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Im Atelier der Schlumper
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Klasse 4 dreht Trickfilme mit KurzFilmSchule
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"Tiere in der Kunst" Jg. 2 in der Kunsthalle
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"Tag der Musik", Auftritt der Geigenkinder
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Theaterprojekt "Laika" im Jg. 4 mit Künstlerbeteiligung
Kulturelle Bildung für alle und von Anfang an
Schule:
Louise Schroeder Schule
Thedestraße 100
22767 Hamburg
040 428 88 69 0
Www.louise-schroeder-schule.hamburg.de



Grundschule / Teilgebundener Ganztag

 
Verantwortliche Ansprechpartner:
Sabine Ahrens-Nebelung
Stellvertretende Schulleiterin
040 428 88 69 14
 
Art des kulturellen Schulprofils:
Spartenspezifisch
 
Anzahl der beteiligten Schüler:
490
 
Vorstellung und Kurzbeschreibung:
Kulturelle Bildung mit Künstlern/_innen und Kultureinrichtungen gibt es an der Louise Schroeder Schule seit 20 Jahren.
In der Zeit der Pilotschule Kultur (2005 bis 2008) hat die Schule das Profil „KULTURELLE BILDUNG FÜR ALLE“ entwickelt. Dieses Kulturprofil wurde 2011 neben sechs weiteren Leitgedanken unter Punkt 3 in den ALLGEMEINEN GRUNDSÄTZEN der Schule fest verankert. Darin heißt es:

„Kulturelle Bildung ist für uns elementare Bildung. Kinder besitzen kreative Fähigkeiten und brauchen Experimentierfelder, um starke Persönlichkeiten zu werden. Malen, Theater spielen, Musik machen, filmen, tanzen und schreiben sind zentrale Elemente unseres Unterrichts und Schullebens für alle Kinder. Sie erleben vielfältige außerschulische Angebote in verschiedenen Kultureinrichtungen und die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden.“

Um Nachhaltigkeit für die Kulturschule zu erreichen, haben wir uns intensiv mit folgenden Frage beschäftigt:
WAS BRAUCHT KULTURELLE SCHULENTWICKLUNG?
WELCHE TREIBENDEN KRÄFTE UND BEDINGUNGEN TRAGEN ZUM GELINGEN KULTURELLER BILDUNG BEI?
Es besteht die grundlegende Übereinkunft aller Schulmitglieder, kulturelle Teilhabe für JEDES KIND in vielfältigen Basis- und Zusatzprojekten während der gesamten Grundschulzeit zu ermöglichen. Wichtig ist dabei für uns, den stetigen Prozess einer konstruktiven Auseinandersetzung aller Beteiligten über Organisation, Strukturen und Inhalte aufrecht zu halten.

Grundlage für das Kulturprofil sind die VERTRAUTEN PARTNERSCHAFTEN mit Kultureinrichtungen und Künstlern/-innen (siehe Liste der Kulturpartner und Künstler/_innen). Dahinter steht die sich über einen langen Zeitraum vollzogene ÖFFNUNG UND VERNETZUNG IM STADTTEIL. Seit vielen Jahren arbeitet die Schule regelhaft in Stadtteilzusammenschlüssen mit. Dies schafft bis heute große Motivation, sowohl die kulturelle Angebotsstruktur als auch Kooperationen im Rahmen von Schule und Jugendhilfe stetig zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Aus dem Netzwerk heraus und in der Kooperation im Stadtteil ergeben sich Chancen und Möglichkeiten für vielfältige Angebote kultureller Bildung. Angebote, die fußläufig für Grundschulkinder zu erreichen sind und die sie auch ohne Schule, allein oder mit der Familie nutzen können.

Vernetzung und Kooperationen mit Kulturpartnern/-innen haben sich nach unser Erfahrung positiv ausgewirkt, weil sich die Akteure mit
OFFENER, PARTNERSCHAFTLICHER HALTUNG und NEUGIER begegnen.

Leitung, Moderation, Organisation und Kommunikation des Kulturkonzepts unserer Schule liegt in der Verantwortung einer KULTURGRUPPE, der zurzeit drei Lehrerinnen, ein Schauspieler und ein Mitglied der Schulleitung angehören. Die Kulturgruppe steht in engem inhaltlichen Austausch und Kontakt mit den Kulturpartnern/_innen und Lehrern/_innen. Sie organisiert Veranstaltungen und Projekte innerhalb und außerhalb der Schule. Sie informiert in den schulischen Gremien und Arbeitszusammenhängen über fortlaufende Angebote und Aktivitäten. Zudem akquiriert sie Gelder und regelt die Geschäfte des Vereins „Louises Kulturkinder e.V.“. Die Kulturgruppe ist im Stadtteil vernetzt und kümmert sich auch um übergreifende Angebote wie beispielsweise im Rahmen von Theater und Schule, des Hamburger Grundschultheaterfestivals „tms“, des Jahres der Musik, der Lessingtage des Thalia Theaters oder des Straßentheaterfestivals „STAMP“.
Eine Wandzeitung und ein sog. „Kulturinfo“ geben Auskünfte über aktuelle Projekte, Veranstaltungen und Termine.

Die KINDER sind zwar nicht direkt an der Auswahl der Kulturpartner und Projekte beteiligt. Entscheidend ist allerdings, dass in allen Angeboten die Lebenswelten, Erfahrungen, Interessen und individuellen Voraussetzungen der Kinder im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens stehen. Insbesondere kulturelle Bildung birgt die Chance gemeinsamen Lernens, aber auch eine Auseinandersetzung darüber, dass Kinder verschiedene Zugänge brauchen. (Anm. Kulturelle Bildung und Inklusion: Nicht jedes Kind kann aufgrund seiner körperlichen Voraussetzungen ein Streichinstrument lernen)

Die PÄDAGOGEN/_INNEN stehen der Kulturschule grundsätzlich positiv gegenüber.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass Akzeptanz und Motivation der PÄDAGOGEN/_INNEN, sich mit ihren Klassen an gemeinsamen Projekten mit Kulturschaffenden zu beteiligen, davon abhängen, inwieweit sie an der Auswahl kultureller Angebote und Partnerschaften beteiligt sind. Dies bezieht sich sowohl auf die Kultursparten, die konkreten Inhalte und als auch auf die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Auch darüber, ob ein Kulturangebot epochal, als Projekt oder unterrichtsbegleitend durchgeführt werden soll, müssen sich die Partner vorab einvernehmlich verständigen.
TRANSPARENZ, INFORMATION UND KOMMUNIKATION sind wichtige Voraussetzungen.

Die SCHULLEITUNG unterstützt und gewichtet die Entwicklung des kulturellen Profils in den verschiedenen Gremien, Arbeitszusammenhängen und Veröffentlichungen als schulischen Schwerpunkt. Sie nimmt Engagement und Einsatz der beteiligten Akteure wahr, würdigt sie und schafft ggf. Ausgleich, denn nicht selten sind Kulturprojekte mit erhöhtem Einsatz verbunden.

Die ELTERN werden in unterschiedlichen Bereichen in das allgemeine Schulleben eingebunden. Im Bereich der Kulturschule besuchen sie gern Kulturveranstaltungen. Sie begleiten die Kinder zu außerschulischen Auftrittsorten und nehmen vereinzelt aktiv an Kulturaktivitäten ihrer Kinder teil. Die Kulturveranstaltungen bieten die Möglichkeit und einen Ort, an dem sich Familien unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkünfte auf eine positive Weise begegnen. Sie freuen sich über die öffentlichen Präsentationen und Auftritte ihrer Kinder. Das verbindet.
Es gibt für Eltern darüber hinaus ein wöchentliches Elterncafé, einen Vätertreff für türkische Väter und regelmäßige Veranstaltungen zu Erziehung, Bildung, Gesundheit und Freizeit. Im Projekt „Family Literacy“ werden die Eltern aktiv in den Lese- und Schreiblernprozess ihrer Kinder einbezogen. Und natürlich beteiligen sich die Eltern an diversen Festen und Feiern. Hinter allem steht unsere Überzeugung, dass eine erfolgreiche Erziehung und Bildung der Kinder nur gelingen kann, wenn sich alle gemeinsam dieser Aufgabe annehmen.

In jedem Kulturprojekt gehören ENTSTEHUNGSPROZESS UND PRÄSENTATION eng zusammen. Dies gilt für alle Sparten. Gemeinsame Abschlussrunden und Auswertungsgespräche sind eine wichtige Grundlage für neue Projekte mit den außerschulischen Partner_innen.
Am Ende steht stets eine GEMEINSAME AUSWERTUNG. WAS WAR GUT? WAS KÖNNEN WIR VERBESSERN?

Kulturelle Bildung findet im RAHMEN DES REGELANGEBOTS UND DES KURSANGEBOTS DER GANSTAGSSCHULE. Unterricht nach Stundentafel, der Fachunterricht in den künstlerischen Fächern und Projekte mit Künstlerbeteiligung sind inhaltlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt.

Wir haben in den Jahren erfahren, wie wichtig für die gelingende kulturelle Schulentwicklung die BILDUNGSPARTNERSCHAFTEN AUF AUGENHÖHE, OFFENHEIT, BETEILIGUNG, KLARE STRUKTUREN, TRANSPARENZ, AUFGABENTEILUNG und auch QUALITÄTSSICHERUNG sind. Wir erleben auch immer mal wieder, dass hier so mancher Stolperstein steckt, wenn man in einem nicht selten hektischen Schulalltag die o.g. Punkte aus dem Blick verliert.

 
Welche Fächer sind beteiligt?
Die Kulturschule als Profil umfasst ALLE KLASSEN der Schule.
Es ist sowohl SPARTENSPEZIFISCH als auch SPARTENÜBERGREIFEND.

Schwerpunktmäßig findet sich das kulturelle Profil in den KÜNSTLERISCHEN FÄCHERN Musik, Theater und Kunst wieder.

Darüber gibt es in jedem Jahr mehrere FÄCHERÜBERGREIFENDE KULTURPROJEKTE.

Regelunterricht, Projekte mit Künstlerbeteiligung, Kursangebote der Ganztagsschule und Freizeiten bilden gemeinsam das kulturelle Profil und greifen in weiten Teilen ineinander. Das Maß hängt von dem jeweiligen Projekt ab.
Im Folgenden steht das Schuljahr 2015/16 exemplarisch für die jährlichen Kulturaktivitäten der vorangegangenen Jahre. Es gibt für jedes Jahr jeweils eine Übersicht.

M U S I K - & I N S T R U M E N T A L U N T E R R I C H T
Die Louise Schroeder Schule ist eine von Hamburger 64 JeKi-Schulen Hamburgs. Da an unserer Schule seit 1997 (lange bevor es das JeKi-Projekt in Hamburg gab) Kinder im Klassenverband und im Regelunterricht Trommeln, Geigen und Keyboard erlernt haben, haben wir in Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsbildung (Theo Huß, Fachreferent Musik) ein SCHULEIGENES JEKI-KONZEPT entwickelt, das über das herkömmliche JeKi-Projekt hinausgeht. Federführend ist dabei der Musiker, Komponist und inzwischen festangestellte Lehrer Gino Romero Ramirez.
Jedes Kind der Schule lernt drei Jahre lang ein Streichinstrument. Die Instrumentalmusiker arbeiten eng zusammen. Das Ineinandergreifen von Musik- und Instrumentalunterricht ist im schulinternen Curriculum festgelegt:

CHORSINGEN: beginnt in der VORSCHULE, obligatorisch bis KLASSE 4, Dauer: ganzjährig, 1 Stunde pro Woche

GRUNDMUSIKALISIERUNG: KLASSE 1 Trommeln, Rhythmus und Tanz; 1 Stunde pro Woche + 1 Stunde rhythmisiert Schulmusikunterricht
STREICHINSTRUMENT - GEIGE - BRATSCHE - CELLO: KLASSE 2 BIS KLASSE 4 im Klassenverband mit zusätzlichem Gruppenunterricht für Cello. Das Klassen-Instrument wird von den Musikern/_innen in Absprache mit dem Klassenleitungsteam festgelegt, Dauer: ganzjährig, 2 Stunden pro Woche

Dahinter steht die Überzeugung, Kinder im Grundschulalter über das Erlernen eines Instruments aktiv an Musik heranzuführen, die Freude am Musizieren zu vermitteln und ihnen damit einen weiteren Zugang zur Kultur nachhaltig zu eröffnen. Darüber hinaus stärkt das gemeinsame Musizieren im hohen Maße den sozialen Gruppenzusammenhalt.

KONTRABASS: Ca. vier Kinder lernen zusätzlich zu ihrem Klassen-Streichinstrument noch Kontrabass. Sie gehen während der regulären Unterrichtszeit raus und lernen das Instrument in der Kleingruppe; 1 Stunde pro Woche

STREICHERFREIZEIT: einmal pro Jahr drei Tage an einem Wochenende im Mai für alle interessierten Kinder der 3. und 4. Klassen (etwa 40 Kinder nehmen teil), unabhängig von ihrem Können, alle dürfen teilnehmen!
Bei der Streicherfreizeit und in den Chören musizieren die Kinder auch klassen- und jahrgangsübergreifend. Ebenso vor und bei GEMEINSAMEN KONZERTEN (Winterkonzerte, Tag der Musik, Schulkreismusizieren) innerhalb und außerhalb der Schule.

ERWEITERTER INSTRUMENTALUNTERRICHT durch MUSICA ALTONA E.V.: Möglichkeit ein weiteres Instrument in der Kurszeit oder nach 16.00 in den Räumen der Schule zu erlernen (Klavier, Schlagzeug, Saz, Gitarre);
Dadurch, dass wir allen Kindern ermöglichen, gemeinsam zu musizieren und Musik zu erleben, entdecken wir hin und wieder Kinder mit AUßERGEWÖHNLICHEN MUSIKALISCHEN TALENTEN. Diese Kinder werden durch Musical Altona e.V. gefördert.


T H E A T E R
THEATERUNTERRICHT nach schulinternem Curriculum: Klasse 1 bis 4 bei ausgebildeten Lehrern/_innen für das Fach Theater, 1 Stunde pro Woche

Darüber hinaus:
THEATERPROJEKTE mit Künstlerbeteiligung finden sowohl im Klassenverband als auch klassenübergreifend statt (zumeist in den Jahrgängen 3 und 4). Diese sind in der Regel fächerübergreifend (siehe unten)

In sechs Jahren infolge haben sich Klassen erfolgreich für die Teilnahme an TMS (THEATER MACHT SCHULE) im Thalia Theater in der Grußstraße qualifiziert (sowohl unter der Leitung der internen Theaterlehrer/-innen als auch der professionellen Schauspieler/-innen).
ALLE PRODUKTIONEN von Kindern werden sowohl vor anderen Kindern als auch vor den Eltern aufgeführt.

Die Schule nimmt seit Jahren mit in der Regel drei bis vier Klassen an den LESSINGTAGEN DES THALIA THEATERS teil.

Aus der regelmäßigen Zusammenarbeit bei TMS, den LESSINGTAGEN, Tanzperformances und Bilderausstellungen zu Premieren von Kinderstücken, haben sich Thalia Theater und Louise Schroeder Schule zu einer SCHUL-THEATER-PARTNERSCHAFT zusammengeschlossen. Die Inhalte bestimmen die Partner in gemeinsamer Absprache.

Jede Klasse besucht mindestens einmal pro Jahr eine PROFESSIONELLE THEATERAUFFÜHRUNG. Dies organisiert ein Mitglied der Kulturgruppe. Dafür laden wir für die jüngere Jahrgänge professionelle Theatergruppen in die Schule ein. Die höheren Jahrgänge besuchen Hamburger Bühnen.

B I L D E N D E K U N S T
KUNSTUNTERRICHT nach schulinternem Curriculum, in dem auch Projekte mit Künstlerbeteiligung (die 2. Klassen lernen die Hamburger Kunsthalle kennen) festgeschrieben sind. Jede Klasse hat während der Grundschulzeit zwei Stunden wöchentlich Kunstunterricht.

BILDENDE KUNST MIT KÜNSTLERBETEILIGUNG:

SCHLUMPER | ARBEITEN IM NAHEGELEGEN ATELIER
Alle 1. und 3. Klassen arbeiten regelhaft im Atelier. Sie besuchen es in Gruppen zu etwa 8 Kindern über mehrere Wochen während der regulären Unterrichtszeit. Dabei ist es egal, welches Fach gerade auf dem Stundenplan steht.
Alle Vorschulkinder lernen das Atelier und die Schlumper im Rahmen des nachmittäglichen Kursangebotes kennen; Epoche von vier Monaten

Freie Atelier-Zeiten darüber hinaus gibt es nach Absprache auch für die anderen Klassenstufen. Die Kulturgruppe achtet auf eine ausgewogene Verteilung der Atelierzeiten.
Das Atelier kann darüber hinaus auch nach 16.00 Uhr und in den Ferien besucht werden.

Im November 2015 haben wir unsere 20-JÄHRIGE KOOPERATION mit der Enthüllung einer Wandgestaltung über zwei Stockwerke und einer gemeinsamen Ausstellung in den Rinderschlachthallen (einem weiteren Atelier) feierlich begangen. Dazu gab es Musik der Streicherklassen und Chor singen.

"TIERE IN DER KUNST": Der gesamte 2. Jahrgang lernt die Hamburger Kunsthalle kennen. Mit der Künstlerin und Kunstpädagogin Claudia Behring arbeiten die Klassen sowohl in den Räumen der Hamburger Kunsthalle als auch in der Schule zum Thema. Am Ende der Projektzeit steht eine gemeinsame Ausstellung aller fünf Parallelklassen, zu denen Eltern und Interessierte in die Schule eingeladen werden. Umrahmt wird diese Ausstellungseröffnung beispielsweise durch einen Musik- oder Filmbeitrag der beteiligten Kinder.
Dauer: November bis Februar, 5 Projekttage pro Klasse

"SITZHOCKER" mit Keramiken: In Kooperation mit Beschäftigungsträger für die Ausbildung jugendlicher Mädchen und Keramikerin, 3. Klassen
Dauer: Mai und Juni, epochal

OFFENES ATELIER MIT DEM BILDENDEM KÜNSTLER Carlos Roberto Franco: Täglich und ganzjährig in der Mittagsfreizeit von 12.30 bis 14.00

TEXTWERKSTÄTTEN UND LITERATUR | DEUTSCH
Workshops kreativen Schreibens mit der Schriftstellerin Eva Maria Alves Schriftstellerin im Jg. 3,
Texte der Kinder, die sowohl im Deutschunterricht als auch in den Werkstätten „Kreatives Schreiben“ entstehen sind häufig Vorlagen für eigene Theaterstücke.
Die Texte aus diesen Workshops und aus Schreibprojekten in den Klassen werden in Lesungen öffentlich vorgetragen.

Regelmäßig besuchen Klassen das Kinderbuchhaus im Altonaer Museum und nehmen an Schreib-, Buch- und Illustrationsprojekten teil.

Von dem Verein Lesementor e.V. kommen regelmäßig ehrenamtliche Vorleser/innen zum Vorlesen und Erzählen.

FÄCHERÜBERGREIFENDE KULTURPROJEKTE IN DEN JAHRGÄNGEN 2 UND 4

FILMPROJEKT, eins pro Jahr in Kooperation mit der KurzFilmSchule im Klassenverband, 4. Klasse, Dauer: Projektwoche

FILMPROJEKT MIT IPADS IM ALTONAER MUSEUM, Uli Mayer-Küster, Museumspädagogin: zur Ausstellung "Stille Bauern und kernige Fischer", Altona früher, heute und in Zukunft, 4. Klasse,
Dauer: Projektwoche

MUSIK-THEATER MIT COLOMBINA, Nicola Möller La Rosa: 2. Klasse, Dauer: Januar bis März, 2 Projekttage pro Woche

TANZ-THEATER MIT TÄNZERIN UND TANZPÄDAGOGIN, Judith Newerla und THEATERLEHRERIN Susanne Baudach: "Fußball", 4. Klasse, Dauer: Januar bis April, ca. 6 Stunden wöchentlich

THEATER-KUNST MIT BILDENDEM KÜNSTLER, Carlos Roberto Franco und SCHAUSPIELER/THEATERLEHRER, Daniel Yaakov: Thema "Gefühle", 4. Klasse, Dauer: Januar bis Mai, ca. 6 Stunden wöchentlich

BIENENSTOCK IM HOHLEN BAUM: Künstlerische Gestaltung des Daches eines Bienenhauses im hohlen Baum mit zwei BILDENDEN KÜNSTLERN Eva und Klaus Salzmann und IMKER, Gunnar
3. Klasse, Dauer: März, April, epochal

 
Beteiligte Lehrkräfte:
Alle Pädagogen/_innen unserer Schule sind in die Aktivitäten der Kulturschule involviert, wenn auch in unterschiedlichen Maßen und Intensität.

Da die Klassenteams eine aktive Rolle bei einzelnen Kulturprojekten haben und im Regelunterricht mit den Künstler/n_innen zusammenarbeiten, sind sie beteiligt. Darüber hinaus begleiten sie die Kinder zu Konzerten, Theaterauftritten und Aufführungen, erleben mit den Kindern Lesefeste, die Märchentage oder Museumsbesuche.

In unserer inklusiven Schule haben wir einen Professionenmix aus Primarschullehrern/-innen, Sonderpädagogen/-innen, Erziehern/-innen und Sozialpädagogen/-innen. Es sind insgesamt 70 festangestellte Pädagogen/_innen
Insgesamt 70

 
Stundenvolumen:
Es gibt einen WOCHENSTRUKTURPLAN mit einer täglichen Angebotszeit von 8.00 bis 16.00 Uhr, freitags 8.00 bis 14.00 Uhr. An zwei Nachmittagen ist verbindlicher Unterricht, an zwei Nachmittagen werden Kurse angeboten, für deren Teilnahme sich die Kinder verbindlich anmelden. Die Auslastung der Kurstage liegt bei 96%.

Der gesamte Unterricht ist in rhythmisierten Blöcken organisiert, der 45-Minutentakt ist abgeschafft. In diesen Unterrichtsblöcken wird sowohl fächerübergreifend, projekt- und fachorientiert gearbeitet. Auf individuelles und selbsttätiges Lernen wird Wert gelegt. Es gibt eine 90-minütige Mittagsfreizeit, die die Kinder eigenverantwortlich und selbstbestimmt in nahezu allen Räumen der Schule gestalten können.

ALLE KINDER von der Vorschule bis zur 4. Klassen sind an kulturellen Aktivitäten beteiligt. Da diese Aktivitäten viele Bereiche umfassen und von Klasse zu Klasse und Jahrgang zu Jahrgang unterschiedlich ist, lässt sich schwer ein festes Stundenkontingent nennen. Es gehören Besuche von Kulturveranstaltungen (Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen von Kindern für Kinder, tms - Grundschultheatertage, Theaterbesuche von professionellen Theatermachern, Seiteneinsteiger Lesefest, Märchentage), die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern (Schlumper, Hamburger Kunsthalle, Altonaer Museum, Kinderbruchhaus, Haus Drei, KurzFilmSchule, Radiofüchse,Thalia Theater), Kulturprojekte mit und ohne Künstlerbeteiligung, Instrumentalunterricht und Chöre dazu.

Ein festes Stundenkontingent lässt sich schwer verifizieren, da die kulturelle Bildung viele unterschiedliche Organisationsformen (Projekt, Jahresbegleitend, Epoche, Einzelveranstaltung) vereint.
So ungefähr:

VORSCHULE: wöchentlich 1 Stunde Chor,
10 Wochen 2 Stunden im Atelier der Schlumper,
Besuch einer professionellen Theateraufführung (2016 Theater PappeLaPapp in der Aula der Schule),
Veranstaltung im Rahmen der Hamburger Märchentage,
Chorauftritt zur Verabschiedung der 4. Klassen,
Tag der Offenen Tür,
Kinderkonzert des NDR

1. KLASSEN:
wöchentlich 1 Stunde Chor,
1 Stunde Trommeln, Tanzen, Rhythmik,
1 Stunde Theater von Fachlehrerin (Erste Orientierung auf der Bühne, Grundkenntnisse des Theaterspiels), Aufführung vor kleinem Publikum (Eltern, Parallelklassen),
ca. 15 Wochen 2 Stunden Malen bei den Schlumpern,
2 Stunden Kunst nach Stundentafel,
Theaterbesuch (z.B. Kinderbruchhaus im Altonaer Museum),
Besuch von Theateraufführungen und Konzerten höherer Jahrgangsstufen, klasseneigene Veranstaltung beim Seiteneinsteiger Lesefest,
Erstes kreatives Schreiben mit Schriftstellerin (für 2 Klassen 2 Stunden wöchentlich),
Teilnahme am Family Literacy Programm 2 Stunden alle zwei Wochen

2. KLASSEN: wöchentlich 1 Stunde Chor gemeinsam mit Jahrgang 1 und 2,
1 Stunde Streichinstrument (Geige, Bratsche oder Cello),
1 Stunde Musikunterricht,
1 Stunde Theaterunterricht von Fachlehrerin mit Aufführungen vor kleinem Publikum (Eltern, andere Klassen),
Besuch der Hamburger Kunsthalle "Tiere in der Kunst" 10 Stunden,
Theaterprojekt mit Colombina (Comédie Dell'Arte), 6 Wochen mit 6 Stunden pro Woche,
Theaterbesuch professioneller Bühnen (Junges Schauspielhaus)

3. KLASSEN: wöchentlich 1 Stunde Chor im Jahrgang,
2 Stunden Instrumentalunterricht (Geige, Bratsche, Cello,
zusätzlich eine 3. Stunde für einzelne Kinder Kontrabass (gehen aus dem Regelunterricht raus)),
1- 2 Stunden Theater, vor Aufführungen intensivere Probezeiten, ca. 15 Wochen
2 Stunden Schlumper,
ein halbes Jahr 2 Stunden wöchentlich Schreibwerkstatt mit Schriftstellerin
Theaterbesuch (Schmidts Theater und Thalia)

4. KLASSEN: 1 Projekt oder Epochen mit Künstler/n_innen,
wöchentlich 2 Stunden Streichinstrument,
1 Stunde Chor
Theaterunterricht nach Stundentafel, Auftritte
Bildende Kunst nach Stundentafel
Konzertauftritte

ALLE KLASSEN: Kursangebot der teilgebundenen Ganztagsschule mit vielfältigen Kursen aus der Kulturellen Bildung.

 
Auslöser/Idee:
Es begann mit der Künstlergruppe „DIE SCHLUMPER E.V.“
Sie sind unsere Kulturpartner seit 1995.
Die Schlumper, ein Projekt der Stiftung Alsterdorf, sind künstlerisch begabte Frauen und Männer mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.
Im benachbarten Atelier in der Thedestraße begann unsere Zusammenarbeit (damals hieß die Schule noch Schule Chemnitzstraße, erst mit dem Umzug 2008 in den nahegelegenen Neubau wurde die Schule in Louise Schroeder Schule umbenannt, Louise Schroeder ist in der Thedestraße 1899 geboren).

Anlass für die künstlerische Zusammenarbeit war 1995 ein bezugsfertiges, vollständig saniertes Schulhaus (das drittälteste Hamburgs), dessen drei Stockwerke gestaltet werden sollten. Auf die Schlumper wurden wir durch einen Lehrerkollegen aufmerksam, der den künstlerischen Leiter der Schlumper seit Kindertagen kannte. Kinder und Schlumper, die betreuenden Künstler/_innen, Lehrer/_innen und Eltern gestalteten gemeinsam das gesamte Treppenhaus mit großformatigen Malereien, Reliefs und (Foto-)collagen. Nach dessen Fertigstellung begann die regelhafte Nutzung des Ateliers während des Schulunterrichts durch wechselnde Kindergruppen.
Bis heute entstehen hier in unmittelbarer Nachbarschaft Bilder, Skulpturen oder auch ganze Innenraumgestaltungen – Schlumper- und Kinderkunst!

 
Entwicklung:
Von einer kulturaktiven Schule zur kulturellen Teilhabe aller Kinder – 1995 bis heute

Zu den Schlumpern (s.o.) kamen 1997 WEITERE KÜNSTLER/_INNEN an die Schule, die Schrifstellerin Eva Maria Alves und der Musiker und Komponist Gino Romero Ramirez. Die Kinder schrieben zu den Treppenhausfiguren eigene Texte, vertonten die Geschichten und präsentierten sie in öffentlichen Lesungen und Aufführungen.

Heute lernen etwa 270 Kinder ein Streichinstrument. Aufgebaut hat dies Gino Romero Ramirez, der inzwischen auch fest angestellter Lehrer ist. Als freier Künstler hat er begonnen, mit Kindern im Klassenverband zu trommeln und ihnen das Geigen oder Keyboard spielen beizubringen – und das mit so großer Leidenschaft und Liebe zu Kindern und Musik, dass viele von ihnen mit Begeisterung musizieren, bis heute.

Diese ersten Kooperationen mit Kulturpartnern/_innen nannten wir damals „K-K-K“ für „KINDER-KÜNSTE-KULTUR(EN)“. Noch heute sind sind einige von ihnen immer noch aktiv an der Kulturschule Louise Schroeder.

Anfangs waren nur wenige Klassen beteiligt. Das sollte sich recht bald ändern.

Die Zusammenarbeit mit „echten“ Künstlern/_innen gewann zunehmend an Bedeutung, weil im Schulleben sichtbar wurde, wie begeistert viele Kinder gemeinsam mit den Künstlern/_innen malten, eigene Texte schrieben oder ein Instrument lernten. Dies hatte bei vielen den Wunsch zur Folge, die Kulturpartnerschaften zu festigen und zu erweitern.

Als dann 2005 auf der Grundlage des „Rahmenkonzepts Kinder- und Jugendkulturarbeit“ das Förderprogramm „PILOTSCHULEN KULTUR“ mit einer finanziellen und fachlichen Unterstützung durch die Fachbehörden möglich wurde, hat sich die große Mehrheit der Schulgemeinschaft für eine Beteiligung ausgesprochen. Damit war der Weg von einer kulturaktiven Schule zu einer Kulturschule eingeschlagen und zwar als Ganztagsschule von 8.00 bis 16.00 Uhr.

Als eine von drei Hamburger Pilotschulen Kultur haben wir, schon damals gut vernetzt im Stadtteil, unsere bisherigen Kulturpartnerschaften erweitern können. Seitdem gehört u.a. das benachbarte STADTTEILKULTURZENTRUM HAUS DREI zu unseren engen Kooperationspartnern. Wir hatten uns als Pilotschule Kultur zum Ziel gesetzt, das Theaterspiel mit professionellen Schauspielern/_innen und Theaterschaffenden zu entwickeln. Erst 2011 sollte das Fach Theater in den Bildungsplan der Grundschulen und weiterführenden Schulen regelhaft aufgenommen werden. Seitdem inszeniert u.a. die Schauspielerin Nicola Möller La Rosa aus dem Bereich Commedia Dell'Arte mindestens einmal pro Jahr mit Klassen ein Stück. Mit dem Haus Drei entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit, die ebenfalls bis heute sowohl in den Werkstätten und auf der Bühne des Kulturzentrums als auch in den Räumen der Schule stattfindet.

Die „Pilotschule Kultur“ war somit der Beginn von KUNST UND KULTUR FÜR ALLE mit einem niederschwelligen Angebot, das sich an den Lebenswelten der Kinder orientiert.

Mit dem JEKI-PROGRAMM 2009 haben wir unser SCHULEIGENES KONZEPT entwickelt (siehe oben)

Es gibt seitdem vielfältige Kulturprojekte und regelhafte Angebote sowohl im Unterricht, spartenspezifisch und spartenübergreifend, nach Stundentafel als auch im Rahmen der ganztägigen Bildung und Betreuung. Die kulturellen Angebote sind in Projekten, jahresbegleitend, epochal, zum Teil fächerübergreifend als Basis und Zusatzangebote im Regelunterricht der Ganztagsschule organisiert.
Viele der beteiligten Künstler/_innen kommen immer wieder an die Schule, um mit Kindern zu tanzen, Theater zu spielen, Filme zu drehen, zu musizieren, Radiosendungen aufzunehmen, Fotoprojekte anzubieten, Skulpturen zu bauen u.v.m.

Während der Zeit als „Pilotschule Kultur“ sind die Schulmitglieder übereingekommen, das kulturelle Profil mit der Teilhabe eines jeden Kindes stetig fortzuschreiben und weiterzuentwickeln, bis heute.

 
Kooperation:
Die Kooperationen mit außerschulischen Partnern/_innen spielen eine bedeutende Rolle.
Viele der beteiligten Künstler/_innen kommen immer wieder an die Schule, um mit Kindern zu tanzen, Theater zu spielen, Filme zu drehen, zu musizieren, Radiosendungen aufzunehmen, Fotoprojekte anzubieten, Skulpturen zu bauen u.v.m.
Die KÜNSTLER/_INNEN vermitteln den Kindern ihre Kunst, ihr Können und ihr fachliches Wissen. Indem die Kinder die besondere Nähe der Künstler/_innen zu ihrem „Fach“ spüren und erleben, gewinnt ihr eigenes künstlerisches Tun häufig an Intensität. Für die Künstler/_innen sind Freiräume nötig, aber auch die Anerkennung zielgerichteter pädagogischer Arbeit in der Schule und die Bereitschaft mit den Pädagoginnen und Pädagogen der Schule zusammenzuarbeiten.

STABILE LANGFRISTIGE PARTNERSCHAFTEN mit Künstlern/_innen und Kultureinrichtungen haben sich als besonders tragfähig erwiesen und die Akzeptanz kultureller Bildung erhöht. Gerade die langfristigen Partnerschaften ermöglichen auch größere klassen- und jahrgangsübergreifende Projekte. Wir kennen die Künstler/_innen, wir wissen, was sie mitbringen, wie sie mit anderen zusammenarbeiten und die Künstler/_innen wiederum können einschätzen, worauf sie sich einlassen.

Es gab nur wenige sog., einmalige "Leuchtturmprojekte", wie z.B. das Projekt "Farbräume", das sehr intensiv war und eine großartige Erfahrung für die teilnehmenden Klassen, aber nicht wiederholbar.

 
Wichtigste Kooperationspartner:
Mit allen im folgenden aufgelisteten Kultureinrichtungen und KünstlerInnen finden ihn jedem Schuljahr Zusammenarbeit und Projekte statt. Alle Partnerschaften sind fest im Schuljahr verankert und stabil seit mehreren Jahren (Näheres siehe unten)

DIE SCHLUMPER E.V., www.schlumper.de, Johannes Seebass
8 Atelierzeiten (90 Minuten) pro Woche für wechselnde Kindergruppen (s.o.),
Wandgestaltungen

MUSICA ALTONA E.V., www.musica-altona.de, Patricia Renz
Instrumentalunterricht nach 16.00 Uhr und während der Kurszeit (Geigen, Schlagzeug, Gitarre, Band, Trommeln, Klavier)

STADTTEILKULTURZENTRUM HAUS DREI, Christina Donau
Tonwerkstatt, offene Werkstatt am Nachmittag, Theateraufführungen und Lesungen für Kinder

THALIA THEATER, www.thalia-theater.de, Herbert Enge
Jährliche Teilnahme an den Lessingtagen, Ausstellung zur Premiere "Die unendliche Geschichte" und Theaterperformance im Foyer, Zusammenarbeit bei der Ausrichtung des Grundschultheaterfestivals tms,

ALTONAER MUSEUM, www.altonaermuseum.de, Heike Roegler
Altona früher, heute und in der Zukunft, Klassenprojekt (Jg.4) im Regelunterricht zur aktuellen Ausstellung "Stille Bauern und kernige Fischer", Filme mit I-Pads

HAMBURGER KUNSTHALLE, www.hamburger-kunsthalle.de, Claudia Behring
Tiere in der Kunst; fünf Klassen Jahrgang 2 mit gemeinsamer Ausstellung

KURZFILMSCHULE HAMBURG, schule.shortfilm.com, Lina Pausen, Laura Schubert,
einmal im Jahr: Trickfilmprojekt Jg. 4, Teilnahme am Festival "Mo & Friese"

DIE RADIOFÜCHSE, www.radiofuechse.de, Andrea Sievers
zwei Kurse pro Jahr im Rahmen des Kursangebots

ARCHITEKTUR, Kooperation mit Hamburger Architektenkammer,
zwei Kurse pro Jahr im Rahmen des Kursangebots

ALTONAER TURNVERBAND VON

Regelmäßige Zusammenarbeit mit einzelnen Künstler_innen:

EVA MARIA ALVES, Schriftstellerin, Journalistin, Schreibwerkstätten Jg 1 bis 4,
Lesungen

NICOLA MÖLLER LA ROSA, COMEDIA DELL'ARTE,
ein bis zwei Theaterprojekte im Jahr, Jg 2 oder 3, Seiteneinsteiger Lesefest, Märchentage

JUDITH NEWERLA, TANZ-THEATER, Tänzerin, Tanztherapeutin,
TanzTheater im Jg. 4, "Ich-Projekt", "Fußball"

EVA UND KLAUS SALZMANN, BILDENDE KUNST, www.klaus-salzmann.de,
Kreativprojekte: "Zaunkönige (Jg. 2 und 3), "Ich-Projekt" (Jg. 4), "Louise Louise" (Kulissenbau Jg. 4), Bienenhaus

CARLOS ROBERTO FRANCO, www.carlosrobertofranco, Bildhauer, Maler, Grafiker,
OFFENES ATELIER in der Mittagsfreizeit (täglich von 12.30 bis 14.00),
vier Kurse pro Jahr im Rahmen des Kursangebots (Malerei, Bildhauen)
"Gefühle", Kunst-Theater-Performance Projekt in Jg.4

CARLA BINTER, www.keramik-carla-binter.de, Keramikerin
Schräge Vögel ("Wahrzeichen" der Schule), Skulpturen, Wandgestaltungen, Sitzhocker im Außenbereich, ab Jg. 3

KEVIN YOUNG, Dramaturg, Theaterpädagoge, "ZugumZug-Umzug", (Schulprojekt), "Louise Louise", (TheaterFilmProjekt (5 Klassen Jg. 4), "Lanka" (2 Klassen Jg. 4), "Wie der Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte (3. Klasse), Mitarbeit in der Kulturgruppe (Dramaturgie und Organisation)

GESCHE LUNDBECK, Theaterpädagogin, "ICH-Projekt" im Jg. 4

KRISCHA WEBER, www.einstellungsraum.de, Cellistin,
unterrichtet pro Jahrgang eine Celloklasse (im Team mit Gino Romero Ramirez)

MIKE RUTLEDGE, Bratschist, unterrichtet in jedem Jahrgang eine Bratschenklasse und im Team die Geigenklassen mit Gino Romero Ramirez

MARCUS GNADT, Musiker, angehender Musiktherapeut, unterrichtet Kontrabass, in Kleingruppen während des Regelunterrichts

ANDREAS PREUß, www. andreaspreuss.de, Tenor, Sänger, Chorleiter,
leitet die Jahrgangschöre von der Vorschule bis Jg. 4

SKROLLAN ALWERT, www.alwert-film.de, Filmemacherin, "Louise Schroeder Nachrichten", "Louise!, Louise!", Filmen im Altonaer Museum, im Rahmen des Kursangebots der Ganztagsschule

 
Besonderheiten:
Was es von anderen unterscheidet, können wir schwer beurteilen. Wir können darlegen, was das Besondere unseres Konzepts ist:

Das kulturelle Profil gibt es SEIT 20 JAHREN. Es ist im Rahmen der Pilotschulen Kultur 2005 bis 2008 VERBINDLICH und NACHHALTIG geworden und IN DEN SCHULISCHEN GRUNDSÄTZEN VERANKERT. Es wird von der Schulgemeinschaft nicht mehr infrage gestellt.
Die Kulturschule hat demnach ein gesichertes Profil auch ohne Sonderförderung oder Programme der Kultur- und Bildungsbehörde.
Sie finanziert sich ausschließlich mit Eigenmitteln, Anträgen an Stiftungen oder Kulturangeboten der Stadt Hamburg.

Als selbstverantwortete Schule achten wir bei der Einstellung von Lehrern/-innen auf stabile Fachschaften in den künstlerischen Fächern (Theater, Kunst, Musik).

Die kulturelle Bildung ist in den Fachcurricula verankert. Die Kulturschule ist immer wieder Thema auf (Fach-, Jahrgangs-)Konferenzen und im Elternrat.

Die Schule weist ein ausgewogenes Angebot kultureller Bildung aus, das sowohl von den festangestellten Pädagogen/-innen als auch von den externen Kulturschaffenden getragen wird.
Von außen ist es manchmal nicht zu unterscheiden, ob ein Kulturprojekt von den festangestellten Pädagogen/-innen oder externen Kulturschaffenden durchgeführt wird.

ALLE ANGEBOTE der Kulturschule sind von 8.00 bis 16.00 Uhr KOSTENFREI. Nach 16.00 Uhr zahlen Eltern einen kleinen Beitrag für Kurse bei Music Altona e.V.. Es gibt auch Freiplätze.
Die Streichinstrumente stellt die Schule ebenfalls kostenfrei zur Verfügung.

Die Kollegin Katja Krach-Grimm gibt Fortbildungen am Landesinstitut für Lehrerbildung, in denen es u.a. auch um die Vernetzung von Theater- und Mathematikunterricht geht.
Darüber hinaus organisiert sie außerhalb von Schule gemeinsam mit Vertretern/-innen des Landesinstituts und dem Thalia Theater die Grundschultheatertage (tms) im Thalia in der Grußstraße mit.
Die Schauspielerin Nicola Möller La Rosa gibt Theaterfortbildungen an der Schule.

Es hat sich eine AG "Instrumentalunterricht an einer inklusive Schule" gebildet, die Konzept und Praxis eines erweiterten Musikprofils mit musiktherapeutischem Angebot für manche Kinder mit ausgewiesenem sonderpädagogischen Förderbedarf erarbeitet und erprobt.

Wir wurden in der Vergangenheit häufig in andere Bundesländer (über die BKJ, Kultusbehörden in Bayern, Baden Württemberg, NRW) eingeladen, um über Profil und Konzept der Kulturschule Louise Schroeder zu berichten.
Die Schule ist im Netzwerk "Hospitationsschulen". Immer wieder kommen Interessierte aus Hamburg und darüber hinaus, die das Profil unserer Kulturschule in der Praxis erleben möchten.

Das Wichtigste ist wohl, dass ALLE KINDER in jedem Jahr ihrer Grundschulzeit an der Kulturschule TEILHABEN. Es gibt die Basisangebote, die für alle Kinder gleich sind (Schlumper, Instrumentalunterricht, Feste und Rituale, Kunsthalle, Theaterbesuche...) und vielfältige Kulturprojekte mit verschiedenen Kulturpartnern. Welche, das wird mit den Teams und beteiligten Künstler/n-innen abgesprochen. Verbindlich ist, dass sich jede Klasse an Kulturprojekten beteiligt.
Bei Aufführungen und Präsentationen lernen die Kinder Inhalte der Kulturschule und Künstler/-innen kennen.

Abseits von Programmen wie TuSch haben sich Thalia Theater und Louise Schroeder Schule für eine Partnerschaft entschieden.

Es gibt viele wiederkehrende jährliche Rituale, an denen die ganze Schulgemeinschaft beteiligt ist, wie z.B. das gemeinsame Adventssingen, Winterkonzerte, Fasching, Schulausflug, Seiteneinsteiger Lesefest, Bayram, Theater für Kinder von Kindern und Professionellen, FLY-Fest, Internationales Kinderfest am 23. April (23. Nisan) oder verbindlichem Bücherhallenbesuch

Es gibt FESTE STRUKTUREN und VERBINDLICHKEITEN, die auch in den Fachcurricula festgeschrieben sind. Sie sind den Pädagogen/-innen bekannt und werden auch immer mal wieder auf Konferenzen und in Gremien besprochen.

Die jüngeren Kinder erleben bei Konzerten, Theateraufführungen oder den jährlich zweimal stattfindenden Kurspräsentationen, was auf sie zukommt, welche wiederkehrenden (Kurs-)Angebote es gibt oder dass sie ein Instrument werden erlernen können.

Von Beginn an der Grundschulzeit haben die Kinder kleine Präsentationen vor Eltern oder anderen Klassen (erste Orientierung auf der Bühne, ein Tanz o.ä.)

Es gibt eine regelmäßige ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, die u.a. über die Kulturschule berichtet: Den Elternbrief (viermal im Jahr), das KulturInfo, die Homepage, Artikel und natürlich die zahlreichen Veranstaltungen (Ausstellungen, Lesungen, Theaterauftritte, Konzerte, ...), zu denen Eltern und Interessierte eingeladen werden.

Die KULTURGRUPPE ALS STEUERUNGSGRUPPE steht für Kontinuität. Sie gibt es seit 1995, also von Beginn an.

Alle Schulmitglieder (Pädagogen/-innen, Schulleitungsgruppe, Kinder, Eltern) sind aktiv, wenngleich in unterschiedlicher Intensität und Verantwortung, an der Kulturschule beteiligt.
Es herrscht bei den Pädagogen/-innen grundsätzlich eine große Offenheit gegenüber Menschen, die die Schule besuchen oder als Externe mitarbeiten.

Die KOOPERATIONEN MIT KÜNSTLER/-INNEN und KULTUREINRICHTUNGEN sind gewachsen und stabil. Sie sind der Schule verbunden und kommen immer wieder.

Die Schule ist ENG IM STADTTEIL VERNETZT und arbeitet aktiv in Stadtteilzusammenschlüssen mit.

Die KULTURSCHULE IST inzwischen so aufgestellt und nachhaltig, dass beispielsweise durch personelle Änderungen das Profil nicht bedroht ist.

Im INSTRUMENTALBEREICH bleiben viele Kinder nach Klasse 4 bei ihrem Streichinstrument und kommen im Rahmen des Vereins Musical Altona e.V. weiterhin zum Unterricht in die Grundschule.

Die inzwischen fünfzügige Schule ist seit Jahren stark angewählt. Jedes Jahr müssen wir Kinder abweisen. Dabei spielt neben Inklsuion und Ganztag auch die Kulturschule eine nicht unwesentliche Rolle.

Zum Sommer 2016 darf die Schule ein FSJ KULTUR ausschreiben.

 
Probleme und Lösungen:
STOLPERSTEINE gab es und wird es immer geben!

Wenn sich eine Schule auf den Weg macht, kulturelle Bildung fest im Schulalltag zu verankern, ist dies mit Erfolgen und auch so manchen Rückschlägen verbunden, wenn beispielsweise Absprachen und Transparenz fehlen, das Geld ausgeht, Kulturprojekte mit anderen Schulereignissen kollidieren, Räume nicht zur Verfügung stehen o.ä....
Finanzen, Material, Orte, Räume und Zeiten sind nicht zu unterschätzende Bereiche, die sich auf die Qualität auswirken. Inzwischen haben wir gelernt, wie wichtig es ist, Raum- und Zeitpläne zu erstellen, rechtzeitig Projektanträge einzureichen und möglichst weit im Voraus zu planen.


 
Anekdotisches:
ÄUSSERUNGEN VON KINDERN ZUM BEGRIFF "KULTUR" BEI EINER BEFRAGUNG 2014 FÜR EINE BROSCHÜRE (die aus Zeitgründen immer noch nicht fertiggestellt ist):
Was ist für dich Kultur?
Zur Kultur gehört die Bauweise der Häuser und die Religion (Jamal)
Kultur kann man bewundern (Hakan)
Kultur ist Kunst (Lilly)
Kultur ist ganz besondere Kunst
Kultur ist draußen und viele bewundern sie. Ich denke zum Beispiel an Graffiti.
Die Louise Schroeder Schule ist eine Kulturschule, weil sie viele Feste aus anderen Religionen annimmt und feiert. (Jamal)
Kultur könnte offene Kunst sein (Samet)
Kultur ist, dass wir andere Sprachen sprechen (Juli)
Kultur, denke ich, hat mit anderen Ländern zu tun
Kultur ist von ganz früher (Jamal)
Ich kenne ZDF Kultur. (Maurice)
Kultur ist auch, dass wir etwas mit Lego Figuren nachbauen.
Skulptur – Kultur, das klingt fast gleich (Gülsüm)
Kultur klingt ähnlich wie Kulissen (Noah)
Durch verschiedene Kulturen siehst du die Dinge anders, von einer anderen Seite.
Kultur ist Musik. (Anton)
Wir lernen Künstler kennen. Das ist Kultur (Lennard)
Wir haben Gino, der uns Geigen beibringt und die Schlumper (Ana)
Ich verstehe unter Kultur Kunst. (Ronisha)
Kultur ist Theater, Kunst und Malerei (Sila)
Ich höre das Wort „Kultur“ manchmal im Radio. (Anton)
Wenn Figuren aus Ton gemacht werden und darüber eine Rede gehalten wird. (Jona)
Ich höre Kultur manchmal, wenn Erwachsene über unsere Schule reden, dass sie so toll ist (Ana)
Ich kenne das Wort Kulturbeutel, das ist so ein Beutel, da tun wir die Zahnbürste rein. (Mertcan)
Wenn ich woanders schlafe, sagt meine Mutter, vergiss nicht den Kulturbeutel. (Said)
Kulturbeutel hat was mit Kunst zu tun, da ist ja auch Schminke drin und die braucht man für das Theater (Anouk)
Jedes Land hat eine eigene Kultur (Karamoko)
Es gibt auch die kulturelle Landpartie. (Jona)
Kultur könnte auch etwas Neues bedeuten, dass wir immer neue Sachen machen (Jona)
Kultur ist, wenn wir in die Kunsthalle gehen (Lia)
Landschaften sind Kultur, Kulturlandschaften (Jönne)
Kultur ist, wenn aus heißer Lava eine Figur hergestellt wird.
Die Bilder in der Kunsthalle sind für mich Kultur, weil die so verschieden sind (Jelle)
Deutschlandradio Kultur (Jönne)
Kultur ist für mich ein Fach wie Deutsch oder Mathe (Julian)
Kultur sind verschiedene Farben (Zoe)
Kultur ist in verschiedenen Städten (Gülsüm)