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Stadtführer Essen/ Meine Straße– Meine Wunschstraße
 
Schule:
Frida Levy Gesamtschule
Varnhorststr.2
45127 Essen
0201-8840602 /8840600
www.fridalevygesamtschule.de

Gesamtschule
 
Kooperationspartner:
Friedericke Pfitzner, Essen
Künstlerin
 
Beteiligte Schüler:
30
Schüler und Schülerinnen der Klasse 6a
 
Beteiligte Lehrkräfte:
1 Kunstlehrerin
 
Stundenvolumen:
April 05 – Juli 05
2-4 Wochenstunden
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Das Projekt „Stadtführer Essen“ und „Meine Straße – Meine Wunschstraße“ besteht aus zwei eigenständigen Arbeitsergebnissen, die jeweils in Buchform präsentiert werden. Der Stadtführer Essen ist ein Heft in DIN A 5 Größe und enthält 25 persönliche Empfehlungen zur Stadt Essen von Schülern und Schülerinnen der damaligen Klasse 6a. Dieses Heft wurde von den Schülern komplett digital erarbeitet.
Das zweite Buch (43x63x5 cm) mit dem Titel „Meine Straße – Meine Wunschstraße“ besteht aus Tusche und Filzstiftzeichnungen sowie kurzen erzählenden Texten.
 
Projektauslöser/Idee:
Auslöser dieser Arbeit war die Begegnung der Kunstlehrerin und der Künstlerin im Rahmen eines Projektes der Stadt Essen „Kunst macht Schule – Schule macht Kunst“ im März 2005.
Die Idee für die Erstellung eines Stadtführers resultierte aus der Unterrichtsreihe: MEINE STADT – Essen, mit welchem die Schüler und Schülerinnen sich zu diesem Zeitpunkt im Kunstunterricht auseinander setzten.
Als es zu dem oben genannten Treffen kam, stand die Form der Gestaltung, das Material und die Umsetzung noch offen. Als die Künstlerin ihre Kenntnisse mit der digitalen Bildbearbeitung anbot war die Idee geboren den Schüler und Jugend Stadtführer digital zu gestalten.
Die zuvor erfolgreiche Teilnahme unserer Schule an einem Kulturwettbewerb ermöglichte uns parallel hierzu die Anschaffung mehrer digitaler Zeichenbretter.
Und so war die Voraussetzung geschaffen, um mit 30 Schülern unserer Klasse in ein digitales Kunstprojekt einzutreten.
 
Projektentwicklung:
Begonnen haben wir das Projekt mit digitalen Fotografien der einzelnen Schüler und Schülerinnen die von der Künstlerin gemacht wurden. Wir wählten diese Bildvorlage bewusst als Einstieg in die digitale Bildbearbeitungstechnik, da es sich bei diesen Bildern um ihr eigenes Abbild handelte und wir davon ausgehen konnten, dass jeder bemüht war sich so gut wie möglich in Linienführung und Farbgebung darzustellen.

Während die Künstlerin mit jeweils drei Schüler/innen im Computerraum an den digitalen Zeichenbrettern arbeitete, wurde parallel dazu im Kunstunterricht Inhalt und Gestaltung des Stadtführers vorbereitet. Die SchülerInnen bekamen den Arbeitsauftrag sich mit verschiedenen Stadtführern in Buchform vertraut zu machen. Sie brachten sehr unterschiedliches Bildmaterial meist von Urlaubsreisen mit, wie z.B. Stadtführer und Stadtpläne von europäischen Großstädten, Wanderkarten und Photos.
Das mitgebrachte Material wurde verglichen und in Gruppenarbeit auf Gemeinsamkeiten/ Unterschiede ausgewertet. Sport, Einkaufen, Unterhaltung, Erholung und Kultur waren Kategorien die für unseren Stadtführer wichtig wurden. Um nun für unseren Stadtführer Bildvorlagen zu erhalten, wurden die Schüler aufgefordert eine kleine Bild/ Fotosammlung von Orten ihrer Stadt anzulegen, die sie gerne anderen Menschen empfehlen würden. Wir besprachen mit ihnen die Bilder und wählten die, die für eine zeichnerische Grundlage geeignet erschienen aus. Manche Schüler entschieden sich aber auch für die Freihandzeichnung.
Die Schüler arbeiteten daraufhin abwechselnd entweder gemeinsam mit der Künstlerin an ihren zuvor photographierten Selbstportraits und ihren persönlichen Tipps für den Stadtführer am Computer oder zusammen mit der Kunstlehrerin an Zeichnungen über ihr persönliches Umfeld, „Meine Straße“ und „Meine Wunschstraße“ als großes Buchprojekt.

 
Besonderheiten:
„Ein hervorragendes Projekt, das Malen, Schreiben und mediale Gestaltung zusammenbringt.“ Diese Worte fand Herr Grosse-Brockhof während der Preisverleihung „Künstler begegnen Kindern und Jugendlichen 2005“ in Neuss für unser Projekt.
Als eine weitere Besonderheit soll erwähnt sein, dass sowohl starke als auch leistungswache Schüler und Schülerinnen hoch motiviert ihren Arbeitsplatz am digitalen Zeichenbrett antraten und diesen genauso wieder verließen!
Alle beteiligten Personen finden, dass es uns gelungen ist durch die unterschiedlichen kreativen Prozesse eine andere Sichtweise auf unsere Stadt einzunehmen und wir neu für unser Umfeld sensibilisiert wurden.

 
Probleme und Lösungen:
Wir hatten zum Zeitpunkt der Arbeitsphase „nur“ drei digitale Zeichenbretter, dazu einen Computerraum im Hauptgebäude (8min Fußweg von unserem 5er + 6er Gebäude entfernt) und dazu eine Klassenstärke von 30zig Schüler und Schülerinnen.
Nur durch einen strengen Organisations- und Arbeitsplan gelang es uns unser Projekt fertig zu stellen, wenn jemand wegen z.B. Krankheit ausfiel, war dies schon ein Rückfall und es musste schnell eine Ersatzperson gefunden werden, die aber auch schon zu diesem Zeitpunkt ihr Material und eine Idee zusammen getragen hatte...
 
Anekdotisches:
Schülerin Annika: Als wir das erste Mal vor den Zeichenbrettern saßen, da fanden wir es komisch. Ich saß mit meiner Freundin an so einem Brett und als wir anfingen zu zeichnen mussten wir lachen. Eine Aufgabe in unserem Projekt bestand darin, uns von einem Foto nach zu zeichnen. Sabrina wollte, dass ich ihr eine Nase zeichne und ich habe auf das Brett geschaut und nicht auf den Bildschirm. Warum Sabrina dann anfing zu lachen habe ich nicht gecheckt. Da schaute ich auf den Bildschirm und die Nase ging durch das ganze Bild. Aber so einige hatten ihre Schwierigkeiten. Manche haben ihr Bild lustig gestaltet, einmal mit einer roten, gelben oder grünen Nase, einem blauen Gesicht oder mit grün–pinken Haaren...aber das Projekt hat allen Spaß gemacht!