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Das Medienteam - Teil einer Kunstaktion
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letzter Check vor dem nächsten Dreh
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Videostill - Auf dem Containerplatz
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art media Festival - Filmpräsentation
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Videostill - Heavy Metal in der Stadt
Wege in meine Stadt
Projektdaten:
qtip@gmx.de / 4349
Bremen
Film, Fotografie und Neue Medien
Altersübergreifend
Schule:
Immaunel-Kant-Schule
Flensburger Str. 10
27570 Bremerhaven

Hauptschule / Offener Ganztag
 
Ansprechpartner:
Jens Carstensen
qtip@gmx.de
 
Verantwortliche Lehrer:
Jens Carstensen
Hafenstr. 50
27576 Bremerhaven
Tel: 0176 625 798 73
qtip@gmx.de
http://jens-carstensen.de
 
Kooperationspartner:
Unerhört-Verein für Neue Musik e.V.
Peter Weinhold
Morgensternstr. 6
27580 Bremerhaven
0471 8 55 03
http://unerhoert.net

Martin Kemner
afz-TheaTheo
Lutherstraße 7
27576 Bremerhaven
http://www.kemner-net.de/blog/

 
Beteiligte Schüler:
62
Team der IKS-Medienwerkstatt 6 Schüler
Klasse 5a 19 Schüler
Klasse 6 19 Schüler
Moving Solar Team der Klassen 8 & 9, 11 Schüler
Klasse 9c/10c 7 Schüler
 
Beteiligte Lehrkräfte:
Jens Carstensen (Musik und Medien)
 
Stundenvolumen:
14 Monate September 2008 - November 2009

12 Projekttage a 8 Stunden
2 Projektwochen 5 Tage 6 Stunden
40 Stunden Postproduktion Filmschnitt
4 Tage Präsentation art media Festival Bremerhaven

 
Anzahl der Schüler an der Schule:
293
 
Anzahl der Lehrer an der Schule:
27
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Bremerhaven ist eine Stadt, die man auf sehr verschiedene Weise erreichen kann. Sie liegt fast am Meer. Man nähert sich ihr über 2 Flüsse oder zu Fuß über einen langen Deich, über Feldweg, Landstraße oder Autobahn, mit dem Zug, der Fähre oder dem Flugzeug. Verschieden die Zeiten und Geschwindigkeiten, die Eindrücke von Luft, Wasser, Wiesen, Industrie, Hafen.

Bremerhaven – eine Stadt unterworfen dem Wandel der Industrie, gekennzeichnet von Armut und sozialem Absturz?oder: Bremerhaven – eine Stadt im Aufwind? Tourismusangebote in einer neuen Stadtmitte setzen neue Akzente. Forschung, Wissenschaft und neue Technologien geben der Stadt ein neues Gesicht.

Und? Wie gelangt man nach Bremerhaven und was will man eigentlich dort? Dieser Frage gehen eine ganze Reihe von Künstlern nach. Ihre "Wege in die Stadt" werden von der Medienwerkstatt der Immanuel-Kant-Schule mit einem Kamerateam begleitet und für eine Gesamtdokumentation filmisch aufbereitet. Der Weg selbst wird zusammen mit den Schülern als Projekt gestaltet. Ungewöhnliche Kunstaktionen für unterwegs, Orte und Plätze in der Stadt, denen man im normalen Schüler-Leben nicht nachspürt. Kulturinstitutionen wie Galerien, Kunstmuseen, Kirchen werden für viele erstmals zum außerschulischen Lern- und Erfahrungsort.

"Wege in die Kunst" wäre ein weiterer möglicher Projekttitel. Von den Schülern der Immanuel-Kant-Schule begleitet präsentierten die Künstlerinnen und Künstler selbst eine ihrer Arbeiten, Performances, Konzerte in der Stadt.

Beteiligt sind: Der Elektronikkünstler Ralf Schreiber zu Gast in der IKS für einen Workshop, der Saxofonist Urs Leimgruber zu Gast in der Pauluskirche, der Neo-Fluxus Künstler Jürgen O. Olbrich, zu Gast in der Galerie 149, der Tubist Klaus Burger Klaus Burger war mit Matthias Schneider-Hollek im Kunstmuseum Bremerhaven, der Schlagzeuger und Percussionist Wolfgang Schliemann spielt den Rattenfänger von Cuxhaven, die Kolamkünstlerin Rayavani Saminadane stellt ihr Projekt in der Kunsthalle Bremerhaven vor, die Tänzerin und Choreografin Claudia Hanfgarn wurde im Container angeliefert und der Künstler Franz Erhard Walther war im Kunstverein Bremerhaven zu Gast. Der Künstler Andreas Hirsch hat mit Schülern und Gitarren Bremerhaven von seiner schönsten Seiter erobert und auch ältere Mitbürger begeistert. Monika B. Beyer ist eine Videokünstlerin aus Bremen, die mit einem alten Motorradgespann den Weg nach Bremerhaven fand und “Lauter Blech” zeigt im Historischen Museum sein Können als außergewöhnliche Blaskapelle. Klaus Heidemann ist Bratschist bei der Deuteschen Kammerphilharmonie in Bremen. Anfang 2009 hat er mit Schülern der IKS und dem Komponisten Jens Carstensen am Responseprojekt der Kammerphilharmonie teilgenommen. Neugierig geworden, hat er Bremerhaven besucht. Und dann kam Superbertram, der Schneemann mit den Kameraaugen, der "aufpasst dass nix passiert", mit seinem Wiener Alter Ego, dem Medienkünstler Georg Schütz zu einem Besuch im Klimahaus, weil es ihm draußen im Sommer zu warm war.

Seltsame Vögel also, die ihre spezielle Sicht auf die Welt mit unseren Schülern aktiv teilten.

Der Schlagzeuger Wolfgang Schliemann (Wiebaden) spielte zusammen mit der Klasse 5a während einer Zugfahrt ein Percussionskonzert. Gemeinsam mit Fluxuskünstler Jürgen O. Olbrich aus Kassel war man auf der Pirsch nach Autokennzeichen, die dann zu einem Klangpoem wurden. Professor Franz Erhard Walther bespielte mit den Schülern eine seiner Installationen im Kunstmuseum Bremerhaven.
Mit dem jungen Kölner Künstler Andreas Hirsch wandelte man - umhängt mit kreischenden E-Gitarren auf Heavy Metal Spuren durch die Stadt.
Containerumschlagplätze wurden mit der Choreografin Claudia Hanfgarn zu Tanzbühnen.

Das Mittel Film stellte im wahrsten Sinne des Wortes das "Medium", um sich zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen zu nähern. Künstler und Schüler gemeinsam vor und hinter der Kamera. Zusammen mit Martin Kemner (afz-TheaTheo) wurde aus jeder Begegnung ein Kurzfilm produziert.

Die Filme wurden dann im Rahmen des art media Festivals vom 23. - 26. Oktober 2009 spektakulär auf einer Fassade im Herzen der neuen Havenwelten öffentlich präsentiert.

 
Projektauslöser/Idee:
Seit vielen Jahren organisiert die Medienwerkstatt der Immanuel-Kant-Schule künstlerische Projektarbeit in Schule und Stadtteil. In einer Kooperation mit dem Verein für Neue Musik e.V. wurde diesmal die Idee für ein stadtweites Kunst-Projekt geboren.

Der Verein Unerhört hat in den vergangenen Jahren zahl- und umfangreiche interdiziplinäre Medienkunst vor Ort organisiert und präsentiert. Neben Kontakten zu Künstlern wurden dabei auch stets die Kontakte zu Wissenschafts- und Kulturpartnern in der Stadt vertieft, was sich in zahlreichen Veranstaltungs-Kooperationen niederschlägt.

Insofern bot das erfolgreiche Organisationsmodell von Unerhört, Kunst vernetzt in die Stadt zu tragen, jetzt die Grundlage für die Realisierung dieses umfangreichen Kulturprojektes, dass sowohl Bremerhavener Kulturpartner einbindet und mit einem Mix aus regional, überregional und international agierenden Künstlern nachhaltig das Kulturleben in der Stadt bereichert. Und die Schüler der Immanuel-Kant-Schule waren nicht die Zuschauer, sondern aktiv im Prozess eingebunden.


 
Projektentwicklung:
Die Entwicklung der offenen Ganztagsschule und die Möglichkeit, im Rahmen von Kompaktwochen an der Immanuel-Kant-Schule Projektarbeit während des normalen Unterrichts zu organisieren, wurden von der Medienwerkstatt konsequent genutzt, um mit Hilfe moderner medialer Werkzeuge sich sinnhaft und sinnbildend dem Alltag zu nähern oder ihn mit künstlerischen Aktionen zu nähren.

Unterrichtliche Inhalte verknüpfen sich mit außerschulischen Orten, Lernen findet im Dialog mit Erfahrung und künstlerischem Gestalten statt. Aktive Schülerinnen und Schüler finden in der Medienwerkstatt Unterstützung für ihre eigenen Interessen. Und sie bekommen in der Zusammenarbeit mit eingeladenen Künstlern neue Impulse für ihre Arbeit und ihre eigene Entwicklung.

Auf der Ebene der "elementaren" Erfahrung im Projekt:
Erweiterung des künstlerischen Handwerks z.B.:
Der Trommelkurs wird während einer Zugfahrt, begleitet vom Medienteam, zu einer Performancegruppe, die einen Zug bespielt. Wie lassen sich Sitze, Ablagen dieses Zuges bespielen? Welche musikalischen Gestalten können entwickelt werden, um für einen Film den richtigen Sound zu komponieren.

Auf der Ebene der Organisation und Planung der Arbeitsabläufe:

Drehorte müssen erkundet werden, Drehtermine festgelegt werden, für alle Wetterbedingungen das richtige Equipment bereitgehalten werden. Die Begleitung der künstlerischen Aktionen verlangen eine stetige Antizipation von Kameraeinstellungen, Soundrecording mit Mitteln der Filmsprache (Anschlüsse für den späteren Schnitt, Einbeziehungen von Ideen zur Fimgestaltung in der Postproduktion etc.) Und eines ist klar: Es gibt k e i n e Proben, häufig entsteht die Aktion erst auf dem Weg!

Die Mitglieder des Filmteams werden zu wahren Kommunikationskünstlern, die in wechselnden Rollen das Material für die Filme quasi dokumentatorisch sammeln, um nach dem Dreh dann mit Unterstützung von Martin Kemner am Computer die Filme entstehen zu lassen.

 
Besonderheiten:
Das Credo der Medienwerkstatt - Erfahren, Handeln, Gestalten - findet sich im Leitmotiv der Schule wieder. IKS - Gut für mich, gut für uns, gut für andere! Für die Teammitglieder aus den Abschlussklassen hat sich das verwirktlich. Sie haben ihr Meisterstück abgeliefert.
Alle Filme sind im Internet unter http://iks-medien.de zu sehen.
 
Probleme und Lösungen:
Ihr Eintrag
 
Anekdotisches:
Im t.i.m.e.Port-Gebäude mussten wir zahlreiche Fenster mit einer halbtransparenten Folio abkleben. Darauf haben wir dann die Filme projeziert und man konnte die Filme von innen und außen sehen. Da war es
gut, dass ich gerade vorher 2 Wochen Praktikum als Maler gemacht habe. Das war wie Tapeten zuschneiden. Überhaupt hat mir gut gefallen, dass wir soviel verschiedene Dinge wie Film drehen, am Computer bearbeiten und öffentlich aufführen gemacht haben. Es gab viel Abwechslung. (Sven)

Wir fanden gut, die Künstler kennenzulernen und mit ihnen ins Museum zu gehen. Und es waren da merkwürdige Künstler dabei, die im Winter nicht nur barfuß für unseren Film durch Bremerhaven zogen, sondern auch im Museum barfuß auftraten. Gut fanden wir auch, jüngeren Schülern die Technik zu zeigen. (Patrick und Markus)

Wie haben Sie von dem Wettbewerb erfahren?
Flyer
 
Sonstiges pädagogisches Personal :
2 Dipl. Soz. Pädagogen
1 Erzieherin
Honorarkräfte für den offenen Ganztagsbereich
 
Spezieller pädagogischer Ansatz der Schule:
Offener Ganztag, Stadtteilschule;
Der Betreuungsbereich verknüpft sozial-pädagogische Arbeit (Eltern und Stadtteil) und unterstützt bei den sozialen Lerneinheiten. (soziales Kompetenz Training, Gewalt- und Drogenprävention, Lion's Quest...)

Im Rahmen sogenannter Kompaktwochen ist 6-7 mal im Schuljahr Projektunterricht möglich. Dies ermöglicht vorallem die Arbeit in unseren künstlerischen/musischen/medialen Projekten für die einzelnen Klassen.

 
Einbindung in Netzwerke :
Themenatelier Kulturelle Bildung an Ganztagsschulen der DKJS
Kid Witness News
Kumulus - Kulturnetzwerk in Bremerhaven
 
Beteiligung an Programmen :
SMS - Schule macht sich stark (Senator für Bildung Bremen)
 
Beteiligung an Modellversuchen/Wettbewerben :
Ihr Eintrag
 
Sozialraum der Schule :
Gleichzeitig mit dem Bau des Stadtteil Grünhöfe vor 50 Jahren entstand die Kantschule. Leider steht sie nicht im Stadtteil, sondern außerhalb. Trotzdem fühlt sich die Immanuel-Kant-Schule als Schule für Grünhöfe. Und das bedeutet, dass sie sich ganz und gar auf die Schülerschaft dieses Stadtteils eingestellt hat. Das Bild der Grünhöfer Bevölkerung, ihre Multinationalität, findet ihr Spiegelbild an unserer Schule. Unterricht und außerunterrichtliche Veranstaltungen werden darauf abgestellt. Dies macht die Arbeit nicht einfacher, aber sie bietet andererseits die Chance, Jugendlichen Verständnis für unterschiedliche Kulturformen und Denkweisen zu vermitteln, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Gemeinsamkeiten im Miteinander zu entwickeln.
Der Stadtteil Grünhöfe ist sozialer Brennpunkt in Bremerhaven
 
Zusammensetzung der Schülerschaft :
Regelschüler in 15 Klassen (Sekundarschule H)
6 Kooperationsklassen (Anne-Frank-Schule - Schule für Entwicklungsförderung)
Unsere Schüler kommen aus 24 Nationen. Für die Mehrheit der Schüler ist Deutsch nicht die Muttersprache.
 
Weitere Besonderheiten der Schule :
Der Betreuungsbereich verknüpft sozial-pädagogische Arbeit (Eltern und Stadtteil) und unterstützt bei den sozialen Lerneinheiten. (soziales Kompetenz Training, Gewalt- und Drogenprävention, Lion's Quest...)
 
Wettbewerbe und Finanzierung :
1. Ja: Jugendfilmfest Bremerhaven November 2009, Gewinner des Schwarzen Pinguin (3. Preis) für den Trailerfilm

2.Wettbewerb KINDER ZUM OLYMP:
Denk Mal Mahn Mal - Film Medien
http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short_neu.aspx?id=2729

Wenn Geschichte lebendig wird - Theater
http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short_neu.aspx?id=1805

das [KLANG] Projekt - Musik
http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short_neu.aspx?id=1804

Native Instruments - Musik
http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short_neu.aspx?ID=72

Wenn Daniel Düsentrieb Musik macht - Musik
http://www.wettbewerb-kulturstiftung.de/show_project_short_neu.aspx?ID=2887

3.Finanzierung des Projekts:
swb-Bildungsinitiative
Projektfinanzierung: Wohnen in Nachbarschaften (WiN) in Bremerhaven
Sponsor GEWOBA
Kofinanzierung durch unseren Projektpartner Unerhört-Verein für Neue Musik e.V.:
u.a. Sparda-Bank Hannover Stiftung
Veranstaltungsfond der Wirtschaftsförderung Bremen