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Daniel Bazanta (Kolumbien), Musiker
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Daniel Bazanta beim Percussionunterricht
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Kinderkurs
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Kleines Konzert zum Abschluss eines Kurses
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Kinderkurs
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Auftritt der Comparsa in der Fußgängerzone am Hauptbahnhof
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Generalprobe für den Essener Umzug "Carnival der Kulturen" 2002
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Mit über 300 Pers. der Schule beim Umzug "Carnival der Kulturen" 2000
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Auftritt beim 2. RuhrMarathon am 25.4.2004
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Bühnenauftritt beim "Fiesta afro-latina" am 11.9.2004
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Im Düsseldorfer Landtag am 28.1.2005
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Die "Comparsa de San Antonio" beendet die Veranstaltung im Landtag
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Daniel Bazanta und Clarissa Waclawek (Schulleiterin)
"Comparsa de San Antonio" - Percussion afro-latina
 
Schule:
Antoniusschule
Im Haferfeld 39
45279 Essen
Tel.: 0201 50 48 28
Fax: 0201 850 81 32
www.antoniusschule.homepage.t-online.de




Grundschule

 
Kooperationspartner:
Daniel Bazanta,
Münster
www.yamambo.de

 
Beteiligte Schüler:
Schuljahr 2004/05: 58
Kinder aus allen 4 Jahrgängen
(9 Klassen)
 
Beteiligte Lehrkräfte:
4 Lehrerinnen der Antoniusschule, als Grundschullehrerinnen unterrichten sie alle Fächer (außer Religion)
 
Stundenvolumen:
mind. einmal monatlich 6 Stunden
Stundenvolumen seit 1999: ca. 420 Std.
Dazu kommen die Proben für Auftritte und die Auftritte selber, ca. 5 bis 7 im Jahr, sowohl in der Schule als auch in- und außerhalb Essens, und besondere Projekte

Zeitvolumenangabe ist ohne Planungs- und Vorbereitungszeiten der Lehrerinnen und des Künstlers.

 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Tun taka tun taka tun taka tun - regelmäßig freitags von 11.40 Uhr bis 18 Uhr steht "Percussion afro-latina" auf dem Stundenplan der Grundschule. Getrommelt wird auf großen Congas und Tumbadoras. Dazu kommt seit 1999 der Musiker Daniel Bazanta aus Münster ein– bis zweimal im Monat in die Antoniusschule nach Essen.
Daniel Bazanta stammt aus Kolumbien und spielt selber seit seinem 7. Lebensjahr verschiedenene Trommeln, vor allem auf der kubanischen Conga. An der Antoniusschule leitet der Musiker fünf Kurse: 4 für die Kinder, 1 für Lehrerinnen. Die Kinder des ersten Schuljahres spielen in zwei Anfängerkursen. Die Kinder der 2., 3. und 4. Schuljahre in einem der beiden Fortgeschrittenenkurse. Drei inzwischen ehemalige Schüler spielen mit den Lehrerinnen im "Erwachsenenkurs". Mit dabei sind auch Lehrerinnen von anderen Schulen aus Essen.
Die Kurse finden außerhalb des Unterrichts statt. Sie sind so organisiert, dass die Kinder der ersten Klassen im Anschluss an ihrem Unterricht um 11.40 Uhr mit ihrem Kurs beginnen. Die zweite Anfängergruppe wird solange betreut. Für die anderen beiden Kurse kommen die Kinder nachmittags wieder in die Schule. Die Erwachsenen spielen im letzten Kurs. Die Betreuung der Kinder in den vier Kinderkursen erfolgt – im Rahmen ehrenamtlicher Tätigkeit - von den Lehrerinnen, die im Erwachsenenkurs Musik machen.
Daniel Bazanta begeistert Kinder und Lehrerinnen für afro-latinische und mit afro-latinischen Rhythmen. Dabei vermittelt er neben Trommeltechniken vielfältige Einblicke in seine Heimat Kolumbien und in die lateinamerikanische, karibische Kultur. Die Kinder lernen auch Kleinpercussion, wie Maracas, Clave, Guiro, Agogo und Campana kennen. Die Rhythmen, die gespielt werden, heißen u. a. 6/8, Rumba Columbia, Guaguanco, Yambu, Mambo, Conga Oriental, Samba, Merengue, Cumbia.
Nach und nach – auch mit Unterstützung des Kulturbüros Essen – haben wir in den letzten Jahren für die Schule Congas angeschafft, so dass wir inzwischen über 23 eigene große Trommeln verfügen! Dabei sind auch 8 tragbare Trommeln, die bei den Umzügen zum Einsatz kommen.
Die Kinder melden sich zu Beginn des Schuljahres, bzw. Schulhalbjahres zu einem Percussionkurs an. Ein Kurs läuft jeweils über ein halbes Schuljahr. Die genaue Kurszuweisung erfolgt durch Herrn Bazanta. Da alle Kinder die Möglichkeit haben sollen, bei Interesse teilzunehmen, sind die Kosten, die für die Eltern entstehen, gering. Sie bezahlen für den Kurs für sechs Monate 6 €. Die Restkosten versucht die Schule auf verschiedenste Arten zu finanzieren.
Zum Abschluss eines Kurses gibt es für Eltern und interessierte Öffentlichkeit in der Schule jeweils ein kleines Konzert, in dem die Kinder zeigen, was sie gelernt haben. Es ist immer wieder beeindruckend zu erleben, welche Fortschritte die Kinder gemacht haben, wie viel Rhythmusgefühl die meisten entwickeln, wie sie sich von Kurs zu Kurs weiterentwickelt haben und wie gut das Trommeln für ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwertgefühl ist! Und es sind viele Kinder dabei, die vom Elternhaus her sonst keinerlei Instrument erlernen würden.
Das Besondere an Percussion afro-latina ist, dass die Schulung von Rhythmik zum einen die Lust auf musikalischen Ausdruck, die Koordination und die Konzentration und das Lernen mit allen Sinnen fördert. Es werden im Umgang mit den Rhythmusinstrumenten Verständnis für Musik, die Stimme, die Motorik, die Kreativität, sowie soziale Fähigkeiten entwickelt, ebenso die Wahrnehmung. Dies alles zusammen wirkt sich bei den Kindern positiv auf alle Lernbereiche aus. Das gesamte Lebensgefühl der Kinder verbessert sich!
Die Kinder und die Lehrerinnen tragen den Rhythmus auch in den alltäglichen Unterricht und er hat seine positiven Auswirkungen: Sowohl auf den Congas als mit Kleinpercussion, die in allen Klassen in großer Auswahl vorhanden sind, werden Rhythmen gespielt, Lieder begleitet, aber auch Gedichte gelernt, gerechnet usw.
Durch die Trommelkurse sind auch weitere vielfältige Projekte entstanden und vom Kollegium und Daniel Bazanta gemeinsam entwickelt und auf den Weg gebracht worden. So hat sich die Antoniusschule zum Beispiel an öffentlichen Veranstaltungen wie "Carnival der Kulturen" in Essen und Bielefeld beteiligt und an den großen Straßenumzügen teilgenommen. Es wurde die "Comparsa de San Antonio" gegründet. Es gab öffentliche Auftritte in Fußgängerzonen, bei Festen und bei sportlichen Veranstaltungen. Zweimal hat die Comparsa beim EssenMarathon gespielt und einmal hat sie die Läuferinnen und Läufer beim großen Ruhrmarathon mit südamerikanischen Rhythmen "aufgemuntert". Der nächste Auftritt der "Trommelgruppe" ist beim 3. RuhrMarathon am 17. April 2005.
Ein besonderer Höhepunkt war im September 2004 eine "Fiesta afro-latina" im Bürgerhaus Oststadt, die die Antoniusschule zusammen mit Daniel Bazanta geplant, organisiert und durchgeführt hat. Es gab ein fünfstündiges Livekonzert mit insgesamt 5 Musikgruppen. Mit dabei waren Celi Marrón Trio (Brasilien), Mamadou Camara (Guinea) mit CANU, Obuama Odametey (Ghana) Yamambó mit Künstler/innen aus Chile, Peru, Bolivien, Brasilien, Deutschland und Kolumbien. Auf der Bühne mit dabei waren natürlich auch die Kinder aus den Percussionkursen. Das Publikum war begeistert!
Auch beim Bielefelder "Carnival der Kulturen" ist die Comparsa seit 2002 mit Daniel Bazanta, den Lehrerinnen und einigen Kindern mit dabei (als "Comparsa del Rio Rhin" zusammen mit Interessierten aus anderen Kursen des Musikers, wie Düsseldorf, Warendorf, Münster). So auch – zum vierten Mal – wieder am 4. Juni 2005.
Am 28. Januar 2005 hatte die Antoniusschule mit 11 Kindern aus den drei Kursen anlässlich einer Preisverleihung an nordrhein-westtfälische Schulen zwei Auftritte im Düsseldorfer Landtag.
Als die Schule 1999 mit dem Trommeln angefangen hat, war es zunächst für uns alle eine ganz neue Erfahrung. Inzwischen hat sie fast sechs Jahre Erfahrung mit "Percussion afro-latina" und Kinder und Lehrerinnen sind weiterhin mit großer Begeisterung bei der Sache! Dies liegt sicher nicht zuletzt an den südamerikanischen Rhythmen und an unserem tollen Musiklehrer Daniel Bazanta, der uns immer wieder mit seiner Lebensfreude ansteckt!
Es ist schön zu erleben, wie aus kleinen Anfängen schrittweise sehr nachhaltige, kreative Prozesse und Ideen entstehen, die große, positive Auswirkungen auf das gesamte Schulleben haben.
 
Projektauslöser/Idee:
Mit dem südamerikanischen Kontinent ist die Schule seit 1989 durch Patenschaften mit einem Kinderheim in Trujillo/Peru verbunden. Alljährlich finden Projekttage statt, um die Kinder auf die Situation und die Not in den Ländern Südamerikas aufmerksam zu machen. Regelmäßig führt die Schule für die Patenkinder Geldspenden-Aktionen durch.
Im November 1998 erhielt die Schule einen Anruf von Christoph Hahn von ETHNO ART RUHR. Er war auf der Suche nach Schulen, die Interesse daran hätten, zusammen mit ETHNO ART RUHR das "planet junior festival", das jährlich in den Niederlanden stattfindet, im Ruhrgebiet umzusetzen. Das Motto für 1999 sollte lauten "Anden anders". Bei einem Treffen in der Zeche Carl, an dem Schulleiterin und einige Eltern teilnahmen, wurde Näheres bekannt gegeben:
Es sollte sich als "Weltkinderfestival" um eine Art Kulturfestival handeln. U. a. sollten Grundschulkindern (deren Lehrerinnen, Eltern, Angehörigen) in der Begegnung mit Künstler/innen mit verschiedenen Kulturen bekannt gemacht werden. Schwerpunktländer 1999 seien die Andenländer Peru, Bolivien und Ecuador. Teilnehmen könnten ca. 6 Schulen aus Essen.
Es lag nahe, dass - nach weiterer genauer Vorstellung durch Herrn Hahn in Lehrerkonferenz und Schulpflegschaft - Kollegium und Eltern der Antoniusschule dafür waren, sich an diesem Projekt zu beteiligen.
 
Projektentwicklung:
Zunächst haben wir den Kindern im Unterricht in der Zeit von März bis Anfang Mai 1999 mit Hilfe verschiedener Medien Informationen über das Leben der Menschen in den betreffenden Länder näher gebracht.
Daneben wurde eine Projektwoche geplant (3. – 7.5.1999), in der in Workshops Künstler/innen aus den Ländern mit Kindern, Lehrerinnen, Eltern zusammen arbeiten sollten. Der Projektwoche gaben wir das Motto "Zu Gast in Südamerika". Erst Ende April stand fest, welche Künstler/innen in die Schule kommen würden. Es konnten 8 Workshops für jeweils jahrgangsübergreifende Gruppen angeboten werden. Alle Künstler haben für eine Woche in Familien in der Nähe der Schule gewohnt. Zu Gast in der Schule waren: Jorge Hidalgo (indianische Masken, Drachen und Gipsabdrücke) aus Kolumbien, Isabel Lipthay (Tänze, Lieder, Leckereien) aus Chile, Dina und Sergio Gomez (Musikalische Reise in die Geschichte) aus Chile und Daniel Bazanta (karibische Percussion) aus Kolumbien.
Kinder, Lehrerinnen und Eltern waren sehr beeindruckt von den Künstler/innen und ihrer Arbeit in dieser Woche!
Als Präsentation der Ergebnisse der Projektwoche wurde für den 29.5. ein großes Schulfest mit den Künstler/innen geplant. Außerdem war die Gruppe "Inti Punchai" zu Gast, die südamerikanische Musik und damit das Fest richtig stimmungsvoll machte.
Zwei Lehrerinnen waren vom Trommeln auf den großen Congas so begeistert, dass sie Daniel Bazanta fragten, wo man das Instrument von Grund auf erlernen könnte. Herr Bazanta sagte: "Bei mir! Ich komme aus Münster und bringe es euch bei!"
Aus der besonderen Zusammenarbeit in der Projektwoche, in der Vorbereitung auf das Schulfest und das Fest selber, wurden so mit Daniel Bazanta Absprachen getroffen, ab August 1999 in der Schule Freitag nachmittags Percussionkurse anzubieten, und zwar sowohl für Lehrerinnen als auch für die Kinder. Seitdem hat sich daraus die enge Zusammenarbeit bis heute entwickelt.
Ohne den Anstoß und die Zusammenarbeit von Christoph Hahn und den Mitarbeitern von ETHNO ART RUHR wären diese Projekte "Zu Gast in Südamerika" und die Percussionkurse nicht entstanden. Allerdings hätten sie auch nicht ohne das große Engagement von Seiten der Schulleiterin, des Kollegiums und den Eltern der Schule durchgeführt werden können. Solche Projekte erfordern Arbeit weit über das Maß der unterrichtlichen Arbeit hinaus. Das wiederum ist wohl nur möglich, wenn eigene Begeisterung dazu kommt, so ein Projekt zu tragen!
 
Besonderheiten:
Das Besondere ist sicher zunächst einmal die Conga als Unterrichtsinstrument für Grundschulkinder. Hinzu kommt die sehr gute, enge, zuverlässige Zusammenarbeit mit einem Künstler, das Erlernen von afro-latinischen Rhythmen und das gemeinsame Auftreten von Grundschulkindern zusammen mit ihren Lehrerinnen unter Leitung eines professionellen Musikers mit südamerikanischer Straßenmusik, und zwar mittlerweile über einen Zeitraum von fast 6 Jahren.
Das Trommeln fördert das soziale Miteinander sowie die musikalische Entwicklung und damit die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Die Lehrerinnen (und Eltern) erleben, dass bei den Kindern Talente zu Tage kommen, die sonst vielleicht nicht zum Vorschein gekommen wären. Trommeln ist anstrengend und erfordert große Konzentration. Aber die Kinder erleben bei ihren Auftritten, dass sie mit ihren Rhythmen andere Menschen begeistern können, dass die Menschen anfangen zu tanzen, zu lachen, freundliche Rückmeldungen geben . . . ! Die Musik schafft eine Verbindung zwischen Menschen und ihren Kulturen. Leib und Seele werden gleichermaßen angesprochen.
Über den Musikunterricht hinaus lernen die Kinder außereuropäische fremde Sitten und Gebräuche, andere Lebensweisen, Musik- und Tanztraditionen kennen. So ist das Projekt auch ein Beitrag zur Völkerverständigung und schafft die Motivation für ein friedfertiges Zusammenleben verschiedenen Kulturen, was Grundlage einer jeden Friedenserziehung ist.
In dem Musiker Daniel Bazanta hat die Schule einen hervorragenden Musiklehrer gefunden, der Kindern und Lehrerinnen die Sprache der Trommeln und die Kultur eines anderen Kontinents erfahren lässt.
 
Probleme und Lösungen:
Hier muss das Problem der Finanzierung des Projekts erwähnt werden. Künstler verdienen ihr Geld mit Arbeit, häufig sehr unregelmäßig und sind abhängig von vielerlei Dingen, wie Kulturetats . . . Projekte, die sie an Schulen durchführen, müssen auch finanziert werden. Und so ist es von Anfang an schwierig gewesen, das Honorar für Daniel Bazanta für die Kinderkurse aufzubringen. Geschafft hat die Schule es bis jetzt, in dem sie auf ständiger Suche nach Sponsoren ist, immer wieder Anträge an verschiedenste Institutionen gestellt hat und weiterhin stellt. So wurden zweimal Gelder vom Kulturbüro der Stadt Essen bewilligt, einmal gab es eine Spende von einem Lions Club, einmal eine Zuwendung von einer Stiftung, immer wieder trat der (kleine) Förderverein der Schule ein um Finanzierungslücken zu stopfen. Es gibt leider keine Kontinuität in den Zuwendungen. Nur die Eltern der Kinder leisten einen kleinen Betrag, 6 € pro Kurs, und die Honorare für die Auftritte, die es inzwischen gibt, kommen Herrn Bazanta zu Gute.
Das "Fiesta afro-latina", das dafür geplant war, die Percussionkurse finanziell abzusichern, war durch die hohen Ausgaben in finanzieller Hinsicht kein Erfolg. Es soll 2006 trotzdem wiederholt werde, zum einen weil wir sehr viele positive Rückmeldungen auf das tolle Fest erhalten haben, zum anderen weil wir es für sehr wichtig halten, interkulturelle Arbeit im Stadtteil zu organisieren.
Die Kurse für die Lehrerinnen wurden eine Zeitlang als Lehrerfortbildung bezuschusst.
Wir sind zuversichtlich, dass wir es schaffen können, die Kurse weiter anzubieten! Vielleicht gibt es auch einmal einen Sponsor, der sie für ein paar Jahre absichern würde!
 
Anekdotisches:
Daniel Bazanta: Was mir die Arbeit mit den Kindern an der Antoniusschule bedeutet (aus dem Spanischen übersetzt)

Für mich ist es wichtig, dass ich die Gelegenheit habe, den Kindern und den Menschen in Deutschland über meine Kultur etwas zu erzählen. Ich fühle mich als Troubadour, als mündlicher Verbreiter meiner Kultur. Das ist eine wichtige Aufgabe für mich.
Ich freue mich total, wenn ich die Kinder und die Erwachsenen zum Lachen bringen kann mit der Musik. Es ist eine ernsthafte Sache, eine Konzentration, eine Anstrengung. Es ist Respekt für uns als Menschen und für die Kultur, die ich mit dem Trommeln vermitteln kann.
Von Anfang an habe ich mir vorgenommen, diese Art von Unterricht zu geben, dabei soweit wie möglich zu kommen, insbesondere mit Kindern. Mit Kindern können wir eine andere Form der Zukunft gestalten.
Ich glaube, dass die Kinder und Erwachsenen diese Botschaft spüren und ich sehe, dass die Kinder mit Begeisterung in der Bewegung mit der Trommelmusik dabei sind, und sie wachsen, wenn sie mitmachen dürfen bei verschiedenen Anlässen.
Als ich die Trommelgeschichten der Kinder gelesen habe, habe ich eine Gänsehaut bekommen.
Ein Erlebnis aus meiner Arbeit möchte ich noch berichten:
Während eines Kurses fühlte ein Kind aus dem zweiten Schuljahr, das neben mir saß, über meinen Handrücken. Es wollte feststellen und erfahren, ob meine braune Hautfarbe "echt" sei.
Es kommt auch öfter vor – weil ich lockige, lange Haare habe – dass die Kinder fragen, ob diese echt sind und ob sie die Haare mal anfassen dürfen.
Meine Erfahrung ist, Kultur ist kein Privileg eines bestimmten Volkes, sondern sie ist für alle und trägt zu gegenseitigem Respekt, Toleranz und Völkerverständigung bei.
Ich glaube, dass sich dieses Projekt an der Antoniusschule durch die große Unterstützung von Seiten der Lehrerinnen und der Schulleiterin über die sechs Jahre so weit entwickelt hat.

Auswahl von Geschichten der Schulkinder zur Arbeit mit Daniel Bazanta

Was mir gut gefallen hat.
Herr Bazanta hat uns von Südamerika ganz viele Instrumente mitgebracht. Zum Beispiel ein Eselgebiss, das gedröhnt hat. Leonie, 1b, Mai 1999

Wir haben getrommelt. Herr Bazanta hat uns Instrumente gezeigt. Am 29. Mai werden wir trommeln. Mit hat es gut gefallen, als wir getrommelt haben. Mit gefällt, dass Herr Bazanta witzig war. Als 2 Stunden vorbei waren, mussten wir aufhören zu trommeln.
Am Freitag haben ein Indianer und Herr Bazanta etwas vorgeführt. Sahil, 2b, Mai 1999

. . . Dann war das Fest. Da tanzte Herr Hidalgo wie ein Fisch und Herr Bazanta trommelte wie ein Wilder. Sina, 2b, Mai 1999

Die Projektwoche
Wir waren in der Trommelgruppe in unserer Projektwoche mit Daniel Bazanta vom 03. bis 07. Mai 1999. Wir haben mit Congas getrommelt. Herr Bazanta kam aus Columbien. Es waren auch noch zwei Lehrerinnen dabei, Frau Wölki und Frau Holbeck. Das erste Mal haben wir gelernt, wie man südamerikanisch zählt: uno = 1, dos = 2, tres = 3, cuatro = 4 und am 3. Tag haben wir einen südamerikanischen Drink gebraut. Am letzten Tag der Projektwoche haben Herr Bazanta und Herr Hidalgo uns zum Abschluss ein besonderes Stück vorgespielt. Nils, 3a, Mai 1999

Ich finde die Musik toll und das macht mir Spaß. Carolin, 1a, Februar 2005

„Taka tun – und jetzt alle zusammen – taka tun . . ." Ich finde trommeln toll und Herrn Bazanta auch. Er hat es uns toll beigebracht. Trommeln macht mir Spaß. Jannis, 1b, Februar 2005

Ich mag Herrn Bazanta. Ich mag die Trommeln. Ich mag die Congas. Ich mag das Trommeln. Sarah, 1b, Februar 2005

Herr Bazanta spielt Conga. Er ist sehr nett. Mir gefällt's! Keanu, 1b, Februar 2005

Ich heiße Svenja und gehe in die zweite Klasse und trommle von Anfang an.
Trommeln macht mir sehr viel Spaß, besonders die Takte. Mir macht es Spaß, wenn der Herr Bazanta immer Witze macht und uns was Neues beibringt.
Unsere Auftritte machen sehr, sehr, sehr viel Spaß. Ich möchte noch viel mehr lernen. Danke Herr Bazanta! Svenja, 2b, Februar 2005

Trommeln mit Daniel Bazanta ist schön. Wir lernen jeden Tag einen neuen Schlag. Wir haben manchmal einen Auftritt und spielen vor ganz vielen Leuten.Es ist toll! Theresa, 2b, Februar 2005

Trommeln ist schön! Wir hatten ein großes Trommelkonzert. Es war toll! Dort waren viele Leute. Alle haben gehört, wie wir Trommeln können!
Adrian, 2b, Februar 2005

Trommeln macht Spaß. Ich trommle gerne mit meinen Schulkameraden. Unser Trommellehrer bringt uns alles bei, z. B. auf zwei oder drei Trommeln zu spielen. Herr Bazanta ist immer sehr lustig. Manchmal tut er so, als ob er sich wehgetan hat. Wir dürfen auch an Festen teilnehmen. Da ist noch nicht so lange dabei bin, hatte ich noch keine Gelegenheit bei einem Auftritt mitzumachen. Ich bin schon ganz aufgeregt!
Carina, 2b, Februar 2005

Ich lerne seit drei Jahren bei Herrn Daniel Bazanta Trommeln. Bis jetzt habe ich schon viele verschiedene Rhythmen gelernt. Besonders viel Spaß macht es, wenn einer einen Rhythmus trommelt und Herr Bazanta etwa dazu spielt oder singt. Ich habe schon zweimal einen Auftritt beim Marathonlauf um den Baldeneysee gehabt. Das fand ich jedes Mal besonders lustig, denn manche Läufer haben Quatsch gemacht: Manche haben selber mal auf die Trommel gehauen; manche haben dazu geklatscht oder lustige Bewegungen gemacht. Ich freue mich schon auf den nächsten Marathon im April! Meike, 3a, Februar 2005

Mir gefällt das Trommeln sehr und es macht auch Spaß. Am schönsten fand ich den Auftritt im Bürgerhaus Oststadt. Dort haben wir auf der Bühne mit Daniel Bazanta getrommelt. Danach haben wir Cocktails getrunken. Und später sind noch Sänger/innen aufgetreten. Ich habe sogar ein Autogramm bekommen. Daniel Bazanta hat uns Vieles über das Trommeln beigebracht. Es macht viel Spaß! Lena, 3a, Februar 2005

Schon seit vier Jahren trommle ich nun bei Herrn Bazanta. Herr Bazanta hat die Kinder in verschiedene Gruppen eingeteilt. Zuerst trommeln die Anfänger, dann die Fortgeschrittenen und dann die guten Trommler. Zum Schluss sind dann noch die Lehrerinnen an der Reihe.
Wir haben viele verschiedene Trommelrhythmen gelernt, schwierige und einfache. Am meisten Spaß macht es mir, wenn wir auf drei Trommeln gleichzeitig spielen. Dann muss man auf seine Hände gut aufpassen.
Wir haben schon viele tolle Dinge mit der Trommelgruppe erlebt. Bei verschiedenen Marathonläufen haben wir an der Straße gestanden und so laut getrommelt, wie wir konnten. Damit haben wir die Läufer richtig angefeuert. Manche sind sogar an unseren Trommeln entlang gelaufen und haben mitgetrommelt. Einige Läufer sind durch unser Trommeln sogar schneller gelaufen!
Am 11.9.2004 fand im Bürgerhaus ein großes Fest statt: die Fiesta afro-latina. Da hatten wir einen großen Auftritt. Es sind viele verschiedene Künstler aufgetreten, die gesungen, getanzt und getrommelt haben. Eine Sängerin hat uns sogar Autogramme gegeben. Das Fest war ein großer Erfolg und hat bis in die Nacht gedauert.
Vor einigen Wochen waren wir in Düsseldorf im Landtag und haben einen großen Preis für unsere Schule bekommen. Elf Kinder, sechs Erwachsene und 31 Trommeln sind mit dem Bus nach Düsseldorf gefahren. Natürlich haben wir auch getrommelt. Auch zwei andere Schulen haben etwas vorgeführt, aber wir waren die lautesten!
Laura, 4a, Februar 2005

Ich heiße Philipp Sprenger und gehe in die 6. Klasse. Ich spiele seit dem ersten Schuljahr Conga.
Es macht viel Spaß mit Herrn Bazanta und anderen Kindern zusammen zu trommeln. Die Takte sind gut, aber manchmal auch ziemlich schwer. Die Auftritte an verschiedenen Orten sind aber noch besser. Es gucken viele Leute zu. Beim "Carnival der Kulturen" haben viele Künstler Sachen gebaut und Musik gemacht. Bei der Musik waren wir, das heißt unsere Schule, für mich die Besten!
Ich freue mich, dass ich das Conga Spielen lernen durfte und noch immer darf.
Philipp, Klasse 6, Februar 2005