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AG-Kinder zeigen Mitschülern ihre Ausstellung.
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Die Kinder haben viele Fragen zur Tjalk "Jantina".
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Mit einer Lupe können sie sich Hochmoortorf genau ansehen.
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Vom Hochmoor zum Acker - Kultivierung der Hochmoore.
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Interview mit dem ehemaligen Dorfschmied Elisabethfehns.
Museumsforscher AG
Einrichtung / Künstler:
Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn
Oldenburger Straße 1
26676 Elisabethfehn

04499 2222

www.fehnmuseum.de

 
Träger / Veranstalter des Programms:
Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn
Oldenburger Straße 1
26676 Elisabethfehn

04499 2222

www.fehnmuseum.de

 
Verantwortliche Ansprechperson für die Wettbewerbsteilnahme:
Franziska Scholl
Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn
Oldenburger Straße 1
26676 Elisabethfehn

04499 2222

www.fehnmuseum.de

 
Partnerschule(n):
Grundschule Elisabethfehn West
Rosenstraße 1
26676 Elisabethfehn

04499 2194

http://www.schule-efehn.de/

 
Weitere Partner:
Keine.
 
Altersgruppe:
Klassenstufen 1-4
 
Anzahl der beteiligten Schüler:
10
 
Welche Fächer sind beteiligt? Klassen, Kurse, Projektgruppen?
Die Museumsforscher- AG ist eine fächer- und klassenübergreifende Wahlpflicht-AG. Sie deckt die Schulfächer Deutsch, Sachkunde, Werken und Kunst ab. Die AG ist ein wöchentliches Angebot, welches die Grundschule Elisabethfehn West in Zusammenarbeit mit dem Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn ihren Schülern und Schülerinnen anbietet.
 
Stundenvolumen:
Etwa zehn Grundschüler/ -innen der 3. und 4. Klasse kommen für die Dauer eines Schulhalbjahres Freitagvormittag mit ihrer Lehrerin in das Museum. Für das Halbjahr sind 16 bis 20 AG-Tage angelegt mit einer Dauer von je einer Schulstunde.

Vor und Nachbereitung: ca. 1 Stunde/ Woche (während der Schulzeit)

 
Personelle Ausstattung des Programms:
• Eine Lehrerin (Grundschule)
• Eine wissenschaftlich-pädagogische Mitarbeiterin (Museum)
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Projektpartner:
Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn ist ein regional- und heimatgeschichtliches Museum mit zwei Ausstellungshäusern und einem weitläufigen Außengelände. Alles Wissenswerte zum Thema Moor, Torf und Fehnkultur wird hier anschaulich dargestellt. Seit 2014 präsentiert sich das Museum mit einer neuen, didaktisch ansprechenden Ausstellung. Sowohl die Ausstellung als auch das Freigelände bieten den Kindern die Möglichkeit Kulturgeschichte anhand von musealen Objekten kennen zu lernen. Die Museumsobjekte sind daher ein wichtiger Bestandteil der Museumsforscher-AG.
Die Grundschule Elisabethfehn West unterrichtet ca. 60 Kinder in 4 Klassen bis zum 4. Schuljahr. Sie befindet sich in 200 Metern Entfernung zum Museum. Diese räumliche Nähe begünstigt die Kooperation zwischen Schule und Museum, sodass die AG regelmäßig und wöchentlich stattfinden kann. In der Regel finden die AG-Tage im Museum statt.

Ziele:
1. Die Kinder entdecken die Abteilungen des Museum. Dabei erfahren sie was Moor und Torf ist und lernen die Geschichte und die Besonderheit ihres Heimatortes kennen. Die Kinder machen sich mit ihrer Heimat vertraut, lernen die Kulturgeschichte des Ortes kennen und entwickeln so eine regionale Identität.
2. Die Museumsforscher/ - innen lernen zwei wichtige Aufgaben eines Museums kennen: Forschen und Ausstellen. Während der AG hinterfragen die Kinder die musealen Objekte und erforschen deren Geschichte. Zwischendurch halten sie ihre Eindrücke und Erfahrungen kreativ fest und dokumentieren ihre Ergebnisse in unterschiedlichen Werken. Zum Abschluss der AG-Zeit stellen sie diese aus.
3. Bei der Abschlusspräsentation, zu der die ganze Schule und auch Eltern eingeladen sind, tragen sie ihre Ergebnisse vor und lernen auf diese Weise, das erworbene Wissen an ihre Mitschüler verbal weiterzugeben

Ablauf:
Zu Beginn jedes Halbjahres lernen die Kinder zunächst das Museum kennen. Sie können die Museumsräume erkunden und lernen Verhaltensregeln für die AG-Tage. Dazu gehören der Umgang mit den Museumsobjekten und das Verhalten innerhalb der Gruppe. Im Laufe der AG werden nach und nach alle Themen des Museums detaillierter angesprochen: Tiere und Pflanzen im Moor, Moorschutz, Moorarchäologie und die Kulturgeschichte Elisabethfehns. Zu letzterem gehören die Besiedlung der Moore, die Fehnkultur, die industrielle Torfgewinnung und die Bedeutung der Fehnschifffahrt. Dabei wird anhand der Museumsobjekte nachvollzogen, wie der Ort Elisabethfehn entstanden ist und wie die Menschen hier früher gelebt und gearbeitet haben.
Die Kinder haben auch die Möglichkeit, Zeitzeugen aus dem Ort zu befragen. Für diese Interviews bereiten die Kinder selbstständig Fragen vor.
An einem Tag findet auch eine Exkursion in das nahegelegene Hochmoorschutzgebiet „Imkehörn“ statt.
Zu den Kreativaufgaben für die Dokumentation des Erlernten gehören neben gemalten Bildern und Fotos auch kleine Gedichte und Bastelarbeiten.
Zusätzlich wird von den Kindern gemeinschaftlich ein Tagebuch angelegt. Dafür legt je ein Kind im wöchentlichen Wechsel eine Tagebuchseite mit den wichtigsten Informationen und einer Zeichnung an. Für den letzten AG-Tag wird im Museum eine Ausstellung aufgebaut, in der alle Werke präsentiert werden. Zur Ausstellungseröffnung sind dann alle Schüler/ -innen und Lehrer/ -innen der Grundschule und einige Eltern anwesend. Die AG-Kinder erzählen den Ausstellungsbesucher/ -innen anhand ihrer Objekte, was sie während der AG erfahren, gelernt und erlebt haben.

 
Auslöser/Idee:
Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn war interessiert daran von den beiden Grundschulen vor Ort zu erfahren, wie das Museumsangebot aussehen müsse, damit es in den Unterrichtsverlauf passe und somit die Anzahl der bis dahin spärlichen Besuche der Grundschulen vor Ort erhöht werden könne.
 
Entwicklung:
Im Februar 2015 wurden die Grundschulleiterinnen und Fachlehrer/ -innen zu einem ersten Gespräch in das Museum eingeladen. Dabei stellte sich heraus, dass die Fachlehrer/ -innen das Museum bei ihrer Unterrichtsplanung nicht berücksichtigen, hauptsächlich weil sie die Inhalte des Museums nicht kannten, aber auch weil der Aufwand, dorthin zu gelangen zeitlich kaum machbar ist. Trotzdem wollte man „irgendetwas machen“. Mit der näher gelegenen Grundschule Elisabethfehn West wurde dann ab April 2015 verabredet, bis zum Beginn des kommenden Schuljahres im September 2015 Inhalte für eine AG, die die Museumsthemen vermittelt, zusammen auszuarbeiten. Diese „Museumsforscher-AG“ wurde inzwischen zum festen Bestandteil des Schulangebots der Grundschule und ist damit ein wichtiger Teil für die langfristige Zusammenarbeit zwischen Museum und Schule.
 
Besonderheiten:
Das Besondere an dem AG- Programm ist die enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Museum die durch die örtliche Nähe begünstigt wird.
Im Museum überzeugt der Aufforderungscharakter des Lernortes, wie z.B. die interaktive neue Dauerausstellung, das Moortretbecken aber auch das Moorpegelplateau. Die AG findet immer direkt in den Ausstellungsräumen oder im Außengelände des Museums statt und nicht in einem separaten museumspädagogischen Raum. Dadurch sind der direkte Kontakt und die Interaktion mit den originalen Objekten immer gewährleistet. Damit unterscheidet sich das Angebot auch deutlich von dem üblichen Schulunterricht.
Für die Museumsforscher/ -innen ist die abschließende, eigene Ausstellung das Beste an der AG. Sie freuen sich schon währenddessen darauf, zum Abschluss die Arbeiten ihren Eltern, Lehrer/ -innen und Mitschüler/ -innen zeigen zu können. Während der Ausstellung können sie erzählen und vor allem zeigen, was sie erlebt, gelernt und erfahren haben.
Das Museum, mit seinen authentischen Anschauungsmaterialien, ist durch diese AG ein zusätzlicher attraktiver Lernort für die Schule geworden. Die AG-Kinder beleben das Museum: Durch die begeisternden Erzählungen der kleinen Multiplikatoren lernen alle Kollegen der Schule, die Eltern, Großeltern und die Menschen im Ort das Museum näher kennen.
 
Probleme und Lösungen:
Museumspädagogischer Raum:
Im Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn gibt es keinen separaten museumspädagogischen Raum. Dies erschwert die Kreativarbeiten mit den Kindern. Als Lösung bieten sich in Ausnahmefällen die Räumlichkeiten der Schule an.

Zur Verfügung stehende Zeit:
In der Schulstunde, in der die AG stattfindet, legen die Kinder einen Fußweg zum Museum von ca. 10 Minuten zurück. Daher verbleiben nur ca. 35 Minuten für die AG. Die Kinder selbst kritisieren die kurze Zeit, sie wären lieber länger im Museum.

Krankheitsfall:
Im Krankheitsfall auf Seiten der Schule muss der AG-Tag ausfallen, Ausfälle auf Seiten des Museums können durch anderes qualifiziertes Personal aufgefangen werden.

Ausstellung der Museumsforscher-AG:
Die Museumsforscher/ -innen können ihre Ausstellung auf der Sonderausstellungsfläche des Museum präsentieren. Dies ist im Museumsbetrieb aber nicht immer möglich, da dort wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Als Ausweichfläche bietet sich ein Raum in der Schule an, den die Kinder mit ihren Werken bestücken können.

Schüler-Zahl
Die Grundschule Elisabethfehn West besuchen 60 Kinder. Die relativ geringe Anzahl von Kindern birgt das Problem, dass sich das Angebot für die Kinder während ihrer Grundschulzeit wiederholt. Daher wurde beschlossen einen neuen Themenschwerpunkt „Heimatkunde“ anzubieten. In Zukunft finden die AG’s „Museumsforscher“ und „Heimatforscher“ im Wechsel statt.

 
Anekdotisches:
Während eines Zeitzeugeninterviews zum Thema „Schiffe“ wurde dem pensionierten Kapitän die Frage gestellt, warum denn die Schiffe Flügel hätten und ob sie fliegen könnten. Die für die Region typischen Plattbodenschiffe können mit Hilfe von herabgelassenen Seitenschwertern beim Segeln ihre Fahrtrichtung halten. Auf die Kinder wirkten diese Seitenschwerter wie Flügel. Der Kapitän war ein geduldiger Gesprächspartner, der gerne aus seinen Erinnerungen erzählte und auch die Funktion der Seitenschwerter bei den Plattbodenschiffen nachvollziehbar erklärte.