 Flyer zur Ausstellung
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 Installation mit Live-Projektion und Glas
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 Filmstill aus Tanz der Geräusche
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 Filmstill aus Tanz der Geräusche
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 Filmstill aus Don't Cry
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 Stabobjektperformance
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Visual Music - Musik im Auge behalten
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Schule:
Friedrich-Schiller-Gymnasium Schulstraße 34 D-71672 Marbach am Neckar
Gymnasium
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Kooperationspartner:
fluctuating images. contemporary media art Dr. Cornelia Lund und Dr. Holger Lund Martin-Luther-Straße 99 70372 Stuttgart (Postadresse) Jakobstr.3 70182 Stuttgart (Galerieadresse) I www.fluctuating-images.de
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Beteiligte Schüler:
20
11. Klasse
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Beteiligte Lehrkräfte:
1, Bildende Kunst
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Stundenvolumen:
Vernissage, 4h Galerie, 12h Schule, Ausstellung/Präsentation, insgesamt für Schüler: 25h, insgesamt für Lehrer und Galeristen 35h
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Vorstellung und Kurzbeschreibung:
- Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach ist eine der größten Schulen Baden-Württembergs und unterstützt freie, experimentelle Unterrichtsansätze, die kooperativ auch über die üblichen schulischen Partner hinausgehen können (vgl. http://www.fsg-marbach.lb.bw.schule.de/). Die unkommerzielle Medienkunstgalerie „fluctuating images. contemporary media art“ präsentiert vorwiegend intermediale und medienreflexive Arbeiten. Das Programm verschränkt internationale und regionale Ausrichtung. Als Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit soll die Galerie Raum bieten für die Reflexion und Vermittlung medienkünstlerisch relevanter Sachverhalte. (vgl. www.fluctuating-images.de). Das Projekt „Visual Music – Musik im Auge behalten“ ist spartenübergreifend konzipiert, es verbindet Musik mit Video, Design und Performance. Das Projekt, thematisch den Schülern durch MTV nahe liegend und daher niedrigschwellig angelegt, soll ihnen eine Heranführung an aktuelle Fragen der zeitgenössischen Kunstentwicklung ermöglichen und Gelegenheit zu einer eigenständigen Auseinandersetzung mit diesen Fragen in einem praktischen Teil bieten. Finanzierung: Das Projekt wird von den Schülern getragen, die einen kleinen Unkostenbeitrag für die Galerie entrichten, sowie von einem kleinen Projektetat seitens des Gymnasiums. Alle Arbeitszeiten von Lehrer und Galeristen sind unbezahlter Sondereinsatz. Zusatzmedien: Projektdokumentation auf CD (Fotos), HI8 und Mini-DV (Video) sowie der audiovisuellen Schülerabeiten (Video) auf CD und Mini-DV. Die Medienformate können auf gewünschte Formate (VHS oder DVD) problemlos konvertiert werden.
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Projektauslöser/Idee:
Über arthist, eine Email-Liste für KunsthistorikerInnen, erging der Aufruf, sich am Projekt „Kinder zum Olymp“ zu beteiligen. Wissend um die Schwierigkeiten, die Schüler mit dem Zugang zu zeitgenössischer Kunst haben können, sei’s Schwellenangst, sei’s intellektuelle Angst, nutzten die Galeristen und Kuratoren, Dr. Cornelia Lund und Dr. Holger Lund, den persönlicher Kontakt zum Kunstlehrer Michael Dürr, um mit ihm gemeinsam das Projekt „Visual Music. Musik im Auge behalten“ zu entwickeln. Die zweijährige Ausstellungsreihe „media flow. videoventure on electronic music“ gilt dem Phänomen der Visual Music, einer zeitgenössischen Praxis der visuellen Musik. Seit Mitte der 90er-Jahre werden verstärkt Live-Visualisierungen, sogenannte visuals, zu meist elektronischer Musik projiziert, vor allem bei Raves und in Clubs. VJs (visual oder video jockeys) projizieren dabei mit Video-Beamern digitale Videosequenzen oder schalten diese auf Bildschirme. Visual Music kann daher auch als eine Art Live-Kino verstanden werden, mit oft mehreren, auf die räumlichen Verhältnisse abgestimmten Bildflächen. Die Visuals selbst können abstrakt oder figurativ sein, narrativ sind sie allerdings eher selten. Inzwischen gewinnen auch Studioproduktionen von visual music immer mehr an Gewicht, bedingt durch die wachsende Zahl von DVD-Beigaben zu CD-Releases und die Gründung von DVD-Visual-Labels. Mit den Studioproduktionen nähert sich die Visual Music den Musikvideos an, die Grenzen werden durchlässiger. Die Ausstellungsreihe soll aktuelle Entwicklungen im Bereich der Visual Music aufzeigen. Dazu wurden für die erste Ausstellung im November 2004 Film- und Videokünstler aus unterschiedlichen Bereichen (Kunst, Architektur oder Design) eingeladen, um unterschiedliche Arten des visuellen Umgangs mit Musik aufzuzeigen. Für die Schüler gliedert sich das Projekt in drei Teile. Am Anfang steht ein ausstellungsbezogener und historischer Teil: Schüler und Lehrer kommen zur Vernissage, lernen die KünsterInnen kennen und erhalten in der Ausstellung dann historisch orientierte Lehreinheiten zu Musikvisualisierung seitens der Galeristen. Es folgt dann ein praktischer Teil mit dem Ziel eigene Musikvisualisierungen zu gestalten unter Anleitung des Lehrers mit reflexiver Begleitung der Galeristen in der Schule. Die Hinführung zum praktischen Teil seitens des Lehrers beinhaltet experimentellen, handlungsorientierten Unterricht, unter Berücksichtigung performativer und medialer Gestaltungsaspekte. Bei den Endprodukten haben die Schüler Mitsprachemöglichkeit was die Konzeption der Musikvisualisierungen, die Wahl der Mittel und Medien angeht. Der dritte Teil des Projektes besteht in der Präsentation der Endprodukte, zunächst im schulischen Zusammenhang und dann auch, materialabhängig und vermutlich mehr dokumentarisch, in der Galerie. Zielpublikum der Galerieausstellung sind dann weniger Schüler als vielmehr Lehrer und Kunstvermittler.
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Projektentwicklung:
Der Besuch der Schüler in der Galerie anlässlich der Vernissage der Ausstellung „media flow. videoventure on electronic music pt.1“ war geprägt von der Neuheit des Ortes, der Atmosphäre und des Ereignisses für die SchülerInnen. Sie haben die Gelegenheit genutzt, scharf zu beobachten und für ihre eigenen audiovisuellen Produktionen Ideen zu sammeln. Dies war in der darauf folgenden experimentellen Konzeptions-Phase festzustellen, die der Lehrer als Ansatzpunkt vor den historisch Teil in der Galerie schob. Dabei wurden erste Praxisideen gesammelt, noch bevor sie historische Beispiele kennenlernen konnten. Diese Ideen wurden dann historisch fundiert mit den Vorträgen der Galeristen und in Diskussion mit den Schülern. Die Praxisideen wurden anschließend in mehreren Doppelstunden Schritt für Schritt entwickelt. Nach der Realisierung erster Filmskizzen besuchten die Galeristen den Unterricht und besprachen zusammen mit dem Lehrer und den SchülerInnen die Skizzen. Daraus ergab sich die weitere Entwicklungsrichtungen, die dann zu den audiovisuellen Endprodukten geführt haben. Diese zeichnen sich, verglichen mit üblichen Musikvideos, durch eine überraschende, unkonventionelle Herangehensweise aus, die teilweise mehr den italienischen Futuristen als dem heutigen Musikfernsehen verpflichtet ist. Einige Arbeiten gingen in eine eher installative Richtung, andere eher in eine performative oder genuin filmische, allesamt teilen sie jedoch ein Interesse an der Verbindung von Visuellem und Musik bzw. Geräusch, die über den oft oberflächlichen Charakter audiovisueller Verbindungen im Musikfernsehen hinaus geht. Ausblick: Eine Präsentation der audiovisuellen Produktionen ist im Rahmen des nächsten Schulfestes zum Schuljahresende vorgesehen. Die SchülerInnen sind zudem zum zweiten Teil der Ausstellungsreihe in die Galerie eingeladen, die am 13.03.2005 eröffnet werden wird.
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Besonderheiten:
Das Projekt fußt einerseits auf den Erfahrungen, welche die Galeristen im Rahmen des Bundesmodellprojektes „Kulturelle Bildung im Medienzeitalter“ in der Schülerarbeit gewinnen konnten (vgl. die Publikation zu „sense&cyber“). Es fußt andererseits auf den kunstpädagogischen und kunstdidaktischen Erfahrungen des Lehrers, welche er inner- und außerschulisch gemacht hat. Ziel des Projektes ist es, eine nachhaltige und kontinuierliche Auseinandersetzung der Schüler mit zeitgenössischer Kunst in Gang zu setzen. Dem entspricht zunächst die mehrjährig angelegte Ausstellungsreihe, die sich 2005 mit weiteren Ausstellungen und einem Workshop fortsetzen wird. Im Anschluss an das Projekt vergibt die Galerie zudem Praktikumsplätze an interessierte Schüler. Ferner ist angedacht, mit dem Projekt einen multiplikatorischen Effekt in der Schule auszulösen, zum einen durch Kommunikation zwischen Schülern, zum anderen durch Folgeprojekte nach dem Kid-to-Kid-Education-Modell, bei dem Schüler ihr Wissen anderen Schülern weitergeben. Dies entspricht der Patenschaftsstruktur, die an der Schule gepflegt wird. Und nicht zuletzt sollen die Schüler auf dem Wege des Projektes auch mit anderen Kunstinstitutionen vertraut gemacht werden, Schwellenängste abgebaut und Interesse geweckt werden.
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Probleme und Lösungen:
Als schwierig erwies sich die Einbindung des relativ zeitintensiven Projekts in den schulischen Alltag mit seinem festen Stundenraster. Überwunden werden konnten diese Schwierigkeiten nur dank des außerunterrichtlichen Engagements der SchülerInnen, die teilweise viel Zeit für die Arbeiten zu Hause aufgewendet haben.Das bewusst ergebnisoffene Arbeiten verunsicherte die SchülerInnen anfangs. Die Tatsache, dass kein definierter Leistungshorizont vorgegeben wurde, entsprach nicht der gewohnten schulischen Struktur. Dass die SchülerInnen es nach einigen Anlaufschwierigkeiten gewagt haben, die Freiheit der Aufgabenstellung und der Organisation zu nutzen, kann als Erfolg gewertet werden. Dies belegt auch die teilweise sehr intensive Mitarbeit der SchülerInnen.
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Anekdotisches:
Besonders eindrücklich war uns die Verbindung aus Klang und quasi-filmischem Bild, die eine Gruppe der Klasse dadurch schuf, dass sie, einfach und verblüffend, gefärbtes Licht auf ein mit Wasser gefülltes Glas richtete und dessen Rand mit dem Finger in hörbare Schwingungen versetzte, was die Wasseroberfläche in Bewegung brachte, deren Schattenwurf dann mit einer Videokamera aufgenommen und über einen Beamer zum Klang des Glasrandes groß projiziert wurde – eine direkte, stringente Umsetzung von Klangbewegungen in visuelle Bewegungen, deren mediale Schleusung (Schatten, Kamera, Beamer) ein gelungenes ästhetisches Resultat hervorbrachte.Überraschend war bei der Präsentation dieser und anderer Arbeiten in der Schule, dass einige SchülerInnen so vertieft in die Vorgänge waren, dass sie 90-Minuten-Rhythmus aufbrachen. Manch andere suchten während der Projektarbeit entlegene Winkel des Schulgebäudes auf, um die verschiedensten Objekte in ihre Arbeit einzugliedern. Begleitet wurde diese zeitliche und räumliche Intensivierung von einer persönlichen, die es den Beteiligten ermöglichte, individuelle Interessen und Fähigkeiten einzubringen.
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