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Graffiti zum Videoclip |himmelsmechanik|
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Zeichenworkshop mit Gris auf Nonnenwerth
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Skizzenbuchdetail
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Comiczeichnen mit Gris im Arp Museum
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Himmelsmechanik
Projektdaten:
francaperschen@t-online.de / 5950
Rheinland-Pfalz
Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte
Klasse 5-9
Schule:
Gymnasium Nonnenwerth
Insel Nonnenwerth
53424 Remagen
Tel.02228-6009 420
Fax.02228-6009 415
www.nonnenwerth.de


Gymnasium / Gebundener Ganztag
 
Ansprechpartner:
Franca Perschen
francaperschen@t-online.de
 
Verantwortliche Lehrer:
Helmut Meixner, 2. stellv. Schulleiter, Organisation Ganztagsbereich
Niederwindhagener Str. 60
53578 Windhagen
Tel.: 02228 - 600 94 25
meixner@nonnenwerth.de
www.nonnenwerth.de


Franca Perschen, Künstlerin
Am Sperrbaum 7a
53604 Bad Honnef
02224-10440
francaperschen@t-online.de
www.francaperschen.de

 
Kooperationspartner:
Gris
www.grismusik.de

Bad Honnef AG
Lohfelder Strasse 6
53604 Bad Honnef
Tel:02224-17-0
www.bahg.de

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
53424 Remagen
Tel:02228-9425-0
www.arpmuseum.org

 
Beteiligte Schüler:
44 SchülerInnen
Zeichen AG | 5./6.Klasse | 11 SchülerInnen
Zeichenworkshops | 5.-9. Klasse | 33 SchülerInnen
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Helmut Meixner, 2. stellv. Schulleiter, OrganisationFranca Perschen, Künstlerin,ZeichenAG-Leitung, WorkshoporganisationFelix Perschen, Schüler, zur Projektzeit 9.Klasse,ZeichenAG - Unterstützung zum Thema Graffiti zeichnen, Schnitt des Videos > Himmelsmechanik <
 
Stundenvolumen:
Graffiti zeichnen/Himmelsmechanik-Videoclip im Rahmen der Zeichen AG:
2 Wochenstunden über 4 Monate (Oktober 2010 - Januar 2011)

Workshops mit Gris:
1x Samstag/Sonntag mit jeweils 5 Stunden (Juni 2011)

 
Anzahl der Schüler an der Schule:
756
 
Anzahl der Lehrer an der Schule:
68
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Video > Himmelsmechanik < der ZeichenAG zum
gleichnamigen Titel des Rappers Gris
http://www.youtube.com/watch?v=EWr3tdHO4TI
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Himmelsmechanik ist kein von Anfang an durchdachtes und auf ein bestimmtes Ziel hin ausgerichtetes Kunstkonzept mit Schülerinnen, Schülern und Künstlern. Es entstand mehr aus einem Zufall heraus und entwickelte sich wie von alleine weiter. Es ist ein gutes Beispiel für die unvorhersehbare Eigendynamik künstlerischer Arbeit.

Seit dem Schuljahr 2009/2010 leitet die Künstlerin Franca Perschen im Rahmen des damals für die Klasse 5 beginnenden Ganztagsschul-Programms des Gymnasium Nonnenwerth die Zeichen AG.
Waren es im ersten Jahr nur SchülerInnen der Klasse 5, wächst die Altersgruppe der AG in jedem neuen Schuljahr um eine weitere Klassenstufe.
Zur Zeit des "Himmelsmechanik-Projektes" nahmen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 teil. Von Beginn an standen in der AG neben vielen spielerischen und intuitiven Zeichenexperimenten immer wieder die zeichnerische Interpretation von Texten und Geschichten im Mittelpunkt. So setzten die Schülerinnen und Schüler auf individuelle Weise Sagen des Siebengebirges in Bildergeschichten und Comics um oder verwandelten die Lebensgeschichte der Gründerin der Schule auf der Insel Nonnenwerth, Mutter Magdalena, in großformatige Materialbilder, die heute den Kapellengang des Klosters schmücken.
Neben den themenbezogenen Arbeiten stehen in den freien Zeichenstunden Pferde, Blumen, Herzen, Autos und Raumschiffe hoch im Kurs.
Um diese Motivpalette etwas zu erweitern, stand für das erste Halbjahr des Schuljahres 2010/2011 "Graffiti - zeichnen" auf dem Plan.
Da sich Graffiti und Hip Hop nicht einfach über handwerkliche Techniken vermitteln lassen, fand die AG Unterstützung durch den Schüler Felix Perschen (Sohn der Künstlerin und zu dieser Zeit Klasse 9), der in jeder freien Minute sein Blackbook mit Schriftzügen und Charakteren füllt und wesentlich besser die Begeisterung dafür vermitteln konnte.
Er gestaltete für ca. 8 Wochen den Unterricht mit und sorgte für den Schnitt des Videos.
Durch ihn wurde die AG auch aufmerksam auf die Musik des Rappers und Malers Gris aus Berlin.
Besonders der Titel Himmelsmechanik, der sich auf sehr besondere Weise mit unserem Umgang mit der Umwelt und dem Schutz unserer Erde befasst, begeisterte sofort.
Der Song gab das Thema vor und die Idee entwickelte sich weiter, durch das Entwerfen von Graffitis und die zeichnerische Interpretation des Rap einen neuen Umgang mit dem Wort und der Sprache kennen zu lernen und mit einem weiteren Medium, dem Musikvideo, in Verbindung zu bringen.

Nach ersten Experimenten mit einzelnen Buchstaben und Schriftzügen ihrer Namen haben die Schülerinnen und Schüler zusammengetragen, was sie über das Sonnensystem wissen, das in Gris` Text den Rahmen für die Handlung bildet. Nachdem der Text besprochen wurde, mussten sie feststellen, dass sie zwar ziemlich viel über das Planetensystem wissen, das Bewusstsein für den eigenen Planeten und unseren Umgang damit aber noch nicht so ausgeprägt ist.

Bei der Auseinandersetzung mit dem Text von Himmelsmechanik wurden die Eigenschaften der einzelnen Planeten mit den Formulierungen in Gris` Text in Verbindung gebracht.
Direkt waren viele Ideen zur bildnerischen Umsetzung da und wurden mit viel Fantasie aufs Papier gebracht. Allerdings war auch von vorne herein klar, dass das Musikvideo nicht damit enden durfte, dass die Erde, wie im Song beschrieben, aufhört sich zu drehen.
Die Lösung fand sich im Abspann, in dem die guten Wünsche der Schülerinnen und Schüler an die Erde eingeblendet werden. Bei den Vorführungen des Videos konnten sie dann bei manchem Erwachsenen an dieser Stelle feuchte Augen entdecken...

Um das Video, das großen Zuspruch fand, auf der Internetseite der Schule veröffentlichen zu können, wurde Kontakt mit Gris aufgenommen und eine DVD nach Berlin geschickt.
Dem Künstler gefiel das Video so gut, dass es bald, nach einigen abgesprochenen Ergänzungen den Vorspann betreffend, auf Youtube veröffentlicht wurde und er vorschlug, zum gemeinsamen Zeichnen an den Rhein zu kommen.

Die Schulleitung griff diesen Vorschlag spontan auf. In dem ortsansässigen Energieanbieter, der Bad Honnef AG, fand sich ein Sponsor für Reise- und Übernachtungskosten sowie das Künstlerhonorar. Das nahe gelegene Arp Museum Bahnhof Rolandseck stellte für einen Tag Raum und Material der Museumspädagogik zur Verfügung. Damit waren die Weichen für einen schon wenige Wochen später stattfindenden Wochenendworkshop mit Gris am Rhein gestellt.

So fand am Samstag, dem 25.Juni 2011 der Workshop "Zeichnen mit Gris" für die Klassenstufen 7 -9 auf der Insel Nonnenwerth statt. Mit dem Satz "Dieses Buch ist nicht zum schön Zeichnen, sondern zum Zeichnen" begannen die Jugendlichen ihr Skizzenbuch, dessen erste Seiten sie an diesem Tag mit Augen, Nasen und Mündern füllten.

17 Schülerinnen und Schüler, zum größten Teil aus den Klassen 5 und 6, trafen sich am Sonntag, dem 26. Juni 2011 zum "Comic zeichnen" mit Gris im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Der Raum für Museumspädagogik bot für diese Gelegenheit ein ideales Ambiente. In Mitten zeitgenössischer Kunst, wie der Ausstellung "Hochwasser - trink oh Herz vom Überfluss der Zeit" des Schweizer Künstlerpaares Steiner/Lenzlinger, entwickelten die Jugendlichen eine Fülle von kreativen Ideen. So entstanden für die Hauptcharaktere "Herr Ernst" und "Herr Spaß" in acht völlig unterschiedlichen Comics manch turbulente Abenteuer.

Beide Workshoptage waren gefüllt mit jeweils 5 Stunden intensivem Zeichnen, Lernen und jeder Menge Spaß.

Ein ereignisreiches und spannendes Wochenende für alle Beteiligten -
die Schülerinnen und Schüler wurden nicht nur "zeicheninfiziert", sondern fanden in Gris einen Musiker und bildenden Künstler, der die Begeisterungsfähigkeit für das, was er tut, mit großer Leidenschaft weitergibt. Sie konnten erleben, dass Künstler, die ihnen oft nur über die verschiedensten Medien bekannt sind, ganz normale Menschen sind, die ihren Talenten entsprechend einfach nur "ihr Ding" machen.

Für die Künstlerin Franca Perschen und den 2. stellvertretenden Schulleiter Helmut Meixner wiederum sind der reibungslose Verlauf der Organisation, die Begeisterung aller Beteiligten und der bestehende gute Kontakt zu Gris Motivation für anknüpfende Projekte.
Es gibt noch viel zusammen zu erleben - GrisMusik haben wir z.B. noch nicht live am Rhein gehört.....

An dieser Stelle sei angemerkt, dass es eine indirekte Weiterführung bereits durch Initiative des Arp Museums Bahnhof Rolandseck gab.
Im Rahmen des Remagener Kunstsalons war Gris im Oktober 2011 von dem Museum eingeladen ein Wochenende lang Workshops im Comic- und Graffiti-Zeichnen zu geben. Dies kam auch den Schülerinnen und Schülern von Nonnenwerth sehr zugute, da sie zusammen mit anderen Jugendlichen der Umgebung kostenlos an diesen Workshops teilnehmen konnten und es auch mit großer Begeisterung taten.

 
Projektauslöser/Idee:
Auslöser für dieses Projekt war die Hartnäckigkeit, mit der ein Schüler seine CD`s im CD-Player des Autos seiner Mutter vergisst, die die Zeichen AG der Schule leitet und so auf die Musik des Berliner Rappers und Malers Gris aufmerksam wurde.
Besonders der Titel "Himmelsmechanik", der sich auf sehr besondere Weise mit unserem Umgang mit der Umwelt und dem Schutz unserer Erde befasst, begeisterte sofort.
Als Thema für die Zeichen AG der 5./6. Klassen war Graffiti zeichnen geplant und der Song entwickelte die Idee dahin gehend weiter, sich zum einen mit dem Thema Umwelt auf künstlerischem Weg und nicht nur in der klassischen "Lernsituation" auseinanderzusetzen. Zum anderen bot sich die Möglichkeit, durch das Entwerfen von Graffitis und die zeichnerische Interpretation des Rap einen neuen Umgang mit dem Wort und der Sprache kennen zu lernen und mit dem Medium Film in Verbindung zu bringen.

 
Projektentwicklung:
> Mit der Unterstützung des Schülers Felix Perschen greift die Künstlerin Franca Perschen, Leiterin der Zeichen AG des Gymnasium Nonnenwerths, die Kunstform Graffiti auf und erste Schriftzüge entstehen.

>Der Titel Himmelsmechanik des Berliner Rappers und Malers Gris gibt das Thema "Umweltbewusstsein" vor, die Idee entwickelt sich dahin gehend weiter, durch das Entwerfen von Graffitis und die zeichnerische Interpretation des Rap einen neuen Umgang mit dem Wort und der Sprache kennen zu lernen und mit einem weiteren Medium, dem Film, in Verbindung zu bringen.

> Die 11 Schülerinnen und Schüler der AG beschäftigen sich intensiv mit dem Text und der Thematik "Umwelt" und setzen ihre Ideen in ausdrucksstarke Zeichnungen um.

> Der Schüler Felix Perschen schneidet aus den fertigen Bildern, Fotos des Sonnensystems und Textelementen das Musikvideo der AG.

> Franca Perschen nimmt Kontakt zu Gris auf, um sein Einverständnis für die Veröffentlichung im Rahmen der Internetseite der Schule einzuholen.

> Gris ist so begeistert von der Arbeit der Schülerinnen und Schüler, dass er einen gemeinsamen Zeichenworkshop anregt.

> Die Schulleitung greift dieses Idee spontan auf.

> Helmut Meixner, 2. stellvertretender Schulleiter und Koordinator des Ganztagsbereichs, findet in dem ortsansässigen Energieanbieter Bad Honnef AG einen Sponsor für Reise - und Übernachtungskosten sowie das Künstlerhonorar.

> Franca Perschen übernimmt die Oganisation des Workshopwochenendes und kann das Arp Museum Bahnhof Rolandseck als weiteren Unterstützer in Form von freier Nutzung des Pädagoischen Raumes und Arbeitsmaterials für den 2. Workshoptag gewinnen.

> 33 Schülerinnen und Schüler der Stufen 5-9 lassen sich von Gris fürs Zeichnen begeistern und tragen mit ihrer Neugier und Freude zu einem ereignisreichen Workshop-Wochenende bei.

 
Besonderheiten:
Die unvorhersehbare Eigendynamik, die eine einfache Idee zur richtigen Zeit am richtigen Ort entwickelt, ist für den Verlauf des Projektes >Himmelsmechanik< von Beginn an charakteristisch.
Die Begeisterungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler der Zeichen AG ist der Grundstein für eine Entwicklung, die ihren Kern letztendlich in den Worten einiger Jugendlicher der Klasse 9 findet:
"Einen Musiker, den wir bis dahin nur über seine Musik kannten, persönlich kennen zu lernen und dann im nachhinein als guten Freund zu behalten, war und ist immer noch für jeden von uns etwas Besonderes."
 
Probleme und Lösungen:
Da die Sponsorenfrage zu Anfang direkt geklärt und ein kleines Defizit für Material durch einen geringen Unkostenbeitrag der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ausgeglichen werden konnte, gab es im Verlauf der Vorbereitung und des Workshops selbst keine Schwierigkeiten, die einer besonderen Lösungsfindung bedurften.
 
Anekdotisches:
"Ich fand es lustig als wir den Text besprochen haben. Jeder hatte sofort eine andere Idee. Wir haben einzeln oder zusammen gearbeitet und die Bilder entworfen. Auch als wir das Video unseren Freunden gezeigt haben waren alle stolz darauf."
Hannah, zur Projektzeit Kl.6, Teilnehmerin der AG

"Das Thema Himmelsmechanik hat mir Spaß gemacht, aber es hat mich erschreckt, dass die Sonne die Erde tötet.
Der Workshop war toll. Seitdem zeichne ich richtig gerne Comics. Gris persönlich war mir sehr sympatisch."
Christian, zur Projektzeit Kl.5, Teilnehmer der AG und des Comic-zeichnen-Workshops

"Das Wochenende mit Gris war auf jeden Fall für alle ein tolles Erlebnis. Einen Musiker, den wir bis dahin nur über seine Musik kannten, persönlich kennen zu lernen und dann im nachhinein als guten Freund zu behalten, war und ist immer noch für jeden von uns etwas Besonderes. Wir haben auch nicht erwartet, dass er ein so guter Zeichner ist, weil wir ihn bis dahin nur als Fans mit seiner Musik in Verbindung gebracht haben. Doch auch als "Lehrer" hat er sich echt gut gemacht und uns hat besonders sein Umgang mit den Schülern und seine Gelassenheit gut gefallen. Auch außerhalb der Workshops hatten wir sehr viel Spaß mit ihm, sei es beim Essen, wobei jede Menge lustige Geschichten ausgetauscht wurden oder beim gemeinsamen Musik machen an einem Abend, was für uns noch ein absolutes Highlight war!"
Laura, David, Felix D., Felix P., zur Projektzeit Klasse 9, Teilnehmer beider Workshops und schon länger Fans von GrisMusik

Petra Ochs, eine junge Journalistin der Rheinzeitung, besuchte uns zum Zeichenworkshop auf der Insel, setzte sich einfach 2 Stunden dazu, redete mit den Schülern und verfasste ihre Eindrücke in den folgenden Artikel, der uns so gut gefallen hat, dass wir ihn hier unter dieser Rubrik hinzufügen möchten:

"Legere Hose, schwarzes T-Shirt, Dreitagebart und Baseballkappe auf dem Schopf: Ein Lehrer sieht normalerweise anders aus. Aber es ist ja auch keine herkömmliche Lehrperson, die da im Werkraum vor einer 17-köpfigen Schülergruppe eine recht einsame Nase an das auf die Tafel geklebte Stück Papier zeichnet. Gestatten: Gris, seines Zeichens Rapper und Bildender Künstler. Der Zufall brachte den jungen Berliner an den Rhein. „Schuld“ ist Franca Perschen, die mit ihrer Zeichen-AG am Inselgymnasium Nonnenwerth einen eigenen Videoclip zu Gris‘ Song „Himmelsmechanik“ produziert hatte und dem Sänger das Ergebnis der kreativen Arbeit an die Spree schickte. Gris wiederum gefiel das Video so gut, dass er spontan anbot, mit den Schülern zu zeichnen. Und so findet er sich an diesem Wochenende an gleich zwei schönen Orten am Rhein wieder, um ein paar Lektionen zu erteilen: samstags auf der Insel Nonnenwerth, sonntags im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, das den Workshop zusammen mit der Bad Honnef AG erst möglich gemacht hat.
Mit Feuereifer sind die Siebt- bis Neuntklässler bei der Sache. Gleich zu Anfang des fünfstündigen Workshops wurden ihnen Skizzenbücher in die Hand gedrückt, die zu ihren täglichen Begleitern werden sollen. „Dieses Buch ist nicht zum schön Zeichnen, sondern zum Zeichnen“, hat jeder der Schüler in großen Lettern auf die erste leere Seite geschrieben. Gezeichnet wird mit dem Fineliner, weil man den im Gegensatz zu Bleistiftstrichen nicht wegradieren kann. Augen, Nase, Mund: Viel mehr braucht es nicht für ein Gesicht. Die aber halbwegs gekonnt und in der richtigen Proportion aufs Papier zu bekommen, ist leichter gesagt als getan. Erst mal müssen die Schüler jedes „Organ“ für sich üben – nach den Augen nun die Nase, die mithilfe von zwei gekreuzten Hilfslinien und vier verschieden großen Kreisen zu dem wird, was sie ist. Mal heller, mal dunkler wird danach schraffiert, um Plastizität in die Sache zu bekommen. Nase um Nase zeichnen die Schüler in ihr Skizzenbuch. Gris vergleicht die Prozedur mit dem Ballett: Da gehe man auch nicht einfach auf die Tanzfläche und dreht sofort Pirouetten. „So ist das auch hier: Da muss man Nasen üben“, feixt er. Kurz darauf heimst Sandra das bisher größte Lob des Künstlers ein. „Das ist eine echt gelungene Nase. Und schaut mal hier: Die Linie hüpft ein bisschen“, urteilt Gris und hält die Zeichnung für alle sichtbar in die Höhe.
In der Pause blättert Lea in ihrem neuen Skizzenbuch, in dem schon sieben Seiten gefüllt sind. „Eine schöne Erinnerung, wenn man das irgendwann voll hat“, meint sie. Ihre Freundin Annalena hat das Zeichnen schon seit längerem zu ihrem Hobby gemacht. „Wenn mir langweilig ist, dann zeichne ich eben“, erzählt sie. Zwei Bankreihen weiter vorne schaut sich Christoph seine recht ansehnlichen Nasenversuche an. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so schwierig wird“, meint er noch, bevor er sich in Gris‘ mitgebrachtes Skizzenbuch vertieft. Alles mögliche hat der Künstler hier mit schnellen Strichen verewigt: zwei schlimme Stunden beim Zahnarzt, seine eigene Version von Leonardo da Vincis „Studien grotesker Köpfe“ und eine Reihe skurriler „Launenverbesserungsversuche“. Selbst Bierdeckel und Kassenbons hat Gris in seine kleinen Kunstwerke integriert. Doch schon geht’s weiter. „Letzte Runde: Mund“, verkündet Gris. Auch hierzu braucht es wieder ein Hilfslinienkreuz und ein paar „Kugeln“ beziehungsweise Ovale. Dann werden die Mundwinkel markiert und alles mit Linien verbunden – fertig ist der Mund, der allerdings noch ziemlich an einen Kussmund erinnert. Realistischer wird’s mit etwas „Effekthascherei“: Die Oberlippe wird verdunkelt, ein Schatten unter die Unterlippe gezaubert und der Plastizität halber munter drauflos schraffiert. Jeder Mund ist eben einzigartig. Und der eine schöner als der andere. So wie der von Zeichenschüler Armin. „Er hat eine ausgeprägte Unterlippe für einen Jungen – das kommt bestimmt gut an“, lacht Gris."

Und über den Comic-zeichnen-Workshop schrieb Sophia Förster, zur Projektzeit Klasse 7 und Teilnehmerin des Workshops, für die Internetseite der Schule:

"Endlich war es soweit. Der Rapper und Künstler Gris war mit uns im Arp-Museum in Rolandseck. Begleitet wurden wir von Frau Perschen und Herrn Meixner. Als erstes haben wir uns Namensschilder gemacht, uns vorgestellt und besprochen, was wir von dem Workshop erwarten. Zu den Erwartungen zählte das Beheben von Fehlerquellen wie z.B. den Proportionen unserer Figuren oder das gleiche Aussehen. Um diese Punkte zu besprechen, sollten wir (Comic-)Figuren zeichnen.
Nun sollte man schätzen, wie alt diese Figuren sind und welches Geschlecht sie haben.
Anhand dieser Bilder war es möglich,eine erste Geschichte zu erfinden. Damit die Personen immer gleich aussehen, sollten sie einzigartige Merkmale haben. So hat GRIS „Herrn Ernst“ und „Herrn Spaß“ erfunden. Nun war das Ausdenken von Geschichten an der Reihe. Zu zweit haben wir uns jeweils einen Platz im Museum gesucht und die Geschichten in Stichpunkten festgehalten. Bevor es ans Zeichnen ging, haben wir das Ganze der Workshop-Klasse vorgestellt. Die von uns entworfenen Comics sind als kleine Ausstellung neben dem Lehrerzimmer zu finden. Insgesamt war es bestimmt für alle ein spaßiger, lustiger und unvergesslicher Tag."

Wie haben Sie von dem Wettbewerb erfahren?
Internet
 
Sonstiges pädagogisches Personal :
1 Sozialpädagogin
2 FSJler
 
Spezieller pädagogischer Ansatz der Schule:
G8GTS-Schule (derzeit bis zur 7. Klasse)

Privates Gymnasium in Trägerschaft der Franziskanerinnen von Nonnenwerth, dadurch intensive Ausrichtung der Schule an den franziskanischen Leitlinien. Dazu zählt auch eine besondere Betonung der Schulseelsorge (regelmäßige Gottesdienste für einzelne Klassen, Klassenstufen sowie die ganze Schulgemeinde, Besinnungstage, Sport-Religionswoche in der Jahrgangsstufe 11, Fahrten zu Kirchen-/Katholikentagen, Gesprächsangebote, ...).

Ausgehend von einer intensiven Orientierung am einzelnen Menschen hat sich die Schule in den vergangenen Jahren auf den Weg gemacht, der zunehmenden Heterogenität der Schülerschaft durch eine verstärkte didaktische und methodische Neu-Ausrichtung der Lehr- und Lernkonzepte Rechnung zu tragen. Im Rahmen dieses Prozesses wurde das Stundenraster auf 55-Minuten-Stunden (anstatt 45-Minuten-Einheiten) umgestellt.

Besondere Schwerpunkte der Schule:
Bilingualer Zweig (Englisch),
Latein als erste Fremdsprache möglich,
Starke Förderung von Musik (u.a. Bläserklasse, Streicherklasse, Singklasse und viele Ensembles),
MINT-Schule
Vierwöchiges Sozialpraktikum in Jahrgangsstufe 11

 
Einbindung in Netzwerke :
Mitglied im Verein MINT-EC (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik)
Junior-Ingenieur-Akademie (gefördert durch die Telekom-Stiftung)
Teilnahme am FFF-Programm der Universität Bonn (Fördern-Fordern-Forschen - Programm zum Frühstudium)
Kooperationspartner des Rhein-Ahr-Campus Remagen (von dort wird u.a. ein Kursprogramm "Wirtschaft" für die 9./10. Klassen veranstaltet)
 
Beteiligung an Programmen :
Vielfältige Austauschprogramme: Kanada, USA, Lettland, Polen, Frankreich
 
Beteiligung an Modellversuchen/Wettbewerben :
Modellschule für G8GTS in Rheinland-Pfalz
 
Sozialraum der Schule :
Schule liegt auf einer Insel im Rhein zwischen den Städten Remagen und Bad Honnef, viele Schülerinnen und Schüler reisen aber auch aus dem ländlichen Umland der Region an.
 
Zusammensetzung der Schülerschaft :
Sekundarstufe I - 529 (=69,7%)
Sekundarstufe II - 230 (=30,3%)

Schülerinnen - 464 (=61,1%)
Schüler - 295 (=38,9%)

Rheinland-Pfalz - 522 (=68,8%)
Nordrhein-Westfalen - 237 (=31,2%)

 
Weitere Besonderheiten der Schule :
s.o.
 
Wettbewerbe und Finanzierung :
zu 1) nein
zu 2) nein
zu 3) Finanzielle Unterstützung durch die Bad Honnef AG / ortsansässiger Energieversorger für Reise - und Übernachtungskosten und Künstlerhonorar
Geringer Materialkostenbeitrag für die Schüler
Unterstützung in Form von freiem Eintritt, freier Raum - und Materialnutzung durch das Arp Museum Bahnhof Rolandseck am 2. Workshoptag