht erklären. Wir kennen uns. Seit langem. Seit 500 Jahren. Ewig." Ist das Leitmotiv, das alle sich begegnenden Personen trägt.

Alles ist miteinander verwoben.
Andreas eigene Geschichte mit der der anderen Figuren, die Rahmenhandlungen mit der Haupthandlung. Es wiederholen sich Gedanken, Dialoge, Situationen in anderen Konstellationen, anderen Zusammenhängen, zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Orten.
Erst am Ende wird der Leser das ganz verstehen.
Selbst die Widmung des Buches sind die letzten Worte des Abtes an Andrea, die, zu Beginn noch fragmentarisch, nun vollendet wird.

Spiegelbild dieser zugrundeliegenden Idee ist stets die Jonglage, deren Sinn, so wie unser Mensch-Sein, sich erst im gemeinsamen, gleichberechtigten Flug der Bälle verwirklicht, die im Laufe seines Lebens immer das symbolisieren, was ihn bewegt.
In einer nie enden wollenden fließenden Bewegung, die zu immer neuen Wegen führt, wird jeder zu Begleitern ihrer selbst sowie des anderen, wenn wir sie mit unserer Liebe beseelen. Immer wieder finden sich darin die Figuren.

Anmerkung: Die zitierten Textstellen sind Zitate aus dem Roman, der 200 Seiten lang ist.

Zwei Textausschnitte aus dem Drehbuch

Textintro, gesprochen von den Hauptfiguren nach dem Musik-Intro, als Inhaltsangabe mit "lebenden Menschen"

Ich bin Andrea dell`Luca. Von mir wird die Geschichte handeln.
Ich bin Cesareo, der Eremit. Alle halten mich für verrückt. Ich werde Andrea die Steine aus der Erde unserer Heimat geben. Damit wird vieles beginnen.
Ich bin Abt Pius, Klostervorsteher. Für viele Jahre werde ich Andrea in meine Obhut nehmen. Aber erst am Ende meines Lebens werde ich ihm sagen können, wie sehr er mich berührt hat.
Ich bin Lucia. Ich wohne auf Madonna dell`Monte. Die Liebe wird von uns Besitz nehmen. Sie wird uns verbrennen.
Wir sind die Freunde von Andrea, Tommaso und Frederico. „Du, Andrea, ich werde dir nachreisen bis ans Ende der Welt!“ Das werden wir ihm sagen, jeder für sich.

Diesen Menschen werde ich im Laufe meines Lebens begegnen zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten. Wir werden erkennen, dass wir eines Geistes, eines Sinnes sind, Seele wie Seele eins. Das muss gewiss sein.

Wir müssen uns nicht erklären.
Wir kennen uns.
Seit langem.
Seit 500 Jahren.
Ewig.

Der Höhepunkt: Dialog zwischen Andrea und Lucia

Schau dir die Nacht an.
Die Nacht gehört der Melancholie.
Die Nacht hat ihre eigenen Gesetze.
Da sehen wir den Dingen auf den Grund.
Die Dunkelheit und Stille gibt uns Freiheit.
Wir haben das Licht der Sonne eingefangen und können uns von innen beleuchten.
Es ist jemand in mein Leben getreten, der mich aus dem Gleichgewicht bringt.
Die Liebe ist der Motor allen Lebens.
Dann bekommt die Seele Flügel.
Ich liebe dich, Lucia.
Wir müssen uns nicht erklären.
Wir kennen uns.
Seit langem.
Seit 500 Jahren.
Ewig.

Alles liegt in Einem.
Das Literarisch-Schriftstellerische und Philosophische, die Jonglage und Akrobatik, das Schauspiel und die Musik,
das Gruppen- und Kulturübergreifende wie die Einbindung der Ballettgruppe unserer Schule sowie der Mädchen aus den verschiedensten Kulturen, z.B. Ägypten, Iran, Türkei, China,
das Schulübergreifende mit dem Asamesischen Zirkus des Asam-Gymnasiums und die Zusammenarbeit mit dem Verein TS Jahn im Rahmen der Stützpunktschule,
verwirklicht mit 200 Mädchen aller Altersstufen von 10 bis 22 Jahren.

Die Vorstellung auf der Bühne dauerte etwas mehr als zwei Stunden mit Pause.

 
Projektauslöser/Idee:
"Der Funke der Liebe hat dich mitten in das Herz getroffen."

Nachdem wir im April 2004 „Novecento. Die Legende des Ozeanpianisten“, frei nach Alessandro Barrico, auf die Bühne gebracht hatten, war ich auf der Suche nach einem neuen Stück.

Seit Jahren sind die Literatur und die Musik sowie das Schreiben wichtige Inhalte meines Lebens. Diese Art unserer Aufführungen, Literatur, Theater, Live-Musik (Novecento spielte live am Klavier), Musik und Bewegungskünste als Ausdruck literarischer Bilder sowie die Umsetzung als Bühnenstück mit vielen Beteiligten unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Fähigkeiten sind meine persönliche Herausforderung.

Zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten kam mir dann die Idee, meinen eigenen Roman als Drehbuch umzuschreiben und als Bühnenstück mit meiner Gruppe aufzuführen. Das war für mich dann der Auslöser, dies zu realisieren, zumal die in meinem „Buch“ beschriebene Philosophie der Jonglage im Spiel der Schwerelosigkeit mit dem, was wir als Gruppe in der Realität tun und wie wir uns verstehen, vollkommen in Einklang kam.

Die Zeit war anscheinend reif für dieses philosophische Projekt.

Diesen meinen Roman habe ich in ein Drehbuch umgeschrieben als ganzheitliches Werk der Philosophie und Literatur, des Schauspiels, der Artistik, Jonglage und des Balletts und habe ihn im Februar 2007 auf die Bühne gebracht.

 
Projektentwicklung:
"Alles, was geschieht, geschehen ist und geschehen wird, sei denen gewidmet, die gleich denken, es sei der Zeit gewidmet, in der vieles geschah, es sei ...", (die Widmung, gesprochen von Abt Pius zu Beginn wird am Ende vollendet).

Das Drehbuch, damit verbunden die Einbindung aller möglichen Beteiligten, war für mich fertig geschrieben. Die Realisierung des Stückes war in allen Bereichen in meiner Vorstellung.

Die ersten Schritte in die Öffentlichkeit, und alle weiteren in Folge, waren immer geprägt von den emotionalen Berührungen mit dem Text und der kommenden Aufführung.

Dann passierte vieles gleichzeitig. Ich nahm persönlichen Kontakt auf mit allen Personen, die ich einbinden wollte. In zahlreichen Gesprächen ging das Stück auf seinen Weg.

Die weitere Entwicklung vollzog sich auf verschiedenen Ebenen: dem Inhaltlichen, auf der Ebene der Kinder und Jugendlichen, der Eltern und der Planung der Logistik in allen Bereichen.

Inhaltlich: alle Beteiligte ab der 7. Klasse bekamen das Drehbuch in gedruckter Form als kleines „Büchlein“ mit dem originalen Titelbild.

Die Ebene der Kinder und Jugendlichen: Um neue Möglichkeiten auszuprobieren und zu erproben, lud ich Experten, z.B. in Akrobatik und Hochstelzen gehen ein, mit denen wir an Wochenenden oder in Trainingslagern außerhalb der Schule experimentierten. Dies schweißte die Gruppe eng zusammen.

Ab einem bestimmten Zeitpunkt durften sich die jüngeren Mädchen für zwei verschiedene Auftritte, die ich im Rahmen der inhaltlichen Möglichkeiten vorher festgelegt hatte, entscheiden. Die älteren entschieden sich nach ihren Vorlieben und Fähigkeiten. Dabei entstanden klassen- und altersübergreifende Gruppen, die im Folgenden einzeln probten.

Die Eltern: Die Eltern aller Beteiligten lud ich zu einem Elternabend ein, es kamen ca. 40 Personen, auf dem ich ein Team von Eltern gewinnen konnte, die ihre Professionalität auf den verschiedensten Gebieten für die Vorbereitung einsetzten, s. Kooperationspartner, und noch viele mehr, u.a. für den Kartenvorverkauf, um mich ganz auf die inhaltliche Verwirklichung konzentrieren zu können.

Der Zeitpunkt sowie die Anzahl der Aufführungen wurden in Absprache mit der Schulleitung festgelegt, fünf Abende im Februar 2007 (schulaufgabenfreie Zeit).

Logistik, Technik, Bühnenaufbau, Finanzen, Kontakte, …: ein fast unendliches Kapitel. Die Überlegungen und konkreten Planungen bedurften die meiste Zeit. Hätte ich meinen Sohn Tim, den Experten in allen technischen Bereichen und meinen engsten Berater, und meine Familie nicht gehabt, wäre vieles nicht in dieser Form zustande
gekommen, wie es dann war.

"Abt Pius: Wie leben als unvollkommene Menschen in einer unvollkommenen Welt.
Andrea: Heute sind wir soweit, die Zweifel hinter uns zu lassen. Das ist der Grund, warum ich hier bin. Es ist an der Zeit, Frieden zu machen.
Abt Pius: Nichts bleibt unvollendet.
Andrea: Es ist für uns so eingerichtet.
Abt Pius: Das Erleben dieser Höhepunkte macht uns ehrfürchtig.
Andrea: Das ist ... die Liebe.
Abt Pius: Am Ende meines Lebens, das in langen Jahren auch deines war, mache ich Frieden mit dir, der gleich denkt, mit der Zeit, in der vieles geschah, mit dem Leben, das alles ermöglicht. Verzeih, und lebe."

 
Besonderheiten:
"Die Liebe ist der Motor allen Lebens. Dann bekommt die Seele Flügel."

Das Schriftstellerische und Philosophische, Artistik, Jonglage und Tanz(-theater), Schauspiel, Licht und Musik, Bühnenaufbau und Choreographie, das Gruppen- und Kulturübergreifende als ganzheitliches Kunstwerk. Jeder Bereich spiegelte sich in dem anderen wider, so dass das Stück auf allen Ebenen als große Einheit fließend ineinander verwoben war. "In einer nie enden wollenden fließenden Bewegung, die zu immer neuen Wegen führt, wird jeder zu Begleitern ihrer selbst sowie des anderen, wenn wir sie mit unserer Liebe beseelen." Immer wieder finden sich die Figuren darin.

Als Autorin und Initiatorin, Bewegungskünstlerin, Choreographin und Regisseurin in einer Person war es mir möglich, nicht nur in verschiedenen Szenen immer wieder mehrere sinnliche Wahrnehmungsebenen zu vereinen - der gesprochene Text mit Musik und als bewegungskünstlerische Darstellung, sondern auch das gesamte Stück als Gesamtkunstwerk zu konzipieren.

Beispiel (Foto 2)

Musik: Titelmusik aus "Gladiator", Bewegungskünstlerische Darstellung: Keulenjonglage
Gesprochener Text:

"Dem Zauber ergeben, deren Bestimmung darin lag, zu fliegen, begehrend, frei im Fall, voller Genuss, innezuhalten und erneut die Lüfte zu erobern, stand er da gegen die untergehende Sonne hoch über den Klippen und ließ die Leichtigkeit seines Spiels jeden erleben.
Er gab ihnen Leben, Herzschlag und Atem, und nahm ihnen die Schwere, die ihnen angeboren war, deren drei an der Zahl, pulsierende Bewegung, gen Himmel fliegend und zur Erde zurückgezogen wie von unsichtbarer Hand, sich verlierend im Wechsel nach oben und unten, ein stetes Auf und Ab, als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe, als mit seinen eigenen Händen Gebilde in die Luft zu zeichnen, die nur er sah.
Auf Bahnen voller Licht und Schatten beschrieben sie ihren Lauf, jede für sich, aber miteinander im Flug, einander voraus und wiederum eilende Nachhut der anderen. Richtung und Wege, gleichsam alles auf den Kopf gestellt, Verstand und Wille wundersam erschüttert.
Alles lag in einem, immerwährender Beginn, das Runde und Gerade, Höhe und Tiefe, Flug und Fall, Freiheit und Begrenzung, Sehnsucht und Erfüllung."

Selbst das Finale der jungen Künstlerinnen, die am Ende in einem Wechsel von Musik und Text alle auf die Bühne gekommen sind, war in ein „Finale der Worte und Menschen“ eingebettet, in dem von jeder Figur deren Lebensphilosophie noch einmal kurz in deren eigenen Worten vorgetragen wurde. Das letzte Schlussbild, der Epilog, war identisch mit dem

Intro der Aufführung, der "lebenden" Inhaltsangabe": "Alles liegt in Einem (...) Anfang und Ende."

Der Text wird als Schauspiel-gespielte Szenen, als bewegungskünstlerisch-gespielte Bilder und / oder über einen Erzähler präsentiert.

Einladungskarten, Eintrittskarten, Plakate und Manuskript trugen immer das Titelbild (s. Foto 1).

Das Drehbuch hat jede Mitwirkende in einer selbstgedruckten Fassung bekommen.


Der Ort, die Bühnenräume, Technik - Die Turnhalle verwandelte sich in eine Kunsthalle.

Der Text von der Liebe erschien als Banderole an den Wänden im Publikum.

"Siehst du mein Spiel? (…) Spürst du mich, Lucia? Die Kunst des Fluges vermag den Körper entfesseln und mitreißen in lebensgefährliche Fluten taumelnden Glücks. (…) Lass dich ein, ein Abenteuer wird es werden, wenn du es willst. Bleibe weich, das mach dich leicht. Wenn du das Gleichgewicht verlierst, dann wird sich zeigen, welches Bild du ganz innen in dir von deinen Träumen hast. Die Stunden brauchen wir nur kommen zu lassen, um sie für die Ewigkeit einzulösen. Behutsam streuen würde ich meine Träume zwischen deine, damit die Saat unserer Gedanken zwischen deinen Spuren aufgehen möge, um dir Wegbegleiter zu sein auf dem Pfad voraus in unsere Geschichte. Bleibe leicht, das macht dich weich. Wir leben mit einem Hauch von Unsterblichkeit. Das ist die Liebe."

Bühnenaufbau als Kreuz (Bühnenteile Höhe 60 cm) im Publikum sowie der große (normale) Bühnenraum; jeder Flügel des Bühnenkreuzes war einer Figur gewidmet, denen die Hauptfigur Andrea dell`Luca im Laufe ihres Lebens begegnet.

Dieses Kreuz war als Bühne nicht nur für die Schauspielern, sondern auch für die Artisten.
Über dem Bühnenkreuz wurde ein Traversenkreuz installiert, an dem statische Scheinwerfer und Mooving Lights die Schauspieler und Artisten immer in Blick nahmen.

Equipement der Technik in Verbindung mit dem Bestand von professionellen Lichttechnikern und mit dem Kulturreferat München war der Traum eines jeden Lichtkünstlers auf schulischer Ebene.

Die Bühnenräume waren immer miteinander verbunden, Auf- und Abgänge waren über den Zuschauerraum möglich, so dass immer die Schülerinnen der jeweiligen Spielhälfte zugleich Zuschauer des gesamten Stückes waren, die im Publikum saßen und direkt oder über backstage auf die Bühne kamen.

Eine ganze Klasse, die ich zwei Jahre in Deutsch unterrichtet hatte, hat sogar mitgemacht. In dieser Klasse befinden sich zahlreiche Mädchen mit Migrationshintergrund. Diese haben inmitten des Stückes, als dieses vom Inhalt passend war, die Direktorin der Schule, die das Publikum offiziell begrüßt hat, auf die Bühne geholt. Zu diesem Zeitpunkt wurde das das Publikum offiziell begrüßt, die Mädchen taten es in ihrer Muttersprache: Polnisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch,..., Persisch, Chinesisch und Lateinisch.

Je älter die Mädchen waren, desto selbstständiger arbeiteten sie, nachdem sie meine persönlichen Vorstellungen und die Rahmenbedingungen kannten. Während der Umsetzung begleitete ich sie stets, nahm das Entstehende und die Mädchen immer mit dem Blick auf mehrere Möglichkeiten der Realisation in meine Obhut, damit alle mit allen ihren Fähigkeiten „ins rechte Licht“ gerückt werden konnten.

Das Bild, das ich für das Titelbild ausgewählt habe, habe ich vor mehreren Jahren einem Straßenkünstler in San Gimignano abgekauft, ohne zu ahnen, dass ich es für die Aufführung verwenden würde. Die Pinie auf der Erdkugel steht für die Pinien, dem Himmelsausblick, unter den sich der kleine Andrea immer zurückzieht und sich hinauf in himmlische Höhen träumt. "Hier entstanden sie die Welten, die es nur in seiner Vorstellung gab (...) und die er in das Tagebuch seiner Seele schrieb."

Die Begegnungen mit Menschen, die ich in der Zeit der Vorbereitung kennengelernt habe und mit denen ich zusammengearbeitet habe, waren oft von einer ganz besonderen Nähe, die ich ich nicht vergessen möchte. Sie haben mein Leben sehr bereichert.

Meine persönliche Herausforderung
Die Philosophie vom Spiel mit der Schwerkraft und von der „Anziehung“ der Menschen gibt es als Thema nicht in der Literatur.

Die Aufführung war der Höhepunkt eines langen Weges, den wir alle gemeinsam gegangen sind und der umso tiefer berührt und in der Erinnerung bleiben wird, je länger wir uns auch im Nachhinein darauf einlassen. Nach einem Jahr ist alles noch so präsent, als ob es gestern gewesen wäre.

Das "Spiel" mit dem Künstlerischen und mit sich selbst darin braucht Zeit. Wir ließen uns darauf ein.

Die Wirkung der Aufführung auf das Publikum war Staunen und Verblüffung, weil kaum jemand mit dieser Art der Präsentation gerechnet hat und weil sich niemand vorstellen konnte, wie so viele Kinder und Jugendliche so harmonisch eingebunden sind.

Die ästhetische Erziehung und Bildung der Kinder und Jugendlichen in Verbindung mit einer Pädagogik, die den Kindern Flügel verleiht, ist meine persönliche berufliche und menschliche Überzeugung als Lehrerin.

Erinnerungen geben, die emotionale Berührungen in der Literatur, Musik, Theater und mit allem, was wir tun, aufleben lassen – auf dem Weg in die Zukunft schreiben wir unsere eigene Vergangenheit – und einen Weg als Menschen auf eine ganzheitliche Weise für Körper, Geist und Seele miteinander gehen, an dessen Ende als Krönung die Aufführung steht, das erleben wir seit zehn Jahren.

Umfassende Informationen über das Projekt und unsere Gruppe sind auf unserer Homepage zu finden: www.majostics.de

 
Probleme und Lösungen:
"Der Funke der Liebe hat dich mitten in das Herz getroffen. Alles wird offenliegen und dennoch ein Rätsel bleiben. Von Licht und Schatten wird dein Leben bestimmt sein. Erst wenn du verstehst, wirst du erkennen. (...) Dafür muss die Liebe in dir wachsen, für sie musst du leben."

Um alle Mädchen meiner Gruppe teilhaben zu lassen und niemanden auszuschließen, waren wir schließlich 200 Mitwirkende. Diese hohe Zahl und der zusätzlich backstage Beteiligten überwältigte mich selbst und bescherte mir alle Facetten der Gefühle von Verzweiflung bis Euphorie.

„Wir passen nicht alle in die Halle. Was machen wir mit den Schülerinnen, die nicht an der Reihe sind? Wie kann ich alle auch als Zuschauer wie bisher einbinden? Wie proben wir das Ganze mit allen? Was sagt die Feuerpolizei?“
Es bedurfte vieler Gedanken, das „Problem“ in alle Richtungen auszuloten. Das kostete mich sehr viel Energien.
Die Lösung fand ich darin, dass die Mitwirkenden nur der jeweiligen Spielhälften die Aufführung live erlebten, die anderen sahen diese live über Beamer in die zweite Turnhalle übertragen.

Da erst bei der Generalprobe zwei Wochen vor der Aufführung alle Mitwirkenden aufeinandertrafen, musste ich bis zu diesem Zeitpunkt warten, ob alles klappen würde.

Vertrauend auf die immensen, intensiven Energien der Vorbereitung, die positiven Kräfte sowie die äußerst vertrauensvolle Zusammenarbeit aller war ich angesichts der langfristigen, weitreichenden Vorbereitungen in alle Richtungen spätestens zu dem Zeitpunkt der Generalproben beruhigt.

Inhaltliche Überlegungen: Durch den philosophischen Inhalt des Stückes war ich mir am Anfang nicht sicher, ob ich die Jüngeren mit der Philosophie der Liebe, des Lebens im Spiegelbild der Jonglage nicht überfordere.

Dadurch, dass ich den Mädchen viel erzählt habe, behutsam mit der "Magie der Anziehung", der Liebe berührt habe, war ich von der intuitiven und emotionalen Aufnahme des Textes überzeugt.

Außerdem gab es bei den Proben und Aufführungen dann so viel zu schauen, musikalisch zu hören, denn viele verschiedene Sinne waren angesprochen.

Die Organisation im Schulalltag: Die Proben mit den einzelnen Gruppen, in denen Mädchen unterschiedlichen Alters und damit unterschiedlicher Klassen waren, gestaltete sich als sehr schwierig, da eine gemeinsame Zeit in einigen Gruppen oft nicht möglich war wegen des unterschiedlichen Stundenplans, wegen des vielen Nachmittagsunterrichts v.a. durch das G 8, wegen der anderen Beschäftigungen und Verpflichtungen der Mädchen, wegen Hausaufgaben und Schulaufgaben.

Deswegen legten wir oft für diese Gruppen die Proben auf die Zeit nach dem Unterricht oder auf die Wochenenden Das G 8 ist dabei der schleichende „Tod“ für die Zukunft.)

Die Schulleitung kam mir und uns entgegen, dass wir im Stundenplan die bestmögliche Zeit für die Jüngeren offiziell festlegten; für die Älteren entschied ich mich für den Freitag Nachmittag, an dem kein Unterricht an der Schule stattfindet.

In persönlichen Gesprächen versuchte ich die Mädchen in die Verantwortung der Gruppe gegenüber zu bringen, da schulische wie private Termine sich oft verschieben, tauschen lassen.

Finanzielle Überlegungen:
Da wir innerhalb des Schulbetriebes eine autarke Gruppe sind, die sich über Auftritte die Requisiten selbst erspielt, musste ich die finanziellen Möglichkeiten über einen Finanzplan weitreichend überlegen.

Einerseits investierte ich im Voraus durch meine persönlichen, privaten Mittel, andererseits rief ich im Vorfeld über einen Elternbrief an die Eltern aller beteiligten Mädchen zu Spenden auf, die auch sehr zahlreich eintrafen, so dass ich ein gutes Polster hatte, in die Zukunft zu sehen.

Hätten wir die Technik über offizielle Stellen zwei Wochen ausleihen müssen, hätten wir die Kosten nie tragen können. Marcus Hüttl, ein Idealist und Fan solcher schulischen Veranstaltungen, von der Idee fasziniert, unterstützte unser Vorhaben, indem er wirklich wenig Geld verlangte. Ein Engel.

Die hohen Kosten der feuerpolizeilichen Genehmigung für die vierminütige Feuerpräsentation, die symbolisch den inhaltlichen Höhepunkt von „Asche und Glut der Liebe“ darstellte, sowie der Brandschutz vor Ort an jedem Aufführungsabend konnten getragen werden.

Die Einnahmen nach jeder Vorstellung, Spenden der anwesenden Besucher, die „Platzkartenreservierung“ im Vorverkauf von 2 € sowie hohe Einzelspenden von manchen Eltern haben uns viel Geld beschert.

Im Nachhinein hätte auch der Elternbeirat der Schule ein mögliches Minus getragen. Das wusste ich aber im Vorneherein nicht.

In meiner zweijährigen Vorbereitungszeit war es mir möglich, mir über eventuell auftretende Probleme genügend Gedanken zu machen, die ich im Vorfeld lösen konnte, so dass ich vordergründig nie ernsthaft aus dem Gleichgewicht gekommen bin. Schlaflose Nächte hatte ich viele.

 
Anekdotisches:
"Wir leben füreinander. Und nur die Liebe zählt."

"Kathi: Inzwischen gehört der Kraftkreis zu unseren Aufführungen dazu wie Keulen, Bälle, Ringe und die Aufregung davor, auf der Bühne zu stehen. Entstanden ist er spontan vor einer der Novento-Aufführungen 2004. Um genau diese Aufregung zu bekämpfen, setzten wir uns mit ausgestreckten Beinen im Kreis auf den Boden unseres Raumes hinter der Bühne. In der Mitte wurde die Kraft gesammelt, den Auftritt gut über die Bühne zu bringen, dann durch eine Laola-Welle auf alle Kreismitglieder übertragen. Unverzichtbar ist auch die Schokolade als wichtiger Bestandteil des Kraftkreises und auch um die Nerven zu beruhigen, bevor es wieder heißt: Vorhang auf, Bühne frei ..."

Im Guestbook der Homepage zählten die Mädchen den Countdown zu den Aufführungen, äußerten sich über diese und unsere MAJOSTICs allgemein.