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125 Schüler_innen aus den Kl. 5-13 entwickeln das JugendKulturAbo
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Künstlerische Ausdrucksformen kennenlernen u. selbstständig vertiefen
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Kulturelle = Politische Bildung --> Bildung f. nachhaltige Entwicklung
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Die Schüler_innen präsentieren ihre Wünsche an das zukünftige Abo
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Welche Orte, Personen & Themen in Hannover findet IHR toll u. wichtig?
LIVE-APPS - Das JugendKulturAbo
Einrichtung / Künstler:
Landeshauptstadt Hannover
Stadtteilkultur / Kulturelle Kinder- und Jugendbildung
Friedrichswall 15, 30159 Hannover
0511 168-46199
www.kinderkultur-stadt-hannover.de
 
Träger / Veranstalter des Programms:
s.o.
 
Verantwortliche Ansprechperson für die Wettbewerbsteilnahme:
Julia Speckmann
 
Partnerschule(n):
An der LIVE-APPS-JugendKulturAbo-Entwicklung beteiligt sind zunächst alle Klassen folgender weiterführender Schulen bzw. deren Vertreter_innen aus den Klassen 5-13:
Johannes-Kepler-Realschule
Oberschule Peter-Ustinov-Schule
Martin-Luther-King-Schule Hannover
IGS Mühlenberg
Gymnasium Helene-Lange-Schule Hannover

Pro Schulform ist damit jeweils eine Schule stellvertretend am Entwicklungsprozess beteiligt.

Im Schuljahr 2017/18 nehmen alle Klassen der o.g. fünf Projektschulen am fertigen JugendKulturAbo teil. Ab Schuljahr 2018/19 wird das Abo auch anderen weiterführenden Schulen angeboten; perspektivisch richtet sich das Aboangebot an ALLE weiterführenden Schulen in Hannover.

 
Weitere Partner:
Kolleg_innen & Einrichtungen der Stadtteilkultur als Multiplikator_innen und als Veranstaltungsorte im gesamten Stadtgebiet

 
Altersgruppe:
Klassenstufen übergreifend
 
Anzahl der beteiligten Schüler:
Im fertig gestellten Abo eine Schulklasse pro Workshop
 
Welche Fächer sind beteiligt? Klassen, Kurse, Projektgruppen?
An der Abo-Entwicklung beteiligt waren zunächst alle Klassen der fünf Projektschulen bzw. deren Vertreter_innen aus den Klassen 5-13, die in einer großen Ideenwerkstatt das zukünftige Abo diskutiert haben. (Weitere Infos zur Ideenwerkstatt s. unten, Stichwort Startphase.)

Die Workshops im fertigen Abo dann richten sich jeweils an den Klassenverbund.
Die Auswahl der Workshops wird von Lehrkräften zusammen mit ihren Schüler_innen diskutiert und gemeinsam getroffen.

 
Stundenvolumen:
Seit 01.03.2016 eine halbe Stelle mit 20 Stunden/wöchentl..
 
Personelle Ausstattung des Programms:
s.o.
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Das LIVE-APPS-JugendKulturAbo will allen weiterführenden Schulen in Hannover serviceorientierte Hilfe im Kulturangebotsdschungel bieten. Dazu wird eine Auswahl unterschiedlicher Angebote Kultureller Bildung (auch rezeptiv, aber vor allem produktiv) mit einem zeitlichen Umfang von jeweils 1,5 Stunden zusammengestellt.
Die Angebote können vormittags oder nachmittags gebucht werden und finden entweder in der Schule, in Stadtteilkultureinrichtungen oder aber an den anbietenden Kulturorten selbst statt.

Der Abozusammenstellung inhaltlich zugrunde liegt ein weiter Kulturbegriff, der die Künste fokussierend und an Schnittstellen z.B. zu den Naturwissenschaften interessiert, interkulturelle und politische Bildung sowie soft-skill-workshops und Orientierung in den künstlerischen/künstlerisch-handwerklichen Berufen miteinschließt.
Durch das JugendKulturAbo lernen die Schüler_innen in unterschiedlichen Workshops verschiedene künstlerische/kulturschaffende Ausdrucksformen und auch verschiedene, ihnen möglicherweise bis dahin unbekannte, Kulturorte in Hannover kennen.

Jede am Abo teilnehmende Schule bucht mind. ein Angebot pro Jahr pro Klasse. Die Buchung von mehr als einem Angebot jährlich ist möglich und ausdrücklich erwünscht. (Erfahrungswert aus dem Grundschulabo, an dem bislang die Hälfte aller Grundschulen teilnimmt: die meisten Klassen buchen 3-4 Angebote pro Jahr.)

Pro Aboangebot zahlt jede_r Schüler_in 3 Euro; den Beitrag für Aktivpasskinder übernimmt das Sozialamt - die Gelder werden (ggfs. aufgestockt) an die Anbieter_innen weitergeleitet.


 
Auslöser/Idee:
Das Sachgebiet Kulturelle Kinder- und Jugendbildung der Landeshauptstadt Hannover verfolgt seit 20 Jahren eine enge Netzwerkarbeit mit Schulen. Nichts desto trotz bleibt die nachhaltige Verankerung von Angeboten Kultureller Bildung eine Herausforderung, welcher die zwei bereits existierenden Aboangebote, das Kükenabo für Kinder im Kita-Alter (seit 2013) und das Kinderkulturabo für Grundschulen (seit 2008) Rechnung tragen.

Die Entwicklung einer Abo-Variante nun für weiterführende Schulen antwortet auf ein von diesen Schulen selbst geäußertes Bedürfnis und schließt konsequent eine bis dato gegebene Lücke: angesichts straffer Zeitplanung und personeller Unterbesetzung in den Schulen kommen die Beschäftigung mit kulturell-künstlerischen Inhalten geschweige denn Ausflüge an Kulturorte oftmals zu kurz. Hinzu kommt zum Einen die Qual der Wahl/Orientierungsschwierigkeit in der Angebotsvielfalt sowie die Hürde, freie Kulturschaffende formal ordnungsgemäß an die Schulen zu holen.
Das Abo macht es sich zur Aufgabe, an dieser Stelle eine Brücke zu schlagen und kulturelle Bildung in ihrer ganzen Bandbreite dauerhaft und nachhaltig in alle Schulen der Stadt zu bringen.

 
Entwicklung:
März 2016-September 2016: Eine erste Recherche- & Netzwerkphase brachte uns sowohl zu an der Integration in das JugendKulturAbo-Angebot interessierten Kulturschaffenden/Kulturorten als auch an verschiedene Schulen. Fünf Schulen, eine pro Schulform, wurden zu an der Aboentwicklung beteiligten Projektschulen.

September-Dezember 2016: Es folgten Gespräche mit Kulturkontaktlehrer_innen bzw. Besuche von Dienstbesprechungen in den Projektschulen um heraus zu finden, welche Inhalte und Formate aus Lehrer_innensicht gewünscht werden und machbar sind.

Januar 2017: große LIVE-APPS-Ideenwerkstatt mit jeweils 25 Schüler_innen der o.g. Schulen im Stadtteilzentrum Krokus.
125 Schüler_innen der Klassen 5-13 haben zunächst an acht verschiedenen Stationen folgende Angebote Kultureller Bildung getestet:
o Beatboxing
o Bildung für nachhaltige Entwicklung
o Grafikdesign
o Kunst
o Kein Raum für Rechts
o Trendsportarten
o Journalismus
o Theater

Die Schüler_innen haben diese Workshops im World Café diskutiert und eigene Wünsche an das Aboangebot formuliert, konkrete Workshops genannt, die im Abo angeboten werden sollten.

Die Ideenwerkstatt wurde filmisch begleitet um einerseits weitere Schüler_innen zur Abo-Mitentwicklung zu ermutigen und andererseits weitere Schulen auf das Abo aufmerksam zu machen, Video s. https://www.kinderkultur-stadt-hannover.de/kita-schule/jugendkulturabo/info.

Aus der Ideenwerkstatt heraus hat sich eine Jury gebildet, in der Jugendliche aus den genannten Schulen über mehrere Termine in der Kleingruppe weiterdiskutieren: Wie sehen die Ergebnisse der Ideenwerkstatt aus, wie können diese mit dem bisherigen Netzwerk/mit bislang recherchierten möglichen Aboangeboten abgeglichen werden, was wäre darüber hinaus interessant? Zusammen mit dem beauftragten Grafikbüro entwickelt die Jury außerdem das (jugendgerechte) Layout für das finale Abo.

Auch das weitere Vorgehen sieht eine kontinuierliche Jury-Einbindung vor, u.a. für eine Evaluation nach dem ersten Abo-Jahr.

 
Besonderheiten:
Das JugendKulturAbo will Kulturelle Bildung ganzheitlich, umfassend und als Teil von Allgemeinbildung verstanden in die Fläche bringen und damit eine kulturelle Basisversorgung erreichen. Potenziell richtet sich das Abo an ALLE Kulturschaffenden als Anbieter_innen und ALLE weiterführenden Schulen als Teilnehmerinnen.

Der Vorteil für die Schulen liegt in der Vorauswahl von Angeboten, leicht zu händelnden und verlässlichen Buchungsmodalitäten und damit einer tatsächlich möglichen Verankerung der Angebote im Schulalltag. Auch die Lehrer_innen lernen durch das Abo ihnen bislang unbekannte Angebote/Orte/Kulturschaffende abseits der üblichen Kooperationen mit den etablierten Häusern kennen.
Vorteil für die kulturschaffenden Anbieter_innen: das Abo übernimmt eine Art Agenturfunktion und erleichtert Sichtbarmachung sowie Kontaktaufnahme zu Schulen - es schließt somit eine Lücke für die freie Szene und auch für jene kleinere Institutionen, deren eigene Strukturen Kontaktaufbau und -pflege aufgrund von Förderlogiken/-rhythmen selbst nicht leisten können.

Über das Abo lernen die Schulen die Kulturschaffenden zunächst unverbindlich kennen. Aus der Begegnung im Rahmen des Abos kann aber in Folge eine nachhaltige Zusammenarbeit entstehen. (Parallel zur Aboentwicklung wird online ein Pool mit Informationen und Kontaktdaten der Kulturschaffenden erarbeitet.)

Das Abo entsteht nicht allein am Schreibtisch der Abteilung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, sondern im Prozess und unter Einbindung derer, für die es gedacht ist: Von Anfang an wurden die Lehrkräfte miteinbezogen und Inhalte und Formate besprochen sowie mögliche Fallstricke diskutiert. Besonders wichtig aber ist die Einbindung und Befragung der Schüler_innen im Entwicklungsprozess - ihre Themen und Wünsche werden erstgenommen und umgesetzt: in der Ideenwerkstatt, als Jury und in der Evaluation. Die Jugendlichen befragen und bearbeiten in der Juryarbeit ihre Vorstellungen von Kultur, Bildung und Vielfalt.

Besonders ist darüber hinaus die geplante Erweiterung des JugendKulturAbos, die sich vornimmt, den Sprung vom festen Klassenverbund in die individuelle Freiwilligkeit zu schaffen: Jede_r Schüler_in, der/die am Abo teilgenommen hat, soll eine Stempelkarte bekommen, mit der dann je nach Interessenlage ganz individuell Kultur erlebt werden kann. Die Akquise der Kulturinstitutionen/Anbieter_innen dafür läuft. Mit den Schulen abgesprochen ist bereits, dass diese das individuelle Interesse und Engagement der Schüler_innen anerkennen, z.B. indem Punkte im Fach Werte und Normen dafür angerechnet werden.

 
Probleme und Lösungen:
Eine stete Baustelle auch in der Entwicklung des JugendKulturAbos bleibt die Ansprache von bzw. Kommunikation mit Schulen inmitten eines fordernden Schulalltags. Wer kann und will was leisten, beitragen, organisieren, finanzieren? Hier wurden engagierte Lehrer_innen direkt angesprochen und gemeinsam überlegt, wie zurückhaltende Kolleg_innen für eine Abo-Teilnahme begeistert werden können. Dabei wurde u.a. eine Abo-Annäherung an curriculare Vorgaben diskutiert und z.B. der zeitliche Umfang von 1,5 Stunden gemeinsam erarbeitet.

Auf organisatorischer Ebene stellt sich bei einem solche Großprojekt die Frage, wie die Buchungen verwaltet werden können. Derzeit wird dafür ein digitales Buchungsportal entwickelt.

 
Anekdotisches:
"Liebe Julia,
trotz der Hitze bin ich froh, dass ich Deiner Einladung heute gefolgt bin: Ich bin wirklich begeistert, dass die Stadt das Projekt so groß aufzieht! Das kann was ganz Gutes werden. Natürlich habe ich eben in meinem Familienplenum beim Abendessen über die nächsten Schritte gesprochen. Meine älteren Kinder sind ja genau in der Zielgruppe: 8. Klasse und gerade in der 5. eingeschult. Beide finden das Programm gut und interessant.
Der Begriff "Kultur" ist bei beiden, vor allem beim älteren Lovis negativ besetzt, das haben wir richtig vermutet. Wir haben dann per Brainstorming nach einem Namen für das Abo und einer Bezeichnung für die Kulturschaffenden gesucht. Schwerer ist es uns gefallen, eine Bezeichnung für die Kulturschaffenden zu finden. "Coach" und auch "Trainer" sind unter Jugendlichen Hochwertwörter.
Soweit erstmal...
Herzliche Grüße und viel Erfolg, S. K."
Lehrermail nach dem ersten offiziellen Infotreffen im September 2016.
PERSÖNLICHES ENGAGEMENT - VERBINDLICHKEIT - ZUSAMMENARBEIT

"Den Kunst-Workshop fand ich richtig toll, weil Kai mir so gut geholfen hat."
Torben, 7. Klasse, nach einem Workshop mit zwei Grafikdesignern zum Thema Selbstporträt.
BEGEGNUNGEN MIT KÜNSTLER_INNEN - BEGEGNUNG MIT LEIDENSCHAFT UND PROFESSIONALITÄT

"Ich finde, dass es eine super Möglichkeit ist für die Schüler_innen, einfach ein bisschen mehr aufgeklärt zu werden, aber auch was Interessantes zu machen, weil das hier einfach total viel Spaß macht."
Sarah, 10. Klasse, nach dem Workshop zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung, in dem gemeinsam ein Schokoladenfondue zubereitet und über das Fair Trade-Label gesprochen wurde.
INTERESSE - SPASS - SELBER MACHEN - ERFAHREN - DISKUTIEREN